Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Erinnerungen

...vergangene Begebenheiten (2 Einträge)

723 mal angesehen
29.07.2018, 13.13 Uhr

Winteropfer

..oder Terrier gegen Rotwild

Ein langer Winter mit viel Schnee geht dem Ende zu.
Weite Flächen sind mehrfach angetaut und wieder vereist.
Die Jagd beschränkt sich auf die Suche nach Winteropfern und Kontrollgänge.
Und das Revier ist in weiten Teilen nur zu Fuß zu durchmessen.
Ein vorjähriges Kitz wurde bereits vor Tagen erlegt,als es apatisch immer an der gleichen Stelle im Raps herumdämmerte(Verdauungsprobleme).
Heute bin ich mit meinem Schwager ,meinem borstigen Teufel und der Tschechenmauser unterwegs.
Nachdem wir grosse Teile meines Berittes revidiert hatten,waren wir plaudernd eigentlich schon auf dem Rückweg zum am Dorfrand stehenden Auto.
Es ging auf Mittag zu.
Vom Waldrand über den vereisten Acker kommend näherten wir uns dem heckenbestandenen Hohlweg.
Als vor uns ein Rotkalb (wohlgemerkt aus einer Wegsäumenden schmalen Hecke mitten im freien Felde)absprang.
Blitzartig riss ich den 98-er von der Schulter, lud durch ,fasste das Ziel und sah im gleichen Augenblick beim Mitziehen einige Spaziergänger am anderen Ende des Feldes.
Waffe hoch ...sichern...ziehenlassen.
Doch nun schlug ,links von mir ,das bärtige Fräulein vom Fürstental in der Hecke an.
Nanu?
Dort müdete sich ,zuvor unbemerkt ,ein stark abgekommenes Altttier auf.
Das konnte Püppinator nun gar nicht dulden.
Beherzt sprang sie zu und packte die alte Tante an der Drossel und zog sie ,so ins Straucheln gebracht, wieder nieder.
Donnerwetter!
Nach einem kurzen Brüller lies sie kurz ab ,sodass ich einen Schuß setzen konnte.
Dieser ging mit der einfachen bummeligen tschechischen Tlm. hinter dem Schulterblatt rein und war später vor dem linken Schulterblatt unter der Decke wiederzufinden.
Bumm um.
Beim Versorgen war festzustellen ,dass die alte Dame wirklich nur noch Haut und Knochen war.Sie brachte später nur um die 45kg auf die Waage,kaute auf "Felge" und litt an einem Strahlenpilz im Unterkiefer.
Also fast alles Richtig gemacht.
Wermutstropfen war ,dass ich leider nicht auch gleich das Kalb mit dazu bekommen habe.
Aber seine Mutter hätte es in jedem Fall verloren.
Die Bergung war nun nicht unbedingt schwer ,aber aufgrund der Wegeverhältnisse ca. 1 1/2 km lang.
Der Unterkiefer wurde Anschauungsmateriel und das wenige Wildbret Hundefutter.
Die Knochen versorgten mein Federvieh und den Garten mit Mineralien.
So starb auch diese alte Lady nicht umsonst.

offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

esau

esau

Alter: 51 Jahre,
aus Mecklenburg von da wo der Wolf wohnt

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

30.07.2018 10:52 Bender
Waidmannsheil
30.07.2018 16:26 esau
Bender schrieb:
Waidmannsheil

Weidmannsdank.
Ich schreibe den Kram vermutlich gerade um den Verlust zu verarbeiten.
Jedenfalls kommen mir gerade all die Geschichten in den Kopf ,die ich mit dem borstigen Teufel mit dem großen Herzen erlebte.
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Zum Seitenanfang