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Jagdoptik

Die Jagdoptik gliedert sich in zwei Haup (2 Einträge)

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933 mal angesehen
31.03.2018, 09.09 Uhr

Jagdoptik

die Jagdoptik gliedert sich in zwei Hauptgruppen: Beobachtungs- und Zieloptik.
Die heutigen Ferngläser und Zielfernrohre (Zfr)sind allenfalls dem Prinzip nach Nachfolger der ersten Modelle, aber die technische und optische Weiterentwicklung hat ganz erhebliche Fortschritte gemacht, wobei es bei den Zfr. noch mehr auffällt.
Moderne variable Zfr unterscheiden sich wesentlich von den frühen vor allem durch den weit gedehnten Zoom-Bereich, der inzwischen bis zum 10-fachen der kleinsten Vergrößerung (VG) reicht.
Neben der für den jeweiligen Zweck geeigneten Vergrößerung (Nah-/Weitschuss) stellt die Verwendung zu den verschiedenen Tages- und Nachtzeiten an die Zieloptik hohe Anforderungen, wobei sich die Höchstleistung für VG und Helligkeit innerhalb enger Grenzen bewegt. Es liegt daher an der Entscheidung des Jägers, ob er mehr Wert auf eine hohe VG oder die Helligkeit legt. All das und noch mehr wird in meinem Referat Jagdoptik angesprochen und mit Bildern wie den obigen illustriert.

Während für die Tagjagd Objektivdurchmesser (ODM) von 42 mm ausreichen,
sollten "Nachtgläser" mindestens 50er, besser 56er Objektive aufweisen, um die als Standard für die Nachtjagd geltende Austrittspupillen von 7mm bei einer bestimmten VG liefern zu können. Damit zusammenhängend kann die Dämmerungszahl als Anhaltspunkt dienen, solange die AP nicht deutlich kleiner als 6mm ist, denn zu kleine AP (unter 4,5mm) liefern nächtens nur noch wenig Licht.

Zu oft wissen Jäger nicht über die Leistungsfähigkeit ihrer eigenen "Lichter" Bescheid und legen sich Optik zu, die zu schwer, zu schwach oder unnötig stark ist. Neben der Klarheit von Hornhaut und Linse, spielt die Netzhaut eine große Rolle und besonders die Pupille, bzw. deren kleinste und größte Öffnung unter verschiedenem Licht. Diese individuellen Punkte sollten bei der Wahl jeder Optik mit einfließen. Ist bei Augen wie bei Waffen:
eine schlechte Waffe wird mit schlechter Optik noch schlechter.

56er-Zfr sind zwar generell baugrößer, unterscheiden sich je nach Marke und Modell in der Länge z.T. beträchtlich. Die Wahl ob mit oder ohne Schiene bestimmt auch die Montage, sowohl gegenüber dem Zfr als auch der Waffe.
Das Angebot an Marken und Typen ist riesig und unterscheidet sich für den Jäger neben der jagdpraktischen Tauglichkeit, ob er es selbst montiert oder den Büma machen lässt.

Was die 7mm-AP angeht, lässt sich diese mit einem 6x42 erreichen, der Unterschied zu 8x56 ist primär die höhere Auflösung auf eine bestimmte Entfernung. Nimmt man als Beispiel den Ansitz an einer Kirrung, dann erscheinen 40m mit 6-fach wie 6,7m, aber bei 8-fach eben nur wie 5m, also 25% näher. Dieser Unterschied besteht auf jede Entfernung und wirkt sich bei kleinen weiten Zielen deutlicher aus als bei großen nahen.

Nicht vergessen: heller als es am betreffenden Ort ist, kann es keine Optik machen. Es ist schon schwierig genug, dem möglichst nahezukommen. Heute sind erstaunliche Transmissionswerte von über 90 und sogar 95% möglich.

Einschießen:
[up.picr.de] [up.picr.de] [up.picr.de]
In der Zeit der Werks-Montagen ist es auch für Anfänger möglich, ein Zfr. auf seinem Jagdgewehr zu „befestigen“. Soweit es sich um eine Kipplaufwaffe handelt, lässt sich die grobe Übereinstimmung zur Optik mittels Ausrichtung durch den Lauf ungleich leichter vornehmen, als bei einigen Repetierern, vor allem mit Geradezug, oder Selbstladern und Unterhebelgewehren, wo das nicht möglich ist.
Um bei Erstschüssen gleich die Scheibe zu treffen, hilft dann nur mit sehr kurzen Schussweiten zu beginnen, oder eben durch den Lauf eine möglichst genaue Vorjustierung vorzunehmen, wie Bild 1 zeigt. Beim mittleren Bild war die Waffe ab dem 3. Schuss eingeschossen. Beim rechten Bild wurden bei jeder Einstellung zwei Schüsse gemacht, um die Zuverlässigkeit der Verstellmechanik zu prüfen. Zusammen mit den letzten beiden Schüssen betrug die Gesamtstreuung nur 2cm. Für aussagekräftige Streuung sollten wenigstens 3 Schuss gemacht werden.
(wird noch weiter ergänzt)

Das alles und noch mehr in meinem Referat "Jagdoptik"
[up.picr.de]
offline

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SirHenry

SirHenry

Alter: 81 Jahre,
aus Fürth

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Kommentare

31.03.2018 11:44 sau_hund
interessantes Thema
Seit Jahren habe ich ein Zeiss 6-24x72 im Einsatz, mit zunehmendem Alter merke ich nun das mein Auge den Lichtvorteil nicht mehr voll ausschöpfen kann
31.03.2018 12:18 SirHenry
sau_hund schrieb:
interessantes Thema
Seit Jahren habe ich ein Zeiss 6-24x72 im Einsatz, mit zunehmendem Alter merke ich nun das mein Auge den Lichtvorteil nicht mehr voll ausschöpfen kann

das 72er ist schon ein Brummer. 7mm AP ergibt sich noch mit 10-fach, das richtige für schwaches Licht auf kleines Wild wie weite Füchse oder den "Küchenhasen".
Wo liegen deine Schwächen ganz speziell?
Für mein Alter bin ich augenmäßig noch echt gut drauf.
Schöne Ostertage und Waidheil
31.03.2018 13:18 sau_hund
Küchenhase fällt flach mit der .30-06
Einsatz nur Nachtjagd auf Schwarzwild, der R8 ist sehr präzise da sind im Feld auch Schüsse auf über 200 m kein Problem
Die Sehschwäche fühle ich jedoch im Nahbereich in der Detailerkennung so bis 30 m Um das auszugleichen habe ich mir jetzt ein Wärmebildgerät gekauft
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