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Munition und Wiederladen
1453 Themen, Moderator: Sunyi, Johannes06, HerrRossi, Redaktion_Jagd
Forum: Munition und Wiederladen

Zündhütchenverformung

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Avatar: stauernjager
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aus der Fränkischen Schweiz
Beiträge: 175

Beitrag bearbeitet von stauernjager am 21.01.10 um 08:33 Uhr.
# 20.01.10, 13:32 Uhr
Zündhütchenverformung
Hallo!

Ich habe Patronen im Kal. 7x64 mit 140 gr Barnes TSX Geschosse verladen.
Beim Schießen der Ladungsleiter mit R907 von 50,0 gr - 50,9 gr bemerkte ich, dass die Zündhütchen bei herausgesetzten Geschossen (L6= 85 mm) fast platt gepresst waren. Bei gleicher Ladungsleiter mit einer L6= 82,5 mm (entsprechend der 8 g KS Patrone) war kaum eine Verformung des Zündhütchens festzustellen. Außerdem war der Streukreis auf 200 Meter um die 4 cm für den "süßen Fleck" beträchtlich kleiner. Obwohl sich durch die Verkürzung der Gesamtlänge der Patrone der Pulverraum verkleinert hat, dürfte wahrscheinlich die Gasdruckspitze bei L6 = 82,5 mm flacher verlaufen sein. Kann das mit dem rotationslosen Geschossweg zusammenhängen?
Für sachdienliche Hinweise im voraus schon mal meinen Dank.

Gruß
stauernjager

P.S. Varminter oder Pille können mir sicherlich eine Antwort darauf geben. Danke!

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Avatar: R93Hunter
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aus Rüsselsheim
Beiträge: 4568
Alter: 58 Jahre,
@ stauernjager # 20.01.10, 14:12 Uhr
stauernjager schrieb:

Hallo!

Ich habe Patronen im Kal. 7x64 mit 140 gr Barnes TSX Geschosse verladen.
Beim Schießen der Ladungsleiter mit R907 von 50,0 gr - 50,9 gr bemerkte ich, dass die Zündhütchen bei herausgesetzten Geschossen (L6= 85 mm) fast platt gepresst waren. Bei gleicher Ladungsleiter mit einer L6= 82,5 mm (entsprechend der 8 g KS Patrone) war kaum eine Verformung des Zündhütchens festzustellen. Außerdem war der Streukreis auf 200 Meter um die 4 cm für den "süßen Fleck" beträchtlich kleiner. Obwohl sich durch die Verkürzung der Gesamtlänge der Patrone der Pulverraum verkleinert hat, dürfte wahrscheinlich die Gasdrucksitze bei L6 0 82,5 mm flacher verlaufen sein. Kann das mit dem rotationslosen Geschossweg zusammenhängen?
Für sachdienliche Hinweise im voraus schon mal meinen Dank.

Gruß
stauernjager

P.S. Varminter oder Pille können mir sicherlich eine Antwort darauf geben. Danke!


Zunächst mal eine Gegenfrage: Hast du für beide Ladungen das gleiche Zündhütchen benutzt ?
Alt ist, wer mehr Spaß an der Vergangenheit hat als an der Zukunft

... im übrigen bin ich dafür, dass die parlamentarische Diktatur in ihre Grenzen verwiesen wird
... eine Antwort resultiert im wesentlichen aus der ihr zu Grunde liegenden Frage
... Wer ein Problem erkennt und nichts zu seiner Lösung beträgt ist Teil des Problems
... Solange wie die Wurst doppelt so dick ist wie das Brot, kann das Brot so dick sein wie es will
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Avatar: Harro99
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aus Essen
Beiträge: 2275
Alter: 44 Jahre,
Beitrag bearbeitet von Harro99 am 20.01.10 um 15:01 Uhr.
# 20.01.10, 14:25 Uhr
Hallo Stauernjager,

normalerweise gibts da zwei Widerstände zu überwinden.
Einmal den Ausziehwiderstand des Gechosses aus der Hülse, und dann den Einpresswiderstand des
Geschosses in das Züge/Felderprofil.
Bei der kürzeren Patrone, laufen diese beiden Widerstände hintereinander ab. Erst wenn der Ausziehwiderstand überwunden ist, beginnt der Einpresswiderstand.
Bei der längeren Patrone wird es wohl so sein, das das Geschoss bereits sehr nahe am Züge/Felderprofil
anliegt. Dann treten beide Widerstände gleichzeitig miteinander auf.
Dadurch kann es zu erhöhten Gasdruckspitzen kommen, welche die Zündhütchenverformung erklären.
Darum sollte man die L6 so wählen, das man die Geschosse nie auf Anlage setzt, sonder min. 0,5-2 mm
vom Züge/Felderprofil entfernt bleibt, je nach Kaliber
Erstaunlich ist die bessere Präzision mit der kürzeren Patrone. Denn normalerweise schiesst die Patrone
um so besser, je näher das Geschoss am Züge/Felderprofil dran ist. Denn den rotationslosen Geschoss-
weg gilt es möglichst auszuschalten.
Ich kann mir die Präzisionsunterschiede nur mit der Drucksverlaufkurve erklären.
Aber eine Ferndiagnose zu erstellen ist auch immer etwas schwierig.

WMH Harro99
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Avatar: stauernjager
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aus der Fränkischen Schweiz
Beiträge: 175

@ R93Hunter # 20.01.10, 15:23 Uhr
R93Hunter schrieb:

Zunächst mal eine Gegenfrage: Hast du für beide Ladungen das gleiche Zündhütchen benutzt ?

Ja. Jeweils das RWS 5333.
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Avatar: stauernjager
Mitglied
aus der Fränkischen Schweiz
Beiträge: 175

@ Harro99 # 20.01.10, 16:09 Uhr
Harro99 schrieb:

Hallo Stauernjager,

normalerweise gibts da zwei Widerstände zu überwinden.
Einmal den Ausziehwiderstand des Gechosses aus der Hülse, und dann den Einpresswiderstand des
Geschosses in das Züge/Felderprofil.
Bei der kürzeren Patrone, laufen diese beiden Widerstände hintereinander ab. Erst wenn der Ausziehwiderstand überwunden ist, beginnt der Einpresswiderstand.
Bei der längeren Patrone wird es wohl so sein, das das Geschoss bereits sehr nahe am Züge/Felderprofil
anliegt. Dann treten beide Widerstände gleichzeitig miteinander auf.
Dadurch kann es zu erhöhten Gasdruckspitzen kommen, welche die Zündhütchenverformung erklären.
Darum sollte man die L6 so wählen, das man die Geschosse nie auf Anlage setzt, sonder min. 0,5-2 mm
vom Züge/Felderprofil entfernt bleibt, je nach Kaliber
Erstaunlich ist die bessere Präzision mit der kürzeren Patrone. Denn normalerweise schiesst die Patrone
um so besser, je näher das Geschoss am Züge/Felderprofil dran ist. Denn den rotationslosen Geschoss-
weg gilt es möglichst auszuschalten.
Ich kann mir die Präzisionsunterschiede nur mit der Drucksverlaufkurve erklären.
Aber eine Ferndiagnose zu erstellen ist auch immer etwas schwierig.

WMH Harro99

Bei der L6 = 85 mm ist noch 1 mm Distanz zu den Zügen.
Was den Streukreis des "süßen Flecks" angeht, war ich auch überrascht. Gerade weil ich mit dem Schwingungsverhalten des Laufes (Präzision) der L6 = 85 mm Laborierung nicht zufrieden war (süßer Fleck,soweit man davon überhaupt sprechen kann = 6 cm bei E 200), hab ich spaßeshalber die L6 = 82,5 mm ausprobiert.
Ich war bisher auch immer der Meinung, dass das Heraussetzen des Geschosses eine bessere Präzision mit sich bring.
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Avatar: Harro99
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aus Essen
Beiträge: 2275
Alter: 44 Jahre,
@ stauernjager # 20.01.10, 16:46 Uhr
stauernjager schrieb:

Bei der L6 = 85 mm ist noch 1 mm Distanz zu den Zügen.
Was den Streukreis des "süßen Flecks" angeht, war ich auch überrascht. Gerade weil ich mit dem Schwingungsverhalten des Laufes (Präzision) der L6 = 85 mm Laborierung nicht zufrieden war (süßer Fleck,soweit man davon überhaupt sprechen kann = 6 cm bei E 200), hab ich spaßeshalber die L6 = 82,5 mm ausprobiert.
Ich war bisher auch immer der Meinung, dass das Heraussetzen des Geschosses eine bessere Präzision mit sich bring.


mein schlaues Buch gibt einen Abstand von 0,5 mm für alle Kaliber bis 5.6 mm an.
Für alle Kaliber ab 6 mm einen Abstand von 2 mm, welcher aus Sicherheitsgründen nicht
unterschritten werden soll. Weiter heißt es, das z.B. Benchrest Schützten gerne gegen
Null gehen, dann aber die Ladung darauf abstimmen.

Der interessannteste Satz dürfte aber lauten:

"Welche Setztiefe zu wählen ist, lässt sich nur durch Versuche ermitteln,
da jeder Lauf ein individuelles Schwingungsverhalten aufweist".

Da kann also eine großere Setztiefe durchaus mehr Präzision bringen.

Wmh Harro99
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Avatar: murmelbaer
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aus eching
Beiträge: 7631
Alter: 66 Jahre,
Beitrag bearbeitet von murmelbaer am 20.01.10 um 16:57 Uhr.
# 20.01.10, 16:55 Uhr
Das Barnes TSX hat eine Länge von 32,2 mm. Da geht noch ein gutes Stück, bis das Geschoß ansteht.
Ein Millimeter bei einer L6 von 85mm reicht da nicht, das dürfte knapp am Freiflug vorbei sein. Der Übergangskegel der 7x64 hat immerhin 34 mm.
Was aber laut QL sicher ist, der Gasdruck mit R907 bewegt sich sowohl mit 50grs als auch mit 50,9 grs im oberen, bzw im ausserirdischen Bereich (mit L6 85mm=4050bar, mit L6 82,5mm =4280bar).
Als Pulver für Solids in der 140grs Klasse ist Vitha N550 viel besser geeignet. Mit 50grs desselben und dem Mayerl Aero 140grs hab auf Anhieb 1,5 cm/5/100 Streukreise hingekriegt (L6=84mm).
Vielleicht hat's dir gehelft.
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Avatar: SirHenry
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aus Fürth
Beiträge: 3909
Alter: 76 Jahre,
# 20.01.10, 17:15 Uhr
Hab jetzt grad kein 7mm Barnes zur Hand, aber die zylindrische Geschossführung ist auf jeden Fall wesentlich kürzer als der Übergang (siehe Murmelbaer).
Je weiter es raussteht - nicht mehr ganz im Hülsenhals - umso geringer ist der Auszugswiderstand.
Wird gekrimpt? Denke nicht.
Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
Neid zerfrisst die Seele wie Rost das Eisen.
Mit durchreißen des Abzugs wird die Kugel nicht schneller
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Avatar: stauernjager
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aus der Fränkischen Schweiz
Beiträge: 175

@ SirHenry # 20.01.10, 17:26 Uhr
LordHenry schrieb:

Hab jetzt grad kein 7mm Barnes zur Hand, aber die zylindrische Geschossführung ist auf jeden Fall wesentlich kürzer als der Übergang (siehe Murmelbaer).
Je weiter es raussteht - nicht mehr ganz im Hülsenhals - umso geringer ist der Auszugswiderstand.
Wird gekrimpt? Denke nicht.

Hab einfach das 140 grs.TSX-Geschoss in eine am Hülsenmund behandelten Hülsen gesetzt und ins Patronenlager mit dem Verschluss eingeführt, bzw. verschlossen und danach L6 = 86 mm gemessen.
Folglich ist doch nur 1 mm Luft, wenn ich eine L6 von 85 mm habe, oder?

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Avatar: stauernjager
Mitglied
aus der Fränkischen Schweiz
Beiträge: 175

Beitrag bearbeitet von stauernjager am 20.01.10 um 17:36 Uhr.
@ murmelbaer # 20.01.10, 17:35 Uhr
murmelbaer schrieb:

Das Barnes TSX hat eine Länge von 32,2 mm. Da geht noch ein gutes Stück, bis das Geschoß ansteht.
Ein Millimeter bei einer L6 von 85mm reicht da nicht, das dürfte knapp am Freiflug vorbei sein. Der Übergangskegel der 7x64 hat immerhin 34 mm.
Was aber laut QL sicher ist, der Gasdruck mit R907 bewegt sich sowohl mit 50grs als auch mit 50,9 grs im oberen, bzw im ausserirdischen Bereich (mit L6 85mm=4050bar, mit L6 82,5mm =4280bar).
Als Pulver für Solids in der 140grs Klasse ist Vitha N550 viel besser geeignet. Mit 50grs desselben und dem Mayerl Aero 140grs hab auf Anhieb 1,5 cm/5/100 Streukreise hingekriegt (L6=84mm).
Vielleicht hat's dir gehelft.

Meine Remington Mountain Rifle hat einen kurzen Lauf, deshalb habe ich kein progressives Pulver genommen.
Zudem muss ich sagen, dass bei L6=85 mm bei R907 = 50,7 grs die Kammer beim Öffnen etwas Wiederstand zeigte. Bei L6=82,5 mm und gleicher Ladung überhaupt ein weicheres Schussverhalten und keine plattgedrückte ZH´s. Auch kein Klemmen beim Öffnen der Kanmmer. Hab halt keinen Geschwindigkeitsmesser und verlass mich auf die äußeren Merkmale einer Höchstladung und das Schussverhalten im Allgemeinen.
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