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768 mal angesehen
16.05.2019, 19.35 Uhr

Das Quengelschwein oder warum auch nörgelnde Frauen Glück bringen.

Es ist Frühjahr...Frühsommer in der alten Pacht.
Genervt von dem üblichen aber auch von den jagdlichen Pflichten hatte ich beschlossen, mal ganz entspannt "Lustzujagen".
Scheiß auf Wildschaden! Scheiß auf Sau!
Einfach mal locker auf Rehlein....oder so, und an nichts Unangenehmes denken.
Und weil ich keine wirklichen Ambitionen unendlich lange zu hocken hatte, sollte mein Schatz auch mit.
So ging es los mit etwas Ausrüstung, wozu neben Sitzkissen und Mückengraul sogar Knabberkram und was zu trinken gehörte.
Na, sie soll sich auch wohlfühlen, wenn sie schon mitkommt.
Abseits in eine ruhigen Ecke hocken wir uns auf die geräumige "Autobahnkanzel", die ich aus meinem Begeherpirschbogen, dort ursprünglich an der Autobahn errichtet, wieder mit in die Pacht holte, nachdem ich dort nicht mehr nur Begeher ,sondern Mitpächter war.
Ein ganze Weile bleibt meine Exverlobte auch geduldig.
Und bald müsste auch die Stunde kommen, zu der die Vögel nach und nach verstummen, und hier das Rehwild meist vom Walde austritt.
Aber nix, ausser Hasen und allerlei Piepmätzen.
Ab und zu ein Flüstern, dann wird ab und zu erzählt , geneckt, gealbert geknabbert und mit der blöden Tüte geraschelt.
Die Anfragen, wann wir den heim wollen, kamen aber irgendwann immer dichter.
Irgenwann gab ich dann etwas genervt aber durchaus nicht böse auf, und erbarmte mich.
Wir taperten zum Auto und tuckerten die Feldwege entlang heimwärts.
Nahe am Ort fuhren wir zwischen noch blühendem Raps und dem blühenden Weizen hindurch.
Da werde ich einen dunklen Fleck auf einer durch Bäume verdunkelte Wegstelle gewahr.
Ich halte an und will denn Motor laufenlassen.
Als ich austeige, würge ich ihn mit einem Ruck ab. Mist!
"Das Gewehr!!....gib mir das Gewehr!!" flüstere ich aufgeregt.
Dann fummele ich die Kugel in das Patronenlager, lege an und "Bumm !!"
Plötzlich bricht rund um uns ein Getöse los.
Hinter uns war die gemischte Rotte noch im Raps in deren Nähe sich die Keilerchen vor mir noch hielten.
Als der Tumult vorrüber war, marschierte ich zum Anschuss und fand mein Keilerchen(so um die 28kg) verendet mit einem Hochblattschuss , der auf der Ausschussseite noch ein Schulterblatt mitnahm.
Na geht doch!
Inzwischen wurde es noch schummeriger.
Auf dem Heimweg stellte ich lachend fest , dass ich dieses Schweinchen genaugenommen meiner quengelnden Frau zu verdanken hatte.
Auch wenn ich sie manchmal würgen könnte.
Meine Frau ist die Beste und bringt mir auch immer wieder Glück.
offline

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esau

esau

Alter: 52 Jahre,
aus Mecklenburg von da wo der Wolf wohnt

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Kommentare

17.05.2019 09:37 Rapsjaeger
Quengelnde Frauen bringen Glück... Naja, so ist das bei mir wohl auch. Wenn ich zu Hause bin und die Flimmerkiste anmache, dann ganz gezieelt den Sender, mit dem ich meiner Frau keinen Gefallen tu. Dann fängt sie irgendwann an zu nörgeln und schickt mich zur Jagd. Und ich muss nicht mal drum betteln... Weidmanns Heil!
17.05.2019 11:36 Alpiae
Sehr schön geschrieben , ich war irgendwie IN der Geschichte , obwohl bei mir das Ende nie SO augegangen ist
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