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Erinnerungen

...vergangene Begebenheiten (2 Einträge)

463 mal angesehen
28.07.2018, 18.14 Uhr

Der Fingerbrecher

...oder Püppinators Heldentat

Es ist Erntezeit.
Der Raps ist in weiten Teilen gedroschen.
Und sein Stoppel ragt dürr und wehrhaft aus dem staubigen Boden.
Wochen zuvor erlegte ich ,dabei vom Lärm der "Fusion" und "lichthupenden" "Sonnenunterganggenießern" am anderen Ende des Schlages genervt, einen Keiler auf dem angrenzenden milchreifen Weizen,der nur der Adjutant eines starken Bassen war.
Diesen musste ich Minuten zuvor ziehen lassen ,da er, nachdem ich ihn endlich zweifelsfrei ansprechen konnte, sich einfach nicht schussgerecht stellte.
Nun gut. ...heute auf zur Lupine ,abseits mal einfach Entspannungsjagen auf eventuelles Rehwild .
Auf dem Weg ins Dorf bemerke ich aus dem Augenwinkel einen Fleck im Felde und denke mir nicht viel dabei.
Als ich jedoch aus dem Dorf wieder quasi parallel zur Strasse den Feldweg ins Revier hinein nehme,so den Rapsstoppel umschlagen habe, ist er wieder da.
Das ist eine Sau!
Unschlüssig greife ich zur Waffe.Der Keiler kommt dem Dorf immer näher.
Wenn ich jetzt nicht bald schieße ,steht er in direkter Linie mit bewohntem Gebiet.
Also schieße ich stehend freihändig,und wie sich dann herausstellte viel zu weit.
Dennoch meine ich den Kugelschlag zu vernehmen .Die Sau wirft sich auch herum und flieht.
Ein nachgeworfener Schuss wirbelt nur Staub auf.Mist!
Nun gut ,Nachsuche.
Ich rufe daheim an ,Frauchen möge mit Püppinator schnellstmöglich erscheinen.
Als sie ankommt ,soll sie den Hund frei über den Acker zu mir kommen lassen.
Das ergab einen fürchterlichen Telefontumult,da wir einander immer zugleich anriefen.
Endlich ist Alles beisammen und die Suche geht los.
Recht planlos schnuffelt meine bärtige Freundin herum.
Ja ja die Trockenheit macht es nicht leicht.
Sie geht sogar kurz auf Hasenjagd.
Da ich die Flucht aber gesehen habe, kann ich korrigieren.
So nähern wir uns einem Soll ,welches zuvor im stehenden Raps die Badestube der Sauen war.
Ein Tunnel als Eingang ist noch zu sehen.
Zügig "schlieft"meine nun geschnallte Prinzessin ein und ein Rumor mit bösem tiefem Standlaut beginnt.
Dann kommt die borstige Dame im Rückwärtsgang wieder heraus um gleich nach einem anderen Eingang zu suchen.
Oha!! Das ist Ernst.
Kurz entschlossen werfe ich einen Erdklumpen ins dicke Zeug.
Darauf stürmt laut prasselnd ein starker Keiler mit Püppiunator(~20m?) im Schlepptau heraus.
...Schuss ! Die Sau geht hinten runter....Mist.....
...oooh !...nicht schießen! Da steht das Auto meines Vaters ,der inzwischen am Strassenrand dazu kam.
Erst als die Sau ihren Vorsprung ausbaute und in sicherer Erfernung war, fiel mein letzter Schuss.
Sau tot.
...phuhhhh.....!!!
Püppinator ,inzwischen wieder ran,kühlt ihr Mütchen und zaust am Keiler herum.
Dieser wird nun "verarztet" und mit einiger Mühe verladen.
Er war übrigens vor den letzten beiden Schüssen kerngesund.
Ich hatte ihn also zuvor sauber gefehlt und wir beide einen gesunden Keiler "nachgesucht".
Nun wird sich Mancher fragen ,warum er der "Fingerbrecher" getauft wurde.
Nun gut.Das war so.
Es resultiert letztendlich nur aus der Ungeschicklichkeit von mir und meinem Vater.
Da der Bursche zu groß für meine Kühlung war(die Waage zeigte nach Überrunden der 100kg 14kg an), musste er in die grössere Kühlung eines Bekannten.
Mit einem zusätzlichen Haken musste der Basse mittels Aufzug auf die Rohrbahn.
Leider hakte er dabei am Wildbret an der Wirbelsäule und nicht im "Kinnwinkel".
Vater sollte das korrigieren ,reagierte aber nicht wie geheißen.
So griff ich zu,um mir kleinen und Ringfinger der linken Hand zwischen Kinnwinkel und Haken durch die runterrauschende Sau derart einzuklemmen ,dass ich nur mit Mühe und laut aufschreiend frei kam.
Die Finger schmerzten noch lange Zeit .Einer ist krumm geblieben.
Sie waren sicher angebrochen.
Ich kann dem Schwarzen die späte Rache nicht übelnehmen.

P.S.:
So verdanke ich meinen stärksten Keiler meiner kleinen tapferen bärtigen Freundin.
Und das ,trotz dem sie die Blessuren an der Kehle(verschorft) vom Scharmützel mit einem Dachs Wochen zuvor,noch gar nicht ganz ausgeheilt hatte.
offline

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esau

esau

Alter: 51 Jahre,
aus Mecklenburg von da wo der Wolf wohnt

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