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Jagdkonzepte + Jagd allgemein
418 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator, nagus2
Forum: Jagdkonzepte + Jagd allgemein

Ansitz --- mal so und mal so

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Gewusel Doppelpack
Heute (na ja: gestern) war Diana mir besonders hold

Nachdem ich die Kirre in meinem Pirschbezirk erst Mittwoch - nach längerer Pause - wieder in Betrieb genommen hatte, durfte ich heute feststellen, dass sie in der gleichen Nacht bereits angenommen wurde. Und Freitag, tja, am Freitagabend steppte da um 21:15 Uhr bereits der Bär ... Das verriet mir jedenfalls die Wildkamera, die ich heute bereits ausgelesen habe, weil ich eh noch ein paar andere Kleinigkeiten dort zu tun hatte.

Mein PB grenzt zumindest zu einer Seite hin ans Feld, und die Felder sind auch hier jetzt abgeerntet. Mais gibt's schon auch, aber nicht in unmittelbarer Nachbarschaft, jedenfalls dieses Jahr nicht. Wie dem auch sei, es tummeln sich gerade eine ganze Menge Sauen bei mir, wie ich zusätzlich durch die Kamera an der Suhle feststellen durfte. Allerdings sind die Sauen bei mir irgendwie überhaupt nicht regelmäßig, in dem was sie tun. Deswegen sind sie auch schwer zu bekommen.

Nun gut, ich dachte mir: setzt dich halt hin an die Kirre, Wetter war nicht so dolle, leichter Regen, nicht besonders warm. Im schlimmsten Fall passiert nix, im besten Fall kommen sie bei dem Wetter wieder früh.

Joah. Dann ging alles ganz schnell. Kurz vor acht hatte ich mich hingehockt, und um 20:55 Uhr war der zweite Schuss draußen. Der erste war vielleicht eine Minute zuvor gefallen. Das war offenbar die unerfahrene, aber hungrige Vorhut. Ich sah überhaupt nur vier, maximal fünf Frilis, alle im gleichen Kaliber. Und ich dachte: bevor das so aussieht wie auf dem Wildkamerabild, nur noch ein großes Gewusel, da musste jetzt Gas geben.

Der zuerst beschossene Frili lag nicht, ich war mir aber sicher, den gut getroffen zu haben. Nachdem die Bande den Schreck vom Knall verdaut hatte, trabten sie sofort wieder an. Keine warnende Bache weit und breit. Tja, und so konnte ich dann eben noch einen erlegen. Der lag freundlicherweise auch sofort.

Nach einer kleinen Weile mit meinem Hund zum Anschuss. Ich wusste ziemlich genau, wo die erste Sau gestanden hatte, aber da sah ich rein gar nichts Keine Eingriffe, kein Schweiß, nada. Für meinen Hund war das natürlich auch wieder was Neues. Er fand die dort bereits liegende Sau freilich maximal interessant. Ich ließ ihn am kurzen Riemen machen, lenkte ihn aber dorthin, wo ich die erste Sau beschossen hatte. Mein Hund bewindete alles ausgiebig, und bingo, da war ja doch Schweiß, vielleicht zwei oder drei Meter neben dem Anschuss. Während er auf der Fährte marschierte, drehte er allerdings mehrmals wieder um, zurück zur bereits liegenden Sau Mit Engelszungen überredete ich ihn, weiterzusuchen. Der wird mich für etwas plemplem gehalten haben. Unerfahren wie er ist, konnte er sich wohl nicht vorstellen, dass da zwei tote Sauen herumliegen. Nun gut: wir haben sie gefunden. In der Buchenverjüngung kam's mir weiter vor, sie ist aber kaum 15 m weit gekommen.

Der Rest war dann noch schweißtreibend, zumal bei solchen niedlichen Frilis, die irgendwie viel leichter aussehen als sie sind. Beide ca. 150 m Richtung Auto vorgeliefert, dort aufgebrochen, dann zur Wildkammer am Forstbetrieb, dort alles wieder saubermachen, heimfahren. Ist abendfüllend

Schussdistanz ca. 55 m. Zwei Frischlingskeiler, aufgebrochen 24 und 25 kg. Beide Kammertreffer. Flucht 0 bzw. ca. 15 m.
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@ Heide_Unterfranken #
Waidmannsheil !
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.08.17 um 15:48 Uhr.
@ Gento #
Waidmannsdank
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.08.17 um 16:11 Uhr.
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Schmalreh Schmalreh
Am Mittwoch abend saß ich wieder mal in meinem Campingstuhl und schaute voller Erwartungen in einen lichten Douglasienbestand. Eine Stunde vor Sonnenuntergang sah ich einen roten Fleck im Grün der Himbeeren. Fuchs!? Erlegen und eventuell den Ansitz vorschnell beenden? Aus dem Fuchs wurde dann aber ein Reh. Ich hatte die Hoffnung, dass es mal ein Böckchen sein dürfte. Nö. Im Doppelglas sprach ich das Stück als Schmalreh an. Es zog jetzt zügig in meine Richtung und lief auf knapp 50 m vor mir Richtung Weg. Ich hatte mich entschieden. Zwei Serien von Kitzfiepen mit dem Blatter bestärkten mich in meinem Vorhaben. Das Stück brach im Schuss zusammen und klagte noch kurz (fiep). Aufgebrochen 14 kg.

Heute morgen entschloss ich mich, wieder dort zu sitzen. (Beim Aufbrechen des obigen Stückes beobachtete mich am Mittwoch neugierig ein Stück Rehwild aus sicherer Entfernung. ) Ich war sehr früh im Wald. Ich wollte noch einen sicheren Wechsel vom Feld ins Holz, auf einer Leiter sitzend, verhören. Es tat sich nichts. Dieses Jagdjahr ist einfach nichts los und für Spekulationen ist es noch zu früh. So baumte ich mit dem erstem Büchsenlicht ab und pirschte zu meinem Stammplatz vom Mittwoch. Ein rotbrauner verwaschener Tupfer im Chaos aus Himbeere und Springkraut ließ mich neugierig werden. Der Blick durchs Fernglas bestätigte: Reh. Und wieder mal kein Bock. Beim ersten flüchtigen Ansprechen sah alles nach Ricke aus. Ich legte das Doppelglas beiseite und beschäftigte mich mit anderen Dingen. Das Stück war dann auch weg, nach ca. einer halben Stunde stand das Stück wieder auf knapp 70 m vor mir. Als Schmalreh. Ganz langsam reifte meine Entscheidung, das Stück zu fangen. Kitzfiepserie - keine Reaktion. Das Stück bewegte sich fast überhaupt nicht und stand nie passend. Ich stand vorsichtig auf und ging ein paar Schritte nach rechts. In der Indianerhocke sitzend strich ich an einem Baum an. Auch das war nicht ideal. Ich robbte zu einem Baumstubben 5 m vor mir. Legte die Waffe auf und checkte die Lage. Das Stück zeigte mir den Spiegel und düngte den Waldboden. Mein Kreislauf war jetzt auf Hochtouren. CO2 und Adrenalin bemerkten auch die Mücken im Busch. Ich schaute immer mal wieder durchs Zielfernrohr und merkte, dass meine Position alles andere als günstig war. Mittlerweile hatte ich Nackenschmerzen. Endlich. Das Stück drehte sich langsam. Die Kugel war raus, das Okular knallte mir gegen die Augenbraue. Das Reh sprang kurz zur Seite, verschwand, um gleich wieder putzmunter aufzutauchen. Nochmal knallte mir das Okular gegen die Augenbraue. Das Stück klagte kurz (fiep). Aufgebrochen 14 kg.

Weidmannsheil allen Erlegerinnen und Erlegern.
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@ flotthund #
Waidmannsheil !
Weibl. Stücke sind bei mir erst ab 1.Sept frei, dauert noch ein bisschen.
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@ Gento #
Gento schrieb:

Waidmannsheil !
Weibl. Stücke sind bei mir erst ab 1.Sept frei, dauert noch ein bisschen.



Weidmannsdank. Du jagst wahrscheinlich in einer Gemengelage aus Feld, Wald, Feldgehölzen. Wenn man da jedes passende Stück morchelt, ist der Bestand ziemlich schnell stark reduziert. Feldjäger verteilen wahrscheinlich moderat ihre Jagderlebnisse auf das Jagdjahr. Ich jage nur im Wald, da nutze ich fast jede Chance, die sich bietet. Und freie Büchse habe ich auch, diese Freiheit ermöglicht mir viel.
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@ flotthund #
Da hast du Recht, so ähnlich schaut mein Revier aus. Ich könnte ja auch, wenn ich´s wollte , aber es macht sich dann auch im nächsten JJ bemerkbar, in manchen Ecken wäre dann wirklich tote Hose.
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@ Heide_Unterfranken #
Waidmannsheil
"Wer die Natur nicht liebt, den hat sie eigentlich vergeblich hervorgebracht" (unbek. Verfasser)

Meine Bilder unter: [www.flickr.com]
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@ flotthund #
Waidmannsheil
"Wer die Natur nicht liebt, den hat sie eigentlich vergeblich hervorgebracht" (unbek. Verfasser)

Meine Bilder unter: [www.flickr.com]
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 16.08.17 um 13:51 Uhr.
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JUngfuchs Elegant...
Freitag Abend, nach Ankunft und aufklaren der Hütte erst mal eine Revierrundfahrt, ich war lange nicht da. Es stehen immer noch zu viele Getreidefelder und es sieht nicht gut aus, alles braun
Dafür steht der Mais wie eine grüne Wand bis zu vier Meter hoch...
Und noch nie hatte ich während dieser Fahrten null Anblick...außer Freitag...nichts, nada...tote Hose...alles war wie ausgestorben...na ja, es nieselte...
Ich entschloss mich mal wieder meine Freitag Abend Kanzel zu besetzen, fußläufig zu erreichen und immer für eine Überraschung gut. Das Weizenfeld daneben ist drei Reihen breit angemäht und steht so braun da wie all die Anderen. Aber es ist schonmal mehr Sicht als vorher. Gesagt getan, Ich saß kaum, als auch schon ein Schmalreh aus dem Bestand auf die Stoppeln zog und das frische Grün zwischen den Stoppeln naschte. Weibliches Rehwild hat noch Schonzeit, von daher blieb die Büchse kalt.
Nach etwa einer dreiviertel Stunde zog es zurück in den Bestand. Mein Blick saugte sich an einer Bewegung am Schilfgürtel fest..rot blitzte es auf und kam zügig in meine Richtung. Ah, Meister Reinecke...ein Jungfuchs schnürte die REviergrenze lang und schaute nach den Mäusen im Schilf...Ich wechselte mit der Waffe das Fenster und hoffte er würde den Misthaufen unterhalb der Kanzel am Bestand anstreben. Das tat er dann auch...als er an der Ackerkante breit stand trug ich ihm auf 60m die Kugel an. Er sprang sichtlich getroffen in meine Richtung und blieb erst nach 10 m liegen, trotz Kammertreffer..
"Wer die Natur nicht liebt, den hat sie eigentlich vergeblich hervorgebracht" (unbek. Verfasser)

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