Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Munition für Safariwaffen

Teil 1 (8 Einträge)

raptor 2 338 win mag .338..
244 mal angesehen
04.12.2017, 11.46 Uhr

Die Patrone .338 Win Mag

Die Patrone .338 Win Mag
Eine Patrone die auf dem deutschen Markt wenig bekannt ist, aber gerade im Ausland viele Anhänger hat, ist die .338 Win Mag. Diese Patrone wurde 1958 zusammen mit der 458 Win Mag von Winchester auf dem Markt eingeführt und war hauptsächlich für den Einsatz auf schwereres amerikanisches Wild gedacht. Viele Alaskajäger schwören auf sie. Die Hülsenlänge wurde bei der Entwicklung dieser Gürtelpatrone so gewählt, dass sie in einem normal langen System eingesetzt werden kann. Ideenmäßige ähnliche Vorgänger einer solchen Patrone gab es mehrfach zum Beispiel mit der .334 OKH (O'Neil, Elmer Keith, Don Hopkins) Der Geschoßdurchmesser der .338 beträgt ca 8,5mm und die Dralllänge die fast generell Verwendung findet ist 10".

Das hauptsächlich verwendete Geschoßgewicht liegt im Bereich von 200 bis 250 grs, wobei die 225 grs Geschosse die Meistverwendeten sind und eine Mündungsenergie von etwa 5200 J erbringt. Mit dem 225 grs Geschoß sind Geschwindigkeiten um 850m/s Standard für Fabriklaborierungen. Wiederlader können durchaus höhere Leistungen aus der .338 WM erreichen.

Fabrikpatronen gibt es von diversen Herstellern und die Geschoßgewichte dieser angebotenen Patronen rangiert von 185 grs bis zur 275 grs.
Der Einsatz der Patrone ist auf mittelschweres bis schweres Wild gedacht, ohne die Klasse der Big Five Patronen zu tangieren. Obwohl es nach der Definition mancher Jagdgesetze, die nur eine Mindestenergie von 5400 J für Dangerous Game vorschreiben ohne Mindest-geschossdurchmesser, theoretisch möglich ist die Patrone mit schwererem Geschoß auf beispielsweise Büffel einzusetzen. Doch davon ist dringend abzuraten.

In Afrika findet die Patrone einen kleinen Kreis von Anhängern, der aber langsam größer wird, wenn es um die Erlegung hauptsächlich von schwerem Plainsgame geht. Dabei ist anzumerken, dass die .338 Win Mag nicht als Langstreckenpatrone konzipiert ist und sie dort das Feld der vielfach mehr verbreiteten .300 Win Mag überlässt. Die .338 Win Mag schließt vielmehr die große Lücke zwischen der .30er und 9,3er bzw .375er Klasse.

Leistungsmäßig liegt die .338 Win Mag über der .338 Ruger, 338 Asquare und der 8,5 Reb und ist sehr gut dort positioniert. Die Wirkung auf Wild ist abhängig von Geschwindigkeit und Geschoßtyp. Meine Kritik an den langsameren Vertretern der 8,5mm Klasse trifft bedingt auch auf die Win Mag zu. Zu geringe Geschoßgeschwindigkeiten, bedingt durch zu schwere Geschosse und falsche Auswahl der Geschoße bringen "slow kills". Wer gute Augenblickswirkung haben will und auch mal über die 200m Marke schießen muss, der ist mit relativ "weichen" Geschossen in der Art der Hornady SST bestens bedient. In jedem Fall würde ich auch die neue Hornady ELD-X 230grs ins Auge fassen.

Ich habe die .338 Win Mag viele Jahre in einer Winchester 70 geführt und war mit Leistung auf Wild und der Schußleistung immer sehr zufrieden. Bedingt durch hauptsächliche Bejagung von Dangerous Game kam die Waffe zu wenig zum Einsatz und ich habe sie letztendlich verkauft. Nun kam ich aber wieder in die Verlegenheit mir eine neue Waffe als Verleihwaffe zulegen zu müssen. Und diese war wiedrum für den Gebrauch auf Eland, Zebra und Wildarten ähnlicher Gewichtsklassen gedacht, auch in etwas dichterem Bewuchs. Nach dem guten Erfolg mit der neuen Winchester XPR fiel mir die Wahl nicht besonders schwer und kurzerhand wurde eine 1:1 Kopie meiner "Raptor" in .338WM geordert. Ergebnis ist tadellos in jeder Hinsicht.

Oftmals hört man von angeblichen Präzisionsproblemen der .338 Win Mag. Dem kann ich ganz und gar nicht beipflichten. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Waffen in dem Kaliber erstaunlich hohes Präzisionspotential haben. Wenn es zu Problemen kommt ist oft das Geschoßgewicht falsch gewählt. ( Falls die Waffe nicht schon werksmäßig vermurkst ist, was ich schon mit Patronenlagern zweier deutscher Waffen erlebt habe!) Mit Geschoßen im Gewicht von 200-230 grs ist man bestens bedient.

Die .338 Win Mag ist und bleibt eine flexibele Nischenpatrone, die allerdings auf alles Wild weltweit (mit wenigen Ausnahmen) erfolgreich einsetzbar ist. Wer neben afrikanischem Wild auch an schwere europäische Sauen oder an Rotwild jagt, der sollte die .338 ruhig mit ins Auge fassen beim Neuerwerb einer Waffe. Wer auf Dangerous Game jagen will und neben der Großwildwaffe noch eine Zweitwaffe für Plainsgame und Leopard mitnehmen möchte, der hat in der .338 WM einen sinnvollen Begleiter.

TUKU



offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Anzeige
Zum Seitenanfang