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Schussverletzung....was tun??? Diskussionsbereich!

Beitrag aus Thema "Schußverletzungen - Gefahren, Vermeidung und: was tun, wenn's passiert?" verschoben von Sunyi am 08.02.12 08:18: Diskussionsthread zum Thema
@ DerAndreas #
DerAndreas schrieb:

Guten Tag,

habe vorgehabt mir für meine jagdliche "Erste Hilfe"Ausrüstung dieses Pulver zu beschaffen welches man in Schussverletzungen streuen kann, damit die Blutung erstmal aufhört.
Nun kann ich das Präparat nirgends mehr finden und habe den Namen vergessen. Es soll sich an den Stoffen orientieren, welches von Krebsen bei Verletzungen ausgeschieden wird und dafür sorgt das sie so robust gegen Verletzungen sind. Das was ich damals in der Hand hatte war ein amerikanisches Fabrikat, recht teuer, und hatte ein Haltbarkeitsdatum von 14 Monaten.
Ich hatte es dann nicht gekauft und bereue es seitdem, ich finde es hier einfach nirgends.

Meine Fragen diesbezüglich: Ist dieses Pulver für die Jägernotfallausrüstung sinnvoll? Gibt es hier ein vergleichbares Präparat mit möglichst langer Haltbarkeit und wenn ja welches? Und können Sie eventuell eine kurze Anleitung geben wann und wie man solches Pulver anwendet?

Vielen Dank im vorraus!

Mit besten Grüßen und Waidmannsheil,

Der Andreas




Das Zeug heißt quikcloth und kostet ca 40€ demovideo findest du bei Youtube.
Wir verwenden er's erfolgreich im rettungsdienst
Der Stolz des Jägers ist sein Hund,
bringt der verloren, was da wund,
und jagt er, was da krank, zu Stand
so ist das Waidwerk Hand in Hand.
0
 
@ Samsedine112 #
Samsedine112 schrieb:

Das Zeug heißt quikcloth und kostet ca 40€ demovideo findest du bei Youtube.
Wir verwenden er's erfolgreich im rettungsdienst


Danke, hatte mittlerweile etwas in meinen grauen Zellen geforstet und mir fiel der Name von dem Produkt was ich meinte ein: Celox.
Ist bestimmt dasselbe.

Gruß,
Andreas
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Beitrag aus Thema "Schußverletzungen - Gefahren, Vermeidung und: was tun, wenn's passiert?" verschoben von Sunyi am 11.02.12 08:29: passender Thread
#
Kleine Anmerkung(hat hier mit der Fragestellung vielleicht nicht viel zu tun):

Ich habe mir vor mehreren Jahrzehnten aus 10 cm Entfernung durch den Fuss geschossen. Kaliber .22(defekter Verschluss an der Waffe). Schmerz war gleich null obwohl der Knochen ein kreisrundes Loch hatte(sauber ausgestanzt).

Ich hätte alles, weil in der ersten 4 Stunden keine Schmerzen vorhanden waren, verbinden können.

Natürlich infizierte sich die Wunde und ich lag über einen Monat im Krankenhaus.

Ich will damit sagen, zumindestens bei mir war es so: Man wird durch so eine Schussverletzung nicht sofort immobilisiert.

Waidmannsheil

Websaugerwildschwein


PS: Manche hier gestellten Fragen werden hier wohl unter "Karnevalseinfluß" gestellt. Ich haltre das Thema für sehr ernst.
Ich rede nicht nur, ich handel für die Natur; Für Wild und Wald.
1
 
Beitrag aus Thema "Schußverletzungen - Gefahren, Vermeidung und: was tun, wenn's passiert?" verschoben von Sunyi am 11.02.12 08:26: passender Thread
@ Sunyi #
Sunyi schrieb:

Hallo liebe Foristi,

Die neue Aktion packt ein heißes Eisen an: Schußverletzungen - was tun, wenn das passiert?

Dafür konnte das landlive-Team einen international anerkannten Fachmann gewinnen: Prof. Dr. Peter Biberthaler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie, Technische Universität München und Klinikum rechts der Isar.

Prof. Biberthaler hat während seiner Zeit als Sanitäter bei der Bundeswehr und anschließend bei Studienaufenthalten in Brasilien und den USA umfangreiche Erfahrungen in der Therapie von Schussverletzungen gesammelt und behandelt seitdem kontinuierlich Patienten aus Krisengebieten (Irak, Afghanistan, Lybien, etc.).
Prof. Biberthaler ist aktiver Jäger und wird sein Wissen praxisnah an interessierte Jäger weitergeben, damit sie im Falle einer Schussverletzung schnell und effektiv helfen können.

In der Zeit vom 30. Januar bis 10. Februar 2012 könnt Ihr hier in diesem Thread Fragen an Prof. Biberthaler stellen.
Danach wird dieser Thread zur Beantwortung der Fragen offline genommen. Nach ca. 1 Woche werden dann die Antworten eingestellt und der Thread wieder aktiviert.

Bitte in diesen Thread nur Fragen an Prof. Biberthaler einstellen. Diskussionbeiträge werden in einen separaten Diskussionsthread verschoben.

Wir freuen uns auf Eure Fragen

Euer Landlive-Team

edit: Diskussionsthread verklinkt



hallo und waidmannsheil,
sehr interessant dieses thema. aber wenn ich das hier lese meine ich persönlich das manche jäger meinen sie schießen mit erbsen.
hat sich ein jeder der zur jagd geht mal das bild von einem erlegten stück wild vor augen gehalten. handteller große ausschüsse wirken da noch recht harmlos.
einen bauchschuss auf einen menschen mit einem modernen büchsengeschoss ,mal ehrlich, da gibt es keine erste hilfe mehr im dem sinne das da ein verband drum kommt und den rest macht der notarzt.
wenn der mensch noch leben sollte wird er so erbärmlich schreien da wird nur noch morphium helfen in den einheiten so wir wir es bei auslandseinsätzen beim militär gehabt haben.
von kopfschüssen ganz zu schweigen. auch bei einem streifschuss am kopf wird soviel energie freigesetzt das es schwere schädel hirn trauma nach sich zieht. auch bei einem streifschuss am bein oder arm kann man nie sagen was bei einem deformationsgeschoss so wirklich passiert. man weiß ungefähr was die primärsplitter des geschosses anrichten aber die sekundärsplitter z.b. knochen ,kunststoff oder metall was man am körper trägt kann man bei einer schussverletzung nie mit dazu rechnen.
bei einem schrotschuss aus nächster nähe ist es das gleiche ,der wirkt wie eine säge.
wenn die entfernung groß genug gewesen ist und die schrote sitzen nur unter der haut ist das eine schmerzhafte aber heilbare verletzung. aber 300 schrote die aus einer entfernung von ca. 3 metern in den bauchraum eindringen....? machen wir uns doch nichts vor.da ist nichts mehr mit erster hilfe. nur im kino werden diese verletzungen ausgeheilt.
dann kommt da noch der phsychologische druck hinzu wenn mein jagdkamerad schreiend vor mir liegt, vielleicht noch von von meiner waffe getroffen. ich möchte den sehen der da noch den klaren menschenverstand behält.
da gibt es ein sehr informatives buch über einen deutschen scharfschützen im 2.wk. im auge des jägers.
da wird nichts verschön der schreibt so wie es gewesen ist und hat nichts mit landserromantik zu tun.

jagdkameradschaftliche grüße
Ceterum censeo progenerationen esse delimitandum.
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Beitrag aus Thema "Schußverletzungen - Gefahren, Vermeidung und: was tun, wenn's passiert?" verschoben von Sunyi am 11.02.12 08:31: passender Thread
@ pudlich29 #
pudlich29 schrieb:

hallo miteinander,
ich war gott sei dank bislang verschont gewesen von schußverletzungen. aber die meisten unfälle im umgang mit schußwaffen passieren bei gesellschaftsjagden - also ist meiner meinung nach hier zualler erst der jagdleiter gefragt. und dieser sollte - neben seinen pflichten als solcher - auch ein funktionierendes handy und die nummer der notrufzentrale parat haben um sofort hilfe herbei rufen zu können. natürlich muß er auch in der lage sein diese hilfe an den entsprechenden ort zu lotsen.
der frage nach einem entsprechenden verbandspäckchen schliesse ich mich an. ich habe nur ein kleines für motorradfahrer im rucksack. reicht das aus? natürlich sollte man ab und an schon mal schauen ob das noch aktuell bzw. vollständig ist. im auto wird es aller zwei jahre vom tüv überprüft und hier... ?
klemme, tupfer, tacker, chemische pülverchen - wir sind keine ärzte und keine chirurgen und auch nicht im qualifizierten umgang damit ausgebildet. also sollten wir uns auf das notwendigste beschränken - es heißt schließlich erste (!!!) hilfe. und keiner wird zur jagdausübung ein halbes feldlazarett mitschleppen.
demzufolge meine bitte:
1. was ist zu tun um einem verletzten erste hilfe zu leisten (unter der besonderheit einer schußverletzung)
2. was brauche ich dazu an material (verbandspäckchen - kann man auch selbst zusammenstellen, sollte aber ein minimum darstellen!!!)
und wenn denne zum schluß jeder sich selbst noch mal ins gebet nimmt und sich die zehn goldenen gebote beim umgang mit schußwaffen verinnerlicht - dann sollten wir noch viele jahre unser schönes hobby ausüben können.

weidmannsheil von pudlich29 (vom östlichsten zipfel deutschlands)


sehr gut , diesen kommentar möchte ich meinem beitrag hinzufügen.
Ceterum censeo progenerationen esse delimitandum.
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Beitrag aus Thema "Schußverletzungen - Gefahren, Vermeidung und: was tun, wenn's passiert?" verschoben von Sunyi am 11.02.12 08:34: passender Thread
@ hagelschroter #
[quote]hagelschroter schrieb:

Hallo Herr Prof. Biberthaler,
- Notruf ist abgesetzt, welche speziellen Infos benötigt der alarmierte Rettungsdienst darüberhinaus
oder unbedingt zusätzlich?
Ich nehme an dass normale Sanis von solchen Verletzungen überfordert sind.
Kann jedes Krankenhaus mit solchen evtl. schwersten Verletzungen umgehen oder muss da sofort
eine Spezialklinik informiert und mit Heli angeflogen werden?
- Mit welchen Reaktionen muss sofort im Umfeld von solchen Ereignissen gerechnet werden?
(Schocks, Panik der anderen, Rache, Wutausbrüche, Flucht, Presse, Fotojäger etc.)
- wie oder wann sollten Angehörige am besten informiert oder dazugeholt werden?
- Da es bei uns seltenst vorkommt, sind Hausärzte für solche Verletzungsfälle ausreichend geschult?
(ich vermute es genügt nicht jemanden schnellstens zum normalen Arzt zu fahren, da muss immer ein Spezialist ran)
Gruss und Danke im Voraus
Hagelschroter[/quote

Moin,

ich behaupte mal, der "normale" Rettungsassistent ist mit derartigen Verletzungen zwar selten konfrontiert,aber deshalb trotzdem nicht überfordert !!! Eine Schussverletzung wird da genau so Systematisch und Strukturiert abgearbeitet, wie auch ein Polytraumatisierter Patient nach einem schweren Verkehrsunfall ! Mal abgesehen davon lernt man auch dies in der RettAss Ausbildung. Ich kann trotzdem nur jedem Jäger hier raten mal seinen erste Hilfe Kurs aufzufrischen, oder gleich einen speziell auf Jagdliche belange abgestimmten Kurs zu Besuchen !!! Wer darüber für Norddeutschland mehr Informationen erhalten möchte, der kann mich gern per PN anschreiben.

WMH Perri (ein nicht überforderter Rettungsassistent )
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 12.03.12 um 14:40 Uhr.
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gelöscht
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@ zerberus #
zerberus schrieb:

ja wenn es die gleichen kurse 300/400 km näher gibt schon



Bei dir in Wien gibt´s ohnehin in Kürze einen Spezialkurs Schusswaffenverletzungen.

Du bist wie besprochen dabei, sofern dir der Termin passt...

See you...
Die Freiheit der Wölfe bedeutet den Tod der Lämmer.

Eine Zensur findet nicht statt nicht statt nicht sta ni
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@ camper #
Denke ich auch so!
1987 war Gefechtsschießen mit den Kampfgruppen. Also wir Kollegen alle ne Kalaschnikow, rauf auf die Pritsche und nach Annaburg. Wir sind dann in Schützenkette über die Sanddünen gerannt und haben auf Klappscheiben geballert. Ich hatte LMG und mich vor Schussabgabe immer hingeschmissen. Dann habe ich nichts mehr gesehen, weil der Dreck um mich herum gespritzt hat! Da kniete doch ein Arbeitskollege hinter mir und hat das ganze Magazin leergeballert, aber durch seine Flaschenböden nichts gesehen!
Der hat nicht mal getroffen, ich musste aber dann immer auf die älteren Kollegen warten, bis sie ran waren
Später ist im Betrieb ne Chlorzelle mit Knallgas hochgegangen, alle sind weggerannt, ausser....... ist nur was an den Helm geflogen. Bei ner' Drückjagd pfiffst auch vorbei, was soll ich sagen.............
Müh Dich in dem eigenen Reich um ein still Gelingen. Prüf die Riegel an dem Tor, halte scharf die Klingen.
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Als einer der am Thema interessiert ist, brauchste hier aber nicht in den Thread gehen, seitenweise ich bin besser wie du und du bist doof.

Alter Schwede, das fällst du vom Glauben ab.Katheter legen ja / nein OP ruft Dr. Bruckner, reihenweise Fachtermini.

Und was ist nun zu tun bei einer solchen Verletzung?
Aufgabenstellung, zum kenntnisstand:
Beruf Administrator, mit technischer Ausbildung und diplom Betrw. keine medizinischen kenntnisse ausser den 1.Helfer.



"Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen."
H. Schmidt, Kanzler a.D.
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