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murmelbaers Jagdblog

(10 Einträge)

Gamsjagd Gamsjagd Gamsjagd
573 mal angesehen
05.08.2018, 15.10 Uhr

Die Gamserl schwoarz und braun.......

Die Gamserl schwoarz und braun, die san so liab zum schaug'n und wannst as schiess'n wuist, dann muaßt di auffi draun......


Ja, "auffi draut" haben wir uns.
Anreise am 31.07.
Erspart wird uns ein mühseliger Aufstieg zur Wunschhütte. Der Grund, wegen der Hitze gibt es dort oben weder Gams noch Wasser.
Auch recht, ist doch dann die Gepäckfrage keine mehr, da die "Mardersteighütte" mit dem Auto anfahrbar ist. Die Hütte ist schnell bezogen, der obligatorische Probeschuss sitzt und die Abmarschzeit für den ersten Gamsjagdtag - sowohl unserer, als auch vom Gesetzlichen her ist schnell vereinbart.
Punkt sechs in der Früh war der Peter, unser Berufsjäger und Jagdführer da, und los ging's.
Erst mal auf die "Unteralm" (unter ist relativ). Ganz oben stehen Gams - sechs oder sieben Stück. An ein Rankommen ist nicht zu denken. Also weiter über ein Steigerl (was die Bergler halt so Steigerl nennen) zur "Oberalm". Auf einem Lahner kriegt uns noch ein Bock mit und verabschiedet sich mit Pfiff.
Auf der "Oberalm" dann erst mal nix.
Doch dann ist auf einmal ein Gamsbock da, ganz oben, auf gute 300 m.
Mein Freund, der Gerd und der Peter, der Berufsjäger steigen gedeckt im Wald auf, um in eine vernünftige Schussentfernung zu kommen. Ich hab derweil unten, gedeckt in einem Graberl, gewartet.
Noch bevor die beiden oben sind, zieht der Bock in die Latschen. Einen bis dahin "unsichtbaren" Jahrling hat er mitgenommen.
Na ja, dann halt weiter. Die "Rampe" hoch, wobei Rampe stark untertrieben ist.
Auf der topographischen Karte 1: 50000 rutschen die Höhenlinien der letzten 80 Höhenmeter auf fünf Millimeter zusammen - das ist steil, sausteil.
Irgendwann ist man oben, kann verschnaufen, den Müsliriegel futtern und trinken.
Eine grandiose Aussicht läßt die Mühen schnell vergessen.
Weiter dann auf einem Grat in Richtung Brunnenkopfhütte. Auf halbem Weg, fast senkrecht unter uns ein Prügelbock. Die Krucken handbreit über Lauscher und locker 100 Punkte. Das Portemonnaie sagt NEIN.
Zwischenzeitlich ist es 11:00 Uhr geworden und die Chancen auf einen Gams sinken gegen Null für den heutigen Vormittag.
Abstieg!
Mir hat es schön langsam gereicht. Die "Steigerl" waren selten begangene Rotwildwechsel und wegen der dichten Bodentflora hat man nicht gesehen wie der Untergrund beschaffen ist. Einmal rollt unter dem Schuh ein Stein weg, das ander mal liegt da ein rutschiger Ast. Der Bergstecken ist ein große Hilfe.
Ich geb zu, der Abstand zu den beiden "Jungen" da vorne ist immer größer geworden und so hab ich nicht so ganz recht mitgekriegt was da vorn los ist.
Trotz Mittagshitz und der Tageszeit über uns zwei Gamsböck. Der geringe von den beiden hat es unbedingt genau wissen wollen, welche Hamperer da stören.
Gerd hat ihn dann mit seiner neuen Steelaction klassisch, so wie man das aus Heimatschnulzen kennt, aus dem Wanderl geholt - Wort wörtlich.
Waidmannsheil!
Ein Adler kam auch noch nachschauen.
Eine Abendpirsch haben wir nicht nur wegen der Sinnlosigkeit (der Wind wechselt einfach zu spät) ausgelassen - war auch gut so, denn ich war nach fast sechs Stunden latschen in diesem schweren Gelände alle.
Donnerstag, Abmarsch diesmal um fünfe in der Früh, rauf zur "Oberalm", wegen dem Jahrling der da geht.
Das Gewitter in der Nacht hat gut Abkühlung gebracht. Die "Bergmanderl" haben sich auch über die Wasserpfützen gefreut.
Oben angekommen, wieder in dem Graberl, spekuliert. Der Bock von gestern war wieder da und eine Geiss, eine alte Geiss. Kein Kitz dabei und der Peter macht sie mir schmackhaft. "So eine Geiss schießt du deiner Lebtag nimmer. Net amal ich hab a solche in 40 Jahr Berufsjägerleben g'schossen".
Ich hab lang überlegt - das Budget gibt es nicht wirklich her.
Plötzlich waren da noch mehr Gams. Noch ein junger Bock, der Jahrling und ein Geisserl. Ganz oben dann noch zwei Geiss mit Kitz.
Die junge Geiss ist dann mein geworden. Sie stand in vertretbarer Entfernung - 220 m sagte der E- Messer (klein wird sie doch, auch mit 10-fach im ZF).
Auf den Schuß hin wildes durcheinander bei den Gams. Ich hab das Stückerl nicht fallen sehen und war etwas verunsichert. Noch dazu, weil der Berufsjäger
ein bisserl Hektik gemacht hat (um mich zu verarschen). Der Schuß saß aber perfekt und die 7x57R hat gut gearbeitet.
Ende gut, na ja, fast gut. Ich hab rauf müssen, Gams holen. Wie kann man nur so blöd sein und Gams jagern wollen !?!!?
Aber alles hat einmal ein End und der Gams war am Auto.
Der Rest geht schnell, Hütte aufräumen, Zeug zusammen packen. In der Wirtschaft in Unternogg noch ein gemeinsames Mittagessen mit dem Peter und ab mit der Gams im Kofferraum nach Hause.
Eigentlich sollt's der letzte Gams gewesen sein, aber für 2020 schmeiden wir schon wieder Pläne (von wegen blöd sein und Gams jagern.

PS: Die topographischen Angaben sind in der Karte nach zu lesen und kein Fake.
offline

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murmelbaer

murmelbaer

Alter: 71 Jahre,
aus unterm Arber

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Kommentare

06.08.2018 07:40 WildeBiene
Waidmannsheil
Als Arberkraxler hosd ja ober a bisserl a Übung
06.08.2018 14:09 Gento
Waidmannsheil !
06.08.2018 14:34 murmelbaer
Waidmannsdank
06.08.2018 14:34 murmelbaer
Waidmannsdank
06.08.2018 14:35 murmelbaer
Waidmannsdank
06.08.2018 20:19 KeilerHeinrich
Weidmannsheil!!
07.08.2018 05:49 Meffi
Waidmannsheil!!!
07.08.2018 18:48 Rumtreiber
Waidmannsheil!
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