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Munition und Wiederladen
2055 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Munition und Wiederladen

11,15 X60R (43 Mauser)

@ Waldi1 #
Waldi1 schrieb:

Hallo
Führe eine alte Büchse im Kal. 11,15x60R (43 Mauser)
Habe dazu damals reichlich Munition mit dazu bekommen doch geht Diese jetzt zu ende.
Wer kann mir da mit Tips zum Wiederladen helfen? Nitro und SP?

Waldi1


Hallo Waldi,
habe mit Interesse Deinen Beitrag bzw. Deine Frage gelesen, insbesondere deshalb, weil ich just vor einer Woche eine alte Hahnkipplaufbüchse im Kal. 11,15x60R erworben habe. 20 handgeladene Patronen wurden mitgeliefert. Hersteller dieser Patronen war die Firma Johann Samereier, Luderbach 35,D- 94137 Bayerbach, www.samereier.de.
Vielleicht hilft Dir das weiter !
Ich habe aber auch noch eine große Bitte: Welche jagdl. Erfahrungen hast Du mit diesem alten Kaliber gemacht? Wie ist die Wirkung auf Wild (insbesondere Rehwild)? Auf welche Entfernung kann man noch verantwortungsvoll schießen? Dazu muß ich sagen, daß ich bisher mit einem alten Drilling im Kal. 9,3x72 Sauer und Sohn (eine minimal stärkere Version der alten Förster-Patrone), verladen und der alten Teilmantel-Flachkopf-Geschoß jage. Mit der Wirkung der alten Patrone bin ich hochzufrieden, besonders bei Rehwild, , auf das ich hauptsächlich jage: keine Hämatome, ganz geringe Wildpretzerstörung, meist keine oder nur ganz geringe Fluchten. Die gleiche Wirkung erfoffe ich mir von dem noch dickeren 11er Kaliber und dem noch schwereren Geschoß.
Lasse mich also bitte wissen, welche jagdlichen Erfahrungen Du mit 11,15x60R gemacht hast und vielleicht kann Dir der gewerbliche Wiederlader zu neuem Futter für Deine Kipplaufbüchse helfen.
Mit waidmännischen Grüßen
stinkemaus 13
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@ Seppel #
Seppel schrieb:

Hallo,

nix genaues weiß man nicht, wurde diese Patrone nicht für die Kolonialtruppen in Afrika entwickelt.
Als Antwort auf englische Patronen.

Seppel,
warum braucht ihr übrerhaupt Patronen, ihr habt doch uns.

Genau deshalb


Natürlich weiss man genaueres,...die Patrone wurde 1871 zusammen mit dem Mausergewehr M71 als Militärpatrone des Deutschen Kaiserreichs eingeführ, und blieb das bis 1888.

Kolonien gabs erst ein paar Jahre später.

Schon sehr früh (meins is von 1876) gab es auch zivile Versionen dieses Gewehrs, auch findet man immer wieder mal Büchsflinten, Drillinge oder Kipplaufbüchsen in dem Kaliber.

Regulären Nitrobeschuss dürfte keine dieser Waffen haben, wenn überhaupt, nur nachträglich.

Die Militärpatrone war mit einem Bleigeschoss mit Papierführung geladen, damals die "High Speed Laborierung" im Militärbereich.

Ich hab lange rumgebastelt mit Bleigeschossen mit und ohne Papierführung, hab aber nie ne wirklich akzepabel präzise schiessende Laborierung hingeriegt.

Ausserdem ist Schwarzpulver im wahrsten Sinne des Wortes ein Dreckszeug, und man sollte es meiden, wo immer es geht!

So lange man nach Art und Menge Nitropulver verwendet, so dass die erzeugten Drücke die von Schwarzpulver nicht überschreiten, kann eigentlich nicht viel passieren - die Amerikaner machen das seit es Nitropulver gibt.

Hier die Anleitung für die Nitropulverpatrone mit Mantelgeschoss, selbstverständlich ohne irgenwelche Gewähr!!!

Man nehme:

300 gr./.451 dia. Sierra TMF, mit einer .445er Bleigeschoßkalibriermatrize runterkalibrieren,
ergibt .446er Geschosse, eventuell 45er Top Punch nachdrehen (lassen), damit er in die 445er
Matrize passt.

31,5 gr. IMR 4198

Zündhütchen H-P 1225 (für Waffen mit schwachen Schlagbolzenfedern)

Halskalibrieren der Hülse, wenn möglich nur den Teil des Hülsenhalses, der das Geschoss hält.

Innenaufweiten des Hülsenhalses und schön den Hülsenmund antrichtern mit RCBS
Innenkalibriermatrize, der Lee Matrizensatz hilft da wenig, er ist nur zweiteilig!

Geschoss setzen auf 69,00 mm.

Das ganze ergibt eine präzise schiessene, gasdruckschwache Ladung, die den teilweise bis zu über 130 Jahre alten Waffen angemessen ist.

Die Suche nach Magnumladungen für o. g. Waffen halte ich eher für unangebracht, wer´s doch tut, setzt sich der Gefahr aus, (mit samt seinem Püster) von der Evolutiuon aussortiert zu werden.

Der gesetzestreue Wiederlader begibt sich mit seinem Produk ohne weitere Aufforderung zu einem Beschussamt (Suhl) mit Gasdruckmesslauf für die 11,15x60R und lässt sein Baby testen.

Nach bestandener Prüfung gibts dann im Revier garantiert keine Diskussion mehr, ob´s nun Schweiss am Anschuss hat, oder nicht.

Gruss

Hohlweglauerer








Freiheit bedeutet nicht, tun zu können was man will, sondern das nicht zu tun, was man nicht will.
0
 
@ Hohlweglauerer #
Hohlweglauerer schrieb:

Natürlich weiss man genaueres,...die Patrone wurde 1871 zusammen mit dem Mausergewehr M71 als Militärpatrone des Deutschen Kaiserreichs eingeführ, und blieb das bis 1888.

Kolonien gabs erst ein paar Jahre später.

Schon sehr früh (meins is von 1876) gab es auch zivile Versionen dieses Gewehrs, auch findet man immer wieder mal Büchsflinten, Drillinge oder Kipplaufbüchsen in dem Kaliber.

Regulären Nitrobeschuss dürfte keine dieser Waffen haben, wenn überhaupt, nur nachträglich.

Die Militärpatrone war mit einem Bleigeschoss mit Papierführung geladen, damals die "High Speed Laborierung" im Militärbereich.

Ich hab lange rumgebastelt mit Bleigeschossen mit und ohne Papierführung, hab aber nie ne wirklich akzepabel präzise schiessende Laborierung hingeriegt.

Ausserdem ist Schwarzpulver im wahrsten Sinne des Wortes ein Dreckszeug, und man sollte es meiden, wo immer es geht!

So lange man nach Art und Menge Nitropulver verwendet, so dass die erzeugten Drücke die von Schwarzpulver nicht überschreiten, kann eigentlich nicht viel passieren - die Amerikaner machen das seit es Nitropulver gibt.

Hier die Anleitung für die Nitropulverpatrone mit Mantelgeschoss, selbstverständlich ohne irgenwelche Gewähr!!!

Man nehme:

300 gr./.451 dia. Sierra TMF, mit einer .445er Bleigeschoßkalibriermatrize runterkalibrieren,
ergibt .446er Geschosse, eventuell 45er Top Punch nachdrehen (lassen), damit er in die 445er
Matrize passt.

31,5 gr. IMR 4198

Zündhütchen H-P 1225 (für Waffen mit schwachen Schlagbolzenfedern)

Halskalibrieren der Hülse, wenn möglich nur den Teil des Hülsenhalses, der das Geschoss hält.

Innenaufweiten des Hülsenhalses und schön den Hülsenmund antrichtern mit RCBS
Innenkalibriermatrize, der Lee Matrizensatz hilft da wenig, er ist nur zweiteilig!

Geschoss setzen auf 69,00 mm.

Das ganze ergibt eine präzise schiessene, gasdruckschwache Ladung, die den teilweise bis zu über 130 Jahre alten Waffen angemessen ist.

Die Suche nach Magnumladungen für o. g. Waffen halte ich eher für unangebracht, wer´s doch tut, setzt sich der Gefahr aus, (mit samt seinem Püster) von der Evolutiuon aussortiert zu werden.

Der gesetzestreue Wiederlader begibt sich mit seinem Produk ohne weitere Aufforderung zu einem Beschussamt (Suhl) mit Gasdruckmesslauf für die 11,15x60R und lässt sein Baby testen.

Nach bestandener Prüfung gibts dann im Revier garantiert keine Diskussion mehr, ob´s nun Schweiss am Anschuss hat, oder nicht.

Gruss

Hohlweglauerer



Hallo,

danke für Deine ausfühliche geschichtliche Ausführungen. Ich dachte, nix genaues weiß man gewiss,
dass es eine Entwicklung für die Kolonieen waren, zumal die Entwichlung von 1870-1871 wohl in eine andere Richtung ging, was die Kaliber und auch die waffentechnische Entwicklung anging.

Vielleicht kannst Du mir noch eine Frage beantworten, ab wann gab es eigentlich den Nitrobeschuß?
Interessiert mich echt.

Danke.

Gruß
Seppel, 1870 Spicherer Höhen, Scheiße.
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@ Seppel #
Seppel schrieb:

Hallo,

danke für Deine ausfühliche geschichtliche Ausführungen. Ich dachte, nix genaues weiß man gewiss,
dass es eine Entwicklung für die Kolonieen waren, zumal die Entwichlung von 1870-1871 wohl in eine andere Richtung ging, was die Kaliber und auch die waffentechnische Entwicklung anging.

Vielleicht kannst Du mir noch eine Frage beantworten, ab wann gab es eigentlich den Nitrobeschuß?
Interessiert mich echt.

Danke.

Gruß
Seppel, 1870 Spicherer Höhen, Scheiße.


So auf die Schnelle kann ich dir die Frage nicht beantworten. Die erste deutsche Nitropatrone war meines Wissens die M/88 von 1888, uns heute unter der Bezeichnung 8x57 bekannt.

Ich denke, dass man damals sehr schnell gemerkt hat, dass man Schwarzpulverwaffen mir Nitropulver problemlos in die Luft jagen kann.

Es ist also anzunehmen, dass die pingelichen Preussen nicht lange gebraucht haben, um da ein Gesetz zusammen zu basteln.

Vielleicht kann mal einer im DEVA-Wiederladebuch nachgucken, ich glaube mich zu erinnern, da mal was über die Entstehung des Beschußwesens gelesen zu haben.

Gruss

Hohlweglauerer

Freiheit bedeutet nicht, tun zu können was man will, sondern das nicht zu tun, was man nicht will.
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@ Seppel #
Seppel schrieb:

Hallo,

danke für Deine ausfühliche geschichtliche Ausführungen. Ich dachte, nix genaues weiß man gewiss,
dass es eine Entwicklung für die Kolonieen waren, zumal die Entwichlung von 1870-1871 wohl in eine andere Richtung ging, was die Kaliber und auch die waffentechnische Entwicklung anging.

Vielleicht kannst Du mir noch eine Frage beantworten, ab wann gab es eigentlich den Nitrobeschuß?
Interessiert mich echt.

Danke.

Gruß
Seppel, 1870 Spicherer Höhen, Scheiße.


Ich habs gefunden:

"Reichsgesetz, betreffend die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen vom 19. Mai 1891 (RGBl. S. 109)"

Hier dürfte der Nitrobeschuss das erste mal gesetzlich geregelt worden sein.

Gruss

Hohlweglauerer
Freiheit bedeutet nicht, tun zu können was man will, sondern das nicht zu tun, was man nicht will.
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@ Hohlweglauerer #
Hohlweglauerer schrieb:

Ich habs gefunden:

"Reichsgesetz, betreffend die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen vom 19. Mai 1891 (RGBl. S. 109)"

Hier dürfte der Nitrobeschuss das erste mal gesetzlich geregelt worden sein.

Gruss

Hohlweglauerer



Hallo,

ich will nicht nerven, war das dann auch für militärisch genutzte Waffen so, oder andersrum, ab wann
wurde Nirtropulver für militärische Waffen genutzt.

Ich dachte immer, das wäre im Krieg 1870-1871 schon gewesen. Nobel hatte da seine Erfindung wohl
schon gemacht. Obwohl die Franzosen waffentechnisch überlegen waren, haben sie verloren.

Gruß
Seppel, wenn es knallt, tut es weh.
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@ Seppel #
Seppel schrieb:

Hallo,

ich will nicht nerven, war das dann auch für militärisch genutzte Waffen so, oder andersrum, ab wann
wurde Nirtropulver für militärische Waffen genutzt.

Ich dachte immer, das wäre im Krieg 1870-1871 schon gewesen. Nobel hatte da seine Erfindung wohl
schon gemacht. Obwohl die Franzosen waffentechnisch überlegen waren, haben sie verloren.

Gruß
Seppel, wenn es knallt, tut es weh.


Die 8mm Lebel der Franzosen war die erste Nitropatrone für Ordonannzwaffen.Aber das war Etwas Später.

Gruss Pille

und bei Spichern waren halt Württemberger dabei.
Fakten,Fakten,Fakten und immer an die Leser Denken.

Zuchtwart [wollflugnachsuchbauhundeverein.de.tl]
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@ Pille #
Pille schrieb:

Die 8mm Lebel der Franzosen war die erste Nitropatrone für Ordonannzwaffen.Aber das war Etwas Später.

Gruss Pille

und bei Spichern waren halt Württemberger dabei.


Hallo,

nicht nur da. Später, lese mal das Buch von Luis Trenker , Rocca Alta, er hat später noch ein Film
daraus gemacht, Berge in Flammen. Auch Rommel hat sich dort seinen blauen Maxe verdient.
Ich werde mich jetzt nicht entschuldigen, dass ich das kenne.

Gruß
Seppel
Ne te plains pas, combats
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@ Seppel #
Seppel schrieb:

Hallo,

ich will nicht nerven, war das dann auch für militärisch genutzte Waffen so, oder andersrum, ab wann
wurde Nitropulver für militärische Waffen genutzt.

Ich dachte immer, das wäre im Krieg 1870-1871 schon gewesen. Nobel hatte da seine Erfindung wohl
schon gemacht. Obwohl die Franzosen waffentechnisch überlegen waren, haben sie verloren.

Gruß
Seppel, wenn es knallt, tut es weh.


Ich glaub, die Franzosen habens erfunden (das erste Nitropulver für Patronen), sie hatten jedenfalls die erste Militärpatrone, 8mm Lebel, so 1887 oder etwas früher.

Was du meinst war das Nitrogliyzerin, und später das Dynamit, das kam von Nobel und war schon vor dem 70/71er Krieg bekann.

Nitropulverpatronen gabs in diesem Krieg (übrigens der letzte, den Deutschland gewonnen hat!) noch nicht.

Nicht mal Waffen mit Metallpatronen, man ging mit Zündnadelgewehren (Schwarzpulver) aufeinander los, und es stimmt, dass damals die Franzosen das bessere Gewehr hatten.

Aber sie haben trotzdem verloren, denn die Bayern hatten die "längeren Bayonette" und die Preussen die bessere Artillerie

Vielleicht sollten wir uns lieber wieder über Jagd unterhalten.....

Gruss

Hohlweglauerer
Freiheit bedeutet nicht, tun zu können was man will, sondern das nicht zu tun, was man nicht will.
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@ Hohlweglauerer #
Hohlweglauerer schrieb:

Ich glaub, die Franzosen habens erfunden (das erste Nitropulver für Patronen), sie hatten jedenfalls die erste Militärpatrone, 8mm Lebel, so 1887 oder etwas früher.

Was du meinst war das Nitrogliyzerin, und später das Dynamit, das kam von Nobel und war schon vor dem 70/71er Krieg bekann.

Nitropulverpatronen gabs in diesem Krieg (übrigens der letzte, den Deutschland gewonnen hat!) noch nicht.

Nicht mal Waffen mit Metallpatronen, man ging mit Zündnadelgewehren (Schwarzpulver) aufeinander los, und es stimmt, dass damals die Franzosen das bessere Gewehr hatten.

Aber sie haben trotzdem verloren, denn die Bayern hatten die "längeren Bayonette" und die Preussen die bessere Artillerie

Vielleicht sollten wir uns lieber wieder über Jagd unterhalten.....

Gruss

Hohlweglauerer



Hallo,

ich wußte schon immer, daß die Preussen weiter schießen konnten als denken

Aber Du hast recht, die Jadt ist das bessere Thema.

Was hälst Du von der 30.Blaser.

Gruß
Seppel, der Name ist Prgramm Blaser
Na jetzt aber.
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