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859 mal angesehen
12.05.2019, 12.23 Uhr

Das Zaunreh oder wie ich das Mammut niederrang

...Ende Achziger
Es ist Herbst ...Drückjagdzeit.
Die ganze Woche freue ich mich schon darauf, dass es mal wieder weg vom Studienalltag, heim geht und noch dazu wieder eine Jagd ansteht.
Die Samstagsvorlesungen schwänze ich.
Eine liebe Kommilitonin(die gute Carola) schreibt dazu wiedereinmal mit Blaupapier für mich mit.
Schon öfter war ich als Bengel Treiber gewesen.
Das Besondere an diesem Wochenende ist,
dass ich auf der Heimfahrt von Naumburg in Berlin meine damals noch recht frisch gefundenen Liebste von ihrer Lehrstelle abhole,
um die wenigen freien Tage zuhause mit ihr gemeinsam zu verbringen.
Wir schaffen in Berlin-Lichtenberg gerade noch den Kopenhagener
(Zug Prag-Dresden-Kopenhagen/ Dort bekam man in der Mitropa auch mal das sonst eher seltenere Radeberger/Wernesgrüner oder Tschechenbier )
gegen Mitternacht, um noch halbwegs zügig heimzukommen.
Samstag Früh:Treffen auf dem Forsthof.
Ich fahre meinen Schatz mit dem alten wassersaufenden Skoda S100 dorthin.
Nach der üblichen Vergatterung durch den Jagdleiter geht es endlich los und Alle verteilen sich.
Auch wenn wir zuvor kaum Schlaf hatten, stapfen wir Treiben um Treiben tapfer mit "Hehehe" und "Hohoho" durch den Wald.
Wir bekommen Einiges an Sauen, Reh-und Rotwild zu sehen.
Einmal springt ein Reh sehr panisch an uns vobei und brettert in einen Kulturzaun, den es offenbar nicht wahrnahm.
Den Träger seltsam verdreht kommt es nicht mehr hoch.
So bleibt mir nichts, als es kurzerhand abzufangen.
Mithilfe meiner Liebsten versorge ich das Stück, wie ich es schon öfter für Vater tat. Wir bringen es zur nächsten Schneise. Und weiter geht's.
Die Frau des ABV , die die nächsstehende Schützin ist, veständigen wir über den Sachverhalt.
Nach diesem letzen Treiben sollte es zum Streckenplatz gehen.
Unsicher, ob Alles seinen Gang ginge, schaue ich aber nocheinmal nach "meiner" Beute.
Und ja , wir mussten das Stück auch noch bergen.
So bringe ich stolz meine erste selbst erlegte Beute zusammen mit meinem Schatz in dem alten Skoda zum Streckenplatz.
So richtig Notiz nahm dort niemand von meiner "Heldentat".
Klar, sowas kam immer wieder mal vor.
Aber ich konnte ganz archaisch meinem Schatz meine "Ernährerqualitäten" vorführen, indem ich quasi das "mit bloßen Händen niedergerungene Mammut am Rüssel in die Höhle schleifte".
Ich fühlte mich so ungefähr zwei Meter groß.
Dann wurde die Strecke, wie üblich, verblasen und zum Schüsseltreiben übergegangen.
Den Rest des Tages verbrachten wir Beide dann unserem Alter und Status entsprechend im kuscheligen Bett daheim in unserer alten Kate.


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esau

esau

Alter: 52 Jahre,
aus Mecklenburg von da wo der Wolf wohnt

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Kommentare

13.05.2019 10:41 KeilerHeinrich
Alter Genießer
13.05.2019 17:23 vierfuessler
Da habt ihr zwei euch ganz schön was getraut!
Bei uns hat man da noch einen Trauschein gebraucht! Daher auch der Name!
14.05.2019 08:20 swinging_elvis
De-her Mai ist gekommen, die Bäume... 🥴😏👍
Waidmannsheil!
14.05.2019 17:13 ConnyK
KeilerHeinrich schrieb:
Alter Genießer

er ist sensibel wenn s ums Alter geht
16.05.2019 10:18 Wachtelhund
Haha, wieder mal eine Parallele, wenn ich an meine erste Beute denke.
Schön erzählt!
17.05.2019 11:33 Alpiae
seeeeehr gut
Waidmannsheil zur ersten Beute
Die Würdigung haste ja dann wohl in der Kate bekommen
17.05.2019 15:22 esau
Alpiae schrieb:
seeeeehr gut
Waidmannsheil zur ersten Beute
Die Würdigung haste ja dann wohl in der Kate bekommen

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