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Zurück aus Namibia

(7 Einträge)

624 mal angesehen
10.02.2017, 18.38 Uhr

Nur ein bisserl Fuchs jagern

Fuchs jagen - wer verbindet damit nicht spannende Momente? Wer kann sich dem Reiz einer winterlichen Mondnacht erfolgreich entziehen?
Ja, als der Wald noch mein einziges jagdliches Betätigungsfeld war, waren die Verlockungen überschaubar. Wenn das Mondlicht passte, lag kein Schnee im Flachland. Hat dieser dann mal für ein paar Tage die Landschaft verzaubert, dann war der Mond auf der anderen Seite der Erde oder dicke Wolken verdunkelten alles im Wald.
Jetzt bin ich ja in die glückliche Lage gestolpert, zum Wald noch in einer Jagd die Büchse führen zu dürfen, wo sich doch im Südteil größere Wiesen ausbreiten. Dort bin ich tätig geworden. Vom Nachbarhof ein paar Säcke Pferdemist geholt und an drei Stellen, versehen mit Leckerlis ausgebracht.
Nach kurzer Zeit waren zwei der Kirrungen angenommen.
Ich kürz mal ab, bei einer der verbliebenen ist die Ansitzmöglichkeiten dermaßen unbequem, dass man nach einer Stunde sitzen seine Knochen nur nach vorhergehendem nummerieren wieder zusammen findet.
Aber eine blieb ja noch (neben später noch auskundschafteten).
Dort konnte ich mich schon beim ersten Ansitz auf einen Marder versuchen - er blieb Sieger.
Vorgestern dann war scheinbar etwas Betreib im Ranzgeschehen und man konnte doch den ein oder anderen Fuchs hören. Einem hab ich geantwortet.
Er bellte immer zwei mal - ich ihm ebenso geantwortet. Jetzt schau'n wir mal. ob du mich überhaupt meinst - und dreimal gebellt. Er nicht faul, bellt auch dreimal. Fast eine halbe Stunde hatten wir eine rege Kommunikation.
Und dann kam er. Nicht aus der erwarteten Richtung, sondern von links hinten.
Meine schwache Seite - zumindest wenn kein Geräusch mehr gemacht werden darf. Bis ich fertig war, hat der Fuchs sich unterm Trauf der Randbäume noch erwartungsvoll bellend davon gemacht.
Egal - es war spannend. Beim heim fahren wär mir dann noch ein Marder beinahe ins Auto gelaufen.
Gestern, ohne Kirrung, aber mit unheimlich Weitsicht und dem Mond im Rücken an anderer Stelle.
Schon beim Angehen schreckt ein Reh - Geiß mit zwei Kitzen stehen, ohne Glas nicht sichtbar, auf einem aperen Fleck. Sie halten die Störung nicht aus. Über den Schnee hat sich dann noch ein Hase davon gemacht.
Kurz bevor es vom Weg über das Schneefeld zum Sitz ging, nochmal das Glas hoch und - ja fast direkt vor dem Sitz tummelte sich ein Fuchs. 180 Meter waren mir dann doch ein bisserl weit, auch wenn es recht hell war.
Reinecke entband mich weiterer Überlegungen und schnürte im Schlagschatten davon.
Gut, ich auf dem Sitz eingerichtet und erst mal eine halbe Stunde nichts gemacht. Als dann hinter mir der Zug der Regentalbahn Lärm machte, hab ich die erste Strophe auf der Hasenklage in die Winternacht geschickt (als Instrument hab ich den Rehblatter vom Demmel benutzt).
Wie von der Tarantel gestochen brettert ein Hase bis fast unter den Sitz. Ein gutes, ein sehr gutes Zeichen. Ja schon, aber nicht für den Fuchs.
Nach weiteren eineinhalb Stunden hab ich nochmal die Hasenklage betätigt.
Wieder - es war wohl der gleiche, sprintete ein Hase bis fast unter den Sitz.
Aber gleichzeitig von rechts eine Bewegung, folgte ein Fuchs genau so schnell wie Meister Lampe den verheißungsvollen Tönen. Im Schlagschatten, im Zielfernrohr gerade noch so erkennbar, sicherte er. Den Knall hat er nimmer gehört. Die 7x57 R hat saubere Arbeit geleistet - Einschuß Kaliber groß, Ausschuß wie gewohnt vom TTSX, wie ein 2 Eurostück.
Schau'n wir mal, was die Füchs heut Abend mit mir anstellen werden und wer Sieger bleibt am End.

Nachtrag vom 10. 02. 17 - Sieger war ich, wenn auch erst am nächsten Morgen realisiert.
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murmelbaer

murmelbaer

Alter: 71 Jahre,
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Kommentare

10.02.2017 22:24 ZH-7x57
Weidmannsheil, jaja die gute alte 7x57.
12.02.2017 12:42 swinging_elvis
Hach was gäb ich... Waidmanmsheil!
12.02.2017 19:50 KeilerHeinrich
Weidmannsheil !!
12.02.2017 20:37 murmelbaer
KeilerHeinrich schrieb:
Weidmannsheil !!


Der Jägersmann dankt!
12.02.2017 20:44 KeilerHeinrich
murmelbaer schrieb:
Der Jägersmann dankt!


In meinem alten Pachtrevier hatte ich in einer Kanalniederung herrliche Wiesenflächen.
Dort standen 3 alte Melkstände von früher.
An kalten, sonnigen Wintertagen kletterte ich auf das Dach der am wenigsten eingefallenen Anlage. Dort richtete ich mich mit ISO Matte und BW Schlafsack ein. Was dort alles an Raubwild in Anblick kam, das vermisse ich heute im Wald sehr.
14.02.2017 06:58 WildeBiene
Waidmannsheil
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