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Fangschutz-Tierschutz

KW-Einsatz (18 Einträge)

249 mal angesehen
05.12.2016, 10.26 Uhr

Lobby für Jäger als Dienstleister

Das mit der Dienstleistung ist so eine Sache, deren Sinn und Wert mich seit ich jage gelegentlich ins Grübeln bringt. Das fängt schon mal damit an, ob ich jagen muss du wer mich dazu zwingt.

Soweit man kein Berufsjäger ist, zu dessen Aufgabe es zählt, jagen zu müssen, jagt jeder freiwillig. Je nach persönlichem Rang, pekuniärem Hintergrund, gesellschaftlichem Rang und Jagdpassion, ist er Pächter, Mitgeher, Pirschbezirkler. Viele der letztgenannten können nur jagen, weil es den erstgenannten gibt.

Jedes Hobby kostet Geld, aber mit der Jagd übernimmt der Jäger Verantwortungen, die der Segler, Golfer, Reiter, Kegler, Surfer, Biker, Jogger und XX nicht übernehmen würde oder wollte. Auch der Tier- und Naturschutz scheut jede Verantwortung, ist nur an Spenden und Mitgliedergeldern interessiert und versucht das durch Hetze gegen Jagd und Jäger zu steigern.

Wer, auf welcher Stufe und mit welch möglichem Einsatz auch immer, jagen will, muss wissen, dass er sich neben Aufwand an Zeit und Geld auch Verantwortung aufbürdet, wie es kaum ein anderer "Freiluft-Aktivist" bereit ist zu übernehmen.

Unvereinbar ist es allerdings, dass der Jäger für die Übernahme von Verantwortung auch noch ungerechtfertigt durch hohe Steuern und Gebühren finanziell belastet wird und man ihm alle nur möglichen Erschwernisse aufbürdet. Wenn von einer Lobby für Jagd und Jäger gesprochen wird, dann wären die natürlich verbündeten Lobbyisten die Land- und Forstwirtschaft. Dieser Dreibund war einmal, ist aber heute weitgehend davon abgelöst, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Zwar gibt im Kleinen und auf lokaler und kommunaler Ebene erfreuliche Ausnahmen, aber das nationale Verhältnis ist nicht entwickelt. Schon ein gemeinsames Logo für Jagd, Land- und Forstwirtschaft, etwa wie "Wir sind die echten Grünen", das "Grüne Original" oder ähnlich, scheitert an zu verschiedenen Interessen.

Es würde schon reichen, wenn die Landes- und Bundesvorschriften jagdfreundlicher gestaltet werden würden. Damit zu "drohen", dass auf Länder und Bund erhebliche Kosten bei einer Übernahme des Jagdwesens zukämen, zieht nicht, denn der "Staat" kommt dafür ja nicht auf, es sind die Bürger mit ihren Steuern. Länder und Bund verschwenden so viel an Steuern, dass die Kosten für angestellte Jäger, Wildhandel, Wildschaden, Kadaverbeseitigung letztlich Peanuts sind. Aber sowie Jäger drohen, z.B. letzteres nicht mehr zu übernehmen, werden Steuerüberlegungen wieder aufgegeben.

Was Waffen angeht, wäre ein nationaler Dachverband durchaus hilfreich, denn die Aufsplitterung minimiert den Einfluss. Andererseits möchte jeder Präsident, Vorsitzender, Chairman, Vorstand von einem Pimperles-Verein sein und keine Kompetenzen abgeben. Statt die noch so kleinen Gemeinsamkeiten zu bündeln, werden die noch so kleinen Unterschiede herausgestrichen. Daran krankt es doch schon.

Welcher Landesfürst oder Bundesminister ist den Jäger??
Jäger zu sein, mindert den Wahlerfolg noch mehr, als für Flüchtlinge einzutreten. Je weiter unten auf der politischen Rangleiter umso eher sind Jäger zu finden. Kennt jemand gar einen Grünen als Jäger?

Politische Entscheider als Jäger - das wäre Lobby
Zugegeben, Jagd kostet Zeit und die hat ein Politiker (wegen der außerpolitischen Aktivitäten) nun mal nicht. Aber für einen Hirschen in einem Landes- oder Bundesforst sollte und würde es doch reichen.

Das gleiche gilt in Sachen Waffengesetze.
Nachdem aber (wie schon angemerkt wurde) die Jägerschaft nicht homogen ist, wird sich schon deshalb kaum eine Geschlossenheit herstellen lassen. Wie viele Jagdscheininhaber jagen denn regelmäßig und kommen auf ihre statistischen 6 Stück Schalenwild p/a.
Zeit ist zunehmend ein jagdlicher Faktor von hoher Relevanz. Alles was Zeit kostet und nix bringt, is nix.

Wenn Monsanto zu Bayer kommt, könnte Schalenwild genmanipuliert werden, um sich bejagungsfreundlicher zu verhalten, das wäre mal was, mit dem sich viele Jäger anfreunden könnten.
Schöne neue Welt
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SirHenry

SirHenry

Alter: 81 Jahre,
aus Fürth
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Kommentare

05.12.2016 12:07 Hesse
"... Auch der Tier- und Naturschutz scheut jede Verantwortung, ist nur an Spenden und Mitgliedergeldern interessiert und versucht das durch Hetze gegen Jagd und Jäger zu steigern...."
Schade, dass durch solche Pauschalbehauptungen unnötig das Verhältnis zwischen Jägern und Naturschützern belastet wird. Ich kenne viele ehrenamtliche, verdienstvolle Naturschützer auf die deine Aussagen nicht zutreffen!
05.12.2016 14:55 SirHenry
Schön für dich.
Wenn der Natur- und Tierschutz das gegenüber Jägern auch so sieht und nicht pauschaliert, dann würde es passen.
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