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Die gescheckte Sau

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789 mal angesehen
19.12.2017, 10.29 Uhr

Die gescheckte Sau

Ende Dezember 2012, Donnerstagabend ca. 18:00 Uhr. Ich kam spät von der Arbeit, meine Freundin wartete schon auf mich und empfing mich gleich an der Tür mit einer wichtigen Info:

„Detlef hat angerufen und gefragt ob du Lust hast heute Abend bei ihnen im Revier mit auf Sauen anzusitzen. Wenn du willst, dann sollst du um 19:30 Uhr an der Kneipe sein, dort ist Treffpunkt“.

Nach kurzer Überlegung sagte ich zu. Schnell etwas essen, meine Klamotten gepackt, mich umgezogen und alles für den nächtlichen Ansitz vorbereitet – schließlich sollte es kalt werden.

Unterwegs kamen mir schon die ersten Nebelschwaden entgegen, da das warme Rheintal in der Nähe den Nebel durch die Täler aufsteigen lies. Ich hoffte, dass es oben auf der Rheinhöhe besser ist.

Pünktlich auf die Minute angekommen, warteten die Jagdkollegen schon auf mich. Detlef, Hartmut und Werner begrüßt und dann einen kurze Ansprache von Detlef: „Werner nimmt dich mit und setzt dich am Topinambur-Acker ab. Wenn du was schießt, schieß bitte so, dass die Sau nicht mehr läuft und es keine Nachsuche im Rheinhang gibt!! Werner holt dich gegen 00:30 Uhr wieder ab, so lange wollten wir sitzen!!“

Da ich außer auf einer Drückjagd im Rheinhang noch nicht im Revier war, kannte ich mich überhaupt nicht aus. Werner fuhr mit mir durch den Nebel bergauf- und ab durch Feldwege. Keine Ahnung wo wir inzwischen waren.
Der Nebel wurde immer dichter und der Mond war über dem Nebel nur noch zu erahnen.
Plötzlich bremst Werner und bleibt stehen. „Hier vor uns rechts ist ein Wildackerstreifen mit Topinambur, rechts davon siehst du die Schwarzdornhecken, am Ende steht die Kanzel an der Hecke. Waidmannsheil!“
Ich steige aus, hole meinen Rucksack und die Waffe aus dem Kofferraum und wünsche ihm ebenfalls Waidmannsheil.
Ich mache mich auf den Weg zur Kanzel und Werner verschwindet im Nebel.

Inzwischen ist es stockdunkel - der Nebel hat den Mond komplett verdeckt. Nach ca. 100m am Wildacker vorbei erreiche ich die Kanzel.

Ich packe aus, lege mein Sitzkissen unter, mache meine Waffe fertig und stelle meine Thermoskanne bereit, es zieht vom Rhein her feuchter, nasskalter Nebel in die Kanzel. Decke über die Beine und glase erst mal rund um mich herum alles ab.

Links von mir der ca. 80-100m lange und ca. 30m breite Wildackerstreifen an der Hecke entlang. Nach vorne steigt ein Rapsacker bis zu Kuppe ca. 100m weit an und zieht sich ca. 200m weiter nach rechts bis zum Waldrand. Nach rechts fällt das Gelände wieder in eine Wiesensenke und die Hecke hinter mir endet nach ca. 30-40m. Den weiteren Verlauf der Senke kann ich nicht einsehen.
Irgendwo hinter dem Waldrand muss es abwärts Richtung Rheinhang gehen, denn ich höre die Züge durchs Rheintal poltern und kann durch die Bäume ab und zu ein paar Lichter auf der anderen Rheinseite erkennen – wenn der Nebel nicht ganz so dicht ist.
Also Schussfeld habe ich in alle Richtungen wenn denn was kommen sollte und das Licht es zuließe. Ich schaue auf meine Uhr, 20:30 Uhr also warten was hier passieren sollte.

Plötzlich vernehme ich links von mir ein leises Knacken und Schmatzen. Ich denke, dass kann gar nicht sein, bin am Wildacker vorbeigelaufen, habe mich eingerichtet und war nicht grade leise dabei bis ich alles zurecht hatte.
Ich bin still und halte den Atem an…. eindeutig… Schmatzen von Sauen!!
Mein Puls schlägt bis zum Hals…….
Ich drehe mich vorsichtig nach links und nehme das Fernglas hoch.
Tatsächlich, Sauen… 3,4,6,7 Stück zähle ich im tiefen Topinambur Acker. Sie stehen etwa auf 50-60 m und kann sie nur Schemenhaft im Fernglas erkennen. Auf jeden Fall ist es eine Bache und 6 Frischlinge. Anscheinend hat sie meine Anwesenheit und meine Unruhe beim Einrichten nicht gestört und im Wind sitze ich plötzlich auch, da vom Rhein her eine leichte Brise durchs Fenster zieht.
Ich beobachte die 7 weiter und als sich meine Aufregung etwas gelegt hatte und ich wieder zur Ruhe gekommen bin, setzte ich meinen Gehörschutz auf und gehe mit dem Gewehr in Anschlag. Leider bekomme ich keinen der Frischlinge ins Absehen, das Licht reicht einfache nicht aus und sie sind zu weit weg. Außerdem stehen sie bis zum Bauch im Acker, den sie schon seit Wochen Nacht für Nacht nach Fressbarem umdrehen. Ich kann einfach nicht erkennen wo vorne und hinten ist, geschweige denn finde ich den Vorderlauf um nach oben auf die Kammer zu kommen.
Ich hoffe, dass sie etwas näher kommen und ich dann vielleicht zu Schuss kommen kann. Als es mir aber wieder in den Nacken zieht, kam mir die Idee das Fenster hinter mir nach rechts zu schließen, vielleicht kommen sie dann etwas näher wenn sie keinen Wind mehr von mir bekommen. Als ich nochmal rechts aus dem Fenster schaue, erkenne ich ein paar Schatten auf dem Feld. Glas hoch, da steht Rehwild am Rand vom Raps und im Hintergrund am Waldrand erscheint noch etwas, aber ich kann es im Nebel nicht erkennen.

Plötzlich quiekt es links neben mir im Topinambur und Sauen beißen sich und rangeln umher. Ich schaue mir das mit dem Fernglas genauer an und traue meinen Augen erneut nicht. Was ist das? Der ganze Acker scheint voller Sauen zu sein.
Die erst Rotte stand jetzt etwas näher zu mir und im Hintergrund am Ende des Ackers erscheint eine weitere Rotte im Nebel. Ich versuche sie zu zählen, aber irgendwie werden es immer mehr die aus den Hecken kommen. Große, Mittlere, Frischlinge, alle Altersklassen und Größen sind vertreten, insgesamt stehen hier ca. 20 Sauen im Gebräch. Plötzlich erkenne ich auch zwei gescheckte Frischlinge in der neuen Rotte. Was ist hier los, schießt es mir durch den Kopf…………
Probeanschlag, aber kein Schuss möglich, auf die Entfernung lässt das Licht keinen sicheren Schuss zu.
Ich schaue noch mal nach rechts aus dem Fenster – das immer noch offen stand – und sehe, dass mehrere Rehe dicht an der Kanzel stehen. Der Schatten aus dem Hintergrund entpuppt sich als starker Muffelwidder, der inzwischen bis auf den Rapsacker halbrechts vorangekommen war.
Jetzt glaubte ich, dass es sich hier um einen Scherz handelt und die Kollegen haben mich in einem Gatter abgesetzt um zu sehen was ich mache. Ich schaute mich noch mal in der Kanzel um, ob nicht wirklich irgendwo eine Kamera hängt.
Sowas gibt es doch nicht!! Ich sitze im fremden Revier, habe noch nie eine Sau als Jungjäger vom Ansitz geschossen oder in Anblick gehabt und heute sitze ich hier und habe seit über einer Stunde zwischen 7 und 20 Sauen vor, reichlich Rehwild und eine Muffelwidder zieht vor die Kanzel. Ich bin überwältigt und ehrlich gesagt auch etwas überfordert mit der Situation.

Nachdem das Fenster geschlossen war, wurden die Sauen tatsächlich etwas vertrauter und sie kamen auch ganz langsam immer etwas näher in Richtung Kanzel. Leider war an einen Schuss immer noch nicht zu denken. Selbst die gescheckten Sauen waren nicht ins Absehen zu bekommen – außerdem wuselten die beiden Rotten ständig durcheinander.
Aufregung pur bei mir.
Plötzlich lautes Quieken und die Rotten spritzen auseinander. Was war nun los. Glas wieder hoch – und da, zwei ganz dicke Sauen kamen aus der Hecke und alles war in Bewegung und beunruhigt. Die hintere Rotte setzt sich langsam in Bewegung und zieht etwas weiter hoch in den Raps und langsam Richtung Kanzel.
Meine Chance dachte ich und tauschte das Glas gegen Gewehr. Gehörschutz schnell auf die Ohren, das Gewehr in Anschlag gebracht und versucht einen von den gescheckten Frilis ins Glas zu bekommen. Leider funktionierte das nicht, denn alle 20 Sauen waren plötzlich in Bewegung und zogen vor meiner Kanzel vorbei nach rechts auf den Rapsacker. Leider konnte ich keinen Schuss anbringen, da alles in Bewegung war und sie immer zusammen standen. Außerdem hatte ich die Worte von Detlef noch im Ohr, so zu schießen, dass keine abhaut. Also kein Risiko eingehen und abwarten. Schließlich standen die Sauen jetzt schon über einen Stunde im Acker.

Ein erneuter Blick nach links lies mich erneut staunen. Die beiden Brocken standen seelenruhig alleine im Topinambur und brechen.
Was tun?? Probeanschlag, ca. 60m geschätzt, die silbergraue Schwarte glänzt und es wäre möglich zu schießen, denn solch ein Brocken stellt doch ein etwas größeres Ziel dar als ein Frili von 20kg.
Außerdem konnte man den Vorderlauf gut erkennen weil sie nicht so tief im Acker stehen.
Erneuter Blick nach rechts, die große Rotte hat sich auf sichere Entfernung im Raps eingestellt und bricht nun dort. Hier ist an einen Schuss nicht zu denken – zu weit.

Also den Blick wieder nach links. Nun ist guter Rat teuer. Was soll ich machen? Ich habe noch nie einen Sau vom Ansitz geschossen. In der Ausbildung haben wir immer beigebracht bekommen: Klein vor groß und jung vor alt. Jetzt sitze ich hier im fremden Revier ohne genaue Ansage und habe über 20 Sauen vor und weiß nicht was ich machen soll…
Inzwischen bin ich mir sicher, dass es sich bei den beiden dicken Brocken um Keiler handelt, denn sie sind alleine und es kommt nichts mehr nach. Sie stehen ca. 10m neben der Hecke im Acker mit Fluchtrichtung Hecke.
Ich gehe wieder in Anschlag, würde passen, der Punkt steht auf dem Blatt… aber ich traue mich nicht zu schießen.
Wäre es richtig was ich mache?
Vielleicht schieße ich hier den Lebenskeiler der Pächter worauf sie schon seit Wochen ansitzen?
Was passiert wenn der Brocken in die Hecke flüchtet?
Was liegt hinter der Hecke…..ein unzugänglicher Hang?
Ich weiß es nicht und der Finger bleibt gerade und setzte die Waffe wieder ab.

Plötzlich höre ich es rechts hinter mir quieken. Ich öffne das rechte Fenster wieder, nehme das Fernglas hoch und glase die Senke ab. Erneut kommt eine Rotte Sauen – alle mehr oder weniger gleich groß - aus der Senke und zieht zielstrebig in Richtung der großen Rotte auf dem Rapsacker. Die neu anwechselnden Überläufer bringen alles wieder in Bewegung und die ganze Rotte zieht langsam Richtung Kanzel… meine Chance!!
Ich schließe schnell das Fenster auf der rechten Seite um nicht wieder direkt im Wind zu sitzen und bereite mich vor. Gehörschutz auf, Waffe nach vorne aus dem Fenster und erwarte die ganze Truppe. Es dauert auch nicht lange und sie kommen…. langsam, aber stätig auf Höhe der Kanzel. Die beiden Keiler stehen noch immer am Wildacker und lassen sich von dem ganzen Trubel nicht stören. Allerdings die Rotte ist vorsichtig und die Bachen wollen anscheinend nicht zu weit auf den Topinambur-Acker Richtung Keiler.
Jetzt ist die Möglichkeit für mich! Die Sauen stehen keine 20 Meter unter mir vor der Kanzel, allerdings ist alles in Bewegung und es ist schwierig einen Frischling frei zu bekommen. Plötzlich kommen auch die Gescheckten in Schussentfernung und ich sehe meine Chance. Da sie heller sind, kann ich das Absehen gut erkennen. Eine hat auf der Kammer einen fast runden schwarzen Fleck der fast aussieht wie eine Zielscheibe. Da mein Schusswinkel aber steil nach unten geht halte ich drüber, fast schon auf den Rücken und als der Frili halb schräg von mir weg steht lasse ich ohne lange zu überlegen fliegen. Der Schuss fasst sauber Hochblatt und die Sau bricht wie vom Blitz getroffen zusammen. Ich repetiere schnell und bleibe kurz drauf, aber er liegt.
In der Verwirrung flitzen alle kreuz und quer durcheinander, aber eine zweite Sau ins Absehen zu bekommen ist unmöglich. Alle flüchten in die Hecken, verhoffen kurz um sich zu sammeln und die Lage zu peilen und dann geht sie ab wie ein Güterzug durch die Hecken.

Ein beeindruckendes Erlebnis und eine ebenso beeindruckende Geräuschkulisse. Ich schwenke noch mal zurück auf den Frischling, aber der liegt am Platz – keine 20m vor der Kanzel. Ich sichere meine Waffe und stelle sie ab, ziehe den Gehörschutz runter und bemerke erst jetzt wie ich zittere.
Welche eine Situation habe ich hier durchlebt? Mehr als 25 Sauen auf einmal vorgehabt, davon zwei dicke Keiler, einen starken Muffelwidder und reichlich Rehwild….. und dann auch noch einen gescheckten Frischling gestreckt….
Ein Blick auf die Uhr: Kurz nach 23:00 Uhr.

Ich nehme mein Handy aus der Jacke und versuche eine SMS an meine Freundin zu tippen. Irgendwie bekomme ich das vor lauter Aufregung noch immer nicht hin und vertippe mich ständig, aber mit einigen Korrekturen bekomme ich ein paar Worte halbwegs Fehlerfrei hin und sende.
Als nächstes eine Nachricht an den Mitpächter Hartmut:
“Hallo Hartmut, habe einen gescheckten Frischling gestreckt, er liegt. Ich bleibe sitzen bis ich abgeholt werde. Informierst du bitte Werner. WMH, Markus“

Kurz darauf eine Antwort von meiner Freundin mit einem herzlichen Waidmannsheil.
Von Hartmut kam nichts, was mich ein bisschen verwunderte. Nun ja, vielleicht hat er kein Netz wo er sitzt….!?

Langsam komme ich zur Ruhe und lasse das Erlebte Revuepassieren. Ich nehme mein Fernglas hoch und glase noch mal alles ab, aber es ist kein Stück mehr zu sehen.
Es lässt mir keine Ruhe, und da alles ruhig ist leuchte ich mit der Taschenlampe aus dem Fenster und schaue mir den Frili mal genau an. Da liegt er, mit hellen Borsten und einigen dunklen Flecken auf der Schwarte, der Wahnsinn.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es nun noch eine Stunde dauern würde bis ich abgeholt werde und das Warten beginnt. Von Hartmut immer noch keine Nachricht. Er denkt sich bestimmt, dass ich ihm einen Bären aufbinden will! Der denkt sicher, dass ich was getrunken habe und angetrunken dumme SMS schreibe…!?
Die Zeit vergeht und da nichts mehr zu hören ist, beginne ich langsam zusammen zu packen und warte darauf das Werne mich abholt. Irgendwann erkenne ich, weit weg im Nebel, das Licht von einem Fahrzeug. Das wird sicher Werner sein der mich abholen will. Ich entlade mein Gewehr und verlasse endlich gespannt die Kanzel. Nun stehe ich neben meiner ersten gescheckten Sau, eigentlich ist es ja sogar die erste Sau vom Ansitz überhaupt. Bislang hatte ich nur auf zwei Drückjagden Erfolg auf Sauen. Was für ein Erlebnis!!

Werner kommt durch den Nebel bis fast an die Kanzel gefahren und fragt wo sie Sau liegt - anscheinend hatte Hartmut ihn doch informiert.
Ich sagte: „Da liegt sie doch, du stehst direkt daneben!“
Er hatte sie beim Anfahren mit der hellen Schwarte auf dem Acker nicht gesehen. Er begutachtet sie und wünschte mir ein herzliches Waidmannsheil!
Wir packten die Sau in die Wildwanne und verstauten diese im Kofferraum und machten uns auf den Weg zum Hof, wo aufgebrochen wird.
Unterwegs fragt mich Werner was ich alles gesehen habe und ob noch eine Gescheckte dabei war. Ich erzählte ihm die unglaubliche Story und sagte auch, dass noch eine zweite gefleckte dabei war und die anderen aus der Rotte normal gefärbt waren.

Dann sagte er zu mir, dass er die Rotte mit den beiden Gescheckten ebenfalls schon vor hatte, aber den anderen Mitjägern nichts davon erzählt hat.
Ich fragte warum, und er antwortete mir, sie würden ihm nicht glauben und ihn für Verrückt erklären.
Ich lachte und sagte zu ihm, dass ich genau dasselbe vermutet habe, da Hartmut auf meine SMS nicht geantwortet hat!
Bald waren wir am Hof und Detlef hatte schon seine Sau aufgebrochen, er konnte ebenfalls eine strecken.
Wir luden ab und alle begutachteten den gescheckten Frischling. Hartmut meinte wirklich, ich hätte ihn veralbern wollen und hatte deshalb nichts geschrieben.
Alle wünschten mir ein herzliches Waidmannsheil und ich erzählte meine Erlebnisse vom Abend.
Nun ja, irgendwie waren sie alle nicht wirklich überrascht über die geschilderte Situation und erklärten mir, dass es durchaus normal sei, dass man bei ihnen im Revier so viel Anblick habe. Allerdings der gefleckte Frischling war dann doch ein Highlight – auch bei den “Alten“!
Ich erzählte dann noch von den beiden starken Keilern die ich gesehen und auch hätte schießen können.
Ein bisschen Ernst, aber doch mit spaßigem Unterton meinte dann Detlef nur: „Du kommst hier mit einem 20kg Frischling an und hättest 100 kg Fleisch mitbringen können! Es ist bald Weihnachten und wir brauchen Fleisch! Warum hast du nicht geschossen?“

Ich erklärte ihm meine Gedanken in dieser Situation und das es schließlich keine klare Ansprache von ihm gab.
Schließlich bin ich noch Jungjäger im ersten Jagdjahr ohne viel Schwarzwild-Erfahrung und war mir in der Situation sicher, nichts falsch gemacht zu haben!
Dazu stehe ich auch heute noch!

Nach dem Aufbrechen und versorgen gab es dann noch einen Schnaps und wir packten ein. Schließlich war es schon 1:30 Uhr durch und ich musste am nächsten Morgen wieder aufstehen und zur Arbeit.

Ein Wahnsinns Erlebnis, dass ich sicherlich nie in meinem Leben vergessen werde!

Waidmannsheil!
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Waschi

Waschi

Alter: 52 Jahre,
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Kommentare

19.12.2017 11:46 Birkenschock
Ein aufrichtiges Waidmannsheil zu deinem Erlebnis, dass dich hoffentlich dein zukünftiges Jägerleben lang begleiten wird. Alles richtig gemacht, solche Jäger werden auch gerne wieder eingeladen.

19.12.2017 19:30 Gento
Ein tolles Erlebnis ! Schön erzählt, als ob man mit auf der Kanzel gesessen hätte. Ich kann deine Gefühle und Gedanken während dieses Ansitzes gut nachvollziehen. Waidmannsheil !
20.12.2017 16:24 WildeBiene
Auch wenn`s schon ein paar Tage her ist, man merkt wie sehr dich das Erlebte immer noch beeindruckt. Genau so soll das sein. Das ist es, was die Jagerei ausmacht. Waidmannsheil
21.12.2017 06:00 MlK
... wunderbar aufgeschrieben und erzählt, Waidmannsheil - auch wenn`s schon ein paar Tage her ist.

21.12.2017 07:57 Keiler72
Ein kräftiges Waidmann`s Heil! Super geschrieben, alles richtig gemacht. Ich selbst habe schon etliche Sauen zur Strecke gebracht, aber eine gescheckte war leider noch nicht dabei.
22.12.2017 02:32 swinging_elvis
Sauber gejagt. Waudmannsheil!
03.01.2018 14:11 Waschi
Allen ein herzliches Waidmannsdank für die netten Worte und Kommentare!!
Bis heute habe ich auch weitere Chancen aus Unsicherheit ausgelassen... bevor ich z.B. eine Nachsuche oder einen Fehlabschuss verursache... selbst im heimischen Revier wird nur ein sicherer Schuss abgegeben!! Letztendlich bin ich auch dort nur einen Art "Gast"...

WMH für 2018, allzeit viel Anblick und immer trocknes Pulver auf der Pfanne!!
Waschi
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