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KW-Einsatz (18 Einträge)

Nacht Nacht 2 Nacht 3
1085 mal angesehen
22.01.2016, 16.40 Uhr

Reizthema Nachtjagd

So hell wie auf den Bildern ist es allenfalls im Feld

„Nachts sind alle Sauen grau“
sagt abgewandelt ein altes Sprichwort. Keiner weiß das besser als der nächtens jagende Waidmann, insbesondere wenn es dem Schwarzwild gilt. Ohne in die Diskussion einzusteigen, warum die Schwarzwildbestände rapide zugenommen haben, sei schlicht festgestellt, dass es so ist und daraus die jagdlichen Konsequenzen zu ziehen sind.

Nachtjagd
ist zunächst lt. Jagdgesetz grundsätzlich verboten, jedoch kann durch eine Reihe von Ausnahmeregelungen davon abgewichen werden. Unabhängig von der Tageszeit dürfen das Raubwild, also Fuchs, Dachs, Marder und einige „Neubürger“ wie Waschbär, Marderhund oder Mink bejagt werden.
Ganz anders verhält es sich beim Schalenwild, wo nur das Schwarzwild in der Zeit von eineinhalb Stunden nach bis eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang bejagt werden darf. Ausnahmen werden allgemein noch auf Rotwild erteilt. Die in unseren Breiten lange Dämmerung lässt sich von Gesetzes wegen sehr lange jagdlich nutzen, gleichzeitig verkürzt sich dadurch die „jagdliche Nacht“ selbst bei der im Frühjahr und Herbst herrschenden Tag- und Nachtgleiche um immerhin 3 Stunden.
Auf Grund von Wetterlagen können sich die Sichtverhältnisse schon am Tage so weit verschlechtern, dass sich etwa durch Regen, Nebel oder Schneefall die Sichtweiten drastisch verkürzen und eine „gezielte“ Bejagung unmöglich wird. Andererseits können in der Nacht Bedingungen herrschen, die weit besser sind als die bei Tageslicht. Das gilt vor allem bei Mondlicht und Schneelage, wo es z.B. noch auf große Entfernung möglich ist, ein weibliches Stück Rehwild sicher von einem Bock zu unterscheiden, weil Pinsel oder Schürze mit einem guten Fernglas (und guten Augen) deutlich erkennbar sind. Das Gleiche gilt für das Ansprechen von Kitzen in einem Sprung Rehe.
Diese Anmerkungen sind jedoch mehr für die Feld-, als die Waldjagd zutreffend, denn bei letzterer ist es nicht selten so, dass unter den Bäumen weniger Schnee liegt oder dass es im Nadelwald dunkler ist, als im kahlen Laubwald. Im freien Feld bleibt schon bei leichten nördlichen Hangneigungen den Schnee länger liegen, als gegen die tief stehende Wintersonne zeigende Flächen, die bei mildem Wetter schneller ausapern.

Die Nacht zum Tage
machen, ist der Wunsch vieler Jäger, die sich mit den Bauern wegen der Wildschäden herum zu schlagen haben. Soweit es Schwarzwild und gelegentlich den Dachs betrifft, richten sich die Möglichkeiten nach den jeweiligen Umständen wie Wechsel, Art der Feldfrucht, Standorte der Ansitze, Wetter- und Windverhältnisse sowie der Tages-, mehr noch der Nachtzeit.
Die Bejagung und Erlegung kleiner Stücke wird im Feld schon durch niedrigen Bodenwuchs stark reduziert. Die Rückenlinie eines 20 kg - Frischlings ist ja niedriger als die eines 10 kg - Rehkitzes. Zudem ist junges Schwarzwild weniger „schwarz“ gefärbt und verschmilzt so mit mehr der Umgebung als größere starke Stücke. Erst bei Schneelage, etwa an der Kirrung, stehen auch Frischlinge und Überläufer „frei“, denn Schneehöhen bis oder über 30 cm sind in den letzten Jahren (Ausnahme 2005/06) kaum mehr vorgekommen.
Bei Frost können die Sauen in der Flur nicht nach Fraß brechen und queren die freien Flächen allenfalls um rasch in die nächste Waldung zu gelangen. Gelegentliche „Probebohrungen“ werden zwar unternommen, aber bei Zwecklosigkeit schnell aufgegeben. Demnach wären nur die Ansitze im Wald Erfolg versprechend und hier wiederum ist es meist „zappenduster“.
Solange keine Gefahrenlage besteht und der Gesetzgeber keine Ausnahmen, etwa wegen Schweinepest zulässt, darf sich der Jäger nur natürlicher der Lichtquellen wie Sonne, Mond-oder Sternen bedienen. Künstliche Lichtquellen scheiden bei enger Auslegung rechtlich sogar dann aus, wenn sie von Dritten ausgehen, etwa durch Kraftfahrzeuge, Ortsbeleuchtungen, Flutlichtanlagen von Sportplätzen oder Leuchtreklamen. In manchen Revieren, vor allem in Nähe von (Groß-) Städten, herrscht bereits ein enormer „Lichtsmog“, der es nicht mehr richtig dunkel werden lässt und auch ohne Schneelage die Bejagung von Schwarzwild zulässt.
Nachstehend seien verschiedene Lösungen angesprochen, die entweder schon „inoffiziell“ üblich sind oder deren Zulassung zumindest „angedacht“ werden könnte.

Gewehrscheinwerfer
sind schon seit längerer Zeit „im Ausland“ üblich. Um effektiv zu sein, bedürfen sie einiger Voraussetzungen. Nachdem die Lampe meist auf dem Zielfernrohr montiert wird, belastet ein hohes Eigengewicht die Montage. Gleichzeitig erhöht sich bei Lampen mit großem Reflektor die „Bauhöhe“, so dass normal ausreichende Schießluken in Kanzeln zu niedrig sein können. Das Zielen im Lichtstrahl gibt schon bei leichtem Dunst kein klares Bild mehr, außerdem sind die Lichtkegel nur bei starker Bündelung ausreichend hell, was wiederum nur einen kleinen „Bildausschnitt“ erhellt. Bei Montage der Lampe unten am Schaft tritt zwar gegenüber der Visierlinie eine Abschattung ein, dafür lässt sich die Waffe nicht mehr auflegen.
Die Handhabung der Waffe mit beiden Händen lässt nur umständlich weitere Griffe zu, etwa durch Anschalten oder Dimmung des Lichtes. Dieser Umstand wird bei einigen Lampensystemen durch Drucktaster gelöst, die mit der Führhand zu bedienen sind. Häufig erschrickt das Wild, was vor allem auf den plötzlich vorhandenen scharfen Schattenwurf zurück zu führen ist, der jede Bewegung des Wildes mitmacht. Bei natürlichem (Mond-) Licht ist der gewohnte Schatten ja immer unterhalb der Stücke.
Inwieweit in Seuchengebieten Gewehrscheinwerfer schon genehmigt wurden, ist nicht ermittelt worden. Um einem Missbrauch durch die Erlegung anderer Wildarten zu begegnen, wäre eine nächtliche Kontrolle durch die Polizei hilfreich, denn es liegt ja gegebenenfalls das Delikt der Wilderei vor. Hierzu eine Anmerkung: Jede mobile Einsatzmöglichkeit verführt zum nächtlichen „herumgeistern“ im Revier, was mit einer großen Beunruhigung verbunden ist.
Das Jagdgesetz verbietet aus den genannten Gründen Gewehrscheinwerfer.

Elektronische Zielhilfen
sind bis dato völlig verboten. „Im Ausland“ bedient man sich dagegen solcher moderner Mittel bei der Nachtjagd schon seit einiger Zeit. Von Geräten der ehemaligen Roten Armee und deren Verbündeten, bis zu ausgemusterten Stücken der Nato sind die unterschiedlichsten Modelle im Gebrauch. Nachteilig sind das hohe unjagdliche Gewicht und die gegenüber zu Gewehr-Scheinwerfern häufig noch größere Bauhöhe.
Jagdlich brauchbare Modelle werden in Japan bereits gefertigt und wer anlässlich der IWA die Gelegenheit hatte durch solch ein Zielfernrohr mit elektronischer Bildverstärkung zu blicken, war über die Helligkeit und Detailerkennung höchst überrascht. Sowohl von den Abmessungen als auch vom Gewicht her entsprechen die auch mit variabler Vergrößerung angebotenen „Nachtzielgläser“ den aktuellen konventionellen Zielfernrohren. Der Preis ist mit über 3000 Euro nicht von Pappe, aber die nur noch sporadischen Grenzkontrollen haben schon so manches Gerät durchsickern lassen.
Eine Gesetzeslücke kann derzeit genützt werden, wenn mit einem Nachtsichtgerät durch ein normales Zielfernrohr visiert wird, denn die getrennte Verwendung solcher Geräte ist ja zulässig. Allerdings können die zwei Hände eines Jägern zum kombinierten Gebrauch nicht reichen, was aber durch die Verwendung einer elektronischen Nachtsichtbrille wesentlich erleichtert wird. Die 1:1 - Abbildung reicht aus, weil die Vergrößerung über die Ziel- (oder Beobachtungs-) Optik erfolgt. Mit Preisen um 900 Euro liegen die Anschaffungskosten vergleichsweise niedrig.
Die mobile Einsatzmöglichkeit leistet aber einer exzessiven Anwendung Vorschub, die mit einer der verstärkten Revierbeunruhigung einhergeht und die nächtliche Bejagung auch ansonsten unter „Nachtschutz“ stehender Wildarten möglich macht.

Stationäre Beleuchtungen
können wie schon erwähnt, zwar von Dritten eingerichtet worden sein, sich dennoch jagdrechtlich nicht nutzen lassen. Diese Möglichkeit kann bei der Bejagung von Schwarzwild als legalisiert gelten, zumal sie ja nicht auf jagdliche Bedürfnisse hin konzipiert wurde, sich jedoch nutzen lässt.
Anders verhält es sich, wenn der Jäger beleuchtete Bereiche schafft, die explizit jagdlichen Zwecken dienen. Wiederum nur in Seuchengebieten und ausnahmsweise bei extremer Schadensituation, sollten solche Einrichtungen jedoch jagdlich zulässig sein. Der enorme Vorteil liegt in der ortsfesten Anlage, etwa an einer Kirrung oder Suhle. Durch die weite Streuung des Lichtes wird ein viel größerer Bereich beleuchtet als durch den Lichtstrahl eines Gewehrscheinwerfers. Die Grundstärke der Lichtintensität kann auf schwaches Mondlicht gedimmt werden und bei vertrautem Verhalten des Wildes langsam „hochgefahren“ werden. Dabei bleibt der Schatten stets unter dem Wild und nicht wie bei nahezu horizontalem Anleuchten mit Gewehrlampen daneben oder davor.
Der größere erleuchtete Bereich erlaubt die Beobachtung und das Ansprechen einer Rotte oder einzelner Stücke weit besser, als dies im Kegel eines Scheinwerfers möglich ist. Auch nach dem Schuss lässt sich das Zeichnen und eine evtl. Fluchtrichtung besser erkennen. Unter dieser Voraussetzung sollte es auch möglich sein, schwaches Schwarzwild, insbesondere geringe Frischlinge mit Kalibern unterhalb des Schalenwildlimits von 6,5 mm und einer E100 von 2000 Joule zu bejagen. Übertretungen lassen sich derzeit nur nachweisen, etwa wenn bei Nachsuchen im Nachbarrevier eine „kleine Kugel“ im 100 kg Keiler steckt.
Ein in fünf bis zehn Meter Höhe angebrachter Strahler, dessen Lampe über Kabel an eine Batterie angeschlossen wird, ermöglicht über einen Dimmer die erforderliche Regelung der Helligkeit. Im Wald erfolgt die Anbringung an einem Baum, im Feld an einem „Lichtmast“. Eine entsprechende Abschirmung beugt dem Lichteinfall ins Zielfernrohr vor. Die Batterie und Regeleinheit kann in einer verschließbaren Kanzel verbleiben, andernfalls muss sie wieder mitgenommen werden.
Im Gegensatz zu anderen Arten der „Gefechtsfeldbeleuchtung“ ist diese Variante noch am jagdlichsten und hat den Vorteil der günstigen Kosten. Bei Einsatz des „Kunstmondes“ kann das konventionelle Zielfernrohr verwendet werden und an der Waffe sind keinerlei Änderungen erforderlich. Der Anschaffungspreis für das „Mondpaket“, bestehend aus Batterie, Leitung, Leuchte und Dimmer, macht nur einen Bruchteil für elektronische Zieloptik aus und hat den Vorteil einfacher Anwendung und Wartung.
Es wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass der Ansitz an künstlich beleuchteten Jagdbereichen und die mögliche Erlegung wesentlich waidgerechter ist als mittels Gewehrscheinwerfern oder gar elektronischer Zielgeräte, die vom Wild überhaupt nicht wahrgenommen werden können. Außerdem wird durch die räumlich eng begrenzte jagdliche Aktivität eine großräumige Revierbeunruhigung vermieden. In der Schweiz ist in einigen Kantonen diese Art der Bejagung zulässig. Auch nach Erlegungen suchen die Sauen diese Plätze wieder auf.

Konsequenzen
die sich aus den weiter steigenden Schwarzwildbeständen ergeben, haben sowohl die Jagd- und Bauernverbände, als auch der Gesetzgeber zu ziehen. Beide Ebenen werden wohl nicht umhin kommen, sich mit der Materie zu befassen. Der Zulassung elektronischer Zielgeräte wurde durch das BKA eine Absage erteilt, ebenso den Gewehrscheinwerfern. Nachdem beide „Zielhilfen“ mit den Waffen verbunden sind, unterfallen sie dem Bundeswaffengesetz. Aber auch mit ortsfester Beleuchtung wird man sich Gedanken machen müssen, wie der missbräuchlichen Verwendung durch den Einsatz auf „nachtgeschütztes“ Wild begegnet werden kann. Ausreden werden dann wohl nicht akzeptiert werden, wenn bei einer Kontrolle in stockdunkler Nacht statt eines Überläufers ein erlegtes Reh oder Rotwild im Kofferraum vorgefunden wird. Im Zuge anderer polizeilicher Routine-Maßnahmen macht die Verfolgung derlei Verstößen auch keine Probleme. Die Jagdverbände müssten dann aber sowohl Legislative als auch Exekutive unterstützen und sich keinesfalls vor eventuelle schwarze Schafe unter den Jägern stellen. Wilderei ist kein Kavaliersdelikt.
Es steht zu erwarten, dass emotionale Einwände eine sachliche Diskussion verhindern werden. Jagdliche Puristen, die sich weder mit Schwarzwildschäden noch mit den Forderungen der Landwirte konfrontiert sehen, werden wohl am lautesten gegen Versuche in dieser Richtung Stellung beziehen und auch die Haltung der Jagdverbände wird differenziert ausfallen. Wie sich die Jagdministerien, die Ökologie oder die „Öffentlichkeit“ verhalten werden, ist ohnehin unsicher.
Ein weiteres Herumdrücken um die Schwarzwildproblematik wird auf Dauer nicht möglich sein. So leidet die Effektivität der bis jetzt gehandhabten Jagdarten auf das Schwarzwild, solange einzelne Reviere sich aus übergreifender Bejagung ausklinken. Man wird sich Gedanken machen müssen, bevor es zu einer Verschärfung der Situation etwa durch die Schweinepest kommt. Noch sträuben sich viele Jäger kleine Frischlinge zu erlegen, die jagdlich nicht verwertbar sind, während man z.B. bei Jungfüchsen über derlei Bedenken hinwegsieht.
Die derzeitigen jagdlichen Möglichkeiten sind gerade im Schadensfall begrenzt, etwa wenn Schwarzwild durch Verstänkerung oder Zäunung in den Wald verdrängt wird, wo ohne Mondlicht und selbst bei Schneelage die Voraussetzungen einfach zu ungünstig sind. Dies betrifft die Saat-, Wuchs- und Ernteperioden aller landwirtschaftlichen Flächen in gleicher Weise und damit auch das Grünland. Sogar im Feld wäre an Schadschwerpunkten durch eine stationäre Beleuchtung eine waidgerechte Bejagung möglich.
Die Zulässigkeit liegt im Bereich der betreffenden Ministerien der Länder, die auf dem Gesetz- und Verordnungswege entsprechende Zulassungen verfügen können. Offensichtlich der Druck doch noch nicht hoch genug, dass man sich zu einer jagdlich praktikablen Lösung durchringt.





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SirHenry

SirHenry

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Kommentare

23.01.2016 00:00 Stimmtnicht (gesperrt)
23.01.2016 00:13 SirHenry
"Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze für Zielhilfsmittel (z. B. Zielfernrohre)"

Genau, aber Nachtsichtbrillen sind getrennt von der Waffe und daher nicht verboten.

Die Brillen haben allerdings den Nachteil, dass sich der Augenabstand zum ZFR verkürzt.
23.01.2016 00:40 Stimmtauchnicht (gesperrt)
23.01.2016 07:21 KeilerHeinrich
Ich kenne die Jagd mit künstlichem Licht aus Zeiten der ESP. Meine Mitjäger und ich bevorzugten allerdings eine wenig spektakuläre Methode, auch mangels Technik in dieser Zeit.
Von der Kanzel wurde über die Kirrstelle ein Draht mit Gefälle gespannt. Am Draht hing eine Petroleumlampe. Auf niedrigster Flamme leuchtete sie bis zu 3 Tage und wurde mit einer Schnur zur Kanzel gezogen. Die Lampen wurden früher zur Baustellenbeleuchtung und bei der Bahn benutzt. Das Licht reichte aus, um mit einem damals üblichen Z4 in der Dunkelheit Abschüsse zu tätigen. Fand ich immer noch besser als die Saufänge, Freude machte es jedoch nicht. Wir hatten damals die Anweisung, alles zu erlegen, ohne Rücksicht. Aufgebrochen wurden die Stücke nicht, sie wurden in abgedichteten Anhängern zur Sammelstelle gebracht und untersucht. Von dort ohne Ausnahme entsorgt. War keine schöne Zeit.
23.01.2016 08:13 SirHenry
Nachtsichtbrillen, die NICHT mit einem Gewehr oder Gewehrteil, zB. Zielfernrohr, verbunden sind, dürfen verwendet werden.
Der Nachteil der großen Baulänge in Verbindung mit Zielfernrohren hat dazu geführt, dass Holosights oder andere Rotpunktgeräte mit langem Augenabstand zum Einsatz kommen.
Die fehlende Vergrößerung wirkt sich auf kurze Schussweiten nicht aus, wird aber gelegentlich vermisst.
Wer glaubt etwas anderes zu wissen, soll es bitte mit Angabe Quelle hier einstellen.
23.01.2016 09:12 FDominicus
Danke für Deine Mühe. Ich weiß nicht wie es mit Nachtjagd in anderen Ländern aussieht. Ich kenne nur einige Beispiele wo speziell nachts gejagt wird, so z.b. auf Kangüruh in Australien. Ich halte das in Deutschland geltende Recht gegen Nachtjagden für falsch, daher plädiere ich für eine Streichen von Nachtjagd und ja ich plädiere auch für NZG zur Jagd. Ich weiß, daß NSG erlaubt sind, ich gehe davon aus, damit kann man wirklich "mehr sehen" aber ein Schuß in die ungefähre Richtung vom Wild kann ich nur schlecht nennen.

23.01.2016 09:54 SirHenry
FDominicus schrieb:
Danke für Deine Mühe. Ich weiß nicht wie es mit Nachtjagd in anderen Ländern aussieht. Ich kenne nur einige Beispiele wo speziell nachts gejagt wird, so z.b. auf Kangüruh in Australien. Ich halte das in Deutschland geltende Recht gegen Nachtjagden für falsch, daher plädiere ich für eine Streichen von Nachtjagd und ja ich plädiere auch für NZG zur Jagd. Ich weiß, daß NSG erlaubt sind, ich gehe davon aus, damit kann man wirklich "mehr sehen" aber ein Schuß in die ungefähre Richtung vom Wild kann ich nur schlecht nennen.



wie du auf "ungefähre Richtung" kommst, verstehe ich nicht. Mit einem NSG durch ein "Zielgerät" zu visieren, erlaubt ja einen gezielten Schuss.
Das Licht ist aber selten hell genug um ein "anzusprechendes" Wild auch klar ansprechen zu können. Etwas bei gutem Licht lediglich gut zu treffen, ist noch am einfachsten.
23.01.2016 11:04 FDominicus
SirHenry schrieb:
wie du auf "ungefähre Richtung" kommst, verstehe ich nicht. Mit einem NSG durch ein "Zielgerät" zu visieren, erlaubt ja einen gezielten Schuss.
Das Licht ist aber selten hell genug um ein "anzusprechendes" Wild auch klar ansprechen zu können. Etwas bei gutem Licht lediglich gut zu treffen, ist noch am einfachsten.


Habe mich schlecht ausgedrückt, mein Fehler. Ich meine natürlich wen man was durch das NSG sieht heißt es noch lange nicht, man sieht es auch durch das ZF. Diese Diskrepanz zwischen dem was man mit einem NSG sieht und ZF meinte ich mit "ungefähre" Richtung. I

Daher NSG und NZG frei geben - fertig. Nachtjajgdverbot abschaffen - fertig.

Schlechte Jäger werden immer schlecht jagen und guten sollte man es nicht unnötig schwer machen. Ich selber habe ein NSG und was ich nicht vernünftig ansprechen kann, schieße ich nicht. Das meinte ich auch mit "in Richtung Wild".

Ich mein in Bayern haben Sie es erlaubt, das Schalldämpferverbot wird auch bald fallen. Ich verstehe nicht warum es nicht mit dem NZG generell und der Nachtjagd genau so gehalten werden sollte.

23.01.2016 11:46 SirHenry
FDominicus schrieb:
Habe mich schlecht ausgedrückt, mein Fehler. Ich meine natürlich wen man was durch das NSG sieht heißt es noch lange nicht, man sieht es auch durch das ZF. Diese Diskrepanz zwischen dem was man mit einem NSG sieht und ZF meinte ich mit "ungefähre" Richtung. I

Daher NSG und NZG frei geben - fertig. Nachtjajgdverbot abschaffen - fertig.

Schlechte Jäger werden immer schlecht jagen und guten sollte man es nicht unnötig schwer machen. Ich selber habe ein NSG und was ich nicht vernünftig ansprechen kann, schieße ich nicht. Das meinte ich auch mit "in Richtung Wild".

Ich mein in Bayern haben Sie es erlaubt, das Schalldämpferverbot wird auch bald fallen. Ich verstehe nicht warum es nicht mit dem NZG generell und der Nachtjagd genau so gehalten werden sollte.


Um bei Sauen zu bleiben, da ist das ansprechen nachrangig. Es reichte erst die kleine und dann erst die großen zu beschießen. Bei Füchsen ist es eh wurscht.
Wenn ich nachts einen Fuchs auf 150m treffe, dann wohl auch eine Sau auf 50.
In Bayern ist NZG und GSW nach Bundeswaffengesetz verboten, auch nach einer kurzen Versuchsreihe. Also sollte man das machen, was nach JAGDGESETZ machbar ist und das können die Länder entscheiden. Dazu habe ich im Blog entsprechendes vorgeschlagen.
23.01.2016 18:59 Dackelfan
Alles was hier geschrieben wurde nicht gut hinterfragt, vieles nicht stimmig, z.B.
In Hessen ist die Nachtjagd auf Rotwild in Feldjagden erlaubt, ja gerade zu notwendig!
Bei mir erscheint im Winterhalbjahr während Jagdzeit kein Rotwild bei Tageslicht auf wildschadendsgefährdeten landwirtschaftl. Flächen!
Wer glaubt er könne mit künstlichen Lichtquellen auf Rotwild jagen, hat keine Ahnung! Rotwild hält künstliches Licht so gut wie gar nicht aus.
Mir hilft z.Z. die Schneelage um auf den Rapsflächen Rotwild sauber anzusprechen.

Ob dieser Beitrag zum Thema Nachtjagd hilfreich und damit notwendig ist, wage ich zu bezweifeln, denn alles an erlaubten oder verbotenen Hilfsmitteln dürfte der interessierten Jägerschaft mittlerweile bekannt sein!
Außerdem wenn des öfteren in mondlosen Nächten " knallt ", wird zumindest die Frage aufgeworfen, wie kann der Schütze in bestimmten Revieren etwas erkennen?
Auch ich habe Flächen in meinem Feldrevier wo der " Lichtsmog " aus der Umgebung eine Ausleuchtung der Revierfläche ermöglicht.
23.01.2016 19:29 SirHenry
Dackelfan schrieb:
Alles was hier geschrieben wurde nicht gut hinterfragt, vieles nicht stimmig, z.B.
In Hessen ist die Nachtjagd auf Rotwild in Feldjagden erlaubt, ja gerade zu notwendig!
Bei mir erscheint im Winterhalbjahr während Jagdzeit kein Rotwild bei Tageslicht auf wildschadendsgefährdeten landwirtschaftl. Flächen!
Wer glaubt er könne mit künstlichen Lichtquellen auf Rotwild jagen, hat keine Ahnung! Rotwild hält künstliches Licht so gut wie gar nicht aus.
Mir hilft z.Z. die Schneelage um auf den Rapsflächen Rotwild sauber anzusprechen.

Ob dieser Beitrag zum Thema Nachtjagd hilfreich und damit notwendig ist, wage ich zu bezweifeln, denn alles an erlaubten oder verbotenen Hilfsmitteln dürfte der interessierten Jägerschaft mittlerweile bekannt sein!
Außerdem wenn des öfteren in mondlosen Nächten " knallt ", wird zumindest die Frage aufgeworfen, wie kann der Schütze in bestimmten Revieren etwas erkennen?
Auch ich habe Flächen in meinem Feldrevier wo der " Lichtsmog " aus der Umgebung eine Ausleuchtung der Revierfläche ermöglicht.


Du schreibst:
Auch ich habe Flächen in meinem Feldrevier wo der " Lichtsmog " aus der Umgebung eine Ausleuchtung der Revierfläche ermöglicht.

Erlegst du dort was, oder könntest du was erlegen, und falls doch, warum machst du es nicht?
Sauen sind gegen künstliches Licht sehr tolerant, siehe Sportplätze, Stadtparks usw. wo man aber nicht jagen kann oder nicht darf.
Warum soll das an Kirrungen dann nicht gehen??
Siehe Ausführungen im Blog.
23.01.2016 20:00 Dackelfan
SirHenry schrieb:
Du schreibst:
Auch ich habe Flächen in meinem Feldrevier wo der " Lichtsmog " aus der Umgebung eine Ausleuchtung der Revierfläche ermöglicht.

Erlegst du dort was, oder könntest du was erlegen, und falls doch, warum machst du es nicht?
Sauen sind gegen künstliches Licht sehr tolerant, siehe Sportplätze, Stadtparks usw. wo man aber nicht jagen kann oder nicht darf.
Warum soll das an Kirrungen dann nicht gehen??
Siehe Ausführungen im Blog.



Selbstverständlich jage ich auf den " beleuchteten " Flächen!
23.01.2016 23:43 SirHenry
Dackelfan schrieb:
Selbstverständlich jage ich auf den " beleuchteten " Flächen!

Wenn es auf fremdbeleuchteten Flächen geht, müsste es auf jagdlich ausgesuchten und umso besser gehen und das ganz ohne Elektronik. Warum nur kommt da keiner in DE drauf, was die Schweizer machen? Die haben ein 3-Länderquiz gewonnen.
24.01.2016 22:09 lohrjaeger
Was willst du uns mit diesem blog sagen?
Die Intention ist mir absolut unklar.

Schmunzeln mußte ich allerdings bei "Sogar im Feld wäre an Schadschwerpunkten durch eine stationäre Beleuchtung eine waidgerechte Bejagung möglich. "

Gruß
Hermann
28.01.2016 18:36 SirHenry
lohrjaeger schrieb:
Was willst du uns mit diesem blog sagen?
Die Intention ist mir absolut unklar.

Schmunzeln mußte ich allerdings bei "Sogar im Feld wäre an Schadschwerpunkten durch eine stationäre Beleuchtung eine waidgerechte Bejagung möglich. "

Gruß
Hermann


Schmunzeln kann nur einer, dem die Sauen keine Probleme machen.
Wenn sich dir die Intention nicht erschließt, dann hast du keine Probleme.

Und ganz offensichtlich scheint das Schadproblem mit Schwarzwild nicht die Dimension haben, die überall herausgestellt wird.
Weder die Waldbauern, noch der Bauernverband, noch das bay.Landwirtschaftmysterium, noch der DJV oder BJV sehen nach dem Verbot von NZG eine Notwendigkeit, sich mit alternativen Lösungen zu befassen.
Also macht man gar nix und wartet auf Lohrjägers Schmunzel-Kommentare.
28.01.2016 22:40 lohrjaeger
Ach Heinrich…..
in Einem hast du Recht. Darin, das ich keine Probleme mit Sauen habe. Ich hab´s schon so oft geschrieben: bei mir werden Sauen aufs Schärfste bejagt. "Meine Sauen" würden es sich nie getrauen sich im freien Feld unter einer Straßenlampe zu vergnügen. Wenn´s mal soweit ist, dann lief da im Vorfeld schon gewaltig was verkehrt….oder etwas schärfer ausgedrückt: da lügt sich jemand gewaltig in die Tasche!

nix für ungut
Hermann
29.01.2016 08:19 SirHenry
lohrjaeger schrieb:
Ach Heinrich…..
in Einem hast du Recht. Darin, das ich keine Probleme mit Sauen habe. Ich hab´s schon so oft geschrieben: bei mir werden Sauen aufs Schärfste bejagt. "Meine Sauen" würden es sich nie getrauen sich im freien Feld unter einer Straßenlampe zu vergnügen. Wenn´s mal soweit ist, dann lief da im Vorfeld schon gewaltig was verkehrt….oder etwas schärfer ausgedrückt: da lügt sich jemand gewaltig in die Tasche!

nix für ungut
Hermann


Na vielleicht kannst du dir das im Wald vorstellen,. es sei du hast keinen Wald im Revier
und falls doch, dann im Wald keine Sauen.
Schau mal auf die Antwort vom Dackelfan.
29.01.2016 08:32 lohrjaeger
SirHenry schrieb:
Na vielleicht kannst du dir das im Wald vorstellen,. es sei du hast keinen Wald im Revier
und falls doch, dann im Wald keine Sauen.
Schau mal auf die Antwort vom Dackelfan.



"Heinrich mir graut´s vor dir".
Also ich bin ja ansich ein Befürworter vieler techn. Neuerungen. Sogar das NZG halte ich für sinnvoll.
Aaaaaber bei beleuchteten Kirrungen, egal ob in Wald oder Feldflur, da hört´s bei mir auf.
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