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Jagderlebnisse

(7 Einträge)

Mai Bock
509 mal angesehen
05.05.2019, 17.12 Uhr

Wie der Zufall so will ...

Wie es der Zufall so will ...

Die Tage sind fast zu kalt und zu windig für die Bockjagd.
Aber es ist das erste Mai Wochenende und da gibt es keine Ausreden.
Ich wähle in meinem Waldrevier einen Sitz an einer Feuchtwiese an einem Bach, der zugleich die Reviergrenze bildet.

Ich saß hier am 1. Mai schon abends. Es kam eine einzelne beschlagene Ricke auf drei Läufen (der rechte Vorderlauf wird komplett geschont) bei mir aus dem Bestand. Ich kenne sie seit Jahren und sehe sie immer in den ersten Mai Wochen. Dann nicht mehr. Offensichtlich kommt sie auf ihren drei Läufen gut durchs Jahr und auch durch die vielen Drückjagden. Ein Wunder.
Mit dem letzten Licht sprang dann noch ein Stück ab, das vor mir in den Büschen stand und Wind von mir bekam. Das starke Schrecken ließ mich einen Bock vermuten. Dem sollte es heute wieder gelten.

Um 18:30 bin ich auf dem Sitz. Bis 20:00 Uhr kommen in regelmäßigen Abständen noch Wanderer den Wanderweg lang gezogen. Soviele habe ich lange nicht gezählt. Zwischenzeitlich konnte ich einen einfliegenden Kranich ebenso beobachten wie einen Silberreiher und zwei Singdrosseln, die sich am frischen Gebräch auf der Wiese nach Gewürm umsehen und aufpassen müssen, dass ihnen der Sperber nicht zu nahe kommt.

Pünktlich um 20:00 Uhr dann ein Schauer. Mein geringes zu hoch sitzendes Dach auf dem DJ Bock hält den Regen nicht wirklich ab. Gut, dass ich einen Poncho mit habe. Kräftig ist der Schauer aber doch auch schnell wieder vorbei. Jetzt sollten keine Wanderer mehr kommen, aber sicherlich das Wild ziehen, nach dem Regen ...

Und in der Tat. Zwei weibliche Stücke wechseln bei mir aus dem Bestand. Beschlagnen sehen sie nicht aus. Scheinen zwei letztjährige Kitzgeschwister zu sein. Schmalrehe sind im Mai frei. Ich muss mir 100% sicher sein. Aus dem Nachbarrevier sind nun wieder Stimmen zu hören. Immer noch Wanderer. Die Schmalrehe werden nervös. Nach kurzer Zeit wechseln sie wieder in den Bestand.

Der vermutete Bock wird aus der Buschgruppe vor mir in die Wiese ziehen und dann über die mit vielen Büschen bestockte Wiese zum oder über den Bach ziehen. AM Buschwerk sind frische Fegestellen. Aus den Buschgruppen kann ich vereinzelt Knacken vernehmen. Es wird spannend.

Plötzlich wieder Schrecken. NEIN. So ein Mißt. Der Wind passt doch. Das Schrecken kommt auch von der anderen Seite. Vom Nachbarrevier ist eine einzelne Ricke ein gewechselt. Nicht die Dreiläufige. Schreckt und äugt in den provisorisch überdachten DJ Bock hinein. Hat mich mit. Zieht schnell und nervös in den Bestand auf meiner Seite.

Blick wieder in dei Erwartungsrichtung des Bockes, also genau auf der gegenüberliegenden Seite. Gerade sehe ich noch ein Stück Rehwild wie es schon wieder hinter einer Buschgruppe verschwindet. Sakradi. Vom Spiegel müsste das ein Bock gewesen sein. Ich versuche mit dem Glas durch dich dichten Büsche einen Blick zu erahnen. Viel kann ich nicht sehen, aber ich meine doch zwei ungleiche Stangen eines Bockes zu erkennen.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Schießen kann ich eigentlich nur, wenn er wieder nach links zieht. Aber die Zugrichtung ist eindeutig rechts. Dort ist an einen Schuss nicht zu denken, schlicht weil einem die Büsche komplett die Sicht nehmen. Es gibt eine einzige kleine Stelle, quasi ein Bullauge, das sich um den Stamm einer Birke gebildet hat. Von dort kann man einen schmalen Korridor frei nach vorne blicken bis hin zu einem toten Baum vor dem nächsten Gebüsch. Es wäre Zufall, wenn der Bock genau dort lang käme ...

Instinktiv konzentriere ich mich auf diese kleine Lücke und habe die Kipplaufbüchse auch schon eingerichtet. Wenn der Bock sich dort wirklich blicken lässt, muss es schnell gehen. Und WIE ES DER ZUFALL SO WILL erscheint nun genau dort der Bock auf etwa 80 m. Nicht besonders stark im Wildbret. Die Stangen unterschiedlich lang. Auf der einen Seite ein Rücksprossengabeler. Die andere Stange - deutlich kürzer - nach vorne gegabelt. Kein Jährling. Kein alter Bock. Aber erlegen kann man ihn. Der Bock äst nun auch genau an der Stelle, von der aus ein Schuß darstellbar ist. Hinter dem toten Baum fließt der Grenzbach. Das Absehen steht sicher auf Hochblatt. Die .308 WIN Barnes Vor-TX 168grs. lässt den Bock im Knall verenden und ich freue mich über die erste Beute des neuen Jagdjahres.

Waidmannsheil!
offline

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Kommentare

05.05.2019 18:11 Gento
Waidmannsheil !
05.05.2019 22:05 ZH-7x57
Weidmannsheil!
07.05.2019 20:22 Meffi
Waidmannsheil!!!
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