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Hubertustag

(1 Eintrag)

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359 mal angesehen
08.11.2018, 12.54 Uhr

Hubertustag

03. November - Hubertustag

Um 5.00 Uhr reißt mich der Wecker aus dem Schlaf !
Draußen ist es um diese Uhrzeit natürlich noch stockdunkel und der Halbmond ist verschwommen durch den dicken Nebel nur zu erahnen als wirklich zu sehen, aber sein spärliches Licht reicht aus.

Der Hund schaut mich völlig verschlafen aber erwartungsvoll an, ein kurzes Frühstück und dann soll's los gehen zum "Nebelsitz" im Rohrberg - wie passend denke ich mir noch beim einsteigen in den Wagen.
Je höher wir kommen um so lichter wird der Nebel bis er schließlich ganz verschwunden ist.
Wagen ausrollen lassen, Türe leise öffnen, Zauberzeug packen, den Hund an den Riemen, die Büchse geladen, Türen wieder leise in's Schloß drücken und schon kann's los gehn; die knapp 300mtr. Pirschsteig sind wir zügig aber leise bis zur Kanzel gekommen ohne das Wild abgesprungen wäre.

Der "Nebelsitz" steht im raumen Buchenaltholz, dieser Platz im Revier ist immer für Überraschungen gut; egal ob Rot-, Schwarz- oder Rehwild zumal dieses Jahr die Bucheckern nur so aus den Kronen purzeln.
Den Hund habe ich unter dem Sitz auf der Lodenkotze ablegen lassen, oben angekommen setze ich mich leise auf das Sitzbrett und genieße die Stille an diesem besonderen Morgen.

Im Osten geht nun langsam die Sonne auf und erste Strahlen fallen durch den Bestand auf den Waldboden. Es ist jetzt kurz nach 7.00 Uhr als ich leises aber doch deutliches vernehmbares Ästeknacken höre, schweres Wild ist am ziehen und hält auf meinen Sitz zu; ich nehme das Fernglas an die Augen und leuchte die nähere Umgebung ab.

Ich kann Alttier mit Kalb und Schmaltier ansprechen; die Entscheidung fällt nicht schwer, das Kalb soll es werden denn es trägt zu dieser Zeit noch immer Talergroße Kälberflecken auf seiner Decke.
Bedächtig und ohne jede Hast hole ich die Büchse vor mir aus der rechten Kanzelecke und gehe von oben kommend mit dem 4er Absehen in's Leben. Wenig später zerreißt der Schuß der guten alten 8x57IS die Stille an diesem Morgen, wie vom Blitz getroffen bricht das Kalb zusammen und rührt kein Haar mehr; die beiden anderen Stücke gehen hochflüchtig ab.

Jetzt erst werde ich ganz fürchterlich vom Jagdfieber gebeutelt. Ich will noch die berühmte "Zigarettenlänge" warten bevor ich abbaume und zum Stück gehe, nach gut 30min. baume ich dann ab, streichele dem Hund über seinen edlen Kopf und wir beide gehen die gut 80mtr. zum Stück.
Dort halten wir beide dem Kalb (es ist ein schwaches Wildkalb) die Totenwache bevor ich den "Letzen Bissen", den "Inbesitznahme-" und den "Erlegerbruch" hole.

Nach der "roten Arbeit" sitzen wir noch eine ganze Weile beim Stück und ich lasse das Geschehene noch einmal Revue passieren; so nebenbei kommt mir dann auch in den Sinn das der Festtagsbraten für die Weihnachtsfeiertage nun auch gesichert ist, und auf die gebratene Leber freue ich mich jetzt schon!


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Dohle

Dohle

Alter: 47 Jahre,
aus Bayern

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Kommentare

09.11.2018 08:24 Gento
Waidmannsheil !
09.11.2018 09:24 Dohle
Waidmannsdank,
das Erlebte liegt zwar schon ein wenig zurück;
aber in der Erinnerung ist es noch genauso lebendig als wäre es erst gestern geschehen - einfach weil an diesem Morgen alles so stimmig war !

10.11.2018 16:36 fuchsjaegerin
ein sehr schöner Hubertustags-Morgen - und ein freundliches Waidmannsheil
12.11.2018 06:38 WildeBiene
Waidmannsheil
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