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Insel-Keiler

... (1 Eintrag)

1276 mal angesehen
15.03.2018, 23.51 Uhr

Insel-Keiler

Der verharschte Schnee knirscht bei jedem Schritt unter den Stiefeln. Ich mag dieses Geräusch nicht, es verursacht mir eine Gänsehaut, ähnlich, wie wenn man mit den Fingernägeln über eine Tafel kratzt. Die letzten Wochen waren gekennzeichnet von dauerhaften Frösten, auch am Tage. Allerorts liegt eine gute Schneedecke, die mittlerweile überfroren ist. Eigentlich mag ich solch ein Wetter. Wenn ich in der Jagdhütte am See sitze und in meinen Rücken der Kamin knistert, hört man des Nachtens das Eis gewaltig krachen, spürt wie der See arbeitet unter der frostigen Urgewalt.

Das unangenehme Geräusch von verharschtem Schnee unter den Stiefeln ist vergessen, ich muss mich wieder zwingen, den Blick zu fokussieren und die Gedanken strukturiert zu halten. Wenn die Brackeline auf der roten Fährte mit tiefer Nase konzentriert förmlich Kilometer macht, bekomme ich manchmal eine Art Tunnelblick.

Die erfahrene Hündin arbeitet zuverlässig und routiniert die fürs menschliche Auge oft scheinbar unsichtbare Wundfährte. Als Gespann sind wir nach den gemeinsamen Jahren und Suchen einfach eingespielt. Fast schon unterbewusst scheine ich die veränderten Nuancen in der Körpersprache der Hündin wahrzunehmen und auf diese zu reagieren. Ich bin ganz auf den Hund fixiert in solchen Momenten, alles was passiert und vor uns liegt zeigt mir ihre Mimik und Gebärden.

Wenn ein Schütze mich bei den Suchen begleitet, ist er in solchen Situationen meist außen vor, bzw. trottet hinten drein. Dies geschieht ohne Argwohn oder Absicht, man könne es fast als Trance bezeichnen, der sich in ein Fieber steigern kann, je näher man an das kranke Stück kommt. Man sagt, die Schweißriemen ist eine sensible Verbindung, eine Art Leitung, die Hund und Hundeführer verbindet.

Zu mindestens bei uns ist es keine Einbandstraße. Denn auch mein Puls beginnt zu steigen, wenn ich die wachsende Anspannung meiner Hündin vor mir wahrnehme. Wenn bei der Brackeline sämtliche Muskeln gespannt sind, sie vor Erregung förmlich zittert und mit blank gezogenen Lefzen in ihren Bewegungen fast einfriert auf der Wundfährte, den Blick starr nach vorne ins Dichte gerichtet, dann durchströmt das Adrenalin auch meinen Körper in hohen Wellen.
Spätestens wenn das tiefe dunkle kehlige Grollen die Kehle der Kopov-Dame verlässt, weiß ich, dass eine Konfrontation mit dem wunde Stück unmittelbar bevorsteht. In der Vergangenheit erwartete uns dann meist das Stück Schwarzwild im Wundbett, bereit für ein letztes Aufbegehren, bereit die Schwarte teuer zu verkaufen.

Noch vor einigen Jahren habe ich insgeheim genau solche Momente herbei gesehnt. Ich wollte unbewusst den Kampf mit unserer einzig wehrhaften Wildart. Sauen an der Kirrung "füsilieren" kann doch jeder dachte ich. Der vom Hund gedeckte Basse mit wetzenden Waffen, dem Schuss aus kürzester Distanz, der packende Hund, die blanke Waffe, der Kampf Aug in Aug im Dichten, das war doch der Stoff, aus dem die Helden sind.

Heutzutage und genau jetzt in diesem Moment denke ich da ein wenig differenzierter. Aber es hat in den letzten Jahren teures Lehrgeld gekostet, die Narben an der Hündin zeugen davon, genauso wie die zerfetzte Sauenschutzhose, als ich vor Jahren im Raps fast nur zweiter Sieger geworden wäre. Ich glaube, ich bin etwas gesetzter geworden, nicht mehr so gierig auf Adrenalin. Definitiv habe ich heute mehr Angst um meinen Hund, wenn ich die tapfere Kämpferin in die Hatz entlasse, wohl wissend ob der ganzen Unwägbarkeiten, die mir am Ende den treuen Gefährten nehmen können.

Wer seinen treuen Vierläufer schon jemals am Ende einer Hatz unter Schmerzen hat furchtbar langezogen klagen hören, wenn es im Keif zu seinen Ungunsten auszugehen drohte, wird wissen, wie groß manchmal der Kloß im Hals ist, wenn man am Ende der Wundfährte absehbar ist, das dort nicht nur der waidwunde 25kg-Frischling warten wird.

Und den Kloß im Hals habe ich nicht zuletzt wegen der wunderbaren Menschen zuhause, die es mir schwer verzeihen könnten, wenn ich ohne Hund von der Suche heim komme. Deswegen beschleichen mich heute oft dunkle Sorgen, wenn es in die Hetze geht. Die Lieben zuhause wissen, warum die Hunde Teil unserer Familie sind. Eben nicht als hippes Statussymbol zur Freizeitbeschäftigung, nicht nur als lebende Kuscheltiere, sondern als Arbeits- bzw. Nutztiere und Jagdhelfer, ohne die ich niemals mehr jagen wollte. Doch bei aller Sachlichkeit und Vernunft sind die Emotionen, welche man den Hunden im täglichen Miteinander entgegen bringt, nicht einfach auszublenden.


Das Knirschen der Stiefel auf verharschtem Schnee dringt wieder an meine Ohren. Die Gedanken hören auf zu kreisen und fokussieren sich wieder. Die Brackeline folgt immer noch konzentriert einer einzelnen starken Saufährte. Der verharschte Schnee mag täuschen, aber die Fährte ist groß. So groß, dass ich sie mit vier Fingern der Hand kaum abzudecken vermag.

Als ich vorhin die Hündin zur Fährte legte, ahnte ich schon, auf was wir uns heute hier einlassen würden. Definitiv kein Frischling und vermutlich keine leichte Suche mit schnellem Ende.

Gestern Abend kollidierte auf der winterlichen Landstraße ein PKW mit einem Wildschwein. Bedauerlicherweise geschieht dies täglich landauf wie landab und war somit genaugenommen keine Besonderheit. Der PKW musste abgeschleppt werden und der durch die Leitstelle informierte Jagdpächter kam, um einen Fangschuss anzutragen.
Bei dessen Eintreffen stand auf der Straße ein Fahrzeug mit unübersehbaren Schäden inklusive aufgeregter Fahrerin und im Graben lag ein schwarzer Klumpen ohne Regung.

Als der Pächter sich im Schein der Taschenlampe dem schwarzen Klumpen im Graben näherte, kam dieser plötzlich schwerfällig in Bewegung. Kurz darauf stand im Lichtkegel der Lampe ein hauendes Schwein keine zwei Meter vor dem verdutzten Pächter. Bevor dieser reagieren konnte, schleppte sich das Stück mit mehrfach wegbrechender Hinterhand in den dunklen Bestand. Den erlösenden Fangschuss als Ziel vor Augen machte sich der Jäger nun auf ins Dunkle. Wenige Meter tief im Bestand schien die Sau wie vom Erdboden verschluckt. Einzig die deutliche Fährte im Schnee wies dem Waidmann im Schein der Taschenlampe den Weg. Als im Lichtkegel ein Kiefernzopf auftauchte, zog der Jäger vorsichtshalber schon den Revolver aus dem Holster und nähert sich langsam.

Plötzlich stand, wie aus dem Nichts kommend, ein wetzender Keiler vor dem Waidmann, welcher, wer könnte es ihm verdenken, sogleich die gesamte Trommel seines Revolvers entleerte und während dessen augenblicklich den geordneten Rückzug antrat.

Auch jetzt, gute zwölf Stunden später, ist das Gemüt des Jagdpächters immer noch deutlich erhitzt, als er mir die Vorkommnisse der letzten Nacht wortgewaltig schildert.

Noch ohne Hund wird der Kiefernzopf gemeinsam mit dem Pächter gesichtet. Dort liegt keine Stück Schwarzwild, die Spurenlage bestätigt grob die Geschichte der nächtlichen „Schießerei“.

Die Fährte ist gut erkennbar dank Schneedecke. Im Verlauf sieht man immer wieder deutlich, dass das Stück in der Motorik erheblich beeinträchtigt ist. Das passt zur wegbrechenden Hinterhand, von welcher der Jäger erzählt hatte. Insgeheim stimmt mich das hoffnungsvoll, am Ende ans Stück zu kommen. Routiniert schlüpft die freudig erregte Hündin in Weste und GPS-Halsung. Interessiert bewindet sie den „Anschuss“ im Bereich des Kiefernzopfes und zieht dann zielstrebig und konzentriert los.


Wir folgen der Wundfährte lange durch Buchenhochwald, queren ein Kiefernaltholz, die Hündin läuft wie auf Schienen. Außer der sichtbaren Fährte im verharschten Schnee finden sich unterwegs keinerlei weitere Pirschzeichen. In regelmäßigen Abständen kann man sehen, dass das Stück kurzzeitig die Kontrolle über die Hinterhand verloren haben musste. Nach deutlich über einem Kilometer verweist der Hund eine Stelle, die bei näherer Betrachtung wie ein kaltes Wundbett erscheint. Mitten im lichten Kiefernbestand hat sich das Stück ins Wundbett gelegt. Meine Zuversicht steigt, dass wir näher kommen. Vor uns liegt ein ungepflegter Kiefernschirm mit viel Traubenkirsche im Unterstand. Sollte hier vielleicht die Sau stecken?

Die Hündin ist noch ruhig und entspannt. Sie sucht zielstrebig in der Fährte voran, dem Verlauf kann man im Schnee zudem gut mit dem bloßen Auge folgen. Wir passieren den blattlosen Traubenkirschendschungel und vor uns liegt plötzlich eine Schilfkante, durchsetzt mit Weidengebüschen. Wir machen halt. Ein Blick auf die digitale Karte des GPS-Gerätes sagt mir, das vor uns ein ausgedehnter Gewässerkomplex mit breitem Uferstreifen liegt. Zu groß zum Umschlagen. Dies bestätigt auch der Jäger, der hinter mir sichtlich abgekämpft aus dem Busch kommt.

Nun ist guter Rat teuer. Vor uns liegt ein Schilfgürtel mit reichlich Bulten und Weidengebüschen. Mittendrin immer wieder kleinere trockene Inselchen mit Kieferanflug, manchmal nur wenige Quadratmeter groß. Laut ortkundigem Jäger ist hier normalerweise nur mit Wathose ein Durchkommen. Nun war es schon lange kalt. Das Eis sollte eigentlich ausreichend dick sein, um uns zu tragen.

Die Bracke drängt in der Fährte weiter, sie kümmert unser Zaudern nicht, sie will zum Stück. Also wagen wir den Versuch. Das Eis knistert und knackt ab und an, als ich mich durch das widerspenstige Gewirr von Weidenzweigen dem Hund hinterher zwänge. Die kurze Nachsuchenbüchse auf dem Rücken wirkt plötzlich lang und hinderlich und es hat etwas von äußert plumper Akrobatik, wie ich schnaufend und fluchend versuche, der Hündin auf der für mein Auge fast unsichtbaren Fährte zu folgen. Immer wieder passieren wir schneefreie Eisflächen. Die Kopovdame scheint auf einer unsichtbaren Bahnschiene zu laufen.

Wir lassen die Weidengebüsche hinter uns und die Fährte führt über ein ganzes Stück freie Wasserfläche. Es geht zielstrebig auf eine kleine Insel zu. Auf der windgeschützten Seite der Insel liegt auf dem blanken Eis eine dünne Schneeschicht. Hier sehe auch ich die Fährte wieder und plötzlich verweist mir die Bracke eine Stelle im Schnee, die tatsächlich nach einem Wundbett aussieht. Hier hat die Sau scheinbar einige Zeit gelegen. Mein Optimismus steigt schlagartig – wenn die Sau sich auf freie Eisfläche gute 50m vom Ufer der Insel entfernt ins Wundbett legt, muss sie wirklich schwer krank sein. Ich bin mehr als zuversichtlich, dass wir das Stück finden und am Ende ganz sicher auch nicht mehr erlösen müssen.

Wir nähern uns nun der Insel. Die trockenen Halme des Schilf und des Rohrkolbens knistern und knacken, als wir hindurch schreiten. Vor uns liegt eine kleine Insel mit einigen 1.000 m² bestockt mit unbewirtschafteter Kiefer in herrlich exzentrischen Wuchsformen. Irgendwo hinter uns höre ich den Jäger etwas erzählen. Noch bevor ich mich ihm zuwenden kann, durchströmt urplötzlich die erste Welle Adrenalin meinen Körper. Die Bracke steht stocksteif und hebt den leicht geöffneten Fang in den Wind. Mein Begleiter ist vergessen, jetzt wird es spannend. Die Körpersprache der Hündin ist deutlich, das Stück ist dicht vor uns. Die Büchse gleitet von der Schulter, die Brackeline drängt, gespannt wie ein Flitzebogen, weiter vor. Vor uns liegt ein Gewirr aus vereinzelten Kiefernwindwürfen mit flachen Wurzeltellern, blattlosen Holunderbüschen, abgestorbener Brennnesselflur. Unübersichtlich und unwegsam, äußerst unschönes Terrain, wenn man am Ende ein hauendes Schwein erwartet.

Vergessen sind die dunklen Gedanken, die Sorge – jetzt dominiert der Beutetrieb. Das Stück will ich bekommen, wir sind nah dran, dass zeigt meine Lakritzbracke überdeutlich und es geht mir genau wie ihr. Sie wird lang und flach und ich sehe wie sie ihre Lefzen hochzieht. Sie wirft sich regelrecht in den Riemen, sie will los. Vor uns muss der Basse stecken, aber ich sehe nichts.
Ich streife die Halsung ab, automatisch prüfe ich den Sitz der Weste und mit einem scharfen „Hatz voran“ explodiert die Bracke nach vorne. Die Büchse ist nun schussbereit im Voranschlag, ich beobachte gespannt das Vorfeld.

Die Bracke flitzt schnell und mit halbhoher Nase vor mir durch die tote Brennesselflur zwischen den Stämmen lang. Für einen Wimpernschlag verschwindet sie aus meinem Sichtfeld und dann erschüttert wütender Laut die eiskalte Winterluft. Giftiger Standlaut keine dreißig Schritte vor mir.
Ich spüre den Wind im Genick, klettere über zwei, drei liegenden Kiefern, versuche sichtig an den wütenden Keif zu kommen.


Plötzlich geht der Standlaut in Hetzlaut über und entfernt sich. Ich sehe für einen Bruchteil einen großen schwarzen Klumpen schwerfällig durchs Unterholz brechen, als der Rotpunkt ihn fasst, tanzt dahinter die blaue Weste der Brackeline auf und ab. Ich entspanne die Waffe und haste hinterher.
Vor mir kommt der Keif wieder zum Stehen. Tiefer dunkler Standlaut vor mir steigert sich in rasende Wut. Das größte Manko der geliebten Kopov ist ihr ungebremster Hang zur völligen Selbstgefährdung. Ich muss schnellstens zum Keif. Ich haste durch den Unterwuchs vor mir mit suchendem Blick. Vor mir lichtet sich der krüppelige Kiefernbestand und die große Eisfläche liegt vor mir.


Die Hündin hat den Urian vielleicht 20 oder 30m vom Ufer entfernt zum Stehen gebracht. Das Schwein sitzt klappernde und wetzend auf den Keulen auf dem blanken Eis und rutscht bei dem Versuch aufzustehen immer wieder mit der Hinterhand weg. Um ihn herum tobt wie ein Derwisch die Bracke und bedrängt ihn scharf. An sicheren Stand ist auf dem Eis nicht zu denken. Ich schlidder dem Bail so schnell wie möglich entgegen. Der Keiler scheint mich noch nicht mitbekommen zu haben und ist auf die hart bedrängende Hündin fixiert. Immer wieder versucht er auf die Läufe zu kommen und schlägt nach ihr. Immer wieder bricht er aber auch in der Hinterhand weg. An einen Schuss wage ich nicht zu denken. Hinter der Sau ist die blanke Eisdecke der einzige Kugelfang und am Horizont erahnt man die vereinzelte Bebauung des Seeufers mit Bungalows.

An dieser Stelle muss ich offen gestehen, dass mir der Schneid gänzlich fehlt, ein Schwein dieser Größe und Gewichtsklasse mit der kalten Waffe anzugehen. Ich versuche nun den Bail zu umrunden um die Insel als Kugelfang zu benutzen. Als der Basse mich wahrnimmt, hält er kurz inne und tut etwas, was mich ehrlich verwundert. Er ignoriert den Hund und nimmt nicht etwa mich an, wie ich es oft erlebt habe, sondern wendet sich dem Ufer der Insel zu und flieht diese erstaunlich mobil an.

Die Bracke nutzt diesen Moment der Unachtsamkeit und fasst en Keiler in die linke Flanke. Dieser reißt in der Bewegung das Haupt rum und versetzt der Brackeline einen gewaltigen Hieb. Der Schlag holt die Hündin von den Läufen und lässt sie mit ihren 15kg durch die Luft wirbeln. Die Büchse fliegt in den Anschlag, im Augenwinkel sehe ich seitlich am Ufer meinen orange gewandeten Begleiter aufblitzen. Der Basse flüchtet allerdings von ihm weg in Richtung Ufer. Als der Schuss bricht, taucht das Stück gerade in den schmalen Schilfschleier der Insel ein.


Die Hündin hat sich derweilen aufgerappelt und tobt dem Stück mit wütendem Laut hintendrein.
Ich sammele mich kurz, während ich die verschossene Patrone ersetze. An mein Ohr dringt von der Insel bitterböser Standlaut. Ich eile dem Keif erneut entgegen, nicht ohne meinem sich nähernden Begleiter laut und deutlich anzuweisen, genau dort stehen zu bleiben. Das Knistern und Knacken des trockenen Rohrs höre ich nicht, wohl aber nehme ich den frischen Schweiß wahr, welchen die Sau beim Einwechseln auf Kniehöhe abgestreift hat. Mein Schuss hat gefasst. Adrenalin schießt in pulsierenden Strömen durch meine Adern. Der Keif steht fest. Ich nähere, alle Sinne gespannt, ebenso liegt die Waffe schussbereit im Voranschlag.


Vor mir hat sich der Keiler halt unter einem Wurzelteller geschoben. Das Klappern und Wetzen ist imposant. Der Basse will nicht einfach so in die ewigen Jagdgründe überwechseln. Ich muss gestehen, ich empfinde größten Respekt vor solchen Kreaturen, die sich einfach nicht ihrem Schicksal ergeben wollen und bis zum Ende kämpfen. Die Brackeline umtanzt ihn mit dunklem Laut und wartet auf eine Unachtsamkeit, eine Schwäche in seiner Phalanx. Der Keiler bietet jedoch keine Angriffsfläche außer dem klappernden Gewaff.

Und dann passiert es. Das, was mich immer wieder maßlos beeindruckt. Der Basse nimmt mich wahr und wischt die Bracke förmlich aus der Bewegung mit einem Schlag weg. Nun gilt es. Der Urian mobilisiert die letzten Reserven und nimmt mich an. Kurz bevor er mich erreicht, bannt ihn mit einem donnernden Schlag aufs Haupt die 9,3x62 auf den Platz. Ich repetiere in der Bewegung und der zweite Schuss fasst ihn im Genick.

Die Ohren klingeln und rauschen. Ich sinke neben dem toten Bassen auf die Knie, sofort ist die Brackeline bei mir. Ich liebel sie derb und herzlich. Die Handschuhe liegen ebenso wie die Waffe neben mir, als ich der Bracke die Weste ausziehe und sie mit fahrigen Händen untersuche. Ein Schmiss an der Lefze ist nicht so schlimm wie der Schweiß zuerst suggeriert. Die Rippenwerden ihr an der Stelle noch länger schmerzen, wo der Keiler die Weste geschlitzt hat. Der Schlag ging zum Glück nicht durch die Lagen.

Mit zitternden Händen fahre ich der Sau vor mir durch die Federn. Wacker hat er sich geschlagen. Es ist unglaublich, wie hart das Schwarzwild im Nehmen ist. Der Unfall war nicht ohne. Beim Versorgen sah man die inneren Verletzungen hinterm Zwerchfell. Der gesamte linke Rippenbogen war gebrochen, der linke Hinterlauf wies eine mehrfache Fraktur auf. Beim Abschwarten fanden sich auf der Keule zudem zwei deformierte Teilmantelgeschosse im Kaliber .38 aus dem Revolver des Pächters. Mein erster Schuss hatte auf der Leber gefasst.


Trotz dieser Verletzungen hat der Keiler noch eine beachtliche Strecke zurück gelegt. Und am Ende hat er tatsächlich noch einmal den letzten Kampf gesucht. Das letzte Aufbäumen, der ungebrochene Wille bis zum Ende zu Kämpfen erfüllen mich nach solchen Begegnungen immer wieder mit tiefer Ehrfurcht und Demut.


Anders als früher sehne ich ein solches Finale nicht mehr herbei. Jedes Stück, was am Ende der Fährte verendet liegt, ist immer besser als einen Fangschuss antragen zu müssen. Heute ist mir der schmale Grat, auf dem wir mit unseren Hunden wandeln, wieder einmal deutlich bewusst.
Der Rückweg zum Fahrzeug ist mal wieder quälend lang. Das Adrenalin ist verebbt, der nass geschwitzte Körper beginnt bei den Minustemperaturen schnell auszukühlen. Die Büchse wird immer schwerer auf der Schulter und die Schritte langsamer. Die Gedanken beginnen wieder zu kreisen, während die Brackeline müde neben mir her trottet.


Mir wird bewusst, dass auch unsere gemeinsame Zeit sich dem Ende neigt. Mittlerweile ist sie im achten Behang und man merkt ihr an, dass sie nicht mehr so wendig wie früher ist. Sie ist an einem gefährlichen Punkt angekommen, das hat die Arbeit heut wieder gezeigt. Sie weiß, was sie kann und ihr Wille ist ungebremst, aber sie vergisst, dass sie nicht mehr so geschmeidig und flink ist wie noch vor ein paar Jahren. Nach solchen Suchen wie heute merkt man am nächsten Tag schon, dass sie mittlerweile einiges auf dem Buckel hat. Sie ist steifer geworden, am nächsten Tag merkt man ihr an, das schwere lange Suchen mit Hatz ihr schon ein wenig in den Knochen stecken bleiben. Man darf den Verschleiß nicht vergessen, welcher der Preis für jahrelange intensive Arbeit ist.


Die Gedanken werden manchmal trüb und schwer auf dem Weg zurück zum Auto. Und auch ernüchternd, denn unsere gemeinsame Zeit ist endlich und das stimmt mich unendlich traurig. Ihren Nachfolger arbeite ich bereits ein, sie wird ihm große Fußstapfen hinterlassen, die er füllen muss. Die gemeinsamen Jahre, die hinter uns liegen sind mittlerweile mehr als jene, die noch vor uns liegen. Noch ein bis zwei intensive Jahre der gemeinsamen Arbeit liegen vor uns, wenn es gut läuft. Aber in diesen kommenden zwei Jahren wird die Lakritzbracke zunehmend in die zweite Reihe treten müssen, denn auch der Nachwuchs muss lernen und mit seinen Aufgaben wachsen. Und der schwatten Brackalake wird das so garnicht schmecken vermute ich…


Einen Tag später kam die Info vom Pächter. Der Keiler war etwa 5-6 Jahre alt und brachte satte 119kg aufgebrochen an den Haken. Eine Woche später überreichte mir der Jäger zudem die aufgesetzten Waffen als Erinnerung an diese Suche zusammen mit einem großen Sack Hundefutter.







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kong

kong

Alter: 38 Jahre,
aus Eberswalde
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Kommentare

16.03.2018 07:34 KeilerHeinrich
Suchenheil!
Macht nicht immer solche Dinger
16.03.2018 09:11 sauschubser168
Allergrößte Hochachtung für diese Arbeit!!

Suchenheil
16.03.2018 14:03 aelg
Wieder mal 1a packend geschrieben.
Man hört beim lesen förmlich den Standlaut und das Wetzen der Waffen.
16.03.2018 14:05 Kija
wenn ich das so lese, dann scheinst du drauf gekommen sein: die beste Hatz ist die, die nicht stattfindet.
16.03.2018 14:46 Kleinzinni
Boar da schüttelt s mich und rüttelt mich !
Wie immer super geschrieben und auch von mir allergrößte Hochachtung !!

WMH aus der Pfalz

PS: denke bitte an das Buch (-;
16.03.2018 15:13 7x65R
Wiedermal sehr gut aus dem Leben eines Hundegspanns geschrieben.

Was ich sehr schön finde, ist der letzte Satz.
16.03.2018 16:07 hoghunter
Danke fürs teilhaben,toll geschrieben.

WMH
16.03.2018 18:21 Heide_Unterfranken
Großartig. Suchenheil
16.03.2018 20:03 kong
KeilerHeinrich schrieb:
Suchenheil!
Macht nicht immer solche Dinger


Danke...
16.03.2018 20:04 kong
sauschubser168 schrieb:
Allergrößte Hochachtung für diese Arbeit!!

Suchenheil


Vielen Dank
16.03.2018 20:05 Dekarem
Super geschrieben, danke schön!
Am Ende ist so etwas aber doch zu schade für ein Forum, Rudolf Frieß hat seine Geschichten auch vernünftig verlegen lassen...
16.03.2018 20:05 kong
aelg schrieb:
Wieder mal 1a packend geschrieben.
Man hört beim lesen förmlich den Standlaut und das Wetzen der Waffen.


Danke...schön das von einem zu hören, der sowas selbst zur genüge kennt...Ho Rüd ho
16.03.2018 20:07 kong
Kija schrieb:
wenn ich das so lese, dann scheinst du drauf gekommen sein: die beste Hatz ist die, die nicht stattfindet.


...und das bereits vor geraumer Zeit
16.03.2018 20:07 kong
Kleinzinni schrieb:
Boar da schüttelt s mich und rüttelt mich !
Wie immer super geschrieben und auch von mir allergrößte Hochachtung !!

WMH aus der Pfalz

PS: denke bitte an das Buch (-;

Vielen Dank
16.03.2018 20:08 kong
7x65R schrieb:
Wiedermal sehr gut aus dem Leben eines Hundegspanns geschrieben.

Was ich sehr schön finde, ist der letzte Satz.


Vielen Dank...freut mich, wenn es gefällt...
16.03.2018 20:09 kong
hoghunter schrieb:
Danke fürs teilhaben,toll geschrieben.

WMH


Danke fürs Lesen
16.03.2018 20:09 kong
Heide_Unterfranken schrieb:
Großartig. Suchenheil


Danke
16.03.2018 20:10 kong
Dekarem schrieb:
Super geschrieben, danke schön!
Am Ende ist so etwas aber doch zu schade für ein Forum, Rudolf Frieß hat seine Geschichten auch vernünftig verlegen lassen...

danke
17.03.2018 09:36 Meffi
Klasse geschrieben ... wie immer, Hut ab vor der Arbeitsleistung von Hund und Hundeführer!!!

17.03.2018 09:38 Meffi
Dekarem schrieb:
Super geschrieben, danke schön!
Am Ende ist so etwas aber doch zu schade für ein Forum, Rudolf Frieß hat seine Geschichten auch vernünftig verlegen lassen...



@ Dekarem
Den Gedanken, dass "Kong" mal über sowas in Buchform nachdenken sollte hatte ich auch schon öfter, wenn ich seine Erzählungen hier gelesen hab
17.03.2018 10:31 MlK
... man erlebt jede Einzelheit mit, so authentisch und lebhaft sind deine Schilderungen.

Waidmannsheil und ein Knuffer an die Bracke
17.03.2018 12:01 esau
Suchenheil!

Das schliefende,schmatzende Klappern kenn ich gut.
Passt nur immer gut auf euch auf.
Aber wie ich höre, wirst Du schon gesetzter.
Ob das bei der Brackerlacke mal so wird ,weiß der Fuchs.
Gefährlich wird's für sie ,wenn sie gesundheitlich nicht mehr die Alte ist,im Kopf aber so wie ich sie kenne bleibt.
Ich musste es letztens bei Püppinator einsehen ,völlig ausgepowert,kam sie kaum über die Äste im Morast,und wankte bedenklich,dennoch wollte sie der Sau immerwieder hinterhern,dass ich sie an den Riemen nehmen musste.
Für sie ist die Jagd so gut wie vorbei.
Ich hoffe noch ein paar Stücke mit ihr einsammeln zu können.
17.03.2018 14:53 hewesch
Super geschrieben,als wäre man dabei gewesen.Tolle harte Arbeit die Ihr leistet!!!!!
WMH
Hewesch
17.03.2018 16:04 Tannschuetz
Suchenheil und Waidmannsheil!!!! ...das ist mal ein spannend und sehr gut geschriebener Nachsuchenbericht! Meine allergrößte Hochachtung vor Hund und Führer!
17.03.2018 16:56 BD880
Suchenheil deiner Brackeline und Dir !
Hochachtung für die Arbeit und wie du schreibst, ich bekomme Gänsehaut.
Trotzdem Danke für den Bericht
18.03.2018 12:51 swinging_elvis
Ungewöhnlich tiefe und persönliche Einblicke gewährst Du hier... Dafür meinen Respekt. Nicht die alte Generation bei der oft eigene Fehler und Emotionen im Hintergrund blieben... Auf bald, e
18.03.2018 13:02 Waldwicht
Jagd ohne Hund ist Schund!

Mann/Frau kann nur dankbar sein das es solche "Leute" wie dich gibt!

Es ist typisch für diesen Schlag Menschen, Ehrfurcht & Respekt für die Kreatur.
Mein letzter Nachsuchefrührer war auch so ein Kaliber. Es war meine erste Nachsuche über mehrere Reviere & Kilometer. Der Hund und Führer waren fantastisch.
Am peinlichsten war es mir, wie er nur 20€ Unkoste haben wollte .
Ich habe Ihm einfach einen Schein gegeben und gesagt das ich es nicht kleiner habe.

Diese Arbeit für die Kreatur und das Waidwerk kann man nicht hoch genug Schätzen da sie unsere Fehler ausbügeln!

Immer Sucheheil sowie Hals & Beinbruch und eine Gesunde Heimkehr!

Ps. ich nehme auch 2 Bücher!
Waldwicht
19.03.2018 08:37 Birkenschock
Danke das du uns so an deinem Erlebten und Erfühlten teilhaben lässt. So kann man es wirklich nacherleben! Großes Kino
19.03.2018 10:38 Waldmeister01
Erstmal ein kräftiges Suchheil, lang nichts mehr von dir gelesen. Aber immer wieder schön und bewegend. Genießt die verbleibende Zeit . LG und WDH
19.03.2018 22:04 ZH-7x57

Danke für diese packende Erzählung Ein Suchenheil und kommt immer gut nach Hause!http://
20.03.2018 22:43 ZH-7x57
Kong http da hab ich mich verdrückt , tut mir leid ! Nochmals ein SUCHENHEIL!
21.03.2018 08:18 aurel77
Super geschrieben und nette Geste des Pächters!
Wmh!
22.03.2018 12:19 Schuelerlotse
Wie immer super geschrieben. Meine Hochachtung !! Besonders der Abschnitt "der Stoff aus dem die Helden sind" hat mich angesprochen. Formulierst Du hier Gedanken und Gefühle die ich selber auch so empfinde. Die mir zwar Angst einjagen, aber doch irgendwie das richtige Leben sind.

Bitte bitte überleg Dir das noch mal mit dem Buch.
23.03.2018 11:41 Edeltreiber
Abgesehen von der spannenden und eindrucksvoll beschriebenen Nachsuche ist das Reflektieren über die eigene Motivation, die Fähigkeiten des Hundes und die Endlichkeit der engen Bande wirklich stark dargelegt. Chapeau.
PS: Nette Geste des Jagdherrn, die leider nicht selbstverständlich ist.
26.03.2018 17:04 kong
Meffi schrieb:
Klasse geschrieben ... wie immer, Hut ab vor der Arbeitsleistung von Hund und Hundeführer!!!




Vielen Dank...aber ich bin ja quasi "nur" der Bremser hinten am Riemen
26.03.2018 17:05 kong
MlK schrieb:
... man erlebt jede Einzelheit mit, so authentisch und lebhaft sind deine Schilderungen.

Waidmannsheil und ein Knuffer an die Bracke



Freut mich, das es gefällt
26.03.2018 17:07 kong
esau schrieb:
Suchenheil!

Das schliefende,schmatzende Klappern kenn ich gut.
Passt nur immer gut auf euch auf.
Aber wie ich höre, wirst Du schon gesetzter.
Ob das bei der Brackerlacke mal so wird ,weiß der Fuchs.
Gefährlich wird's für sie ,wenn sie gesundheitlich nicht mehr die Alte ist,im Kopf aber so wie ich sie kenne bleibt.
Ich musste es letztens bei Püppinator einsehen ,völlig ausgepowert,kam sie kaum über die Äste im Morast,und wankte bedenklich,dennoch wollte sie der Sau immerwieder hinterhern,dass ich sie an den Riemen nehmen musste.
Für sie ist die Jagd so gut wie vorbei.
Ich hoffe noch ein paar Stücke mit ihr einsammeln zu können.



Danke...und ich drück Euch die Daumen für die Terrierine...ist immer mies, wenn man merkt, wie endlich solche Verbindungen mit den geliebten Biestern doch sind...
26.03.2018 17:08 kong
hewesch schrieb:
Super geschrieben,als wäre man dabei gewesen.Tolle harte Arbeit die Ihr leistet!!!!!
WMH
Hewesch



Danke danke...
26.03.2018 17:08 kong
Tannschuetz schrieb:
Suchenheil und Waidmannsheil!!!! ...das ist mal ein spannend und sehr gut geschriebener Nachsuchenbericht! Meine allergrößte Hochachtung vor Hund und Führer!


Vielen Dank und Waidmannsdank
26.03.2018 17:09 kong
BD880 schrieb:
Suchenheil deiner Brackeline und Dir !
Hochachtung für die Arbeit und wie du schreibst, ich bekomme Gänsehaut.
Trotzdem Danke für den Bericht



Freut mich, das es gefäält...danke.
26.03.2018 17:14 kong
swinging_elvis schrieb:
Ungewöhnlich tiefe und persönliche Einblicke gewährst Du hier... Dafür meinen Respekt. Nicht die alte Generation bei der oft eigene Fehler und Emotionen im Hintergrund blieben... Auf bald, e



Nur ehrlich ist authentisch denke ich... alles andere ist nicht so meins

Bis hoffentlich bald
26.03.2018 17:15 kong
Waldwicht schrieb:
Jagd ohne Hund ist Schund!

Mann/Frau kann nur dankbar sein das es solche "Leute" wie dich gibt!

Es ist typisch für diesen Schlag Menschen, Ehrfurcht & Respekt für die Kreatur.
Mein letzter Nachsuchefrührer war auch so ein Kaliber. Es war meine erste Nachsuche über mehrere Reviere & Kilometer. Der Hund und Führer waren fantastisch.
Am peinlichsten war es mir, wie er nur 20€ Unkoste haben wollte .
Ich habe Ihm einfach einen Schein gegeben und gesagt das ich es nicht kleiner habe.

Diese Arbeit für die Kreatur und das Waidwerk kann man nicht hoch genug Schätzen da sie unsere Fehler ausbügeln!

Immer Sucheheil sowie Hals & Beinbruch und eine Gesunde Heimkehr!

Ps. ich nehme auch 2 Bücher!
Waldwicht


Vielen Dank für Deine Worte und Wünsche...
26.03.2018 17:16 kong
Birkenschock schrieb:
Danke das du uns so an deinem Erlebten und Erfühlten teilhaben lässt. So kann man es wirklich nacherleben! Großes Kino


Danke fürs "Mitkommen"
26.03.2018 17:17 kong
Waldmeister01 schrieb:
Erstmal ein kräftiges Suchheil, lang nichts mehr von dir gelesen. Aber immer wieder schön und bewegend. Genießt die verbleibende Zeit . LG und WDH


Vielen Dank, das werden wir tun...und mit der langen Funkstille - na ja, das Forum macht nicht mehr wirklich soviel Freude wie einstmals...
26.03.2018 17:18 kong
ZH-7x57 schrieb:

Danke für diese packende Erzählung Ein Suchenheil und kommt immer gut nach Hause!http://



Danke fürs Lesen
26.03.2018 17:18 kong
aurel77 schrieb:
Super geschrieben und nette Geste des Pächters!
Wmh!



Danke
26.03.2018 17:21 kong
Schuelerlotse schrieb:
Wie immer super geschrieben. Meine Hochachtung !! Besonders der Abschnitt "der Stoff aus dem die Helden sind" hat mich angesprochen. Formulierst Du hier Gedanken und Gefühle die ich selber auch so empfinde. Die mir zwar Angst einjagen, aber doch irgendwie das richtige Leben sind.

Bitte bitte überleg Dir das noch mal mit dem Buch.



Danke und es freut mich zu hören, das es anderen genauso geht mit ihren Empfindungen...und was ds Buch angeht: irgendwann finde ich vielleicht mal die Zeit und die Muße zum Korrekturlesen, Nachbessern, Formatieren und dann noch einen Verlag, den ich mit diesem Pamphlet dann noch belästigen kann...
26.03.2018 17:22 kong
Edeltreiber schrieb:
Abgesehen von der spannenden und eindrucksvoll beschriebenen Nachsuche ist das Reflektieren über die eigene Motivation, die Fähigkeiten des Hundes und die Endlichkeit der engen Bande wirklich stark dargelegt. Chapeau.
PS: Nette Geste des Jagdherrn, die leider nicht selbstverständlich ist.



Vielen Dank
26.03.2018 17:22 kong
Edeltreiber schrieb:
Abgesehen von der spannenden und eindrucksvoll beschriebenen Nachsuche ist das Reflektieren über die eigene Motivation, die Fähigkeiten des Hundes und die Endlichkeit der engen Bande wirklich stark dargelegt. Chapeau.
PS: Nette Geste des Jagdherrn, die leider nicht selbstverständlich ist.



Vielen Dank
26.03.2018 19:40 Meffi
kong schrieb:
Vielen Dank...aber ich bin ja quasi "nur" der Bremser hinten am Riemen


Ja nee, is klar, stell dein Licht schön weiter unter den Scheffel ...
27.03.2018 07:24 Heide_Unterfranken
kong schrieb:
Danke und es freut mich zu hören, das es anderen genauso geht mit ihren Empfindungen...und was ds Buch angeht: irgendwann finde ich vielleicht mal die Zeit und die Muße zum Korrekturlesen, Nachbessern, Formatieren und dann noch einen Verlag, den ich mit diesem Pamphlet dann noch belästigen kann...

Books on demand wäre doch eine Lösung, oder? Z.B. [www.bod.de] - es gibt noch andere Anbieter. Ich habe das mal gemacht und bin sehr zufrieden. Ausstattung aus vielen Varianten wählbar (Hardcover, Paperback etc.), Preis selber kalkulierbar. Wenn man fit genug ist, die Druckvorlage als PDF selber zu erstellen: perfekt. Das Buch kann anschließend jeder im Buchhandel erwerben, in jedem Buchladen, bei Amazon oder sonstwo. Wirkt genauso professionell wie von einem Verlag, man muss aber nicht in Vorleistung gehen und zig Stück auf Vorrat drucken lassen. Gedruckt wird erst auf Anforderung. Praktisch kein Risiko. Nur gewisse Kosten für die Datenhaltung (ca. 25 Euro/Jahr).
27.03.2018 07:30 kong
Heide_Unterfranken schrieb:
Books on demand wäre doch eine Lösung, oder? Z.B. [www.bod.de] - es gibt noch andere Anbieter. Ich habe das mal gemacht und bin sehr zufrieden. Ausstattung aus vielen Varianten wählbar (Hardcover, Paperback etc.), Preis selber kalkulierbar. Wenn man fit genug ist, die Druckvorlage als PDF selber zu erstellen: perfekt. Das Buch kann anschließend jeder im Buchhandel erwerben, in jedem Buchladen, bei Amazon oder sonstwo. Wirkt genauso professionell wie von einem Verlag, man muss aber nicht in Vorleistung gehen und zig Stück auf Vorrat drucken lassen. Gedruckt wird erst auf Anforderung. Praktisch kein Risiko. Nur gewisse Kosten für die Datenhaltung (ca. 25 Euro/Jahr).

Was es nicht alles gibt...Wie schon gesagt:"wenn ich Zeit und Muße finde"
27.03.2018 07:42 Heide_Unterfranken
kong schrieb:
Was es nicht alles gibt...Wie schon gesagt:"wenn ich Zeit und Muße finde"

Bei Fragen kannst Du gern auf mich zukommen. Wie gesagt: Du musst Dich nicht einmal um den Vertrieb kümmern, keine Rechnungen schreiben, kein Geld eintreiben. Du bekommst vom Anbieter in regelmäßigen Abständen eine Abrechnung, aus der hervorgeht, wieviel Bücher verkauft wurden. Den Preis für die Herstellung ziehen sie ab, den Rest bekommst Du. Du hast selber in der Hand, durch Wahl der Ausstattung und Festlegen des Verkaufspreises, ob der "Gewinn" 0 Euro, 5 Euro oder was auch immer beträgt. Ich weiß, darauf kommt es nicht an, ich will nur klarmachen: abgesehen vom Herstellen der Druckvorlage hast Du nie mehr Arbeit damit.
31.03.2018 18:49 Heino
Respekt!
31.03.2018 21:48 kong
Heino schrieb:
Respekt!


Danke
07.04.2018 14:23 R93Hunter
TOP ... in jeder Hinsicht, mehr fällt mir dazu nicht ein
11.04.2018 12:29 Schuelerlotse
Heide_Unterfranken schrieb:
Bei Fragen kannst Du gern auf mich zukommen. Wie gesagt: Du musst Dich nicht einmal um den Vertrieb kümmern, keine Rechnungen schreiben, kein Geld eintreiben. Du bekommst vom Anbieter in regelmäßigen Abständen eine Abrechnung, aus der hervorgeht, wieviel Bücher verkauft wurden. Den Preis für die Herstellung ziehen sie ab, den Rest bekommst Du. Du hast selber in der Hand, durch Wahl der Ausstattung und Festlegen des Verkaufspreises, ob der "Gewinn" 0 Euro, 5 Euro oder was auch immer beträgt. Ich weiß, darauf kommt es nicht an, ich will nur klarmachen: abgesehen vom Herstellen der Druckvorlage hast Du nie mehr Arbeit damit.


Der Ansatz ist gut. geh Kong bitte mal weiter auf den Sack, das er das mal macht mit dem Buch. Ich würde schon mal 10 Stück vorbestellen.
11.04.2018 18:02 Heide_Unterfranken
Schuelerlotse schrieb:
Der Ansatz ist gut. geh Kong bitte mal weiter auf den Sack, das er das mal macht mit dem Buch. Ich würde schon mal 10 Stück vorbestellen.


Geh ihm mal schön selber "auf den Sack" - an den Abnehmern scheitert's glaube ich nicht
17.04.2018 14:28 Waldjockel
Respekt vor Euch beiden!
13.06.2018 21:47 Goos
Absoluter Wahnsinn! Sensationell geschrieben! Warte immer noch auf ein Buch von dir!!!! Gruß und Weidmannsheil!
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