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Experten geben Auskunft
12 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Experten geben Auskunft
Hier bieten wir mehrmals im Jahr unseren Mitgliedern die Möglichkeit, bei Fachleuten nachzufragen.

Expertenaktion: Frühjahrssauen - Startschuss

@ foerster #
foerster schrieb:

werden wir mit wachsenden Populationen nicht fertig.
Gilt eigentlich nicht nur für Sauen .....
Gruß
foerster

Servus
Gilt nur für Sauen weil bei allen anderen Schalenwildarten der Zuwachs überschaubar und berechenbar ist. Eine Gaiß hat nun nur einmal im Jahr zwei Kitze und wenn sich gerade die Forstämter dessen bewußt wären und sich mehr auf die Bejagung der Schwarzen konzentrieren würden wäre das SWProblem eigentlich gar nicht da.

Gruß
Wotan
P.S. kommst du eigentlich noch in unsere Gegend ins FA E..........?
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Sehr geehrter Herr Duderstaedt,

ich tu mir immer ein bisschen schwer, wenn ich das Wort " Experte " lese. Viele " Schwarzwildexperten " behaupteten in den letzten Jahren, das Beibachen gestreckt werden müssen, um die Reproduktionsrate zu vermindern.
Leider lagen anstatt bei vielen Jagden und Ansitzen nicht die Beibachen, sondern die Leitbachen. Einige junge Jäger orientieren sich bei den Fachzeitschriften über die Aussagen der " Experten " und manchmal kann man in der Tat nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Die Ergebnisse dessen als aktiver Schwarzwildjäger sieht man im August, wenn Gestreifte hinter einer Frischlings - oder Überläuferbache hermaschieren.

Ich persönlich stehe zum Lüneburger Modell, welches sich in meinen Augen bewährt hat.

Meine Fragen dazu:

Wie soll in Zukunft die Aufgabe der Jäger zur Bejagung der Sauen aussehen ??

Welche Modelle der "Experten " halten Sie für tragbar ?

Was halten Sie von Zwangsdrückjagden ?

Brauchen wir noch Schwarzwildhegegemeinschaften ?


Weidmannsheil

Kampfkeiler

Weidmannsheil und fette Beute

KK
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Sehr geehrter Herr Duderstaedt,
es werden immer mehr und immer größere Drückjagden angehalten.

1. Wo liegen da Ihrer Meinung da die Grenzen im Bezug auf die Größe oder sollten anstelle von einer Großen mehrere kleine abgehalten werden?
2. Welches ist der richtige Zeitpunkt?
3. Welche Hunde sollten zum Einsatz kommen? (Anzahl/ha, Rasse, Schnallen vom Stand, Durchgehschützen usw.)
4. Was sollte freigegeben werden?

Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich schon mal vorab und verbleibe mit
freundlichen Grüßen
Waidmanns- und Brackenheil
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dann möchte ich auch mal eine frage in den raum stellen: wenn sich das lüneburger modell angeblich so serh bewährt hat, warum haben wir dann die jetzige sauen-situation?
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Beitrag bearbeitet von Weimaraner24 am 19.02.09 um 08:29 Uhr.
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Sehr geehrter Herr Duderstaedt,

durch eine immer größer werdende Anzahl an Drückjagden erstreckt sich die Saison inzwischen von Anfang Oktober bis in den Februar hinein. Wann sollte ihrer Meinung nach frühestens mit Drückjagden begonnen, und wann spätestens aufgehört werden und welche Abschussfreigaben empfehlen sie?

Zweite Frage:

Wie kann man einen überhöhten Schwarzwildbestand im Frühjahr am effektivsten Bejagen?
Ich würde im Hinblick auf Wildschadensverhütung am liebsten im Wald Jagdruhe auf SW halten und nur im Feld Jagen, allerdings lassen sich ja gerade im Frühjahr die allein umherziehenden Frischlinge des letzten Jahres sehr gut an der Kirrung bejagen da diese sehr unvorsichtig sind und oft noch im hellen die Kirrung besuchen. Was ist ihre Meinung?


Vielen Dank für ihre Antwort und Waidmannsheil
Nirgends wird soviel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd!
Otto v. Bismark
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@ Krachlatte #
Krachlatte schrieb:

Tatsache ist dann aber auch, dass sich jagdgesetzlich das eine oder andere ändern müsste, wenn wir von keiner synchronen Rauschzeit mehr ausgehen können.


Gruß Krachlatte

Seit die Jäger meinen, sie müßten mit bevorzugtem Bachenabschuß die Sauenbestände regulieren, haben wir fas das ganze Jahr über Rauschzeit. Ein hausgemachtes Problem. Aber viele de Klugschwätzer sind unbelehrbar und uneinsichtig. Sie beklagen allenfalls den Umstand und machen meist vollmundig Klima, Jagddruck allgemein, Freizeitmenschen und so weiter,dafür verantwortlich.

Letztlich beweist der Zustand unserer Rotten und der daraus entsehende Wildschadensdruck seöbst, doch ganz eindeutig, dass viele Jäger falsch jagen.
FRANZ
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Sehr geehrter Hr. Duderstaedt,

ich habe jetzt schon die Erfahrung gemacht, dass wenn die Zeit des frischens der beschlagenen Bachen auch das kontinuierliche Besuchen der Sauen auf den Kirrungen ausbleibt! Mir ist klar das die Bache in dieser Zeit mehr zu tun hat als sonst jedoch beleiben auch die Frischlinge aus dem Vorjahr eher aus!

Jetzt zu meiner Frage:
bleiben die alten Frischlinge noch länger in der Nähe der Bache oder ist ab dem frischen der neuen Frischlinge ein Auflösen des Verbandes??

Ich stelle es mir eigentlich so vor, wenn die Bache die alten Frischlinge nicht mehr duldet sollten diese jedoch eher öfter auch alleine an der Kirrung anzutreffen sein und somit auch durch die fehlende Obhut der Bache leichter zu bejagen sein!

Welche Erfahrungen haben Sie im laufe Ihrers Jägerlebens dazu machen können??

Ich hoffe ein Thema gefunden zu haben, welches auch für andere von Interesse sein könnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen und einem kräftigen Weidmannsheil aus Österreich!!

Klaus H.
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@ obi #
obi schrieb:

Nachdem dies ja ein Fragen- und kein Diskussionsforum sein soll:
a) welchen Einfluß hat die Uhrzeit, zu der die Kirrungen beschickt werden (also täglich zur gleichen Zeit oder wechselnde Uhrzeiten)?
b) welche Lockmittel (Buck-Expert usw) sind erfolgversprechend?
c) welches Kirrmaterial (außer Mais) ist erfolgversprechend?
d) ist eine Kirrung auf dem Feld zu riskant?

zu a)Kirrungen sollen dann beschickt werden, wenn keine Störung der Sauen provoziert werden soll. Also nicht abends spät, oder morgens so früh, wenn das Schwarzwild noch auf den Läufen sein könnte. Befinden sich Kirrungen unmittelbar in Einständen, macht es viel Sinn diese Kirrungen am Vormittag stets zur gleichen Zeit zu beschicken, um Tagaktivität zu fördern.
zu b) Der Einsatz von Lockmitteln bei den Sauen wird nach meinen Erfahrungen völlig überschätzt und lohnt den Aufwand nicht.
zu c) Rachengold (Körnermais) ist sicherlich das beliebteste Kirrmaterial. Der Jagderfolg wird nicht geschmälert, wenn man den Körnermais mit Weizen mischt (50:50) um die Kosten etwas zu senken.
zu d) eine Kirrung im Feld oder gar auf Grünland angelegt, zieht immer erhöhte Schäden im unmittelbaren Bereich der Kirrung mit sich. Landwirte kritisieren das zurecht. Kirrungen sollen, gerade auch um einen Ablenkungseffekt zu erzielen, mehrere hundert Meter von landwirtschaftlichen Kulturen entfernt angelegt werden. Das dient auch der Chemie mit den Bauern!
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@ Ruedemann #
Ruedemann schrieb:

Frage:
Gibt es Erfahrungswerte, wie lange eine erfahrene Bache ihre Frischlinge im Kessel allein läßt und wie weit sie sich räumlich von diesem entfernt?

Solange die Frischlinge fluchtunfähig sind, entfernt sich die Bache selten weiter als 100m vom Frischkessel und auch nur um kurzzeitig Nahrung zu suchen. Gerne sucht sie eine nahegelegene Kirrung auf, weil sie dort bequem und rasch ihren Bedarf decken kann. Also, besondere Vorsicht beim Erscheinen einzelner Sauen an Kirrungen. Sind die Frischlinge 3-4 Wochen alt, verlassen sie das Umfeld des Frischkessels in Begleitung ihrer Bache zunehmend regelmäßig. Jagdpraktisch bedeutet das, ganzjährig wirklich bei Einzelstücken genau anzusprechen. Ist die Bauchseite durch schlechtes Licht oder Bewuchs nicht eindeutig zu erkennen, muss der Schuss unterbleiben!
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@ obi #
obi schrieb:

Wir hatten bei uns im Revier in 2008 zwei Frischlingsrotten (sowie eine laufkrank geschossene führende Bache mit 4 Frilis) gesichtet.

Frage: wer verursacht mehr Schaden? Eine "intakte" Rotte mit erfahrener Leitbache oder eine (gleichgroße) führungslose Frischlings-/Überläuferrotte?

Es ist bekannt, dass Frischlinge die ihre Mutter verlieren zum direkten Umfeld (Lebensraum) eine besondere Bindung (Standorttreue) aufbauen. Der Schaden wird duch die Restrotte immer bedeutend höher sein als unter Führungseinfluss einer Bache oder gar wenn überhaupt noch vorhanden einer Leitbache, bezogen auf einen Verband.
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