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Jagd allgemein

..und darum jage ich (14 Einträge)

elef schlinge anti-poaching
580 mal angesehen
29.12.2016, 08.48 Uhr

Wilderer, Zyanid und Elfenbein

--Der Weg des weißen Goldes--


Ich wage es einfach mal. Ich weiß dass nun von rundum Dauerfeuer auf mich gegeben wird. Doch ich habe auch etwas zu verteidigen und das werde ich mit Vehemenz tun.
Ich habe eine Konzession in einem afrikanischen Land. Dieses Land beherbergt eine der größten Elefantenpopulationen überhaupt und ganz genau da wo ich bin ist auch die höchste Konzentration selbst in diesem Land. Sozusagen mitten im Brennpunkt. Nun, wir jagen Elefanten, ich denke mit dem Recht dass wir regulierend eingreifen in einem doch so geringen Maße wie uns der Gesetzgeber die Hände bindet. Den 45000 Elefanten des Hwange National Park (und 90.000 landesweit , wobei die Zahlen nach unten korrigiert sind) mit 6%er Zuwachsrate stehen 400 Lizenzen gegenüber für Trophäenelefanten und ein paar noch für NT (Non-Trophy) Elefanten. Klar, rein rechnerisch stimmt da was nicht. Klar, da gehören noch andere Abgänge dazu. Klar was das bedeutet.

In den Medien und in den Köpfender unbedarften Menschen geht das so. Böser Mann kommt schießt Elefant tot. Elefanten sterben aus.
Nein, von den 400 Lizenzen sterben keine 6% Zuwachsraten aus ( nicht Reproduktionsprozente wohlgemerkt) Auch sterben sie größtenteils nicht durch Gewehrschüsse aus. Die Zeiten sind (fast) vorbei. Obwohl wir immer soviele Leute wie möglich draußen im Feld haben, das ganze Jahr über, kommt es zu Wilderei.

Worum es geht und wie es geschieht? Einfache Sache. Wie Jeder weiss ist der ferne Osten Hauptdrehscheibe für den ILLEGALEN Elefenbeihandel. Besteller und Kunde zugleich. Auftraggeber und Vermarkter. Und direkt oder auch verdeckt mit der Zerstörung der Wildbahn in Verbindung. Der Hintergrund ist der Bedarf an Elfenbein in Asien. Elfenbein ist dort Inbegriff von Reichtum, Macht und hohen Standes. Noch heute benutzen die Chinesen Elfenbeinstempel für Unterschriften. Wer Elfenbein im Haus hat ist wohlhabend, angesehen und mächtig. Der Hunger einer Milliardenbevölkerung nach dem weißen Gold kann man nicht Herr werden. Nicht auf den bislang beschriebenen Wegen.

Was geschieht nun eigentlich und wie ist der Weg? Das ist relativ einfach. China, ich will mich nicht zuweit aus dem Fenster legen, denn ich füge am Ende noch etwas an, expandiert nach Afrika. Afrika wurde zum Ziel deren Ausbeutung. Ob es denn Bodenschätze sind oder auch Tiere, oder nur Teile davon. China greift zu. Setzen wir einmal einen fiktiven Fall: Ein Geschäftsmann Chingchong in China will Elfenbein. Dieses Elfenbein schlägt inzwischen den Wert an Gold. Elfenbein braucht man nicht abzubauen oder zu gewinnen, Elfenbein kann man sich auch schneller und kostengünstiger besorgen. Chingchong ruft seinen Neffen dritten Grades Mingmong in Afrika an. Mingmong arbeitet dort für den Straßenbau, da fast alle Straßen von Chinesen in Afrika gebaut werden. Mingmong arbeitet für weniger Lohn als ein afrikanischer Handlanger, denn Minigmong war in China im Gefängnis und wurde von der Familie verbannt. Chingchong bietet Mingmong nicht nur Geld, sondern auch Rehabilitation vor der Famile an, wenn er denn Elfenbein besorgen würde. Mingmong nun kennt die Verhältnisse im Lande sehr gut und weiß dass er keinen einheimischen Arbeiter in dem Lande anheuern kann, die Gefahr des Verrates ist zu hoch. Also macht Mingmomg eine Urlaubsreise nach Sambia und knüpft Kontakte. Kein Problem bei 80 und mehr Prozent Arbeitslosigkeit. Er wirbt also 3 potentielle Wilderer an. Nennen wir sie mal Familie Mbare.

Mit Waffen durch Afrika zu reisen ist manchmal nicht einfach, selbst wenn man dafür lizenziert ist, aber so mal gerade mit Kanone über Grenzen wird schwer. Dies gilt selbst für uns, die wir von unseren Waffen bei der Arbeit abhängig sind.

Die Mbares sind schon Wilderer in der dritten Generation. Kennen den Busch und kennen das Wild. Also wird ein Palaver abgehalten eine Indaba. Der Älteste hat den Plan: Zyanid. Ja Zyanid ist einfach zu transportieren, ist nicht laut und sehr billig. Da in Afrika in fast jedem Land Gold oder andere Edelmetalle gewonnen werden und Zyanid dabei eine große Rolle spielt ist es schnell, einfach und ohne Spuren zu beschaffen.

Das Gift ist besorgt, zufälligerweise auch aus einer in chinesischer Hand befindlichen Goldmine, und auf geht die Reise. Man reist von Lusaka über Monze nach Livingstone, wo man dann die Grenze zu Victoria Falls passiert. Alles per Zug. Mingmong war so frei die Tickets zu zahlen und pro Zahn eines Dickhäuters auch noch 50 Dollar. Einen Vorschuß von 300 Dollar hat er auch schon berappt. Ein Vermögen. Die Wilderercrew fährt weiter durch Matetsi nach Dete. Dete, ein verlorenes Nest am Rande des Nationalparks. Mitten drin in der höchsten Elefantenpopulation der Erde. Die Mbares fallen kaum auf. Die Hautfarbe ist gleich und höchstens wenn man mit Einheimischen vor Ort redet, fällt der Akzent was auf. An sonsten spricht man ja sowieso Englisch. Die Mbares brauchen nicht viel. Jeder bekommt ein billiges Handy, einen 5 Kilo Sack mit Maismehl, ein paar Päckchen Royco Relish etwas Öl und Salz, Tabak und Tee. Zeltplane, Draht und eine Axt gibt es im "general store" und die Landkarte kauft man an der Tankstelle. Information über Land, Leute Treffpunkte und Telefonnummern hatte Mingmong schon vorher geliefert. Mingmong arbeitet weiterhin fleißig im Strassenbau. Die Mbares machen sich derweil auf in den Busch. Kein Problem, von Dete aus grad mal über die Gleise gesprungen und schon ist man mitten drin im Eldorado des weißen Goldes. Von hier bis Tsholotsho und vom Gwayi bis zur Grenze von Bostawana, von Cross Mavale bis Lupane das ist nun ihr Revier.

Dies hier ist Busch, keine offene Savanne, dies hier ist Afrika wie es Selous beschrieb, dies hier ist das Jagdgebiet der alten Matabelekönige, dies hier ist das Herz des Elefantenlandes.

Die Mbares schleichen sich durchs Gelände. Gefahr ist nicht groß dass man erwischt wird. Die meisten der "Farmen" haben ja keine Scouts im Einsatz und die paar Leute die die Consercency aufbringt sind auf der Fläche einfach verschwindend gering. Ein paar "Farmen"( eigentlich was größer und man sollte sie Konzession nennen) sind gut bewacht. Leider sind genau dort aber die meisten Elefanten. Elefanten sind dort wo Wasser ist und Schlamm zum täglichen Schlammbad. Also entlang der Flüsse oder Flusstäler, der Vleiis. Das Wetter ist günstig, denn gerade jetzt im Dezember setzen Regenfälle ein und die Fußspuren werden schnell verwischt. Die lange Trockenzeit hat die Wasserstellen schrumpfen lassen. Auch ein Vorteil den die Wilderer auf ihrer Seite haben.

Vorsichtig umschlägt man die größeren Lodges und pirscht sich entlang des Dete voran. Die Dämme des Vleiis sind die Perfekte Stelle das Gift auszubringen. Das Gift wird ins Wasser geschüttet, doch dann passieren mehrere Dinge gleichzeitig.

Schlingenwilderer vom nächsten Dorf treffen unvermittelt mit den Sambiern zusammen. Es kommt zu keiner Auseinandersetzung, denn beide verfolgen verschiedene Ziele. Die einen wollen Elfenbein, die Anderen Fleisch. Fleisch ,denn Weihnachten steht vor der Tür, die hohe Zeit der Schlingenwilderer. Man geht sich fast aus dem Weg, doch eine lokale Hilfe wäre auch nicht verkehrt. Also arrangiert man sich.
Und noch etwas geschieht. Die Scouts der Gegend haben zufällig die Spuren der Fleischwilderer entdeckt und fangen an die Gegend nach Schlingen abzusuchen. Den Mbares wird es zu heiß. Man will verschwinden so schnell es geht, doch das erste Opfer des Giftes liegt schon aufgebläht im Busch. Die Scouts ihrerseits sehr erfahren im Spurenlesen erkennen nun eine vielzahl von Personen in der gleichen Gegend. Sie haben aus den Schlimmen Angriffen der letzten Monate gelernt. Rückzug. Die Scouts laufen zurück ins Camp, die Mbares hacken die Stoßzähne aus der Karkasse und die Fleischwilderer helfen dabei.

Ein drittes geschieht zeitnahe. Die Scouts melden im Camp Spuren der Wilderer. Der Vorarbeiter schwingt sich ans Telefon und kontaktiert den Boss der gerade in Deutschland ist. Boss zwei ist unerreichbar, denn der liefert gerade 50 Jungelefanten aus staatlichem Fang im Park in China ab. Der Boss hört sich die Geschichte an und wettert erst mal auf seine Scouts , denen er nun Feigheit vorwirft. Doch im Innern weiß er dass seine Leute keineswegs feige sind. Alle, ohne Ausnahme die hier arbeiten riskieren täglich ihr Leben. Dies hier ist ein Krieg. Es ist ein Krieg der nicht jedem bewusst ist, sogar vor Ort in manchen Köpfen nicht. Die Landeigentümer sehen nur Einnahmen die sie aus der Gott gegebenen Natur abschöpfen und schieben die Verantwortung, soweit man eine besitzt, auf die Leute ab die die Jagdgebiete betreuen. Und hier genau beginnt ein weiteres Problem.
Manche Camps oder Lodges sind nicht dauerhaft besetzt. Andere Reduzieren in der Off-season die Zahl der Angestellten auf ein ganz kleines Maß. Nur Wenige, ganz verschwindend Wenige haben eine Dauermannschaft vor Ort. Der Grund ist schlicht und ergreifend Geld. Die Angestellten im Safari Geschäft verdienen mehr als der Durchschnitt. Bewusst, denn wer seine Leute nicht bezahlt hätte über Kurz oder Lang den Floh im Pelz und seine eigenen hausinternen Wilderer. So entsteht auch in der Firma erst mal ein Disput zwischen Boss weiß und Boss schwarz. Boss weiss ist gegen Reduktion der Angestellten in der Zeit in der gar nichts läuft, von November bis März. Boss schwarz ist der Auffassung dass es reicht Wachperonal für das Riesencamp abzustellen und will sonst niemand in dieser Zeit zahlen. Beide sind beileibe keine Anfänger und nach Menschenleben gerechnet eine Generation im Dienst. Boss weiss gewinnt die Diskussion und, zum Glück oder noch eher aus Erfahrung, behält er Recht.

Die Scouts begeben sich am Folgetag nun mit Verstärkung in den Busch und machen eine Art Nachlese. Sie beseitigen Schlingen. Nicht eine oder 10. Nein, Hunderte. Die Fleischwilderer sind nämlich bestens organisiert und gut bezahlt. Auftraggeber sitzen in der Stadt und nehmen jedes Stück auch noch so vergammelte Fleisch ab. Es sind nicht einzelne Schlingensteller die aus Hunger Wild fangen, es sind Banden. Gewerbsmäßige Banden. In jedem Falle, die Scouts kommen zurück und haben Rollen von Schlingen. Rechnet man nur mal dass jede zweite Schlinge fängt, so haben sie gerade ein paar Hundert Stück Wild gerettet. Temporär, denn die Wilderer kommen zurück irgendwann, in ein paar Tagen oder Wochen. Das weiß Keiner.

Doch zurück zum Elfenbein. Die Wilderer hatten das Elfenbein geborgen die Mbares und die Fleischwilderer rücken ab. Gerne nehmen die Elfenbeinwilderer das Angebot an bei den lokalen Wilderern kurzfristig Unterschlupf zu bekommen.

Es ist Sonntag, der letzte Sonntag, der vierte Advent. Im Camp hat man eine Vereinbarung. Diese passt zwar Boss weiss nicht ganz, aber die läuft so dass jedes Wochenende eine Gruppe, genau die Hälfte der Mannschaft zur Kirche gehen darf. Kirche ist wichtig, denn Kirche ist für die Angestellten auch eine soziale Einbindung und Treffpunkt. Man organisiert eine Sammelfahrt von einer der Nachbarfarmen und auch die Transporte sollen gewechselt werden. Doch am vierten Advent gibt es kein Sammelfahrzeug. Spritmangel beim Nachbarn, kein Geld für Benzin im Camp. Die Angestellten der Camps treffen sich und laufen zu Fuß Richtung der Kirche in Gwayi. Zwanzig Kilometer Fußmarsch für Manche und mehr, doch Entfernungen spielen in Afrika keine Rolle.

Man läuft also gemeinsam auf dem Schotterweg als man zweier verdächtiger Gestalten gewahr wird die am Grid, das ist der Eingang ins Allerheiligste, laufen. Die anwesenden Scouts befragen die Leute. Woher kommt ihr, was tut Ihr hier, wohin wollt ihr und was ist in dem Sack? Einer der beiden Angesprochenen lässt den Sack fallen und beginnt zu rennen, der Zweite wird trotz heftiger Gegenwehr sofort überwältigt. Einer der Scouts die anwesend sind öffnet den Sack. Elfenbein und das Zyanid. Man schleift den Gefangenen zur Polizeistation, die auch mal glücklicherweise gerade in der Nähe der Kirche ist und liefert den etwas Geschundenen bei der Dienststelle ab.
Ein Runner wird zum Camp zurück geschickt um etwas zu organisieren. Der Vorarbeiter ruft Boss weiss an und wartet auf Instruktionen. Boss weiss bimmelt bei jemandem der Parks an und die wollen den Gefangenen zur weiteren Befragung abholen. Weiter passiert erst mal nichts, außer dass nun die Scouts wieder alle in Alarmbereitschaft versetzt werden und sofort, Sonntag oder nicht, zu den Dämmen und Wasserstellen eilen müssen zum Absichern. Erst mal muss Wild von den Wasserstellen ferngehalten werden, denn es werden ja nicht nur Elefanten vergiftet. Und am vergifteten Fleisch fressen die Prädatoren und Geier, die dann auch noch ungewollte Opfer der Giftmischer werden. Eine Kettenreaktion. Inzwischen hat Parks dann den Wilderer abgeholt zur Intensivbefragung. Boss weiss rotiert derweil am Telefon in Deutschland und flucht vor sich hin dass er doch immer wieder dahin muss zum Marketing. Er wäre nun besser vor Ort. Zumindest kann er es schaffen dass ein Team von den Parks zu den Wasserstellen geschickt wird um Proben zu nehmen, nacheinander werden nun einzelne Stellen wieder frei gegeben. Zwei vergiftete Wasserlöcher müssen bewacht werden.

Die Mbares haben von der Aktion gehört, war es doch sogar in den lokalen Radionachrichten, und verschwinden klammheimlich aus der Gegend. Sie ziehen weiter. Vielleicht Richtung Lupane, dort soll es auch gut sein, wohingegen der Kanablock schon heftig dezimiert ist. Sie setzen die Reise fort. In einem der Committer Busse die entlang der Hauptstraßee von Victoria Falls nach Bulawayo und weiter nach Messina fahren.

Mingmong erfährt per Handy von den Vorfällen und alarmiert seine anderen Wildeiertruppen, denn er hat ja nicht nur die Mbares engagiert. Die anderen ,erfolgreichen Wilderer beginnen mit dem Abtransport des Elfenbeins. Und das ist denkbar einfach. Auf dieser Route zwischen dem Copper belt in Sambia und den Küsten Südafrikas sind tausende Lastwagen unterwegs. Kohle beladene Sattelzüge, mit Kupfer beladene Schwertransporter, mit seltenen Erden beladene Kipper, und kleinere Gefährte. Die Fahrer der Lastwagen dealen unterwegs mit Allem. Billiger Sprit aus Sambia, Frauen, Drogen, gewildertem Fleisch und sie bieten sich als Transporter an. Sie interessiert nicht was da als Zusatzfracht aufgeladen wird. Hauptsache die Kasse stimmt. Sammelort wird per Handy irgendwo an der 1000 km langen Strecke vereinbart. Und keiner schaut doch recht wenn ein Lkw am Straßenrand steht und einen Reifen neu montiert.

Die Fleischwilderer machen keinen so großen Sprung wie die Mbares, sie ziehen weiter in Richtung der St. Lukes Missionsstation. Dort solle es unbewachte Gebiete geben und die leer stehenden Jagdcamps kann man auch noch der letzten Habseligkeiten berauben. Zu lange Abwesenheit in der Dorfgemeinschaft könnte auch auffallen, also beschränkt man sich auf einen Umkreis von 50 Kilometern. Denn wer in der Dorfgemeinschaft als Wilderer enttarnt ist, wird verstoßen und wohin dann? In die große Stadt. Doch dort ist noch weniger Arbeit und die lukrativen Geschäfte mit dem Wild sind unerreichbar.

Auch die Mbares haben ihr Ziel erreicht und ziehen weiter in den Nationalpark hinein. Da es dort ganz wenige Wasserstellen gibt ist der Erfolg fast gesichert. Derweil wird das von den anderen Wilderergruppen erbeutete Elfenbein über die Grenze gebracht. Ganz einfach über die offiziellen Übergangspunkte oder aber irgendwo durch eine Furt im Limpopo. Ist man erst mal im Land der Regenbogenkultur wird es sehr sehr einfach. Die Route nach Durban ist sicher und auch Kapstadt ist kein Problem.

Chingchong, unser fiktiver Auftraggeber in dem fernen Land hat ja eigene Schiffe die Billigwaren aus China bringen und Fracht aufnehmen aller Art. Und sollte das Vessel gerade belegt oder unterwegs sein so hat Chinchong noch nen Cousin zweiten Grades der da gerne aushilft. Erst mal verladen ist das Elfenbein sicher, denn Kontrollen finden beim Entladen nicht statt. Und Chingchong reibt sich die Hände, denn ein Kilo Elfenbein übersteigt den Preis von Gold. Tausende Zähne aus ganz Afrika werden so oder ähnlich nach Fernost gebracht. Vietnam und Korea sind auch beliebte Ziele, China aber der Hauptabnehmer.

Geht es einmal schief oder die Behörden die an chinesischen Projekten beteiligt sind stellen sich quer, oder die Bevölkerung schwarz und weiss opponiert gegen eine chinesische oder koreanische Idee, dann kommt wie gestern am 22.12. in der AZ zu lesen folgender Spruch: "Das chinesische Unternehmen bedauert, dass das Projekt und damit eine Anfangsinvestition von „mehr als 100 Millionen N$“ nicht umgesetzt werde, weil man damit benachteiligten Namibiern durch Schaffung von Jobs usw. helfen wollte. Überdies wird kritisiert, dass unter den „wenigen Gegnern“ des Projekts in und außerhalb Namibias auch solche seien, die im Wohlstand lebten, die die Apartheid unterstützt und „wegen ihrer weißen Hautfarbe direkt von den diskriminierenden Apartheid-Regelungen profitiert“ hätten.

Keule? Ja in Deutschland kennt man die Nazikeule. Hier die Apartheitkeule. Eingesetzt gegen alles was Gegenwind erzeugt. Und Weiße sind den Chinesen ein Dorn im Auge.

Aber nun zu dem was man tun kann gegen das vorab Beschriebene. Ich behaupte einfach mal nur Omnipräsenz. Nein, nicht durch die Gegend zuckelnde Touristenfahrzeuge die doch nur auf den Hauptwegen entlang eiern, nein nicht aus freiwilligen Studenten in den Semesterferien die Wildererfänger spielen wollen, nein nicht fernsehwirksame weibliche Scouts, nein nicht die Spenden abhängigen Eintagsfliegen, nein und nochmals nein. Wir die Operator vor Ort müssen enger zusammenarbeiten. So wie wir es schon mit den Kräften der National Parks machen. Es muss ein Verbund entstehen der ein wildedrerdichtes Netz ergibt. Eine Mammutaufgabe. Scouts müssen trainiert werden nach einem Standard, denn es hilft nicht dass wir irgendeinen Unbedarften im Busch absetzen. Es ist gefährlich, lebensgefährlich und kein Spiel für Leute die den Busch und die Hintergründe nicht kennen, die nicht an Waffen und im Nahkampf ausgebildet sind, die nicht Spuren lesen können, eben nicht für Amateure.

Wir brauchen eine Strike Force. Und wie soll das geschehen? Es muss auch ein Riegel vorgeschoben werden gegen die Zigeuner unter den Safariunternehmen. Es müssen verantwortliche Leute vor Ort sein die ihre Gebiete schützen, nein nicht nur während der Saison, sondern jahrumfassend.
Der Wert der Jagdgäste wird wohl auch in den Medien stark unterschätzt. In Zimbabwe kommen 80% der Einnahmen der Nationalparks aus der Jagd. Ich glaube mehr braucht man dazu nicht zu sagen. 15% kommen von anderen touristischen Einnahmen und Eintrittsgeldern. Wo liegt hier wohl das Gewicht? Die Auslandsjagd wird in Medien verdammt und niedergemetzelt. Kein Jäger in Deutschland wagt es sich noch zu sagen dass er auch wegen Trophäen jagt. Doch genau davon lebt der Schutz der Wildtiere.

Tansania ist den Weg gegangen Gebiete unter Schutz einzelner Safari Operator zu stellen. Ich begrüße das sehr. Doch was hilft das alles wenn uns am Ende das Geld ausgeht und wir aufgeben. Wir würden Afrika verraten unser Wild der den Reichtum des Kontinents ausmacht. Wir brauchen Jäger, denn Jäger sind im Busch. Jäger sind nicht nur auf den Hauptwegen unterwegs. Und Jäger bringen das Kapital ins Land das wir am Ende der Reihe stehend dringend benötigen um unsere Leute zu zahlen die jeden Tag ihr Leben riskieren für den Erhalt des Wildes.

Man mag mich als Phantasten hinstellen oder als Enthusiasten. Gut ich nehme das an. Doch ich kämpfe dafür dass die Welt auch noch in Generationen das erleben darf was wir heute als Reste einer einzigartigen Fauna erleben dürfen. Wir brauchen Leute aus Übersee, zum überleben der Arten. Wir müssen uns vor Augen halten was wir wollen. Mit den Einnahmen aus der Erlegung eines einzelnen Stückes Wild werden Hunderte andere geschützt, werden Dutzende Familien ernährt, wird etwas in Gang gesetzt was manche NGO'S sich gerne auf die Brust schreiben möchten. Es wird ein Krieg geführt den niemand sieht und von dem Keiner etwas wissen will. Nein, ein Gast wird diesen Krieg auch nicht sehen, vielleicht erahnen. Noch ist es Zeit und noch können wir sagen dass wir es bislang geschafft haben die Oberhand zu behalten, noch sind in besonders geschützten Gebieten hohe Wildbestände. Noch.

Ich jedenfalls habe es zu meinem Leitmotiv gemacht : Schutz durch Nutzung.... Nur so wird es gehen.


(Vor Kurzem hatte ich ein Bild eingestellt das Manchemnicht ganz klar war. Nun, es war meine Art der Hochachtung an meine Leute die im Fokus stehen jeden Tag und die im Gegensatz zu vielen selbsternannten Naturschützern eines begriffen haben: Gebt dem Wild einen Wert, damit es überlebt und mit ihm die Menschen die zu diesem Kulturkreis gehören)

Frank

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Kommentare

29.12.2016 09:07 namhunt
Vielleicht mag der Text für manchen User was lang erscheinen und somit zu langweilig, weil man nur noch im Stil von Headlines zu lesen vermag und die Konzentration nach 3 Sätzen aufhört. Doch leider kann man so etwas nicht in drei Sätzen ausdrücken und erklären.
29.12.2016 10:40 Ente
Hallo Frank,

ein sehr guter Bericht. So was liest man in der deutschen Presse auch nicht. Jetzt kann man die ganze Sache besser verstehen. Bei uns wird nur berichtet über die Trophäenjäger die den Wildbestand (Elefanten) ausrotten

Vielen Dank für diesen Bericht.

Viele Grüße nach Afrilka
29.12.2016 11:18 namhunt
Ente schrieb:
Hallo Frank,

ein sehr guter Bericht. So was liest man in der deutschen Presse auch nicht. Jetzt kann man die ganze Sache besser verstehen. Bei uns wird nur berichtet über die Trophäenjäger die den Wildbestand (Elefanten) ausrotten

Vielen Dank für diesen Bericht.

Viele Grüße nach Afrilka


Danke

mit dem Unwissen der breiten Massen lässt sich gut Unverständnis schüren

Auch in Deutschland, oder gerade dort, brauchen wir Menschen die das was in Wirklichkeit geschieht aufzeigen. Wir brauchen keine Hochglanzbildchen von Elefanten und Nashörnern. Auch nicht Berichte von enthornten Nashorn Karkassen. Wir brauchen Solidarität.

Eine Solidarität die es scheinbar selbst in den eigenen Reihen der Jäger nicht mehr gibt und ich schon lange anmahne.
Entweder wir sind Jäger und stehen dazu und damit auch zu diverser Art der Trophäen. Denn wenn jemand meint eine Trophäe wäre nur an der Wand, so behaupte ich mal freiweg dass auch das Rehfilet auf dem Teller eine Trophäe ist. Also keine Scheinheiligkeiten. Brauchen wir nicht

29.12.2016 17:42 R93Hunter
namhunt schrieb:

... so behaupte ich mal freiweg dass auch das Rehfilet auf dem Teller eine Trophäe ist.



Das ist eine Idee für meine Wildvermarktungsstrategie ...
29.12.2016 17:53 namhunt
R93Hunter schrieb:
Das ist eine Idee für meine Wildvermarktungsstrategie ...


Dann tut es. Leute, es ist kurz vor 12 und Keiner merkt es, oder vielmehr : schön ducken damit uns Keiner sieht. Nee esist kein Lobesblatt das ich da zeige. Ich bin kein Feigling und wenn es drum geht steh ich meinen Mann. Denkt an meine Worte. und denkt daran dass Ihr alle die Jagd in Deutschland vertretet, nicht mit Success Schäften, und nicht mit Hit Munition, sondern damit wie Ihr Euch nach aussen zeigt und welche Taten ihr folgen lässt, Ihr seit ein Teil des Ansehens der Jagd. Macht was draus. Aber ich habe fast aufgegeben. Lamentiert ruhig weiter über Schnittschutzhosen und Kurzwaffenkaliber,Ihr wacht alle noch auf...hoffentlich. Pamwe Chete. Frank
29.12.2016 22:53 GuterArtikel
Biete den Artikel mal der Zeit-Online an [www.zeit.de]
Die nehmen den. Zwar werden die den noch etwas redigieren und passend auf drei Seiten kürzen, aber nehmen werden die den. Dann haste gleich ein paar hundertausend Leser. Vielleicht gibts auch ein paar Euro für den Gastartikel. Ansonsten kannst du dir bei der ZON ( Zeit Online ) auch einen Account machen und Einseiter als Gastartikel einreichen. Kannst du direkt über den Leseraccount einreichen. Dieser Artikel ist jedoch zu lang dafür. Für den musst du die Redaktion antickern.
30.12.2016 20:13 Gelbkehlchen
Also ich oute mich mal und geb offen zu, ich würde eine Jagdreise nach Afrika zwecks Tropäenjagd machen. Allein mir fehlt das Geld. So bleibt es für mich nur ein Traum. Sorry, kann euch nicht helfen.
30.12.2016 20:31 namhunt
Gelbkehlchen schrieb:
Also ich oute mich mal und geb offen zu, ich würde eine Jagdreise nach Afrika zwecks Tropäenjagd machen. Allein mir fehlt das Geld. So bleibt es für mich nur ein Traum. Sorry, kann euch nicht helfen.

Doch, hast du schon. Denn wenn man weiß es gibt Leute die zumindest hinter der Sache stehen, dann hat man auch etwas gewonnen. Danke
30.12.2016 22:20 Schuelerlotse
Sehr guter Beitrag. Darf ich den kopieren und weiterverbreiten ?? Gruss Markus
30.12.2016 22:37 vierfuessler
Gerade in den 22,00 Nachrichten des BR:
China will Elfenbeinhandel bis Ende kommenden Jahres verbieten

Johannesburg: China will den Handel mit Elfenbein im Land bis Ende 2017 beenden. Das kündigte die Regierung in einer Erklärung an. Mit dem Schritt soll die Massenabschlachtung von Afrikanischen Elefanten eingedämmt werden. Peking will den Angaben zufolge den Verkauf von Elfenbein und Elfenbeinprodukten bis Ende März einstellen. Elfenbein ist in China sehr gefragt und gilt als Statussymbol. In Afrika werden deshalb jedes Jahr tausende Elefanten von Wilderern getötet, das Elfenbein wird nach Fernost geschmuggelt.
31.12.2016 06:56 namhunt
Schuelerlotse schrieb:
Sehr guter Beitrag. Darf ich den kopieren und weiterverbreiten ?? Gruss Markus


ja gerne
31.12.2016 07:05 namhunt
vierfuessler schrieb:
Gerade in den 22,00 Nachrichten des BR:
China will Elfenbeinhandel bis Ende kommenden Jahres verbieten

Johannesburg: China will den Handel mit Elfenbein im Land bis Ende 2017 beenden. Das kündigte die Regierung in einer Erklärung an. Mit dem Schritt soll die Massenabschlachtung von Afrikanischen Elefanten eingedämmt werden. Peking will den Angaben zufolge den Verkauf von Elfenbein und Elfenbeinprodukten bis Ende März einstellen. Elfenbein ist in China sehr gefragt und gilt als Statussymbol. In Afrika werden deshalb jedes Jahr tausende Elefanten von Wilderern getötet, das Elfenbein wird nach Fernost geschmuggelt.


ja !! zumindest wirds dann dort schwieriger..vom offiziellen Ansatz gut!! [www.donaukurier.de]

aber, Chingchong wird noch mehr bekommen für sein Elfenbein, denn die Nachfrage, so denke ich wird bleiben. Er wird Preisanstieg verkünden weil es nicht mehr legal ist damit zu Handeln...
ich hoffe nur dadurch wirds net schlimmer.

Ich behaupte ganz einfach: würde man den Handel legalisieren und diesen kontollieren, dann würde der Preis drastisch fallen und der Anreiz für die Chingchong GmbH&Co KG würde wegfallen. Nashorn-Horn ist ja verboten zu handeln und das hat erst den Boom der Wilderei auf diese Arten beschleunigt...keinen einzigen Grund zum Jubeln also für die "Naturschutzverbände" ..diese haben immer noch net begriffen dass ein Krieg nur von den Bodentruppen gewonnen wird und nicht mit Parolen aus der Deckung raus gerufen...

Frank
31.12.2016 09:47 vierfuessler
namhunt schrieb:
ja !! zumindest wirds dann dort schwieriger..vom offiziellen Ansatz gut!! [www.donaukurier.de]

aber, Chingchong wird noch mehr bekommen für sein Elfenbein, denn die Nachfrage, so denke ich wird bleiben. Er wird Preisanstieg verkünden weil es nicht mehr legal ist damit zu Handeln...
ich hoffe nur dadurch wirds net schlimmer.

Ich behaupte ganz einfach: würde man den Handel legalisieren und diesen kontollieren, dann würde der Preis drastisch fallen und der Anreiz für die Chingchong GmbH&Co KG würde wegfallen. Nashorn-Horn ist ja verboten zu handeln und das hat erst den Boom der Wilderei auf diese Arten beschleunigt...keinen einzigen Grund zum Jubeln also für die "Naturschutzverbände" ..diese haben immer noch net begriffen dass ein Krieg nur von den Bodentruppen gewonnen wird und nicht mit Parolen aus der Deckung raus gerufen...

Frank


Verwehren schafft Begehren!
Ob bei der Hundeausbildung oder der Kindererziehung!
Als ich den Bericht im Radio hörte, dachte ich: Prima!
Als ich den Bericht hier einstellte überfiel mich der Gedanke:
Oh mein Gott, jetzt gehts erst richtig los!
Das ist das Paradoxe, wenn der Normaldenkende etwas nicht braucht, ist er völlig davon überzeugt, daß ein Verbot gut und richtig ist!
Daß dies aber für den Andersdenkenden erst so richtig zur Antriebsfeder wird, überreisst der Normaldenkende wiederum nur schwer!
01.01.2017 09:05 Waldwicht
namhunt schrieb:
ja !! zumindest wirds dann dort schwieriger..vom offiziellen Ansatz gut!! [www.donaukurier.de]

aber, Chingchong wird noch mehr bekommen für sein Elfenbein, denn die Nachfrage, so denke ich wird bleiben. Er wird Preisanstieg verkünden weil es nicht mehr legal ist damit zu Handeln...
ich hoffe nur dadurch wirds net schlimmer.

Ich behaupte ganz einfach: würde man den Handel legalisieren und diesen kontollieren, dann würde der Preis drastisch fallen und der Anreiz für die Chingchong GmbH&Co KG würde wegfallen. Nashorn-Horn ist ja verboten zu handeln und das hat erst den Boom der Wilderei auf diese Arten beschleunigt...keinen einzigen Grund zum Jubeln also für die "Naturschutzverbände" ..diese haben immer noch net begriffen dass ein Krieg nur von den Bodentruppen gewonnen wird und nicht mit Parolen aus der Deckung raus gerufen...

Frank


Also Super Beitrag,
ich habe einen Traum Afrika erst mit 30 (da kam eine beruflicher Wandel), dann mit 40 (Davor kam Frau, Heirat & Kinder) jetzt zum 50ten mit meiner Große ). Also der Traum lebt immer weiter!

Es zeigt der sogenannte böse Weise Mann/Jäger in Afrika hängt/liebt/kämpft mehr für Afrika als die sogenannten schwarzen Eliten mit ihren gelben Gesellen.

Die "Naturverbände" können blabla, das Spendengeld den korrupten einheimischen Eliten in den Arnus schieben & sich gut fühlen!

Bodentruppen, das ist das Stichwort gib einer Sache einen Wert und du erhältst es, siehe die Einführung der Kartoffen duch den alten Fritz!

Weiter so! Wie ein alter Baum vom Sturm zerzaust aber nicht verbogen & zerbrochen!

Waldwicht

Edit sagt Rechschreibung
03.01.2017 23:34 KLP
Ganz ehrlich.

Seit ich vor vielen Jahren Bilder meines Großvaters aus seiner Zeit als Offizier und Jäger in Afrika gesehen habe träume ich davon einmal auf seinen Spuren zu wandeln. Und dai ch mir das wohl nur einmal im Leben leisten werde, gehört da für mich als Jäger auch eine Erinnerung in Form einer Trophäe dazu.

Von daher Gruß nach Afrika und erhaltet mir das Paradies so das ich auch noch was zu sehen bekomme. ;)

Jan
04.01.2017 11:47 namhunt
KLP schrieb:
Ganz ehrlich.

Seit ich vor vielen Jahren Bilder meines Großvaters aus seiner Zeit als Offizier und Jäger in Afrika gesehen habe träume ich davon einmal auf seinen Spuren zu wandeln. Und dai ch mir das wohl nur einmal im Leben leisten werde, gehört da für mich als Jäger auch eine Erinnerung in Form einer Trophäe dazu.

Von daher Gruß nach Afrika und erhaltet mir das Paradies so das ich auch noch was zu sehen bekomme. ;)

Jan


Nicht träumen, tun

sonschd sinn jo die pälzer ach net so hinnedran
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