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Jagd allgemein

..und darum jage ich (14 Einträge)

ele road sign zambesi
503 mal angesehen
16.10.2015, 07.56 Uhr

Gedanken............


„Der Mensch ist im Grunde ein wildes Tier. Wir kennen es bloß im Zustand der Bändigung und Zähmung.“ Arthur Schopenhauer

Konflikte zwischen Mensch und Tier sind weltweit an der Tagesordnung. Deutschland erlebt gerade nach der Rückkehr des Wolfes seine ersten wahren Konflikte nach hundert Jahren Ruhepause. Die intensive Flächennutzung und Bevölkerungsdichte in Westeuropa lässt eigentlich kaum Großraubwild zu und nur Tagträumer mit Wunschromantik verklären die Rückkehr des Wolfes in einer Art Willkommenskultur. Den Mensch-Tier Konflikt sehen wir wohl nur aus unserer eigenen Sicht. Dass das Tier eine diesen Konflikt anders erlebt verdrängen wir in der uns eigenen menschentypischen Wahrnehmung. Da Alles ganz anders sein könnte habe ich einmal versucht aus der Sicht der Kreatur oder mehr neutral zu schildern. Es basiert auf etwas Erlebtem.
Dabei steht im Vordergrund dass die Gedächtnisleistungen von Elefanten schon sprichwörtlich sind und deren oftmals für uns unerklärbare Handlungen mich manchmal regelrecht erschüttern lässt:

Der Elefant war in das Reich der Menschen eingebrochen. Er folgte der alten Wanderroute die seine Art seit Jahrtausenden benutze. In ihm war der Drang dorthin zurück zu gehen wo er einst geboren wurde. Sein letztes Paar Backenzähne waren schon fast heruntergekaut.

Fünf Backenzähne davor hatten die Veränderungen in seiner Heimat gesehen. Er hatte den Krieg der Menschen gesehen die um die Unabhängigkeit kämpften und die Menschen die danach um ihr Land rangen und stritten. Damals wurde seine Herde getrennt und viele seiner Gruppe waren durch Landminen verstümmelt oder getötet. Er schritt voran nach Norden. Die harten Blätter und Zweige des Südens konnte er nicht mehr kauen. Selbst die festen Trockengräser konnte er nicht mehr verdauen. Sein Dung war faseriger geworden. Seine Kraft würde nun bald schwinden.

Der Bulle hatte sich schon lange nicht mehr mit den Jüngeren messen können. Er war ein Riese, der nach der Art der Elefanten, nie aufgehört hatte zu wachsen. Sein Elfenbein, einst weiß und lang, war nun zersplittert, kurz, stumpf und gelb. Er lief weiter und erkannte die Berge und Hügel, doch der Busch, den er aus seiner Jugend kannte, war verschwunden. Maisfelder, Siedlungen und Dörfer waren nun dort und kein Magenkollern und Laute seiner Artgenossen hatte er mehr seit Tagen vernommen. Er war alleine doch sein Drang nach Norden zu wandern war ungebrochen.

Er wurde vertrieben. Erst nur durch Trommeln und Geschrei von Menschen. Doch dann ahnte er dass er verfolgt wurde. Seine Jäger kannte er nicht. Sein lautes Trompeten sollte ihnen als eine Warnung gelten. Doch dies zog die Menschen eher an als sie zu vertreiben. Er hatte schon mit Menschen gekämpft und trug die Narben dieser Begegnungen.

Noch war er nicht am großen Fluss angekommen der ihn von seiner Geburtsstelle trennte. Er wollte es erreichen, sein grünes Paradies der Jugend. Nun sah er die letzten Berge die ihn vom mächtigen Strom trennten. Unermüdlich schritt er voran. Den spärlichen Bewuchs des trockenen Sandes erkannte er wieder. Dies war die große Ebene vor dem Fluss. Bald würde er nun den gewaltigen Sambesi erblicken.

Doch als er die Ufer erreichte war sein Fluss nicht mehr da. Ein endloser Stausee, von Menschenhand geschaffen, versperrte ihm unwiderruflich den Weg. Er konnte nicht mehr auf die andere Seite gelangen. Nun fühlte er dass er das grüne Paradies nie mehr sehen würde.

Lange stand der mächtige Elefant am Ufer des Sees. Er hob den Rüssel und suchte den Geruch seiner Heimat. Dann drehte er sich um und ging seinen Jägern entgegen. – Epilog Buch-
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Kommentare

16.10.2015 08:42 Tannschuetz
Superklasse!!!!
16.10.2015 10:20 ElliN
Klasse Danke
16.10.2015 11:04 Joey57
Ein berührender Bericht, Danke
16.10.2015 14:05 sizi
Tolle Erzählung, hattest du mir davon erzählt gehabt ?
16.10.2015 14:53 Herbert60
Danke
16.10.2015 16:03 lindedrohn
Danke
nur Schade das sowas nur die Lesen, die das Problem erkannt haben.
16.10.2015 18:50 namhunt
sizi schrieb:
Tolle Erzählung, hattest du mir davon erzählt gehabt ?

jop war wohl am Tisch unter dem großen Jakaranda Baum
16.10.2015 20:22 sizi
namhunt schrieb:
jop war wohl am Tisch unter dem großen Jakaranda Baum


Bei dem wohl köstlichsten Orangensaft den ich je getrunken habe. Wir sollten das echt wiederholen, hat echt Spaß gemacht
16.10.2015 20:26 namhunt
sizi schrieb:
Bei dem wohl köstlichsten Orangensaft den ich je getrunken habe. Wir sollten das echt wiederholen, hat echt Spaß gemacht



gerne. Letzte Mal war Nam nun wäre dann Zim für dich dran

Kommste zu meinen Infoabenden???
16.10.2015 20:29 sizi
namhunt schrieb:
gerne. Letzte Mal war Nam nun wäre dann Zim für dich dran

Kommste zu Infoabenden???


Mal sehen ob ich es schaffe, evtl bin ich eh in der Gegend zwecks vorstellungsgespräch.
16.10.2015 20:32 namhunt
sizi schrieb:
Mal sehen ob ich es schaffe, evtl bin ich eh in der Gegend zwecks vorstellungsgespräch.


das wär klasse. Termine sag ich noch genauer durch!! Fachsimpeln inklusive
16.10.2015 20:33 sizi
namhunt schrieb:
das wär klasse. Termine sag ich noch genauer durch!! Fachsimpeln inklusive


Ohne fachsimpeln wäre es nur halb so gut
16.10.2015 20:34 namhunt
sizi schrieb:
Ohne fachsimpeln wäre es nur halb so gut


stimmt
18.10.2015 19:12 joerni
Es ist doch immer wieder schön, wie sich deutsche Jäger dann erbarmen....
[africageographic.com]
Jörg
18.10.2015 21:33 namhunt
joerni schrieb:
Es ist doch immer wieder schön, wie sich deutsche Jäger dann erbarmen....
[africageographic.com]
Jörg


Ein ganz normaler 100 Pfünder Elefant. Weder einzigartig noch sonst etwas. Nicht abnorm groß oder sonst wie auffällig. Zielalter erreicht. Eben ein Elefant der Klasse eines 14 Kilo Hirsches in deutschen Wäldern. Aber der große rote Waldfresser wird mit Applaus der erlegt und Schulterklopfen der Forstmänner ist garantiert. Beim Elefanten aber wird ein Bohei gemacht dass es schon allmählich eine Farce ist. Mein lieber Unwissender Jörg: Mach dich erst mal schlau und erkundige dich nach Beständen und deren Management. Und lerne endlich dass die Bildung nicht aus der Bildzeitung kommt oder dergleichen Niveau. Bei über 100.000 Elefanten im Land und Zuwachs von 5%, da sagst du mir mal wie das geregelt wird? So wird ein Schuh draus: Management und Devisen, Arbeitsplätze und Einkommen..und das Ganze aus NACHWACHSENDEN RESOURCEN !! oder widersprichst du mir da???
18.10.2015 21:48 Erdweibchen
Es könnte auch ein großer alter Hirsch irgendwo im brandenburgischen sein... eine tolle Geschichte - egal welches Tier. Ja, der Mensch sieht es wohl nur noch aus seiner Sicht... und es ist immer wieder gut, ein wenig über den Tellerrand zu schauen.
19.10.2015 01:38 DutchFuchs
So,zum ersten gut geschrieben! Wirklich prima. Ich kann durchaus vergleiche ziehen mit dem hiesigen Rehwild. Ja lach Du nur. ... Rehwild zieht auch über Generationen über die gleichen Wechsel. Ich bin im kiesabbau Gebiet. Schaufel da den Kies weg,zieht das Reh aussen herum. Wird die Fläche rekultiviert zieht das Reh wieder seine alten Wechsel.

Nur warum wird immer wieder so ein bohei gemacht wenn in einem Land in dem es zu viele Elefanten gibt einer geschossenen wird?
Sorry wenn ich mich aoute....Elefanten sind nicht meine Tiere....Ich kann nicht sagen woran das liegt.Sie sind da,gehören zu Afrika dazu,und es ist beeindruckend welche zu sehen. Aber das war's auch schon. Nö nix für mich. Du weißt ja noch welche Tierart ich mag,oder.....und da mault keiner wenn welche geschossen werden. Hast Du dort auch welche oder nur Elefanten....
19.10.2015 07:24 namhunt
DutchFuchs schrieb:
So,zum ersten gut geschrieben! Wirklich prima. Ich kann durchaus vergleiche ziehen mit dem hiesigen Rehwild. Ja lach Du nur. ... Rehwild zieht auch über Generationen über die gleichen Wechsel. Ich bin im kiesabbau Gebiet. Schaufel da den Kies weg,zieht das Reh aussen herum. Wird die Fläche rekultiviert zieht das Reh wieder seine alten Wechsel.

Nur warum wird immer wieder so ein bohei gemacht wenn in einem Land in dem es zu viele Elefanten gibt einer geschossenen wird?
Sorry wenn ich mich aoute....Elefanten sind nicht meine Tiere....Ich kann nicht sagen woran das liegt.Sie sind da,gehören zu Afrika dazu,und es ist beeindruckend welche zu sehen. Aber das war's auch schon. Nö nix für mich. Du weißt ja noch welche Tierart ich mag,oder.....und da mault keiner wenn welche geschossen werden. Hast Du dort auch welche oder nur Elefanten....

die Tiere die mit O anfangen und mit ryx aufhören? Die meinste doch die sind in Zim protected animals...royal game..dort dürfen die nicht bejagt werden. Aber damit kann ich dann "drüben" dienen ..ja Elefanten sind schon Problem. Es ist wirklich so dass sie die meist vorkommende Wildart im Hwange Park zu sein scheinen. Die Schäden im Park sind unfassbar, die Lebensgrundlage für andere Tierarten stellenweise bedroht. Und jedes Jahr kommen noch mehr Jungtiere dazu , ein Dilemma. Mit den 400 Tags pro Jahr ist uns nicht geholfen. Und exportieren wir mal 50 Jungelefanten in Zoos in China wird auch von den Naturkaputtschützern in Deutschland protestiert und gedroht. Aber weisst ja dass Fanties mein Lieblingswild ist. Ich jage die um sie zu erhalten
19.10.2015 09:32 DutchFuchs
namhunt schrieb:
die Tiere die mit O anfangen und mit ryx aufhören? Die meinste doch die sind in Zim protected animals...royal game..dort dürfen die nicht bejagt werden. Aber damit kann ich dann "drüben" dienen ........Aber weisst ja dass Fanties mein Lieblingswild ist. Ich jage die um sie zu erhalten


Das weis ich doch. Wir essen Bentheimer Landschweine um die alte Rasse zu erhalten. Nur drüber regt sich nur die Grass futternde Fraktion in Deutschland auf. Ich sehe das so : wo zu viele Elefanten sind,entweder umsiedeln,was oft nicht geht,oder dann halt doch durch gezielte Jagd der überpopulation gerecht werden. Denn jeder der etwas grips im Kopf hat müsste mittlerweile wissen was und wer alles von einer professionellen Jagd profitiert.
Hast richtig geraten...die wie ich finde eleganten Oryx.
Obwohl mich damals auch der Anblick einer Nashornkuh mit Kalb echt fasziniert hat. Abendrot in Namibia und die beiden die gemütlich am grasen waren.
22.10.2015 11:32 namhunt
Einen interessanten Nachtrag habe ich noch :
[www.az.com.na]

Die finanzielle Belastung wegen Wilderei in Gebieten die nicht permanent durch einen Safari Operator betreut werden sprengen sogar die Etats der Ministerien. Darauf haben wir schon mehrfach hingewisen und die in meinen Augen einzige Möglichkeit des permanenten Schutzes ist eine langfristige Zusammenarbeit von konzessionsfreien Gebieten mit den Jagdveranstaltern. In diesem Punkt ist Zimbabwe vorbildlicher als Namibia, denn dort haben die Safari Areas und deren Schutz einen hohen Stellenwert. Meist ist dort die Vergabe an Wildererbekämpfung gebunden um die Verantwortung denen zu geben die das Gebiet auch jagdlich nutzen. Eine logische Konsequenz!
23.10.2015 09:40 namhunt
und es findet Gehör !!!

[www.jagdwechsel.com]

Tanzania hat nun ähnlich wie Zimbabwe reagiert und ganze Landstriche mit samt Wild privatisiert. Ein Weg der in die richtige Richtung führen wird und effektiver ist wie Jagdverbote a la Botwana
24.10.2015 13:30 Yumitori
Moin Namhunt,

wundervoll, berührend, erschütternd -
ich hoffe nur, dass es den Einsichtigen unter uns allen, die wir wissen, dass wir wilde Tiere sind, gelingt, ebenfalls mit entsprechender Würde unserem Großen Jäger entgegenzugehen...

Pamwe Chete
Y.
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