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Hunting Stories

Meine Jagderlebnisse (13 Einträge)

Jagd Polen Jagd Polen
492 mal angesehen
24.10.2015, 15.57 Uhr

Darz bor - Damhirschjagd in Polen

Die Tage sind schon kürzer geworden,  wenn in der zweiten Hälfte des Oktobers die Damhirsche ihren Platz auf dem Brunftplatz einnehmen. So zog  es mich am 19. Oktober dieses Jahres  nach Polen. Mein Ziel war die Ortschaft Popielów,  gelegen in Schlesien.  Polen,  so gut wie vor der Haustüre,  leicht erreichbar,  sicher und bewährt und doch so spannend und vielfältig, hat nach wie vor eine Sonderstellung was Qualität und Organisation der Jagd angeht. Die 26000 ha umfassende  Oberförsterei Kup, in welcher ich 3 Tage jagen durfte,  hat einen sehr guten  Bestand an Damwild  und die Qualität desselben ist großartig. Im Vergleich zu anderen Damwildvorkommen Europas ist das polnische Damwild vom Gebäude her  etwas geringer,  wodurch die Schädel etwas filigraner sind.  Die Geweihgewichte korrelieren dementsprechend,  starke Schaufler tragen Geweihe von gut drei Kilogramm. In den ungarischen Top - Revieren Gyulai oder Guth hätte ich sicherlich einen kapitaleren Damhirschen der magischen 4-Kilo-Grenze erlegen können,  aber ich habe mich bewusst für Polen und die Oberförsterei Kup entschieden,  da es sich hier um keine Gatterjagd handelt und der Damhirschbestand nicht künstlich hochgepuscht wurde . Gebucht hatte ich diese Jagdreise über die polnische  Jagdagentur TROP. Es handelte sich um ein Pauschalangebot beinhaltend den Abschuss von einem Damhirsch (ungeachtet der Trophäenstärke ) einem Stück Damkahlwild sowie einem weiblichen Stück Rehwild. Ebenfalls bestand die Möglichkeit anderes Wild zu erlegen und nach Preisliste abzurechnen.
In Popielów am Jagdhaus angekommen,  wurde ich vom  Jagdförster Irek und der Dolmetscherin Agnieszka empfangen.  Untergebracht wurde ich in einem Nebengebäude des Forsthauses, welches sehr sauber war und über eine kleine Küche, ein  Badezimmer sowie Wohn/Schlafzimmer mit Holzofen verfügte. Frühstück,  Mittag- sowie Abendessen wurden jeweils im Forsthaus serviert.
Die Oberförsterei Kup besteht zu 2/3 aus Wald  ( hauptsächlich Kiefernbestände und dazwischen immer wieder Buchen /Eichenbestände ) sowie 1/3 aus Wiesen und Feldern.  Das Terrain ist sehr flach. Der jährliche Wildschaden in den Feldern beläuft sich  auf etwa  100000 (!) Euro,  was für einen hohen Wildbestand spricht.  Jährlich kommen 600 Stück Schwarz -,  400 Stück Reh-, 200 Stück Rot- und 160 Stück Damwild zur Strecke. 
Vom Optikherrsteller MINOX  war mir für die Jagd ein Fernglas 8,5×52 samt MINOX Neopren-Trageriemen sowie ein Zielfernrohr ZE5i  2-10×50 zur Verfügung gestellt worden. Besonders das leichte und trotzdem lichtstarke Fernglas mit dem konfortabelen Neopren-Trageriemen kam mir bei der Pirsch zu Gute.  In der Oberförsterei Kup wird auf Damwild lediglich gepirscht,  dies da es im Gegensatz zum Rotwild nicht häufig auf  die Wiesen /Felder austritt. Leider war es bei meinem Aufenthalt zu "warm" und die Damwildbrunft war eher mäßig,  nur selten hörten wir einen Hirschen röcheln respektiv 》rülpsen 《.   Trotzdem gelang es mir auf der Abendpirsch des ersten Jagdtages einen, nicht kapitalen aber dafür interessanten Schaufler, mit langem Dorn in der rechten Stange,  zu erlegen. Derselbe hatte seinen Harem von etwa 10 Stück Kahlwild fest im Griff und  war ständig in Bewegung.  Nach einiger Zeit,  welche mir wie eine Ewigkeit vorkam, und das Jagdfieber in mir hochsteigen ließ,  verhoffte er kurz breitstehend und ich konnte ihm auf etwa 60 Meter  eine saubere Kugel antragen (. 30-06 Geco 11,0 g Teilmantel ) Dass der Wildbestand im Revier Kup  gut bis sehr gut ist,  davon konnte ich mich durch reichlichen Fährtenabdrücke und die gut begangenen Wechsel überzeugen. Auch  Anblick aller vorkommenden Wildarten hatte ich bei jeder Pirsch /Ansitz.  Lediglich Damschaufler bekam ich keinen weiteren mehr  in Anblick als den,  welchen ich am ersten Jagdtag erlegte.  Dies lag aber warscheinlich daran, dass wir uns nach dessen Erlegung auf den Abschuss von Rot- sowie Damkahlwild konzentrierten und nicht mehr die Brunftplätze anpirschten . Am Abend des zweiten Jagdtages konnte ich mein zweites Stück Wild in Polen,  ein allein ziehendes Damkalb, an den Anschuss bannen. Am dritten Tag konnte ich leider keinen Abschuss verbuchen.  Abends im letzten Büchsenlicht ergab sich zwar fast noch die Gelegenheit auf ein Stück Damkahlwild zu Schuss zu kommen,  doch leider bekam ich es nicht mehr richtig ins Glas,  also blieb der Finger gerade.

Fazit Polen ist immer eine Reise wert und die Oberförsterei Kup wird mich wiedersehen vermutlich schon nächstes Jahr im September zur Hirschbrunft.
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THIERRY

THIERRY

Alter: 41 Jahre,
aus Elvange
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Kommentare

26.10.2015 12:21 Remmi
Waidmannsheil zum Hirsch!
26.10.2015 17:30 THIERRY
Bolchower schrieb:
Waidmannsheil zum Hirsch!

Waidmannsdank
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