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Offener Brief an den NABU-Bundesgeschäftsführer Miller

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Offener Brief an den NABU-Bundesgeschäftsführer Miller
Sehr geehrter Herr Miller,
darf ich Ihnen heute mal einen Vogel zeigen? Als ehrenamtlicher Beringer, engagierter Naturschutzwart und begeisterter Naturfotograf habe ich natürlich auch viel mit den Jägerinnen und Jägern zu tun. Bei vielen Arbeitseinsätzen in Wald, Feld und Flur stehen die Jägerinnen und Jäger längst mit dem Spaten bei Fuß, packen mit an und gestalten neue Lebensräume auch für geschützte Arten. Sie alle leisten mit der intensiven Raubwildbejagung in Küstenvogelschutzgebieten und bei anderen Artenschutzprojekten einen sehr wichtigen Beitrag für das Erreichen der Schutzziele und opfern dafür gern einen Großteil ihrer Freizeit. Sie, als NABU-Bundesgeschäftsführer beklagen den Rückgang der Artenvielfalt in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft, machen dafür aber allein die Landwirte verantwortlich. Dank der erfolgreichen Ausrottung der Tollwut haben wir seit Ende der 80’er Jahre ein Vielfaches an Füchsen in der Landschaft. Marderhunde, Waschbären und Minke sind ebenfalls auf dem Vormarsch. Auch bei den Rabenvögeln gab es reichliche Bestandszuwächse. Das alles hat Folgen für die Artenvielfalt, die man den Landwirten nur schwerlich anlasten kann. Das wirksame Gegenmittel heißt Jagd, die der NABU in seinen Schutzgebieten als „Prädatorenmanagement“ bezeichnet und durchführt. Jägerinnen und Jägern wollen Sie aber verbieten, Füchse, Waschbären, Marderhunde, Minke und Marder weiterhin mit Fallen fangen zu dürfen?! Warum stellen Sie die Menschen an den Pranger, die im Stillen die Arbeit erledigen, ohne die es in der heimischen Natur schon längst sehr still geworden wäre? Dass die Bejagung streunender bzw. verwilderter Hauskatzen ein Reizthema ist, wissen ihre grünen Freunde sehr genau. Denn sie nutzen den Kuscheltierfaktor allzu gern zur dumpfen Stimmungsmache gegen die Jagd in Deutschland. Wider besseren Wissens steigen Sie, ohne Not, mit ins Boot der Jagdgegner, lassen sich auf dem grünen Fluss weit abtreiben und singen mit ihnen gemeinsam das Lied von der hölzernen Wurzel, anstatt kräftig gegen den Strom zu rudern um vernünftige Ziele zu erreichen. Das ebenfalls sensible Thema "Wolf" bezeichnen Sie als, Zitat: "Lackmus-Test" und verkünden weiter "Der Umgang mit dem Rückkehrer wird zeigen, ob die Jägerschaft in der Gegenwart ankommt oder weiter Positionen aus der Märchenzeit aufrechterhalten will“ Für viele der Jägerinnen und Jäger, ist dies dagegen eher ein Test der Glaubwürdigkeit des NABU. Ihr Verband verdient am Verkauf von sogenannten "Wolfspatenschaften". Was von diesem Geld kommt bei den Wanderschäfern bzw. den Schäfereibetrieben an? Während Ihre Agitatoren fleißig durch das ganze Land reisen, um die Wiederkehr der Wölfe, geschickt und sehr erfolgreich zum Spendensammeln zu nutzen, bleibt der eigentlich betroffene Schäfer schutzlos im Regen stehen. Es ist wohl eher höchste Zeit für einen Lackmus-Test in Ihren Reihen! Solange Sie öffentlich Wasser predigen und gleichzeitig Wein trinken, bleibt mein NABU- Basecap fein sauber an der Flurgarderobe hängen. Denn der Frust, der mir während des Tragens inzwischen bei der Begegnung mit Schäfern, Mutterkuh- Haltern und Landwirten entgegenschlägt, ist keine gute Basis für eine Zusammenarbeit in der Natur. Der große NABU- Aufkleber, an der Heckscheibe meines Autos ist längst mit einem roten Schriftzug überklebt, auf dem in roten Lettern "NEIN, Danke!" steht. Ich war über eine sehr lange Zeit gern Mitglied im NABU, habe mein Wissen um die Vogelwelt mit viel Freude an FÖJ-ler, Studenten und Praktikanten im NABU- Wasservogelreservat Wallnau weitergegeben und diverse Küstenvogelschutzgebiete an der Ostseeküste mitbetreut. Was mir während meiner ehrenamtlichen Tätigkeit dort aber immer wieder begegnete, waren Arroganz und Hochmut von einigen Leuten, die mit ihrer abgehobenen Art dem NABU eigentlich nur schaden. Mir tun meine langjährigen Freunde Martin Altemüller und Norbert Schmell sehr leid, denn alles, was die Beiden an wirklich guter Öffentlichkeitsarbeit dort leisten, wird von den "Schwebenden" wieder mit dem Hintern eingerissen! Schade!
P.S. Der kleine Vogel, den ich Ihnen hier zeige, ist eine junge Möwe, welche ohne die intensive Prädatorenbejagung, sicherlich gar nicht geschlüpft wäre.
Gern hätte ich Ihnen einen großen Vogel gezeigt, aber die Seeadler sind gerade erst mitten im Brutgeschäft!
Herzliche Grüße!
Jens-Werner Dettmann

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Dieser Beitrag wurde am 23.01.17 um 21:12 vom Autor gelöscht.
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Tja ein Brief an die " Hohle Taube " . Leider begreift Niemand, daß der Nabu und co. unsere Artenvielfalt zerstören. Das wird man leider erst in 50 Jahren feststellen und dann gibts EU-Förderprogramme für den Nabu.

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Der Brief ist wirklich gut! Er zeigt einmal mehr, dass diejenigen, die wirklich an der Basis arbeiten wissen, was sie gemeinsam mit Jägern erreichen können und es gibt etliche Beispiele für eine funktionierende Zusammenarbeit. Um so mehr erzürnt mich die selbstverliebte Profilierungstour der Funktionäre, die immer schlimmer wird, je höher sie in den Etagen sitzen...

Ich kann nur jeden Jäger aufrufen, mit den Basisleuten den Kontakt zu suchen. Und wo immer sich die Gelegenheit bietet, muss man bei der Basis auf diesen Müll hinweisen. Der Brief wäre ein gutes Mittel in der Diskussion mit der Basis...
im früheren LL-Leben als anser unterwegs...
15
 
Dieser Beitrag wurde am 23.01.17 um 21:12 vom Autor gelöscht.
Dieser Beitrag wurde am 23.01.17 um 21:12 vom Autor gelöscht.
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...
Teflon kommt aus der Raumfahrt ...

wen wundert´s das es für den Aufstieg zwingend ist ...

kein Argument wird kleben bleiben können ...

ist traurige Realität.
Mit Phrasen lebt´s sich halt besser als mit Fakten.
Fakten kann man prüfen - Phrasen variieren ...
2
 
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Endlich wird mit diesen Heinis mal TACHELES geredet

Deren Ideologie stinkt zum Himmel
Wollt ihr wissen, wen ich ehrlich
einen Waidmann heiß ?
Den nur, der nebst Flint` und Büchse
auch den Hund zu führen weiß !

[www.kleine-muensterlaender.org]
8
 
@ Sauenschubser #
Sauenschubser schrieb:

Sehr geehrter Herr Miller,
darf ich Ihnen heute mal einen Vogel zeigen? Als ehrenamtlicher Beringer, engagierter Naturschutzwart und begeisterter Naturfotograf habe ich natürlich auch viel mit den Jägerinnen und Jägern zu tun. Bei vielen Arbeitseinsätzen in Wald, Feld und Flur stehen die Jägerinnen und Jäger längst mit dem Spaten bei Fuß, packen mit an und gestalten neue Lebensräume auch für geschützte Arten. Sie alle leisten mit der intensiven Raubwildbejagung in Küstenvogelschutzgebieten und bei anderen Artenschutzprojekten einen sehr wichtigen Beitrag für das Erreichen der Schutzziele und opfern dafür gern einen Großteil ihrer Freizeit. Sie, als NABU-Bundesgeschäftsführer beklagen den Rückgang der Artenvielfalt in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft, machen dafür aber allein die Landwirte verantwortlich. Dank der erfolgreichen Ausrottung der Tollwut haben wir seit Ende der 80’er Jahre ein Vielfaches an Füchsen in der Landschaft. Marderhunde, Waschbären und Minke sind ebenfalls auf dem Vormarsch. Auch bei den Rabenvögeln gab es reichliche Bestandszuwächse. Das alles hat Folgen für die Artenvielfalt, die man den Landwirten nur schwerlich anlasten kann. Das wirksame Gegenmittel heißt Jagd, die der NABU in seinen Schutzgebieten als „Prädatorenmanagement“ bezeichnet und durchführt. Jägerinnen und Jägern wollen Sie aber verbieten, Füchse, Waschbären, Marderhunde, Minke und Marder weiterhin mit Fallen fangen zu dürfen?! Warum stellen Sie die Menschen an den Pranger, die im Stillen die Arbeit erledigen, ohne die es in der heimischen Natur schon längst sehr still geworden wäre? Dass die Bejagung streunender bzw. verwilderter Hauskatzen ein Reizthema ist, wissen ihre grünen Freunde sehr genau. Denn sie nutzen den Kuscheltierfaktor allzu gern zur dumpfen Stimmungsmache gegen die Jagd in Deutschland. Wider besseren Wissens steigen Sie, ohne Not, mit ins Boot der Jagdgegner, lassen sich auf dem grünen Fluss weit abtreiben und singen mit ihnen gemeinsam das Lied von der hölzernen Wurzel, anstatt kräftig gegen den Strom zu rudern um vernünftige Ziele zu erreichen. Das ebenfalls sensible Thema "Wolf" bezeichnen Sie als, Zitat: "Lackmus-Test" und verkünden weiter "Der Umgang mit dem Rückkehrer wird zeigen, ob die Jägerschaft in der Gegenwart ankommt oder weiter Positionen aus der Märchenzeit aufrechterhalten will“ Für viele der Jägerinnen und Jäger, ist dies dagegen eher ein Test der Glaubwürdigkeit des NABU. Ihr Verband verdient am Verkauf von sogenannten "Wolfspatenschaften". Was von diesem Geld kommt bei den Wanderschäfern bzw. den Schäfereibetrieben an? Während Ihre Agitatoren fleißig durch das ganze Land reisen, um die Wiederkehr der Wölfe, geschickt und sehr erfolgreich zum Spendensammeln zu nutzen, bleibt der eigentlich betroffene Schäfer schutzlos im Regen stehen. Es ist wohl eher höchste Zeit für einen Lackmus-Test in Ihren Reihen! Solange Sie öffentlich Wasser predigen und gleichzeitig Wein trinken, bleibt mein NABU- Basecap fein sauber an der Flurgarderobe hängen. Denn der Frust, der mir während des Tragens inzwischen bei der Begegnung mit Schäfern, Mutterkuh- Haltern und Landwirten entgegenschlägt, ist keine gute Basis für eine Zusammenarbeit in der Natur. Der große NABU- Aufkleber, an der Heckscheibe meines Autos ist längst mit einem roten Schriftzug überklebt, auf dem in roten Lettern "NEIN, Danke!" steht. Ich war über eine sehr lange Zeit gern Mitglied im NABU, habe mein Wissen um die Vogelwelt mit viel Freude an FÖJ-ler, Studenten und Praktikanten im NABU- Wasservogelreservat Wallnau weitergegeben und diverse Küstenvogelschutzgebiete an der Ostseeküste mitbetreut. Was mir während meiner ehrenamtlichen Tätigkeit dort aber immer wieder begegnete, waren Arroganz und Hochmut von einigen Leuten, die mit ihrer abgehobenen Art dem NABU eigentlich nur schaden. Mir tun meine langjährigen Freunde Martin Altemüller und Norbert Schmell sehr leid, denn alles, was die Beiden an wirklich guter Öffentlichkeitsarbeit dort leisten, wird von den "Schwebenden" wieder mit dem Hintern eingerissen! Schade!
P.S. Der kleine Vogel, den ich Ihnen hier zeige, ist eine junge Möwe, welche ohne die intensive Prädatorenbejagung, sicherlich gar nicht geschlüpft wäre.
Gern hätte ich Ihnen einen großen Vogel gezeigt, aber die Seeadler sind gerade erst mitten im Brutgeschäft!
Herzliche Grüße!
Jens-Werner Dettmann



Lieber Jens-Werner

Hab Dank für Deine offenen, fundierten Worte von der Basis !!! Ich bewundere immer auf´s Neue, wie Du und Deine Mitstreiter sich unermüdlich für unsere heimische Natur in seiner Vielfalt, ohne Artenrassismus und Intoleranz den Menschen gegenüber, tatkräftig einsetzen, unzählige Stunden, Tage, Jahre ehrenamtlich praktische Arbeit leisten , Kinder und Jugendlichen ein ideologiefreien Blick auf ökologische Zusammenhänge ermöglichen.

Mit Deinem Offenen Brief verleihst Du Jenen Praktikern eine Stimme. denen es aus beruflichen Gründen nicht möglich ist, laut zu sagen, woran eigentlich ein Großteil des Artenschutzes krankt und Populationen dort verschwinden, wo es eigentlich gar nicht dazu kommen müsste.

Ich hoffe, daß sehr viele Leser Deinen Brief verbreiten werden, denn ich bezweifle, daß es der Adressat machen wird. Weiterverbreiten in Form von Mails an die NABU-Geschäftsstellen der Landes-und Kreisverbände, die Unteren Naturschutzbehörden, aktive Einzelpersonen, Zeitungsredaktionen e.tc..

Ich wünsche Dir an Dieser Stelle weiterhin viel Kraft, Durchhaltevermögen , aufrichtige Mitstreiter und vor Allem immer noch Freude an Deiner ehrenamtlichen Arbeit. Mögen Deine Worte Gehör finden und Mut machen. ....denn wer still schweigt , kann Nichts bewirken .

Hochachtungsvoll GlG
Andrea
Aus Fehlern zu lernen, bedeutet reif genug zu sein um zu verzeihen,
jedoch nicht so dumm um danach nochmal zu vertrauen
Rette einen Fremden aus dem Meer und er wird dein Feind werden.
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@ Sauenschubser #
Sauenschubser schrieb:

Sehr geehrter Herr Miller,
darf ich Ihnen heute mal einen Vogel zeigen?

Eindeutig zweideutig! Das war gut!
Vertrau nur deinem Arsch, denn der steht immer hinter dir!
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