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Chilli
247 mal angesehen
08.12.2017, 09.05 Uhr

Chilli

Chilli, der Zukünftige auf seiner ersten Drückjagd
Nachdem das ja ein Desaster mit der Hegewald war, haben wir uns entschlossen den ganzen Prüfungszirkus zu beenden.
Der Hund hat die Brauchbarkeitsprüfungen, hat im Feld und am Wasser bewiesen, dass er ein waschechter und ambitionierteres Drahthaar ist. Viele Ente hat er noch geholt, wo andere gescheitert sind. Raubzeug tut er sicher ab, er hat sich in den zwei Jahren zu einem wesensstabilen und kernigen Rüden entwickelt.
Deshalb die Überlegung ihn bei einer der nächsten Treibjagden einzusetzen.
Wir sind gemeinsam viele Kilometer in der Vorbereitung gelaufen, so einige Rehe und manches Wildschwein wurden dabei auf die Läufe gebracht. Auch eine Kuhherde und ein paar Schafe wurden aufgescheucht.
Wenn die Signalweste angezogen wurde, hieß es weitläufig zu stöbern. Da er eh einen eher lockeren Hals hatte, folgte er bald mit einem herrlichen Geläut der warmen Spur, mit einem anderen signalisierte er die Sicht auf das Wild. Mit einem dunklen, eher an ein Knurren erinnerten Laut, stand er am Schwarzwild.
Bereits vor einem Jahr konnten wir mit ihm in ein Ausbildungsgatter und gegen einen kleinen Obolus in Form des klaren Wässerchen, durfte er an die Sauen. Er war damals zehn Monate alt und offiziell ist die Erlaubnis erst im ersten Feld.
Bereits dort bewies er Schneid, aber hielt immer einen sicheren Abstand.
Zurück zur Eröffnung der diesjährigen Session:
Montags erhielten wir den Anruf, dass wir ab Donnerstag bis Sonntag zur Treibjagd eingeladen sind.
Die Sachen sind eh seit November gepackt, Waffen gereinigt und schnell noch ein paar Übungsschüsse in einer alten Sandgrube gemacht. Die Holde wie immer mit der Merkel BDF und ich mit dem Winchester Halbautomat.
Je näher der besagte Tag kam, desto aufgeregter wurden alle. Chilli beäugte misstrauisch wenn ich morgens in die Firma fuhr und schien erleichtert wenn ich abends wieder zurückkehrte.
Donnerstag früh noch schnell in die Firma wegen einer mich überhaupt nicht interessierenden Verkaufskonferenz und mittags war es dann so weit, na Hause gedüst, schnell alles in das Auto geschmissen, der Hund flog förmlich in seine Hundebox und los ging es.
Das Revier ist nicht weit, ca 150 km und schnell waren wir dort angekommen. Unser Jagdkollektiv besteht aus acht Mitgliedern, von denen sechs an der Jagd teilnehmen wollte. Ein Jagdfreund, hatte seinen DD Hündin mitgebracht, die aus demselben Zwinger aber aus einer anderen Verpaarung stammt.
Beide Hunde kennen sich bereits aus verschiedenen Prüfungen und Jagden und kommen gut miteinander zurecht. Das Jagdhaus, gelegen in einer kleinen Stadt, hat einen sehr großen Garten, wo beide Hunde herumtollen konnten.
Also schnell die Freunde begrüßt, die man fast ein Jahr nicht gesehen hat und das Zimmer bezogen.
Die Unterbringung ist eher spartanisch, die Möbel scheinen aus einer Restmüllsammlung zu stammen, die Toilette ist ein Schuppen im Garten.
Aber die Heizung ist neu und funktioniert, die Küche ist warm und gemütlich, auf den Herd dampft aus verschiedenen Pfannen und Töpfen, also treffen wir uns dort und wie immer wird fleißig Jägerlatein erzählt, wer was geschossen hat und die Strecken wurden immer grösser je später der Abend voranschreitet.
Da man morgens bereits in der Dämmerung starten wollte, wurde zeitig die Schlafsäcke bezogen und zur Nachtruhe übergegangen, die Hunde verbrachten im kühlen Korridor in den Hundeboxen die Nacht.
Die Nachtruhe endete für mich wie immer um 5 Uhr, da das meine normale Weckzeit ist, war das kein Problem. Die Hunde zum Lösen in den Garten gelassen, selber die wirklich nicht sehr komfortable sanitäre Einrichtung besucht, eine Herausforderung bei Minusgraden!!!!
Die Hunde wurden mit einer leichten aber nahrhaften Fleischbrühe versorgt und für die Freunde ein kräftigendes Frühstück vorbereitet.
So gegen halb sieben waren dann alle satt, eingekleidet und ausgerüstet, der Berufsjäger fuhr zusammen mit den Treibern vor.
Ein kurze aber einprägsame Sicherheitseinweisung, die Freigabe und die Aufteilung auf die Fahrzeuge.
Ich durfte den NIVA steuern, in dem der Jagdfreund und unsere beiden Hunde bereits platzgenommen hatten.
Noch im Dunkeln ging es in das nicht so weit entfernte Revier, am ersten Tag sollte es auf Rehwild gehen, freigegeben war aber alles vorkommende Schalenwild (Reh, Schwarzwild und Elch)
Im Revier angekommen, trennte sich unsere Wege, zwei Fahrzeuge verschwanden im Wald damit die Stände aufgesucht werden konnten, d.h. die Schützen stehen in einer Linie auf einem Wald- oder Feldweg, Drückjagdböcke sind eher unbekannt.
Wir fuhren mit den Treibern, zwei Laikas und zwei DD in der Tabletka mit, am Beginn des Treibens wurden zuerst die Laikas rausgelassen und dann wir Durchgeher mit den DD.
Auch ich ließ meinen von der Leine und schickte ihn mit einem „Перёд” voran, leider kam er schnell auf eine frische Rehfährte, die aber in die entgegengesetzte Richtung führte und er verschwand hinter mir im Wald.
Nach einer kurzen Weile hörte ich, wie er Fährte und Geschwindigkeit aufnahm, und wohl Rehwild folgte.
Jetzt war guter Rat teuer, auf dem Garmin konnte ich erkennen, wie er sich immer weiter entfernte, aber genau in die andere Richtung wie eigentlich das Treiben gedacht war.
Naja erst einmal ging ich wie geplant in Richtung der Stände und schon bald hörte ich die ersten Schüsse und über Funk kam die Meldung, das ein Stück Rehwild liegt, bald darauf das Zweite.
Nicht schlecht für das erste Treiben.
Nachdem Hahn in Ruh über Funk kam, machte ich kehrt und nach dem Hund zu suchen, der sich anscheinend verfranzt hatte,
Kontaktabbruch bei ca. 3 km, also stiefelte ich erst einmal in die Richtung des Letzten und nach einer Weile im Wald, wobei ich Wechseln folgte die wohl vom Elchwild getreten waren, hatte ich wieder Verbindung.
Auf der Karte konnte ich sehen, dass er bereits auf seiner Spur den Rückweg antrat, also schnell zu dieser gegangen, welches ein hartes Stück Arbeit im dichten Wald war, bevor mich überlaufen konnte.
Als er nur ca. 300 Meter von mir weg war, pfiff und rief ich ihn zu mir und am Garmin konnte ich erkennen, wie er zu mir einbögelte.
Er kam, einen Schatten gleich; durch das dichte Unterholz, ohne die Signalweste, hätte ich ihn selbst in wenigen Metern Entfernung nicht gesehen.
Freudig begrüßte ich ihn, froh ihn recht schnell wieder an meiner Seite zu haben und gemeinsam ging wir noch einmal dem Treiben nach.
Wir kamen noch rechtzeitig zum nächsten Treiben an, man hatte die Pause für die rote Arbeit genutzt.
So endete unser erstes „ernsthafte“ Treiben, wie es dann weiterging im nächsten Blog
offline

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frankietester

frankietester

Alter: 52 Jahre,
aus Kamyshin
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