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02.11.2015, 21.34 Uhr

Was für ein Theater...

So, das war´s dann also für diese Mondperiode! Außer Spesen nichts gewesen - oder so. Den ganzen Sommer war es mau mit Sauen im Revier. Der Tiefkühlschrank schreit vor Hunger nach ner schnicken Frischlingskeule. Naja, da wird er wohl nun mindestens 14 Tage länger schreien müssen...

Dabei begann es so verheißungsvoll. Zwei Tage vor Halbmond stellten sich im Revier Sauen ein. Zwei stärkere Stücken mit fünf Frischlingen suchten fortan nachts einen Weizenschlag auf und durchgrubberten diesen nach tierischer Ergänzungsnahrung. Der benachbarte Wald liefert in diesem Jahr Eicheln und Bucheckern in reicher Zahl. Und so stand schnell der Plan: Ab Halbmond galt es dieser kleinen Rotte - schon nur, um nicht ein echtes Wildschadensproblem heranwachsen zu lassen.

Schon am ersten Abend erschien gegen 22:00 die Rotte kurz im Feld. Viel zu weit weg von mir betraten sie die Bühne, zogen in meine Richtung und wechselten rechtzeitig wieder in den Wald. Dort waren sie lange zu hören, zeigten sich aber nicht noch einmal. Irgendwann war der Halbmond weg und ich brach ab.

Der Ostwind der nächsten Tage machte den Ansitz zu einem reinen Pokerspiel. Ich musste mich immer an der Nordkante postieren, um mich nicht schon zu outen, bevor die Sauen überhaupt in Reichweite waren. Und jedesmal erschienen sie weit weg von mir, um gegen den Wind zu ziehen und wieder im Wald zu verschwinden, bevor ich ne Chance hatte, sie anzugehen.
Kurz vor Vollmond war ich ein paar Tage abwesend, heulte allabendlich bei dem offenen Wetter den voller werdenden Mond an. Aber was half es, erst am Tag nach Vollmond konnte ich mich wieder dem Schlag widmen. Und schon am Tag meiner Rückkehr hatte ich einen gewaltigen Schreck bekommen. Zwischenzeitlich hatten die Sauen ganze Arbeit geleistet. Der Acker hatte zahlreiche Fehlstellen. Also saß ich abends natürlich wieder. Ich hörte die Sauen im angrenzenden Wald. Doch sie kamen bis 01:00 Uhr nicht raus. Ich brach ab.

Der nächste Abend war noch frustrierender. Als ich gegen 19:00 einen mitten im Schlag stehenden Hochsitz besetzen wollte, kamen mir die Sauen auf halber Strecke entgegen. Schießen ging nicht, im Hintergrund fanden sich in 200 Metern Entfernung Häuser. Ich musste sie umschlagen. Der Wind schien zu passen. Ich arbeitete mich zu einem Graben vor, der in einer Länge von 200 Metern offen im Feld verlief und dessen Böschung mit seiner hohen Vegetation einigermaßen Deckung bot. Das ging besser, als ich es zu hoffen wagte. Ich kam voran, erlangte aber wegen der hohen Vegetation auch auf der anderen Grabenseite kein freies Schussfeld.
Allerdings zogen die Sauen so, dass sie in absehbarer Zeit am Ende des Grabens den freien Feldbereich erreichen würden. Kurz überlegt und schon lag ich, den Unsäglichen im Anschlag auf dem Acker und erwartete die Sauen. Aber klar, just in diesem Moment begannn der Wind zu küseln. Naja, lange Rede kurzer Sinn - Sauen weg...
Ich stand auf, wollte überlegen, was ich denn nun machen sollte. Ich entschied mich, doch noch den Hochsitz zu besetzen. Der stand nur 40 Meter entfernt. So stand ich wenig später, noch immer mit mir hadernd am Hochsitz und warf einen Blick zur etwa 100 Meter entfernten Waldkante. : Da zogen die Sauen doch tatsächlich schnurstraks auf mich zu und - in meinen Wind...
Noch bevor ich einen Frischling in´s Visier brachte, hatten sie kehrt gemacht und zeigten mir nur noch die Keulen. Klar, die Kugel blieb im Lauf.
Mein Frust war grenzenlos und auch der zwei Stunden später in´s jenseits beförderte feiste Marderhund, den ich kaum anheben konnte erhellte eine Laune nicht überdurchschnittlich.

Am nächsten Abend saß ich natürlich bei passendem Wind wieder draußen. Schon gegen 20:00 Uhr war im Wald so viel Rabatz, dass ich glaubte, dort macht jemand Brennholz. Nur die Laute zankender Sauen verrieten, dass es keine Brennholzwerber waren, die da Baumkronen bargen. Ganz offensichtlich war da schon ein Keiler aktiv...
Meine Hoffnung stieg. Schon am Tage hatte ich unverkennbar die Fährte eines Urians auf dem Weizenschlag bestätigt. Das musste jener Keiler sein, den mein Mitjäger (ein hocherfahrener Schwarzwildjäger) schon beim Rapsdreschen bestätigte. Er beschrieb ihn mit den Worten: "Wenn der rückwärts gehen muss, tritt der ganz sicher auf die Quaste..."
Sollte ich den wenigstens auch einmal bei bestem Mondlicht zu Gesicht bekommen...? - Nein sollte ich nicht! Erst als der aufziehende Nebel den Acker völlig überzogen hatte und man trotz Mond nicht mehr 30 Meter sehen konnte, ich deswegen eigentlich sehr schnell verschwinden wollte, waren um mich herum plötzlich Sauen. Sie schmatzten, zankten, riefen, liefen - nur zu sehen war sie nicht....
Ich blieb sitzen, bis irgendwann nach 2 Stunden nichts mehr zu hören war. Gesehen habe ich nichts...

Vorgestern saß ich wieder. Wieder Südostwind! Ich setzte mich also wieder auf die hohe Kanzel am Nordrand des Schlages. Der Mond sollte kurz nach 20:00 Uhr aufgehen. Ich saß schon 17:00 Uhr, hielt die Dämmerungsphase aus, ohne irgendetwas in Anblick zu bekommen. Und in der mondlosen Dunkelheit motivierte mich nichts. Kein Geräusch, das auf Sauen schließen ließ - einfach nichts...
War der Sauenspuk vorbei? Ich harrte aus. Der recht stramme Südostwind und die feuchte, diesige Luft ließen mich schneller als sonst frösteln. Aber ich blieb. Wenigstens kam gegen 20:30 ein wenig Mondlicht durch und erhellte die Bühne vor mir. Aber es blieb ruhig. Keine Äste barsten, kein Gezanke streitender Sauen war zu hören. Langsam machte sich Enttäuschung in mir breit. Auch das tagsüber gefährtete Rotwild ließ sich nicht sehen.
Gegen 21:30 drang entfernt das Klagen eines abgedrängten Frischlings an mein Ohr. Oder war es nur Einbildung...? Nein! Etwa 300 Meter entfernt von mir standen zwei stärkere Stück mit 4 oder 5 Frischlingen im Feld und zogen genau auf den offenen Hochsitz zu, der am Ende des Grabens stand und auf dem ich schon vor ein paar Tagen frustriert den Jagdabend beendete....
Es blieb nicht bei der kleinen Rotte. Plötzlich zählte ich mindestens 12 Sauen und - ein Riesenstück! Das musste er sein, der Monsterkeiler!

Ein Teil der Sauen startete durch und zog beinahe hochflüchtig zu einer einzelnen uralten Eiche mitten im Schlag. Diese stand etwa 200 Meter von mir entfernt. Ich konnte die vier Stücke schließlich als vermutliche Überläufer ansprechen. Ein Schuss auf diese Entfernung...? Es mag solche Jäger geben. Für mich war das keine Option. Abbaumen und angehen verbot sich auch, da in der Verlängerung Häuser stehen. Also abwarten.

Aber statt (wie erhofft) schließlich Richtung Wald zu wechseln und dabei bei mir vorbeizuwechseln, starteten die Überläufer nach etwa 3 Minuten wieder durch und zogen sehr zügig gegen den Wind nach Süden.

Okey, wenn ihr nicht zu mir kommt, komme ich eben zu euch! Zügig baumte ich ab und zog im Schutze des Waldrandes den Sauen hinterher. Allerdings musste ich schnell eingestehen, dass ich zu langsam war. Und ich dampfte aus allen Poren, als ich am offenen Hochsitz am Grabenende ankam. Von den Sauen war weit und breit nichts mehr zu hören oder zu sehen. Ich beschloss, mich auf dem Hochsitz zu postieren. Ich spekulierte darauf, dass die Sauen wieder erscheinen würden, wenn sie auf dem Rückwechsel waren.
Lange brauchte ich nicht zu warten. Auf einer Geländekupppe südlich von mir erschienen die zwei stärkeren Stücke mit den Frischlingen. Der Rest blieb verschollen. Langsam wechselten sie auf mich zu, waren noch etwa 180 Meter entfernt.
Ich lehnte mich zurück, atmete tief durch und wollte meinen Kreislauf abtouren lassen, bevor die Rotte in Reichweite kam. Aber als ob die Rotte ahnte, was kommen sollte, hielten sie den Abstand, um nach einigen Minuten wieder nach Süden zu verschwinden.

Mein Versuch, ihnen nachzugehen war genauso erfolglos wie vorhin. Und ich stand schließlich mutterseelenallein auf dem Weizenschlag.
Um 3:00 Uhr saß ich im Amarok und fuhr nach Hause.

Die Kontrolle des betreffenden Schlages am nächsten Tag zeigte, dass die Sauen inklusive der Überläuferrotte gegen Morgen wieder zurückwechselte und dabei den offenen Hochsitz am Grabenkopf in 40 Metern passierte...

Mein Plan für heute stand. Der abnehmende Mond sollte heute 21:03 aufgehen und ich hoffte gegen 22:00 auf ein wenig Licht. Doch schon gegen 20:00 Uhr saß ich draußen.
In größerer Entfernung, vermutlich im Nachbarrevier, meldete sehr intensiv ein Rothirsch. Ich weiß nicht, was den gestochen hatte, aber er blieb dabei und hielt durch. Ich hatte viel Zeit, seinem Konzert zu lauschen, zu dem sich in Abständen ein zweiter Rufer gesellte. So intensiv war es auch zur Hauptbrunft bei uns in diesem Herbts nicht zugegangen...
Es ist schon faszinierend, diesen Konzerten zu lauschen, auch wenn deren Zeit Anfang November eigentlich vorbei sein sollte.

Das durchdringende Klagen einer stärkeren Sau schreckte mich hoch. Ja, im Wald vor mir waren die Sauen aktiv, das war jetzt nicht mehr zu überhören. Wegen des mangelnden Mondlichtes saß ich zunächst am Dorfrand und hoffte auf die Wirkung des Industriemondes. Aber auf dem Acker blieb die Bühne zunächst leer. Etwa gegen 22:00 Uhr wurde tatsächlich die Sicht besser. Und wenig später standen drei Sauen in etwa 200 Metern Entfernung ruhig im Gebräch.
Ich lauschte, ob im Wald noch weitere Sauen zu verhören waren. Und tatsächlich, weiteres Gezank war im Wald aber noch weiter von mir entfernt zu vernehmen. Ich überlegte. Heute wollte ich es nicht drauf ankommen lassen, dass sie mir wegliefen.
Ich baumte ab und startete einen weiteren Versuch, die Sauen anzugehen. Dabei ließ ich mir Zeit, denn die drei Sauen standen noch ruhig im Gebräch. Und ich wollte nicht durch irgendeine Unachtsamkeit mein Kommen ankündigen.
Aber als ob sie es ahnten, begannen sie rechtzeitig weiter in´s Feld zu ziehen und nahmen den Weg zur Solitäreiche. Und jetzt zeigte sich einmal mehr, dass sie schneller ziehen, als ich unbemerkt hinterherkommen könnte. Nein, so hat das keinen Sinn. Ich muss warten, wohin sie danach ziehen. Vielleicht kann ich so auf dem Weg abfangen.

Noch bevor ich den Plan zu Ende gedacht hatte, waren um ich herum Sauen. Manche weiter weg, andere nur etwa 50 Meter entfernt. Die aber konnte ich nicht beschießen, weil gegen das nahe Dorf keine Sicht bestand und außerdem schon wegen der Häuser ein Schuss nicht zur Debatte stand.
Nach wenigen Augenblicken kamen die Sauen von der Solitäreiche in Bewegung und strebten dem Wald zu. Das könnte passen! Ich versuchte, den Weg abzuschneiden und kam tatsächlich rechtzeitig an. Zügig kniete ich ab, ging in den Anschlag und versuchte einen Überläufer in´s Ziel zu bekommen. Doch was mit dem Fernglas machbar schien, war mit dem Zielfernrohr vor dem dunkllen Wald aus dieser flachen Position her unmöglich - die Sauen erreichten den Wald unbeschossen...

Ich war zunehmend sauer! Das würde die letzte Chance sein! Ich erhob mich, drehte mich um und sah nur etwa 50 Meter von mir entfernt einen einzelnen Überläufer - allerdings vor den Häusern! Also wieder tabu!
Ein Ortswechsel war undenkbar! Die Sauen hätten mich doch mittlerweile längst mitbekommen haben müssen! Sie waren bereits über meinen Weg gewechselt, den ich eben erst gegangen war! Aber noch schienen sie unbesorgt - aber schon blies irgendwo ein Stück! Und nun ging alles schnell! Im Sekundenbruchteil war die Bühne komplett leer...

Im Wald krachte es. Die eben noch auf dem Feld im Gebräch stehenden Sauen hatten es sehr eilig. Ich dagegen nun nicht mehr. Ich schlenderte langsam Richtung Auto. Die Uhr zeigte 01:00 und ich musste nach Hause, denn schon um 05:00 Uhr würde mich der Wecker zur Verzweiflung bringen.
Als ich am offenen Hochsitz am Grabenkopf vorbeikam, beschloss ich, noch einen Moment darauf zu verharren und den Frust der Erfolglosigkeit einer ganzen Mondperiode zu verarbeiten...

Und nun sitze ich hier, lasse die Reihe der Misserfolge noch einmal Revue passieren. Ja, da kann schon gewaltig Frust aufkommen, im Bewusstsein, dass jetzt lange und sehr dunkle Nächte kommen und die Sauen alle Zeit der Welt haben werden, ihr zerstörerisches Werk im Weizen fortzuführen.

Das unentwegte Röhren des Spätverliebten dringt mir wieder in´s Bewusstsein. Ein Blick auf die Uhr lässt mich erschrecken: 02:00 Uhr! - na das mag morgen ein Arbeitstag werden...
Bevor ich endlich aufstehe, folgt noch einmal routinemäßig ein Rundumblick mit dem Fernglas - und da stehen sie: zwei stärkere Stücke und 5 Frischlinge! Keine 60 Meter entfernt! Und ich habe sie nicht kommen hören. Kein Zweig zerbrach, kein Frischlingsgezank!

Völlig unspektakulär liegt 3 Minuten später einer der Frischlinge mit sauberem Schuss vor mir - welche Gefühlskontraste...!
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Rapsjaeger

Rapsjaeger

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Kommentare

02.11.2015 22:46 Oecher
Klasse geschrieben!!
Dein hoher Einsatz wurde ja doch noch belohnt, und ich weiss aus eigener Erfahrung: nachdem man sich so "gequält" hat wegen der "schwarzen Biester" ist eine solche Belohnungen Ausgleich genug für die Strapazen! Nächstes Mal genau wieder so!
Das ist Passion!

Gruss aus Mittelhessen

Oecher
03.11.2015 09:16 Boarhunter75
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt
Waidmannsheil
03.11.2015 10:33 Rapsjaeger
Oecher schrieb:
Klasse geschrieben!!
Dein hoher Einsatz wurde ja doch noch belohnt, und ich weiss aus eigener Erfahrung: nachdem man sich so "gequält" hat wegen der "schwarzen Biester" ist eine solche Belohnungen Ausgleich genug für die Strapazen! Nächstes Mal genau wieder so!
Das ist Passion!

Gruss aus Mittelhessen

Oecher


Weidmanns Dank! Ja, der Frischling ist zumindest eine kleine Entschädigung...
03.11.2015 10:33 Rapsjaeger
Boarhunter75 schrieb:
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt
Waidmannsheil


Weidmanns Dank! Wenn die Sache dann noch so endet, ist es ja auch gut...
03.11.2015 10:34 sau_hund
WMH
.......wenn es nicht will, will es nicht
Wobei ich da gleich einen mobilen Ansitz hingestellt hätte, garantiert ist der Erfolg natürlich trotzdem nicht
03.11.2015 10:37 Rapsjaeger
sau_hund schrieb:
WMH
.......wenn es nicht will, will es nicht
Wobei ich da gleich einen mobilen Ansitz hingestellt hätte, garantiert ist der Erfolg natürlich trotzdem nicht


Ich hatte ja einen leichten freistehenden Sitz, den man schnell mal hin und herziehen kann hingestellt. Aber all das bringt bei den langen Ost- und Südostwindverhältnissen der letzten Mondperiode nichts, da die Sauen bevor sie auf den Acker kommen immer einmnal die komplette Waldkante kontrollieren...

Bei den eigentlich üblichen Westwindlagen sind die Erfolgsaussichten mit dem mobilen Sitz durchaus deutlich größer!
03.11.2015 11:14 swinging_elvis
Himmelhoch jauchzend... ich kann es mir gut vorstellen! Donnerndes Waidmannsheil zu Frischluft, Frischling und Durchhaltevermögen. Hier im Süden habe ich auch jede Nacht den Mond bestaunt .. nur ohne Sauen... Horrido. El
03.11.2015 14:48 Rapsjaeger
swinging_elvis schrieb:
Himmelhoch jauchzend... ich kann es mir gut vorstellen! Donnerndes Waidmannsheil zu Frischluft, Frischling und Durchhaltevermögen. Hier im Süden habe ich auch jede Nacht den Mond bestaunt .. nur ohne Sauen... Horrido. El


Weidmanns Dank! Die Sauen hat´s scheint es kaum gestört, dass eine fehlt. Sie sind trotzdem am Schlag aktiv. - Ich werde deshalb heute auch wieder rausgehen und auf den Industriemond hoffen (müssen)...
03.11.2015 15:40 kong
Vielen Dank für Teilhaben lassen...und ein donnerndes WMH zum Wutz
03.11.2015 19:11 Rapsjaeger
kong schrieb:
Vielen Dank für Teilhaben lassen...und ein donnerndes WMH zum Wutz

Weidmanns Dank, alter Haudegen! Eigentlich wollte ich ja heute wieder raus. Aber bei der Waschküche da draußen hat das überhaupt keinen Sinn...
03.11.2015 20:25 ZH-7x57
Die Ausdauer hat letztendlich gelohnt, ein wohlverdientes Weidmannsheil! Die Ansitzjagd und Pirsch gut erzählt, gefällt mir. bei uns war es auch so , die Sauen gingen nicht aus der Deckung, Eichelmast und Bucheckern sind zur Zeit bevorzugt.Weidmannsheil!
04.11.2015 13:55 Kija
Da hast du aber eine wahnsinnige Ausdauer entwickelt Weidmannsheil!
04.11.2015 16:03 Rapsjaeger
jagdprofi schrieb:
Die Ausdauer hat letztendlich gelohnt, ein wohlverdientes Weidmannsheil! Die Ansitzjagd und Pirsch gut erzählt, gefällt mir. bei uns war es auch so , die Sauen gingen nicht aus der Deckung, Eichelmast und Bucheckern sind zur Zeit bevorzugt.Weidmannsheil!


Weidmanns Dank! Heute abend geht es wieder raus - auch ohne Schweinesonne. Der Nebel lichtet sich langsam und ich hoffe auf die Wirkung des Industriemondes nebenan. Sollte das nicht klappen, werden es hässliche 14 Tage ohne Mond...
04.11.2015 16:04 Rapsjaeger
Kija schrieb:
Da hast du aber eine wahnsinnige Ausdauer entwickelt Weidmannsheil!


Ja, das ist so. Mein Ehrgeiz bei anwesenden Sauen ist fast sprichwörtlich und freut nicht nur benachbarte Revierinhaber (die mit Schqwarzwildschäden nicht rechnen müssen)...

Weidmanns Dank!
04.11.2015 17:45 Tannschuetz
superklasse! ...Waidmannsheil!

du hast aber wenigstens eine bekommen... bei mir lief diese Mondphase so: ...entweder NEBEL, oder Falscher Wind und sie bekamen mich dadurch mit, oder zu weit weg, oder vom hohen Schilf verdeckt, oder beim Aufbaumen verprellt, oder beim Abbaumen verprellt, oder...oder...oder ... Alle Versuche waren vergebens!
04.11.2015 18:17 Kija
Rapsjaeger schrieb:
Ja, das ist so. Mein Ehrgeiz bei anwesenden Sauen ist fast sprichwörtlich und freut nicht nur benachbarte Revierinhaber (die mit Schqwarzwildschäden nicht rechnen müssen)...

Weidmanns Dank!


bei mir ist nichts los, alle weg: wohl ab in die Schilfgebiete, da geht kein Grauhund rein ....

na gut, 2 habe ich vor 2 Wochen mitgenommen
04.11.2015 19:50 Gangloff
Weidmannsheil zur Sau.
Gesehen und gehört hast Du aber eine ganze Menge. Das es nicht immer klappt - so ist eben die Jagd.
Der Wind spielt auch bei mir nicht immer mit. Er dreht sich ständig und küselt. Wir haben aber meist Westwind oder er bläst aus Süd/West. Da müssen einige Kanzeln umgestellt werden. Vielleicht ist das bei dir auch eine praktikable Lösung. Es scheint, dass sich die Hauptwindrichtung (bei uns) geändert hat.

Gruß
Gangloff
05.11.2015 06:55 Rapsjaeger
Gangloff schrieb:
Weidmannsheil zur Sau.
Gesehen und gehört hast Du aber eine ganze Menge. Das es nicht immer klappt - so ist eben die Jagd.
Der Wind spielt auch bei mir nicht immer mit. Er dreht sich ständig und küselt. Wir haben aber meist Westwind oder er bläst aus Süd/West. Da müssen einige Kanzeln umgestellt werden. Vielleicht ist das bei dir auch eine praktikable Lösung. Es scheint, dass sich die Hauptwindrichtung (bei uns) geändert hat.

Gruß
Gangloff



Weidmanns Dank!. Ja, die Neuorientierung ist wohl ein Muss, wenn man ein Revier einrichtet. Ich weiß nicht, ob ich mir das alles einbilde, glaube aber auch, dass wir seit einigen Jahren viel häufiger und ausdauernder Ostwindlagen haben. Da die Pachtperiode bei uns am 31.03.16 endet, wir noch keinen neuen Pachtvertrag in den Händen haben, sind wir im Moment in der Frage der Revier(neu)einrichtung noch ein wenig zögerlich. Aber die Abkehr von der reinen Westwindlehre ist (egal wo ich nachher jagen werde) bei mir schon mal festgeschrieben...

Grüße von Rügen
05.11.2015 07:04 Rapsjaeger
Kija schrieb:
bei mir ist nichts los, alle weg: wohl ab in die Schilfgebiete, da geht kein Grauhund rein ....

na gut, 2 habe ich vor 2 Wochen mitgenommen


Mein Bruder jagt ja auch mit Wölfen. Allerdings hat er bei den Sauen noch nicht so gravierende Änderungen in ihrem Auftreten beobachtet, die er mit dem Vorkommen des Wolfsrudels in Verbindung bringt. Das Auftreten der Sauen in der dortigen Kiefernheide hängt in erster Linie davon ab, wieviel Mais er dort bewachen muss, und wo er sich räumlich konzentriert. In Jahren ohne Mais sind auch keine Sauen da. In Jahren mit Mais um so mehr, obwohl die Wölfe regelmäßig anwesend sind.
Rotwild reagiert dort viel stärker auf den Wolf.
05.11.2015 07:06 Rapsjaeger
Tannschuetz schrieb:
superklasse! ...Waidmannsheil!

du hast aber wenigstens eine bekommen... bei mir lief diese Mondphase so: ...entweder NEBEL, oder Falscher Wind und sie bekamen mich dadurch mit, oder zu weit weg, oder vom hohen Schilf verdeckt, oder beim Aufbaumen verprellt, oder beim Abbaumen verprellt, oder...oder...oder ... Alle Versuche waren vergebens!



Weidmanns Dank!

Ja auch der Nebel hat mich geärgert! Aber: Ende gut - alles gut... Zumindest für mich! Der Frischling würde es sicher anders sehen...
07.11.2015 19:58 Oecher
Rapsjaeger schrieb:
Mein Bruder jagt ja auch mit Wölfen. Allerdings hat er bei den Sauen noch nicht so gravierende Änderungen in ihrem Auftreten beobachtet, die er mit dem Vorkommen des Wolfsrudels in Verbindung bringt. Das Auftreten der Sauen in der dortigen Kiefernheide hängt in erster Linie davon ab, wieviel Mais er dort bewachen muss, und wo er sich räumlich konzentriert. In Jahren ohne Mais sind auch keine Sauen da. In Jahren mit Mais um so mehr, obwohl die Wölfe regelmäßig anwesend sind.
Rotwild reagiert dort viel stärker auf den Wolf.



Davon sind wir in Mittelhessen noch weit entfernt; wir haben aber auch so genug mit den Sauen zutun! Und das ohne Wolf , ohne Rotwild und bei mir auch ohne Mais( 95% des Feldanteils von ca 360 ha sind Bio)!

Gruss aus Mittelhessen
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