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Fangschutz-Tierschutz

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24.10.2017, 19.16 Uhr

Hochsitzdächer

li: Neigung nach vorne hat mehr Vorteile
mi: Neigung nach hinten hat mehr Nachteile
re: hier würde eine Dachrinne die Vereisung vermeiden

Schiefe Ebene
Die aktuelle Regenzeit wird mitunter bedauernd den Gedanken aufkommen lassen, den einen oder anderen Ansitz besser mit einem Dach versehen zu haben. Nun soll hier keine Debatte über das zweckmäßigste, dauerhafteste oder preisgünstigste Material begonnen, sondern einmal auf die Neigungsrichtung der Dächer und deren Auswirkung in der Praxis näher angesprochen werden. Einige Anmerkungen scheinen mir dazu angebracht zu sein.

Das Flachdach
ist die Standardbauweise für jagdliche Einrichtungen aller Art, ob Fasanenschütte, Futterautomat, Erd- oder Hochsitz. Zweckmäßig wäre in diesen Fällen die Neigung gegen die Wetterseite, was aber im Fall von offenen Ansitzen in den allermeisten Fällen völlig sinnwidrig die Regel ist.

In unseren Breiten kommt der Wind überwiegend aus Westen. Folglich sollten die Dächer in diese Richtung geneigt sein, um das „herein regnen“ so gut wie nur möglich auszuschließen. Was man jedoch meistens sieht, ist die gegenläufige Neigung mit gegen die Windrichtung offenem Dach. Selbst größere Dächer lassen den Jäger buchstäblich im Regen sitzen und schon beim Beziehen von überdachten Leitern nach vorherigem Regen ist die Sitzfläche pitschnass.

Warum in der Mehrzahl das nach Westen offen stehende Dach die Regel ist, lässt sich aus jagdpraktischer Sicht eigentlich nicht erklären. Wahrscheinlich weil es „schon immer so gemacht“ wurde. Dabei können gegen die Wetterseite geneigte Dächer sogar kleiner sein, ohne an Wirkung einzubüßen. Sollte allerdings die Absicht bestehen, Tauben, Elster und Krähen im Flug beschießen zu wollen, dann ist das nach vorne höhere Dach schon zweckmäßiger

Gegenlichtblende
Bei nach Westen geneigtem Dach entsteht neben dem Regenschutz ein zusätzlicher Effekt gegen das Licht der tief stehenden Sonne, was sich schon mit bloßem Auge, aber auch in der Beobachtungs- und Zieloptik günstig bemerkbar macht. Außerdem sitzt der Jäger mehr im Schatten und fällt so weniger auf, als im vollen Licht der Sonne, bis die hinter den Horizont versinkt. Aus diesem Grund sollte die Neigung wenigstens auf diese Marke hin justiert sein.

Vom Regen in die Traufe
Bei gegen die Schussrichtung angeordneter Leiter, liegt diese zwangsläufig unter der Traufe des nach Westen geneigten Daches. Um zu vermeiden, dass nun zusätzlich Wasser auf Holme und Sprossen oder den Lauf des Jagdgewehres tropft, schafft eine kleine Dachrinne aus Kunststoff Abhilfe. Bei geschlossenen Kanzeln kann das durchaus auch zu beachten sein, wie eines der Bilder zeigt. In Meterstücken in jedem Baumarkt zum kleinen Preis erhältlich, ist die Anbringung simpel und trotzdem wirksam. Unter der etwas überstehenden Dachplatte mit Beilagscheibe angenagelt oder geschraubt erübrigt sich eine weitere Halterung.

Bei in Ostrichtung stehenden Leitern wäre das nach vorne offene Dach zwar gegen die Wetterseite vorteilhaft, aber der Jäger sitzt dafür voll im Licht der aufgehenden Sonne. Nachdem mit dem Wald im Rücken der Wind den Regen weit geringer in den Sitz weht, kann das nach Ost geneigte Dach die bessere Lösung sein.

Erdsitze
Schirme oder Hütten, die ja ohne Leiter auskommen, sind in der Regel auf der Rückseite geschlossen. Das Dach kann daher beliebig, sollte aber nicht gegen die Türe geneigt sein. Wenn das Dach nach vorne hoch steht, empfiehlt sich dennoch über der Gewehrauflage eine Lichtblende die gleichzeitig auch einen Regenschutz abgeben kann. Wo keine Leitern sind, regent und schneit es sie nicht voll, werden nicht dreckig oder glatt. Dachrinnen können auch bei den Dächern von größeren Futterständen sinnvoll sein, wenn unter der Traufe gearbeitet, gereinigt oder aufgefüllt werden muss.
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SirHenry

SirHenry

Alter: 81 Jahre,
aus Fürth

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Kommentare

25.10.2017 10:28 Treiberluemmel
Kleine Anmerkung:
Wenn die Neigung nach hinten ist, muss es nicht zwingend ein Nachteil sein (dein Bild links).
Wenn die Hauptwindrichtung/ Schlechtwetterseite im Rücken ist, dann ist das schon gut von der Neigung nach hinten.
Grundsätzlich fühle ich mich aber geschützter (auch vor den Blicken des Raubwildes), wenn nach vorne nichts so viel Licht einscheint.
25.10.2017 17:44 heinzelchen

Wenn die Hauptwindrichtung/ Schlechtwetterseite im Rücken ist, dann ist das schon gut von der Neigung nach hinten.

Aber in dem Fall steht die Leiter eher ungünstig. Bei Rückenwind steht der Wind demnach auf meine potentielle Beute zu. Zumindest Sauen machen das nicht gerne mit.
Grüße,
Gerhard
25.10.2017 18:55 SirHenry
heinzelchen schrieb:
Aber in dem Fall steht die Leiter eher ungünstig. Bei Rückenwind steht der Wind demnach auf meine potentielle Beute zu. Zumindest Sauen machen das nicht gerne mit.
Grüße,
Gerhard

Ist die Ostseite des Waldes gegen die Flur gerichtet, weht der Westwind durch den Wald in Richtung Feld, das ist richtig. Aber ist mal Ostwind dann passt es wieder, es sei denn man kommt mit halbem Wind noch gut aus. Bei einem Kumpel habe ich in einer Nacht einmal 3 und einmal 4 Füchse bei schlechtem Wind geschossen. Naja, waren keine Sauen und ich saß in einer Kanzel.
27.10.2017 07:47 Maispapst
also bei der Kanzelleiter ganz rechts ist das vereisen der Sprossen das kleinere Problem.....
27.10.2017 08:27 SirHenry
Maispapst schrieb:
also bei der Kanzelleiter ganz rechts ist das vereisen der Sprossen das kleinere Problem.....

Das ist Ansichtssache, aber welche sind dann die größeren Probleme??
27.10.2017 09:12 Maispapst
SirHenry schrieb:
Das ist Ansichtssache, aber welche sind dann die größeren Probleme??


das die sprossen nicht entrindet sind und somit mindestends genauso glatt als wenn eis drauf wäre
(bischen feuchtigkeit zwischen rinde und stamm und die Rinde ist dann der reinste Schlitten)
dazu kommt das unter der rinde das holz fault und die sprossen morsch werden
iich hätte auch bei runden sprossen wenigstends die Trittfläche mit der kettensäge angeflacht/raut
27.10.2017 10:12 SirHenry
Maispapst schrieb:
das die sprossen nicht entrindet sind und somit mindestends genauso glatt als wenn eis drauf wäre
(bischen feuchtigkeit zwischen rinde und stamm und die Rinde ist dann der reinste Schlitten)
dazu kommt das unter der rinde das holz fault und die sprossen morsch werden
iich hätte auch bei runden sprossen wenigstends die Trittfläche mit der kettensäge angeflacht/raut

Die vereiste Sprosse ist sogar entrindet Iiich hätte die Auflagefläche der Sprossen auf den Holmen abgeflacht.
10.11.2017 17:23 HH318
sind die Sprossen aus Rundhölzern tatsächlich nicht abgeflacht und nur genagelt?

Oder täuscht das Bild
10.11.2017 17:29 SirHenry
HH318 schrieb:
sind die Sprossen aus Rundhölzern tatsächlich nicht abgeflacht und nur genagelt?

Oder täuscht das Bild

Alle drei Leitern sind fremde und die Bilder eher nicht wegen der Sprossen, sondern der Dächer gemacht. Aber du kannst recht haben. Dann auch noch zusätzlicher Fehler.
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