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Fangschutz-Tierschutz

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29.04.2017, 16.37 Uhr

Sommerfüchse

Sommerfüchse

Sprechen wir von Sehen, dann sei der alte Jägerspruch vorangestellt:
Sieht man Füchse, gibt’s zu viele
sieht man keine gibt’s genug
Während es Jäger gibt, die jeden Fuchs (natürlich nur wenn er Jagdzeit hat) totschießen, gibt es andere wie mich, die den Fuchs als das sehen was er ist: Teil der belebten Natur.

Der Fuchs hat hierzulande keine natürlichen Feinde, was dazu führt, dass er unreguliert an Zahl unkontrolliert zunimmt, das betrifft aber viele andere Wildtiere auch und wenn wir dabei nur an Reh- und Schwarzwild denken, selbst dann, wenn beide Arten verschiedener nicht sein können.

[up.picr.de]

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Was früher den Fuchs dezimierte, gibt es seit über 150, wenn nicht mehr Jahre, nicht mehr in der freien Natur. Der Bär grub Baue aus, Wolf und Luchs, Adler und Uhu stellten für sich oder ihren Nachwuchs ganzjährig dieser Wildart nach. Wenn diese Abschöpfung durch die Jagd erfolgen soll, dann ist sie gescheitert, weil der Jäger eben anders jagt als das Raubwild.

Von den Gehecken kamen selten alle durch und bis zur Ranz war der Grundbesatz dem des Vorjahres, von kleinen Schwankungen abgesehen, über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte konstant. Wir Jäger jagen aber anders, denn wir billigen auch dem Fuchs Schonzeiten zu, was sich das Raubwild nicht leisten kann. Der große Unterschied besteht auch darin, dass Raubwild immer den Balg übrig lässt, während der Jäger diesen nur im Winter verwendet.
So kommen viele Füchse in die Ranz, die in der Natur bis dahin aufgefressen worden wären. Lassen wir Füchse nur deshalb ein dreiviertel Jahr kaum oder nicht bejagt, um im Winter reife Bälge zu ernten, dann wird vergessen, dass im letzten Jahresviertel das Wetter oft nicht passt, kein Schnee liegt und zudem man mit dem Schalenwild jagdlich zu beschäftigt ist, um den Fuchs hier Priorität einzuräumen.

[up.picr.de]

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Wenn wir den Fuchs ökologisch bejagen wollen, müssen wir das das ganz Jahr über. Die Zeit von Ende Februar bis Mitte Juni als Schonzeit tolerierend, bleiben immer noch acht Monate, um uns neben allem anderen Wild auch dem Fuchs zu widmen. Häufig hört man den Einwand, dass man sich eines Fuchses wegen, nicht die Möglichkeit für anderes Wild verbauen will. Das mag für einige wenige Fälle noch gelten, aber nicht generell, zumal für den Fuchs auch das Ansprechen entfällt.
So wenig wie man jeden Fuchs totschießen muss, so wenig soll man jeden laufen lassen. Wenn aber Jäger einen anderem vorhalten, von NW-Hege keine Ahnung zu haben, weil ein „herangebellter“ nicht totgeschossen wurde, der hat seinerseits keine Ahnung, wie der Gerügte jagt.

Eine andere Mär kursiert, dass der Forst keine Füchse geschossen haben möchte, was zumindest wo ich einen PB bejage überhaupt nicht zutrifft.

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Mir wurde weder vom Revierförster noch vom Betrieb irgendeine Zurückhaltung auferlegt. Was mehrfach der Fall ist, dass bei DJ Füchse nicht frei sind und werden die Schusszahlen in vielen Fällen in Relation zur Strecke gesetzt, dann ist das nur zu verstehen, weil schon auf das weit größere Rehwild, das nur verhoffend zu beschießen ist, schon mit 4 bis 5 Schuss gerechnet werden kann.

Nachdem ich wegen der Revierferne weder die Fallenjagd, noch mir der Umstände wegen einen Bauhund halten kann, ist bei mir der Schrotschuss mit unter 10% die Ausnahme. Wie viele Füchse ich in 59 Jahren erlegt habe, weiß ich nicht mehr, denn in den „guten Jahren“ der JJ-Zeit habe ich nicht Buch geführt. Es gibt sicher Jäger, die mehr Füchse mit der Kugel erlegt haben, auch wenn ich nur einige davon fotografisch zur Strecke gelegt habe. In meinem Buch „Alles im Grünen Bereich“ habe ich dem Fuchs ein spezielles Kapitel gewidmet. Den Fuchs bejage ich wie anderes Wild auch und weder bei einer Erlegung, noch bei einer Pardonierung habe ich je ein schlechtes Gewissen gehabt. Bilder vom Winter sind schon unter meinen Bildern eingestellt.

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SirHenry

SirHenry

Alter: 81 Jahre,
aus Fürth
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