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Experten geben Auskunft
12 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Experten geben Auskunft
Hier bieten wir mehrmals im Jahr unseren Mitgliedern die Möglichkeit, bei Fachleuten nachzufragen.

Aktion zum Thema Drückjagd

Beitrag bearbeitet von foerster am 28.10.09 um 13:38 Uhr.
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Schönen Guten Tag Herr Pohl,
immer wieder höre ich von Drückjagden, bei denen nur Schwarzwild frei gegeben wird, obwohl (natürlich) auch Rehwild vorkommt. Argumentiert wird, das Rehwild auf Drückjagden nicht sauber angesprochen und geschossen werden kann.
Ich halte das ehrlich gesagt für Nonsens...
Die Beunruhigung findet auf jeden Fall auch für das Rehwild statt. Den Hunden ist es (normalerweise) schwerlich zu erklären, das sie an diesem Tag nur Sauen jagen dürfen.
Ich habe schon einige Stücke Rehwild auf Drückjagden geschossen und es war nie notwendig diese hochflüchtig zu schiessen. Sicherlich habe ich auf Drückjagden auch schlecht geschossene Rehe gesehen, aber die kann der betreffende Schütze ja gleich selber mitnehmen. Die Ansage der Jagdleitung kann da vorab Klarheit schaffen, ohne die Strecke der Jagd schmälern zu müssen.
Eine Einschränkung auf Schwarzwild, nimmt der Drückjagd die Effektivität. Das Revier muss für den Rehwildabschuss (meist durch häufige Ansitze) erneut beunruhigt werden. Damit ist keiner Wildart gedient.
Wie halten Sie es mit Freigaben auf der Drückjagd. Wo sehen Sie die Präferenzen.
Gruß
foerster
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Waidmannsheil Herr Pohl!

Nun stelle ich die Frage, die ich auch schon in einem anderen Forum gestellt habe:

Dürfen Kinder an...
1. Gesellschaftsjagden teilnehmen?
2. Gesellschaftsjagden unter Aufsicht einer erziehungsberechtigten Person teilnehmen?

Gruß!
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Hallo Landlive....

riesen Interesse, oder?? Na da würd ich mal fragen warum??

Grüße und Waidheil...
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Beitrag bearbeitet von Kampfkeiler_Udo am 31.10.09 um 09:41 Uhr.
@ Wotan #
Wotan schrieb:

Servus Herr Pohl
Wurde irgendwo bereits im Vorfeld erfolgreich auf Unterlassung einer DJ geklagt da sich Vorfälle wie überjagende Hunde die Rehwild in angrezenden Revieren jagen und fangen, ortsunkundige Durchgehschützen mit geladener Waffe im Nachbarrevier herumtreiben, Schonzeitvergehen unter den Tisch gekehrt werden usw., jährlich wiederholen und die Jagdleitung nicht in der Lage ist diese Dinge abzustellen.
Gruß



Ich denke dir hier schonmal eine Antwort geben zu können.

Ja, es wurde schonmal erfolgreich gegen überjagende Hunde geklagt. Damals klagten mehrere Privatreviere gegen die Klosterkammer des Revieres Westerhof , die mehrfach ohne Absprachen Hunde an den Reviergrenzen eingesetzt hatten.
Ich habe gerade das Az des Gerichtes nicht parat, aber es wurde damals eine Bußgeldandrohung von 500.000 DM im Wiederholungsfall angedroht. Die Klosterkammer hatte dadurch erstmals von einer DJ abgesehen. Das revier ist 10 Km von mir entfernt und den damaligen Pächter des nachbarrevier kenne ich auch persönlich.

Hier sogar der Bericht in der W&H

[www.wildundhund.de]
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Hallo Herr Pohl!

Ich hatte gerade eine Diskussion mit einem Freund über Durchgehschützen bei Drückjagden. Es ist soweit klar das ein Durchgehschütze seine Waffe unterladen im Treiben führen darf, um in Notsituationen davon gebrauch zu machen.
Besagter Freund ist aber fest davon überzeugt, dass ein Durchgehschütze in übersichtlichem Gelände eine Patrone im Lager haben darf und davon auch gebrauch in keinen Notsituationen und auf gesundes Wild, machen darf. Bei google finde Ich schwammige Definitionen die mir nicht klar sagen wie es bei Drückjagden ist. Das bei Treibjagden Durchgehschützen durchaus aktiv Jagen ist mir durchaus bewusst.

Vielen Dank für Ihre Antwort,
Waidmannsheil
Markus Sch.
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@ wilddieb81 #
wilddieb81 schrieb:

Hallo Landlive....

riesen Interesse, oder?? Na da würd ich mal fragen warum??

Grüße und Waidheil...




Na dann klär uns mal auf, damit wir genau so schlau sind wie Du. Nicht nur ´S Ma......... aufreißen und iregendwas inne Raum stellen.

CC
An ihren Taten werdet ihr sie erkennen.
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Hallo Herr Pohl,

ich finde es toll, wenn es Leute gibt, die hoffentlich nicht für Gottes Lohn, ihre Erfahrungen preisgeben.

Das ist selten und aller Ehren wert. Beim BJV kostet jedes Seminar für Blauäugige echtes Geld.

Für "Suchende" in Sachen - welchen Jagdhund möchte ich gerne haben - welche 'Rasse passt zu meinen Jagdmöglichkeiten - hier "Drückjagden" - aber nicht nur - ersuche ich Sie, Ihre Erfahrungen uns mitzuteilen.
WH misli
misli
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Beitrag bearbeitet von Moderator Sunyi am 25.11.09 um 08:38 Uhr.
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Verkehrsrechtliche Anordnung zur Durchführung einer Treibjagd oder Drückjagd

Sehr geehrter Herr Pohl,
mit obigem Thema kommen so ziemlich alle Ausrichter dieser Jagden in Berührung.
Trotzdem gibt es dazu stark unterschiedliche Darstellungen, die nicht alle juristisch zulässig sein können

Können Sie zu diesem Thema eine qualifizierte, fundierte Aussage tätigen?

Danke!

Gruß,
Bodo

Hallo Bodo,

lt. Aussage von Herrn Pohl wurde diese Frage schon im Verlaufe dieses Threads beantwortet.

Grüße!

Sunyi
Admin Jagd-Community
Bodo - desillusioniertes BJV-Mitglied
Jäger aus Leidenschaft | Naturschützer aus Überzeugung | Hundeführer aus Passion
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Beitrag bearbeitet von AndreasPohl am 09.11.09 um 10:43 Uhr.
@ Kampfkeiler_Udo #
Kampfkeiler_Udo schrieb:

Nun, dann beginne ich doch mal mit der Fragerei:

Auf vielen Drückjagden sieht man verschiedene Hunderassen, die entweder vom Stand geschnallt, oder mit HF durch den Bestand gehen.
Viel wurde dahingehend im Forum diskutiert, welche Hunde zu den Jagden zugelassen werden sollten.

Meine Fragen :

1 . Nach welchen Kriterien sucht Herr Pohl geeignete Hunde aus ?


Hallo Kampfkeiler_Udo,

Geeignete Hunde sind mehr denn je gefordert, dabei liegt die Betonung auf geeignet.
Ich bevorzuge selbstverständlich in erster Linie Stöberhunde wie Bracken, Wachtel und je nach Wildart und Gelände auch Terrier und Teckel; Gerade bei diesen eingesetzten Hunden sollte es sich auch um entsprechende „Solojäger“ handeln. Meine Stöberhunde schnalle ich vom Stand aus, wenn ich selbst nicht als Durchgehschütze im Treiben aktiv bin, wobei dieser Stand nahe am Einstand, oder wenn möglich sogar mitten darin sein soll. Die Hunde jagen hier ja nicht kilometerweit im Umfeld, sondern bleiben meist in einem Bereich von ein paar hundert Metern. Dazu gehört auch, dass die Hunde dann immer wieder einmal meinen Stand aufsuchen, um jedoch sich wieder von mir zu lösen und weiter zu stöbern, was dann unter den Begriff der Jagdpassion eines Hundes fällt. Damit ist für mich ja absolut gewährleistet, dass diese Einstandsbereiche immer wieder während der gesamten Jagd von den Hunden beunruhigt werden und genau dadurch kommt man dann ja auch zum Erfolg. Die Hunde bejagen dann auch teilweise größere Flächen, weshalb der Einsatz bei kleinen Revieren keinen Sinn macht und diese dann auf jeden Fall revierübergreifende Jagden planen sollten, damit das leidige Thema Überjagung nicht zur Debatte ansteht. Hunde die sich hier nur am Stand des Führers aufhalten, machen dabei keinen Sinn.
Bei uns im Mittelgebirge wäre aber z.B. ein Teckel schnell überfordert, gerade wenn dann noch etwas Schnee dazu kommt. In der Regel wird ja dann auch zum Schwarzwild meist Rehwild mit bejagt, weshalb ich in dem Falle gänzlich von den Vorstehhunden absehe, wenngleich ich hier in ein Wespennest trete. Doch genau das ist eines der Probleme in der heutigen Zeit, dass die meisten Jäger den geeigneten Hund nicht nach dem Revier sondern meist nach Gefallen aussuchen. Würden unsere Reviere nach den Hunderassen der heutigen Hundeführer orientiert sein, so hätten wir ja noch herrlichste Niederwildreviere überall. Große Hunde haben auf Drückjagden einfach entscheidende Nachteile. Zu oft habe ich es erlebt, dass diese Hunde dann Rehe reißen, bzw. diese zum „Fliegen“ bringen und gutes Ansprechen und saubere Schüsse kaum noch möglich sind. Ebenfalls sind diese Hunde einer wesentlich größeren Gefahr vor allem bei krankem Schwarzwild ausgesetzt. Wenn ein leichter und kleinerer Hund einen kurzen Höhenflug antritt im Angriff einer Sau, so stellt ein großer Hund stets ein entsprechendes Hindernis dar, wodurch solche Hunde häufig schwere Verletzungen erleiden, oder gar getötet werden.
Im Hinblick auf die Bejagung z.B. von Rotwild würde ich entweder keine, oder nur sehr kurz jagende kleine Rassen einsetzen, wie hier eben die Teckel. Die Hunde sollten stets egal in welcher Jagdart bogenrein, fährtenlaut, sichtlaut sein und vor allem die entsprechende Wildschärfe und den am Ende erforderlichen Orientierung/Rückfinderwillen haben. Das Ganze wird durch einen gute Führerbindung und Arbeitswillen des Hundes abgedeckt was bereits im Gegensatz von Führigkeit und Wildschärfe (genetisch bedingt), vom Welpenalter an gefördert werden kann.


2. Welche Rassen sind für " klassische " Hochwildjagden brauch - und einsetzbar ? (Nicht zu verwechseln mit der Brauchbarkeitsprüfung.)


Diese Frage ist mir zu pauschal und ich benötige genauere Angaben, welche Hochwildart von denen bei uns in Deutschland bejagbaren meinen Sie hier? Wobei ich hier bereits in der 1. Frage meine Ansicht dazu gegeben habe.


Wildverwertung

Nach einer gut verlaufenden Drückjagd kann man als Jagdherr auch mal sein böses Erwachen erleben, wenn die erwartete Strecke von 5 - 7 Sauen, plötzlich 25 - 30 Sauen auf der Strecke liegen.

Herr Pohl, welche Möglichkeiten können sie empfehlen, die Strecke sinnvoll in einem gesunden Preisverhältnis zu vermarkten ?

In einigen Regionen wird das Schwarzwild teilweise von Wildhändlern nicht mehr angenommen, weil sie selbst Schwierigkeiten haben, die hohe Anzahl zu vermarkten. Mit Worten wie, " Zahlen kann ich für die Sauen nichts, aber umsonst kann ich sie annehmen.
Wie gesagt, Regional sind wir bald soweit, dass man anstatt bestes Wildpret zu verkaufen, den Abdecker rufen muß.

Im Voraus Danke für Antworten.


Wenn man so etwas hört, so stimmt dies mehr als traurig. Die Wildbretpreise sind zwar oft nicht mehr die besten, aber dass man das Wild herschenken muss, das höre ich zum ersten mal und hier muss gehörig was daneben gehen. Hier sind die Jägerschaften insgesamt gefordert das Produkt Wild als Qualitätsprodukt an die Endverbraucher zu bringen. Wir haben in unserem Raum Proschüren/Flyer entwickelt wo zunächst die gesundheitlichen Vorteile des Wildfleisches und auch im Hinblick auf den Tierschutz der Kunde informiert wird. Diese werden dann regelmäßig an entsprechenden Stellen ausgelegt. Ebenfalls haben wir mit verschiedenen Gastronomen Programme entwickelt, wo mittlerweile hervorragende Erfolge erzielt werden. Auch das Medium Internet ist heute eine optimal zu nützende Werbeplattform unter dem Motto sozusagen „Wild direkt vom Jäger“; Da ich nicht weis aus welcher Region Sie stammen, wäre selbst ein weiterer Transport in einer Kühlzelle anzudenken, in Regionen wo es noch besser aussieht. Aber dass jemand edles Wildfleisch am Ende her schenken soll, ist für mich niemals vorstellbar. Hier ist wie überall im Leben der Einzelne gefordert und wenn ich eine Drückjagd veranstalte liegen die terminlich meist in der Zeit wo Wildbret gerne angenommen wird. Deshalb ist auch ein wichtiges Kriterium, dass man z.B. hier auch Jagdgäste einlädt, die nach der Jagd auch erlegtes Wild mit nachhause nehmen. Das praktizieren wir ebenfalls schon seit Jahren mit großem Erfolg. Oft wird dann direkt auf den Jagden viel zu viel verlangt, weshalb keiner dann Interesse bekundet und dann gibt es der Jäger anderntags für einen Dumpingpreis an den Wildhändler ab, was auch nicht nachvollziehbar ist. Dann muss man bereits beim Streckelegen den Teilnehmern auch wirkliche Schnäppchen offerieren die dann immer noch besser sind, als billigst oder gar umsonst an einen Wildhändler abzutreten.

Mit freundlichem Weidmannsheil

Andreas Pohl
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@ Hirschmann #
Hirschmann schrieb:

Sehr geehrter Herr Pohl,

unser Revier befindet sich in einer Mittelgebirgs-Kammlage. Wintereinbrüche ab Oktober sind eher die Regel, als denn die Ausnahme. Langfristig geplante Drückjagden fallen daher oft auf Tage mit entsprechenden Schneelagen. Bis zu einem gewissen Grade ist das ganze auch akzeptabel, wenn nicht sogar hilfreich.

Nun zu meinen Fragen:

1.) Ab welcher Schneehöhe empfehlen Sie, eine Drückjagd abzusagen?


Hallo Hirschmann,

Hier kann ich Ihnen keine pauschalen Angaben machen. Dies hängt ja gerade auch davon ab nicht nur wie viel, sondern um welche Schneesituation es sich handelt. Ich hatte schon 30 – 40 cm Neuschnee/Pulverschnee was gar kein Problem darstellte, doch wenn dieser Schnee verharscht und gefriert, wäre es niemals zeitgemäß bei solchen Schneelagen zu jagen. Abgesehen dass in tatsächlichen Notzeiten ein grundsätzliches Verbot für solche Aktionen besteht. Deshalb hängt viel direkt von der tatsächlichen Schneesituation an dem Tag ab. Wenn hier Hund und Führer, sowie Treiber die größten Probleme haben voran zu kommen, so ist dies auf jeden Fall ein ganz klarer Grund hier keine Jagd durchzuführen, da es dem Wild in dem Fall nicht anders ergeht.


2.) In den letzten Jahren hat sich bei uns herausgestellt, dass eine (hier sog.) Anrührjagd, bei der keine Treiberwehr geschlossen drückt, sondern mehrere kleine Grüppchen das Wild ála Pilzsammler beunruhigt weitaus effektiver ist (Stücken ziehen langsamer und kommen den Schützen mehrfach vor). Bei Schnee sieht die Sache gerade bei Schwarzwild aber ganz anders aus. Die Rotten bleiben konsequent in den Dickungen liegen. Welche Strategie empfehlen Sie in diesem Falle?

WMH und vielen Dank im Voraus!

HM


Diese Lagen sind nicht einfach und vor allen Dingen benötigen Sie dann wirklich gut eingejagte Hunde mit Jagdverstand und keine hirnlosen Draufgänger, ansonsten wird es ein stetiges hin und her, d.h. die Sauen merken ja sehr schnell was gespielt wird und selbst ein Treiber kann ihr dann problemlos mit dem Stock die Schwarte versohlen nur aus der Dickung kommt sie nicht. Sind die Dickungen von Treibern noch zu bewältigen, so können nur diese in Zusammenarbeit letztlich zum Erfolg führen. Der Einsatz von zusätzlichen Platzpatronen wie Vielerorts praktiziert, ist eine Sache die ich hier mit Misstrauen betrachte. Dann macht es oft auch keinen Sinn hier noch mit Meute zu arbeiten, die sich dann hier in den Dickungen schwere Gerangel leisten, ohne dass man dann zu Erfolg kommt. Letztlich jagen wir weidgerecht und das heißt, dem Wild auch eine Chance lassen. Trotzdem lohnt es sich jedoch an diesem Bereich auf jeden Fall im nach hinein noch Schützen unter Beachtung der Sicherheit verweilen zu lassen, da die Sauen sehr früh von diesem Ort der Unruhe wegkommen wollen und so kommt man dann häufig ideal doch noch zum Erfolg, auch wenn es erst bei einem anschließenden Abendansitz der Fall wäre.

Mit freundlichem Weidmannsheil

Andreas Pohl
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Thema wurde von Sunyi geschlossen: Aktion ist abgeschlossen
Dieses Thema wurde von einem Moderator geschlossen.
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