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Nachtsichtfähigkeit - oder Kontrastsehen

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Nachtsichtfähigkeit - oder Kontrastsehen
Hallo zusammen!

Leider lese ich immer aber auch immer wieder wenn es um die Dämmerungs- und Nachttauglichkeit von Ferngläsern und Zielfernrohren geht was über Objektivgrößen, Lichtdurchlässigkeits% und Linsengrößen, aber niemals etwas über die gravierenden Unterschiede in der Sehfähigkeit des menschlichen Auge! Dann wird auch gern die Öffnung der menschl. Pupille herangezogen. Aber was ist wenn da durch die Pupille auf der Netzhaut nichts ankommt?
Oder besser gesagt das Bild nicht weiterverarbeitet werden kann? Mal mit einfachen Worten ausgedrückt – Für eine Anwendung eines guten Nachtsichtglases ist auch eine entsprechende Kontrastsichtfähigkeit des
Menschen erforderlich. Hat er die nicht, kann er sich kaufen was er will – er wird trotzdem Nachts oder bei Dämmerung nichts oder nur schwerlich was sehen.

Im Umkehrschluß wird ein Mensch der über eine hervorragende Kontrastsichtfähigkeit verfügt auch mit einem sog. Billigglas noch was sehen.
Ausschlaggebend für diese Fähigkeit im Dunkeln zu sehen ist allein die Länge und Anzahl der Stäbchen auf dem Sehnerv !
Und das bekommt man raus wenn man zu einem Augenarzt geht und das messen lässt!
Und erst dann kann man sich Gedanken machen welches Glas man sich anschafft.

Völlig unnütz und wenig hilfreich ist hier in einem Forum danach zu fragen welches Glas man sich denn kaufen sollte und wie die gemachten Erfahrungen damit aussehen weil eben diese Kontrassichtfähigkeit bei allen unterschiedlich ist!
Dementsprechend sind auch alle gemachten Aussagen nur subjektiv!

Nach dem Besuch eines Augenarztes schau man einfach in seine Geldbörse und holt sich von einem Waffengeschäft 3 Gläser und vergleicht sie bei einem nicht zu hellen Mondlicht bzw. schon in der Dämmerungsphase.
Das allein wird jedem einzelnen weiterhelfen – und nichts anderes!

So und für alle die es genau wissen wollen habe ich mir mal die passenden Passagen aus dem Internet herausgesucht denn ich bin leider auch kein Arzt – aber mit ein bißchen Mühe wird man es verstehen und begreifen.
Erklärt auch warum der eine bei 0 Mondlicht noch auf der Wiese auf 70m ne Sau schießen kann und der andere bei halben Mond nach Hause geht und nichts mehr sieht!
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Als Nachtblindheit (umgangssprachlich), in der Medizin Hemeralopie, wird die Einschränkung der Sehfähigkeit bei Dämmerlicht bezeichnet.
Dabei ist die Fähigkeit des Auges zur Anpassung (Adaptation) an die Dunkelheit entweder eingeschränkt oder vollständig ausgefallen.

Nachtblindheit entsteht durch eine Funktionsstörung oder den völligen
Ausfall der Stäbchen. Fallen die Stäbchen vollständig aus, spricht man im engeren Sinne von „Nachtblindheit“. Das Sehen in der Dämmerung ist dabei stark behindert. In einer nächtlichen, unbeleuchteten Umgebung ist das
Sehen praktisch unmöglich.
Es kann sich bei der Nachtblindheit um einen angeborenen Defekt oder um
eine erworbene Sehschwäche handeln. Angeborene Formen („essentiell“ genannt) sind z. B. das Oguchi Syndrom oder der (X-Chromosomal) dominant vererbte Typ Nougaret. Als erworbene Sehschwäche kann die Nachtblindheit z.B. durch Vitamin-A-Mangel oder eine andere Erkrankung des Auges entstehen.

Bei einem Vitamin-A-Mangel kann in den Stäbchen nicht genügend Rhodopsin (Sehpurpur) gebildet werden, das aus dem Vitamin-A-Abkömmling Retinal und dem Eiweiß Opsin gebildet wird.
Der Hemeralopie (Tagessichtigkeit) gegenüber zu stellen, ist die Nyktalopie (Nachtsichtigkeit).
Und hier noch mal die Erläuterung wie was im Auge funktioniert:
Netzhaut & Sehnerv
Netzhaut
In der Netzhaut liegen die Photorezeptoren, die durch die Aufnahme von Licht-und Farbreizen das Sehen ermöglichen. Die Photorezeptoren unterteilensich in Zapfen und Stäbchen. Die insgesamt 6,5 Millionen Zapfen dienen dem Farbensehen bei Tag, die insgesamt 120 Millionen Stäbchen dem Schwarz-Weiss-Sehen bei Dunkelheit. Über verschiedene Schaltstellen und Nervenfasern in der Netzhaut werden die Signale der Photorezeptoren über den Sehnerven an die Sehbahn im Gehirn weitergeleitet. Das Zentrum der Netzhaut, die so genannte Makula oder "gelber Fleck" , ist der funktionellwichtigste Anteil der Netzhaut. Die Makula ist für das hohe Auflösungsvermögen und das Farbensehen verantwortlich. Hier ist die Rezeptorendichte am höchsten, sie gilt als Bereich des schärfsten
Sehens.

Ich hoffe das das jetzt für jeden klar genug ist wieso der eine Nachts noch was sehen kann und der andere eben nicht!

Grüße vom Keiler (Nachtjäger)

„Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“
George Orwell

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@ Keiler #
Hallo Keiler,

ein wirklich interessanter Bericht. Ich werde beim nächsten Arztbesuch meine Augen auf den Kontrast testen lassen. Das interessiert mich - den ich sehe nachts eher weniger.
Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.

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