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In die Zange genommen (10 Einträge)

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23.09.2015, 13.38 Uhr

Auslandsjagd

Auslandsjagd
zu den Bildern v.l.: Gabelbock, Maultierhirsch, Kudu

Alles ist relativ, auch das Verhältnis zur Auslandsjagd.
Für den einen ist es das Nachbarrevier Ausland, für den anderen ein ferner Erdteil.

Nicht selten kommt das Argument: „kein Verhältnis zu fremdem Wild“.
Fremd kann alles Mögliche sein, vom Birkhahn über Schwarzwild, Gams und Elch, was ja alles in Europa vorkommt.

„Trophäen“ sind auch wieder ein Reizwort, insbesondere wenn von heranmästen und den Kult um Trophäen die Rede ist. Insbesondere DIE GRÜNEN reden davon wie die Jungfrau vom Kind, denn nirgends auf dem schwarzen Kontinent haben Trophäenjäger auch nur eine Wildart an den Rand des Aussterbens gebracht. Diese Tendenz zeichnet sich besonders dort ab, wo die Jagd verboten wurde und Wilderer oft mit Billigung der Regierungen freie Hand haben.

Der Buschmann mit seinem Blasrohr hat genauso wenig Einfluss auf die Bestände wie der schwarze Afrikaner, der als Mutprobe mit dem Speer einen Löwen tötet. Wilderer „jagen“ mit Kalashnikov oder Schlingen auf eigene Rechnung was den Mitmenschen kein Einkommen bringt. Besonders bedroht sind Nashörner und Elefanten durch die Nachfrage nach den Hörnern.

Wo Wild als kostbar gilt, wird es auch geschützt. Jagd ist, im Gegensatz zur Nichtjagd oder Wilderei, tatsächlich angewandter Naturschutz, so was geht aber in die Hirne der Hobby- und Pseudo-Ökologen nicht hinein. Wo Tiere durch „Culling“ reduziert werden müssen, um den eigenen Lebensraum nicht zu vernichten, machen das die Parkverwaltungen oder die Farmer selbst und keine „Trophäenjäger“.

Der Argali kommt dem Steinbock sehr nahe, oder der Elch dem Rothirsch. Hörner geben in jedem Fall was her, ob Sika, Gams, Dam, Mufflon oder eben „unser“ König der Wälder.
Was tut einer denn jagdlich, wenn er „seinen Lebenshirsch“ erlegt? Eben – nix. Vielleicht hat er seinem Arbeitsgeben 40 Jahre treu gedient oder legt entsprechend was hin. Auf was ist er „stolz“. Das trifft aber für jeden zu, der „woanders“ oder hierzulande jagt und für das was erlegt, eigentlich nix getan hat, außer hinzuschießen und zu treffen.

Afrika ist als Jagdland immer noch beliebt, wenngleich es nur sehr wenige sind, die über Jahre hinweg dort jagen. Das gilt generell fürs Ausland, wo viele wenigstens nur einmal jagen wollen oder gejagt haben. Ein Afrikajäger ist man nicht bei einmaligem jagen, sowenig wie einer mit einer Gams ein „Gebirgsjäger“ ist. Mir hat Afrika wirklich gefallen, wenngleich ich nur das „Kleine Programm“ gejagt habe. Für mehr reichte mir das Geld nicht.

Auf nur wenige Wildarten ist in Afrika eine Lizenz erforderlich und wer dann schon mal den Flug dorthin zahlt, für den soll sich das durch möglichst viele Erlegungen „rentieren“. Aus diesem Grund sind die USA weniger beliebt, weil für „Trophy Game“ meist Lizenzen zu ziehen sind. Dessen ungeachtet war ich elfmal in den USA und nur einmal in Afrika. In meinem Buch „Alles im Grünen Bereich“ habe ich das zum Ausdruck gebracht. Das meiste afrikanische Wild hat „Hörner“ und weil für kapitale Trophäen kein Mehrpreis fällig ist, wird dort lieber gejagt als in Osteuropa, wo jede 100 g mit Euro oder Dollars zu Buche schlagen.
Afrika liefert auch schöne Decken von Fried- und Raubwild. Beliebt ist das Zebra, wenngleich manchem dieses „Wildpferd“ als Jagdwild nicht liegt.

In echten Wildnisgebieten, wo man selbst mit einem Allrad nicht hinkommt, beschränkt sich die Jagd auf das wesentliche und wenn davon gelebt werden muss, spielt die Trophäe bei weitem nicht die Rolle, wie für den europäischen Jäger. Sei es was die unbekannten Strapazen, die Schießerei oder die Wildversorgung betrifft.

Die Gründe gegen die Auslandsjagd im Allgemeinen und für Afrika im Besonderen sind vielfältig, aber oft nur vorgeschoben oder aus völliger Unkenntnis der Jägerei angeführt.

Selbst schon in acht Ländern jagend unterwegs, habe ich das nie irgendwelcher Trophäen wegen gemacht, sondern immer nur um das betreffende Land und die darin lebenden Tiere kennen zu lernen. Nicht nur als Jagdführer dem Gast den Vortritt lassend, sondern auch weil sich wegen der Umstände keine Gelegenheit zu einer Erlegung ergab, kam ich ohne Beute heim. Wer schon hinfahren will, der erweitert in jedem Fall seinen Horizont und kann erleben wie andernorts gejagt wird, ohne dass ständig von Waidgerechtigkeit die Rede ist. Wer hinfährt, dem sei empfohlen gut schießen gelernt zu haben, denn das wird überall geschätzt.
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SirHenry

SirHenry

Alter: 80 Jahre,
aus Fürth
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Kommentare

23.09.2015 16:32 namhunt
Auslandsjagd und Naturschutz. Ich kann mich immer nur wiederholen: Die Einnahmen auch für die Nationalparks aus Jagd im Verhältnis zu Fototuristen sind 80:20, wie ich anhand von Zimbabwe belegen kann. Dass Wilderei das Ausbluten ganzer Bestände bedeutet konnte ich,oder vielmehr kann ich, gerade im Augenblick überdeutlich sehen. Wilderei in diesem Falle geht weder mit Kalashnikow noch mit Schlinge sondern über illegalen Lebendfang. Die Spitze des Eisberges kam gerade zum Vorschein. Und es sind nicht Jäger die die Käufer ausmachen. Ohne entsprechende Gelder und Ausrüstung hätten die beteiligten Parkverwaltungen nicht so rasch reagieren können. Von den Einnahmen der wahrlich handvoll Fototouristen lässt sich keine Verwaltung und Leute im Feld bezahlen. Trophäen gehören auch mit zum Gesamtbild das eine Jagd ausmacht. Für mich steht das Erleben immer im Vordergrund und so versuche ich es auch den Gästen zu vermitteln. Wir Jagen um zu Schützen und Schützen um zu Jagen. Die Trophäe ist ein willkommenes Nebenprodukt. Es ist wohl in meinen Augen verwerflicher eine Trophäe als minderwertig auf dem Kompost zu entsorgen, gehörte sie doch zum Gesamttier, auch wenn Manchem das Fleisch im Vordergrund steht.
02.10.2015 12:36 swinging_elvis
Ja. Jagen im Ausland erweitert den Horizont erheblich... el
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