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Brandlbracke in Erstlingsführerhände?

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@ jagatom #
Servus Tom,

danke für Deine Nachfrage. Ein lieber Hund sitzt zwar neben mir aber nicht mein gewünschter Jagdbegleiter.

Meine Ehefrau und ich haben nochmal alle Aspekte für und wider eingehend besprochen. Mittelfristig, d. h. in ca. 2-3 Jahren, werden wir wieder an die Elbmündung ziehen.
Da hier die künftige Wohnungsfrage wie auch die Frage nach sich zeigenden Jagddmöglichkeiten noch völlig offen ist, sind wir zu dem Entschluss gekommen, die Frage nach einem eigenen Jagdhund nochmal zurück zu stellen.
Wir finden, es hat keinen Zweck, mit und für einen Hund, unter diesen Umständen möglicherweise Kompromisse ein zu gehen, die letztendlich Kompromisse sind und keinen von uns wirklich glücklich machen.

Unbedingt brauchen, für meine jetzigen jagdlichen Belange, brauche ich keinen Jagdhund. Ist eigentlich mehr ein "haben wollen"

Der Wunsch nach einem eigenen Jagdhund (den ich aber dann auch soviel wie möglich beschäftigen möchte) besteht immer noch. Jedoch in der Gesamtbetrachtung unserer Situation holen wir uns derzeit keinen eigenen und freuen uns an die schönen Hunde, die andere führen.

Schöne Grüsse aus dem Berchtesgadener Land
Pirschstock
Bernhard
[www.facebook.com]

Kann man schöner wohnen?
[www.youtube.com]
2
 
@ CuxImker #
O.k., das leuchtet ein!

Gut, wenn manchmal die Vernunft über das Haben wollen regiert!

Ich bin sicher, du wirst noch den geeigneten Begleiter für deine zukünftige Elbmündungsjagd finden!

Beste Grüße aus Niederbayern
und WMH!
Tom
Wollt ihr wissen, wen ich ehrlich einen echten Waidmann heiß?
Den nur, der nebst Büchs und Flinte auch den Hund zu führen weiß.


1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 05.03.15 um 14:42 Uhr.
#
Mein "Kleiner" als Welpe (Bobby v. Rammelstein) Bobby mit  zwei Jahren
Liebe Grünröcke,

Nach über fünfundreissig Jahren kynologischer Erfahrung ( ja,... ich jetzt bin auch so ein alter Hase der mit fast 60ig noch auf Nachsuchen geht) und etlichen erfolgreich prüfungsabgeführten Hunden hab ich's getan:

Ich hab mir vor bald drei Jahren ein Bracke angeschafft, eine Steirische Rauhaarbracke.

und.... nun ja, wer erfolgreich in Prüfung und Praxis Hunde abführt braucht Konsequenz, Gespür, Ausdauer,....etc.

...und wer eine Bracke abführt... braucht von allem etwas mehr!

Und jetzt etwas seriöser, ein Teil meiner Erfahrungen:
Hab ich geglaubt ich wüsste vieles über Hunde, meine Bracke hat mich des Besseren belehrt. Abstammend aus solider, guter Zucht ( ja, Leistungszucht ist bei den Bracken noch Standard!) hab ich meinen Jagdbegleiter mit 9 Wochen erhalten. Stubenreinheit, Stubendressur und vorab eine breit angelegte jagdliche Prägung in der Sozialisierungsphase schaffen beste Voraussetzungen zu späterer Leistung auf Jagd und Fährte. Und .. ja,.. auch ein Welpe lässt sich, spielerisch, schon zur (kurzen) Fährte animieren!
Aufbau und Rückschläge wechseln sich in der Ausbildung ab.. zwischenzeitlich gönnt man sich und dem Junghund auch mal ein übungsfreie "ruhige Woche".
Appell und Brackieren - Loslassen und Kommen - sicher eines der herausfordernsten Themen bei der Brackenerziehung. Ich lass ihn gehen... er sticht spurlaut (hurra ich freu mich!) und entschwindet im Dickicht. Und ich.. unruhig nach 5 Minuten lausche ich dem Geläute, nervös nach 10 Minuten, endlos scheint mir, warte ich... und warte ich. Ein vier Monate alter Junghund im Wald verschollen??...Nicht mit einer Bracke; nach zähen 15 Minuten (gefühlt; Stunden) taucht der Kleine wieder auf; sprichwörtlicher Orientierungsinn, auch eine Brackentugend. Wer damit nicht umgehen kann, wird sich nervlich an einer Bracke ruinieren.

Fährtenarbeit: der Aufbau läuft problemlos, die Schleppen mit dem Kaninchen, 800 oder gar 1000Meter, forden den Hund nicht wirklich, ein Kinderspiel.
Verwundtfährte: am unteren Riemenende hab ich einen "echten Profi", - Einarbeitung nur mit dem Fährtenschuh, das fordert Konzentration beim Junghund. Ein langsamer Aufbau mit viel Ruhe in der Arbeit, Lob und Konsequenz,bringen meine Bracke zum Stück. Die Belohnung Spiel und kräftiges Beutelnlassen spornen auch beim nächsten Mal voarb schon an. Mit 16 Monaten winkt der Erfolg: Prüfungsieger Junghunde auf 500 Meter Fährtenschuh

Könnte hier noch viel weiter ausholen, doch dafür gibts die Jagdhundevereine und eine Vielzahl von Ratgebern, die ich hier nicht wiederholen möchte. Aber zwei Eigenschaften der Bracken die wirklich zur Herausforderung werden können möchte ich noch aufführen. Den brackentypischen Sturkopf und eine gewisse Sensibilität machen Brackenerziehung oft zum Grenzgang zwischen Konsequenz und Einfühlungsvermögen. Darum glaub ich nur an eine bedingte Eignung der Östereichischen Bracken für einen alleingelassenen Erstlingsführer.

Und zuhause? , fragt sich dann Mancher. Die jaglich geführte Bracke spielt hier Engelchen und bester Freund der ganzen Familie, ruhig, ausgeglichen, freundlich! Dennoch sei gewarnt, eine unterbeschäftigte Bracke entwickelt sehr viel (Un)sinn für Haushaltgestaltung nach eigenen Vorstellungen.

Abschliessend meine Bilanz: Für mich persönlich: nie wieder!..... möchte ich einen anderen Vierläufer an meiner Seite als eine Steirische Bracke!.

Mit Brackengeläut und Brackenheil

Angadoor

(beigfügte Bilder: der" Kleine" mit neun Wochen.. und heute)

4
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 24.02.19 um 21:57 Uhr.
@ Angadoor #
AUF DER jAGD... Peintinger Steirische Bracke auf der Jagd
...und zwischenzeitlich gereift auf Dutzenden von Stöberjagden hat er heute seine 125igste erfolgreiche Nachsuche gefeiert.... da kann ich nur wiederholen:
für mich: nie wieder!.... einen andern Jagdbegleiter als einen "Steirer"..

Mit Brackengeläut,

Angadoor
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