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Fangschutz-Tierschutz

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11.05.2017, 08.48 Uhr

Die Rehjagd im letzten Drittel des Jagdjahres

Referat über Rehjagd in Herbst und Winter.
Aktuell steht ja die Jagd auf den schon roten oder noch grauen Rehbock im Vordergrund, umso mehr überraschte es mich, bei einem Jägerverein im Juli einen Vortrag über die Jagd auf weibliches Rehwild und Kitze halten zu sollen. Ohne Vorwort geht das nicht:

Das Rehwild, unsere Hauptwildart scheint uns vertraut, aber je länger wir es bejagen, umso mehr überrascht es, dass wir doch recht wenig darüber wissen. Immer neue Theorien werden entwickelt und immer neue Experten und Spezialisten treten auf, um uns Jägern zu verklickern, wie man Rehe richtig bejagt. Als ein Schlagwort in dieser Richtung sei nur die „Intervalljagd“ angemerkt, die ökologisch sein soll, obwohl das Raubwild sich völlig anders verhält und das ganze Jahr über dem Niederwild bis zum Rehwild intensiv nachstellt.

Wenn wir jagen, dann sollten wir es so verstehen, dass wir die Sachwalter eines Natur- und Kulturgutes sind, das uns zu treuen Händen übergeben wurde. Es gab vor uns Rehwild und es wird nach uns Rehe geben und wir werden nicht die letzten sein, die es bejagen. Das Rehwild bejage ich nicht viel anders als ich damit vor fast 60 Jahren begonnen habe, aber andere Jäger mögen es anders empfinden.

Die Unterschiede zu früher sind weit kleiner, als häufig vertreten wird. Was entschieden anders ist: Man hatte als Jäger früher mehr Zeit und man nahm sich mehr Zeit. Die Geduld als jagdliche Tugend ist in weiten Teilen verloren gegangen. Alles muss schnell gehen und wenn uns andere Nanu (Naturnutzer) die Jagd vermiesen, sollten wir daran denken, ob wir nicht selbst auch dazu beitragen. Wie oft hätte es seitens des Wildes gepasst, aber wir hatten keinen Abnehmer dafür, die TKT war voll oder die an sich günstige Gelegenheit wurde schlichtweg verschlafen.

Vier Perioden in einem oberfränkischen NWR gejagt, habe ich danach bei vielen Jagdfreunden und VK jagdliche Gastfreundschaft genossen, wobei mir die Jagd auf weibliches Rehwild immer Freude gemacht hat. Wie die Bilder zeigen, ist es mir meist gelungen, die eigenen Absichten umzusetzen oder fremde Erwartungen nicht zu enttäuschen, was aber nur geht, wenn man das seine tut.

Jagen ist mehr als totschießen von Wild, aber wenn wir das schon im Zusammenhang mit der Jagd machen wollen – müssen müssen wir gar nix – dann aber mit dem nötigen Respekt vor der Kreatur und dem Anspruch, den uns die Waidgerechtigkeit abverlangt, wozu eine „saubere Kugel“ unbedingt zu zählen hat und was ich herausstellen möchte. Zwar kann keiner die Kugel zum Wild tragen, aber je besser die Vorbereitung, umso weniger wird man hinterher um Ausreden verlegen sein. Genug der Worte und erleben wir die Jagd auf unser Rehwild im letzten Drittels des Jahres in Bildern.

Der Vortrag umfasst 180 Bilder, ist völlig frei von Werbung und dauert ca. 1 Stunde mit anschließender Diskussionsmöglichkeit. Wer mehr wissen will, z.B. für Kreisgruppe, Verein oder Hegering, gerne als PN
offline

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SirHenry

SirHenry

Alter: 80 Jahre,
aus Fürth
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Kommentare

11.05.2017 23:08 ZH-7x57
Meine Erfahrung ist, die Jagd auf Rehwild sehr unterschiedlich. Bergiges Land ,Hügel oder Flaches Land, Wald ,Jahreszeit verlangt automatisch Flexibilität Die meisten Schusszeiten sind ab 16 April bis 31 Dezember. Die Schmalrehe sind im April gut anzusprechen,den Sommer über je nach Landschaft sind sie nicht mehr so einfach zu sehen , Raps, Getreide, und ja auch im Laubwald werden sie heimlicher . Im Herbst nach der Ernte hat man dann wieder mehr Anblick . Ob eine Intervalljagd überall durchführbar ist und den gewünschten Erfolg bringt ist ungewiss. Wir hatten es einmal auf Schwarzwild gemacht, am Ende des Jahres gab es auch keine höhere Abschusszahl als in den Jahr davor. Neue Theorien , die Praxis wer es macht wird es zeigen .
12.05.2017 07:35 SirHenry
ZH-7x57 schrieb:
Meine Erfahrung ist, die Jagd auf Rehwild sehr unterschiedlich. Bergiges Land ,Hügel oder Flaches Land, Wald ,Jahreszeit verlangt automatisch Flexibilität Die meisten Schusszeiten sind ab 16 April bis 31 Dezember. Die Schmalrehe sind im April gut anzusprechen,den Sommer über je nach Landschaft sind sie nicht mehr so einfach zu sehen , Raps, Getreide, und ja auch im Laubwald werden sie heimlicher . Im Herbst nach der Ernte hat man dann wieder mehr Anblick . Ob eine Intervalljagd überall durchführbar ist und den gewünschten Erfolg bringt ist ungewiss. Wir hatten es einmal auf Schwarzwild gemacht, am Ende des Jahres gab es auch keine höhere Abschusszahl als in den Jahr davor. Neue Theorien , die Praxis wer es macht wird es zeigen .

Bei den Schmalrehen stellt sich die Frage, wie viele es vom Gesamtabschuss sein sollen und wegen der Bockjagd stehen sie ohnehin nicht vordringlich auf der Liste. Im Herbst sind sie effektiver zu bejagen.
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