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452 mal angesehen
09.12.2017, 11.44 Uhr

Der zweite Tag und der Fund eines Laikas


Dank des ausgeschalteten In ear Gehörschutzes hatte ich eine ruhige Nacht und erwachte morgens relativ ausgeruht. Der Rücken war noch etwas steif, aber nach etwas Gymnastik war alles wieder im Lot, die Hunde zum Lösen herausgelassen, meiner lief etwas unrund, die Hündin dagegen war ganz fit.
Eine kurze Untersuchung ergab, dass er sich zwischen den Ballen etwas verletzt hatte. Deshalb, wurden die Haare dort weggeschnitten und mit einer heilenden Creme versehen. Damit er ruhig blieb gab es bei der ganzen Prozedur Leckerlies.
Die Beste aller hatte in der Zwischenzeit schon ein kräftiges Frühstück gemacht, welches wir auch brauchen werden, gut dass wir das nicht wussten.

Es ging wieder in das nahe Revier, bei ca. 100.000 ha findet man immer ein Plätzchen, wo man noch nicht war. Lichter Wald, ein paar zugefrorene Weiher auf der einen Seite, auf der anderen Seite die schnell fliessende Medwediza.
Die Schützen wurden verteilt und wir Treiber fuhren in der Zeit zum Startpunkt. Das Treiben begann auch recht locker, die Hunde liefen vorneweg, bis auf einmal der Rüde wie von der Sehne geschnellt losstürmte, die Hündin mit hellen Geläut hinterher. Auf dem Garmin konnte ich verfolgen, wie sie direkt auf die Schützen zu liefen, die ersten Schüsse erklangen in der kalten klaren Luft. Doch was war das, die Hunde schwenkten auf einmal ab, umschlugen uns getrennt, trafen sich hinter uns wieder und verschwanden in unsere Rücken in Richtung des Flusses, Chilli stürmte am Ufer entlang, während die Hündin den Fluss annahm, der noch nicht zugefroren war. Mit Hilfe des Garmin konnte ich es genau verfolgen, nach einer Weile kehrte die Hündin zurück und rannte auf ihren HF zu, der sie auch zu sich rufen konnte.
Chilli hingegen entfernte sich immer mehr und bald brach der Kontakt ab. Ich ging erst einmal das Treiben zu Ende und nach dem Hahn in Ruh war, kontaktierte ich den Jagdleiter, dass ich Chilli suchen werde.
Mit Blick auf die letzte Position stiefelte ich los, bald kam ich auf eine Rehwild- und seine Fährte und konnte ohne Probleme der folgen. Das Rehwild hatte es vorgezogen zur schnelleren Flucht Wechsel zu nutzen, so kam ich relativ schnell voran.
Immer mal wieder auf Garmin schauend, ob ich noch der richtigen Spur folgte, sah ich auf einmal aus den Augenwinkeln eine Bewegung, ein junger Laika wankte auf mich zu, mit seinen schwarz-weißen Fell hätte ich ihn nicht gesehen.
Ich erinnerte mich, das der Berufsjäger sagte, dass ihn einer seiner Laikas seit einer Woche abginge, kurze Rückfrage, ja er könnte das sein. Ich rief den Hund heran, der auch kam und neben mir in den Schnee fiel. In der Tasche waren wie immer ein paar Leckerlie, die sie (es war die Hündin des Jägers) gerne annahm.
Ich legte ihr eine Leine um den Hals und versuchte sie zum Laufen zu bewegen, nichts….
Also den Hund auf die Schultern gelegt und weiter ging es, nach einiger Zeit hatte ich wieder Kontakt zu Chilli, der auf einem Feld kreiselte, keine Ahnung was dort war. Er war ca. 1,5 Kilometer entfernt und entfernte sich immer wieder, es war zum Wahnsinnig werden. Langsam kamen wir uns näher und auch ich stand irgendwann einmal auf dem Feld. Die Hundepfeife rief ihn dann heran und wir drei machten uns wieder gemeinsam auf den Rückweg.
Den Hund auf dem Rücken, Chilli an meiner Seite marschierten wir die ganze Strecke zurück, der Freund wollte uns mit seinen Niva abholen, aber nach wenigen hunderten Meter versperrten Bäume den Weg, so dass wir bis zum Schluss laufen mussten.
Der Berufsjäger war sehr froh seinen Hund wiederzuhaben, äußerlich waren keine Verletzungen zu sehen, halt nur recht abgekommen. Momentan wird sie wieder aufgepäppelt

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frankietester

frankietester

Alter: 52 Jahre,
aus Kamyshin
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Kommentare

10.12.2017 14:50 ZH-7x57
Da hatte der Berufsjäger und Hund auch Glück das der Laika gefunden wurde! Und einen fitten Träger , Weidmannsheil.
10.12.2017 21:01 KeilerHeinrich
100.000 ha, eine gewaltige Fläche.
Der Hund wieder zu Hause, was für eine Freude.
Den Huckepartie hat sie bestimmt genossen
11.12.2017 21:13 frankietester
KeilerHeinrich schrieb:
100.000 ha, eine gewaltige Fläche.
Der Hund wieder zu Hause, was für eine Freude.
Den Huckepartie hat sie bestimmt genossen


Wir jagen natürlich nicht auf allen Hunderttausend, aber so 5000-6000 sind es schon
11.12.2017 21:21 frankietester
ZH-7x57 schrieb:
Da hatte der Berufsjäger und Hund auch Glück das der Laika gefunden wurde! Und einen fitten Träger , Weidmannsheil.

Wie geschrieben eigentlich mehr darüber gestolpert
Diana hatte wohl einen guten Tag,
Geflucht habe ich aber auch, Hund auf den Rücken, Waffe auch dort, Chilli musste kontrolliert werden, Wald war dicht usw.
Nach dem ersten Treiben war ich klitschnass, kommt selten vor
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