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Arico, der Jagdbeagle

(4 Einträge)

Arico bei den Übungstagen des VJB Arico bei den Übungstagen des VJB Arico bei den Übungstagen des VJB
172 mal angesehen
15.06.2015, 19.55 Uhr

Arico bei den Übungstagen des VJB

Arico - die Übungstage - das Buch zum Film....
Es lag was in der Luft; ich witterte das mit meiner feinen Spürnase genau. Herrchen sprach so sonderbar und verhielt sich auch so. Frauchen ebenso. Sie meinte einmal, er soll ja keinen Stress machen, das mag der Hund -sie meinte mich- nicht. Er murmelte dann irgendwas unverständliches in sich hinein. Er war jedoch zu mir in der Zeit übertrieben freundlich. Verdächtig, verdächtig!!!!!

Am Freitag, 05.06.2015, zur Mittagszeit war´s dann soweit. Am Vormittag schleppte mein Meutegenosse allerhand Zeugs und Gedöns ins Auto. Das war dann rappelvoll. Jetzt mussten wir nur noch das Fraule von der Arbeit holen, einladen und Gasgeben. Es ging ins Frankenland auf mir völlig unbekanntes Terrain. Von der Pension ins Forstrevier verfuhr sich mein Gscheidhaferl (Herrchen Alleswisser) dann auch noch. Na ja, nobody is perfect! An einem Parkplatz hielten wir an. Jajaja...., endlich raus aus der Hundebox und sich austoben. Pfeifendeckel, ich musste an der Leine marschieren. Wie langweilig. Doch was war da vorne, bei der Jagdhütte...?? Hunde, eine ganze Menge Hunde, alles Beagle, Entschuldigung es war auch noch ein Gordonsetter und eine Steirische Bracke anwesend. Ich meine die beiden zählen gar nicht, oder doch? Wir hegen keine Vorurteile. Mir kamen die Tränen, drei Geschwister und mein Papa waren auch da. Viele Beagle jeder Altersklasse tollten hier zwanglos, ohne Leine, umher. Neben meinen Geschwistern hatte ich auch mit dem Gordonsetter jede Menge Spaß. So nach zwei Stunden löste sich die lustige Korona auf. Wir fuhren zurück zum Hotel. Überraschung!! Meine Mama Cara, meine liebe Ziehmama Bettina und mein Ziehpapa Michael waren auch hier. Jetzt war mein Glück vollkommen. Für heute genug dachte ich und schlief friedlich die ganze Nacht auf meinem Reisekissen.

Ein neuer Tag, ein neues Abenteuer, dachte ich......, wären da nicht die Menschlein, die alles anders machen, als es ein Beagle machen würde. Wir waren schon kurz nach 8 Uhr zugange. An der Jagdhütte waren nur wir Kleinen; die Großen glänzten durch Abwesenheit. Egal, wir konnten wieder umher toben. Die Freude währte aber nur kurz. Schon um 10 Uhr mussten wir an die Leinen. Warum denn das nun wieder. Wir waren gerade so schön am spielen. Es roch nach Rehschweiß. Mein Ziehpapa und die Ziehmama hantierten mit Flaschen und kleinen Eimern, in denen der Wildschweiß eingefüllt wurde. Danach waren die Beiden wie vom Erdboden verschluckt verschollen. Na sowas. Da bahnt (fährtet) sich doch was Unheimliches an.

Plötzlich kamen auf der Forststraße Hunde mit ihren Führern heran. Wie sahen die denn aus. Die Führer völlig durchgeschwitzt, hochrote Gesichter und die Beagles mit langen heraushängenden Zungen. Das waren die Meutegenossen von gestern, die älteren Jahrgänge. Was war passiert. Verstehen kann ich die Menschen nicht, meine Gefährten jedoch, berichteten auf „beaglisch“ von einer 1000 m Übernachtfährte durch dick und dünn. Soll ganz schön anstrengend gewesen sein. Immerhin hatten wir über 30 ° im Schatten. Meine Ziehmama und mein Ziehpapa hatten sich zwischenzeitlich auch wieder mal die Ehre gegeben zu erscheinen.

Eine gewisse Unruhe kam auf. Zwei meiner Geschwister wurden an lange Leinen angedockt und verschwanden mit Ihren Herrchen und einem Begleiter im Dickicht. Ich dachte, wohl wieder mal eine menschliche Gemeinheit, oder doch was tolles Schönes, eine neue Herausforderung, eine Nasenarbeit, die nur wir Hunde können,denn
Menschen sehen schlecht, sind kurznasig mit schlechter Nasenleistung und riechen auch mal übel. Nach einer halben Stunde kamen die Beiden wieder zurück, berichteten von getupften und gespritzten Fährten, an deren Ende ein Rehlauf lag. Jetzt waren meine Schwester Anita und ich dran. Vorort eine Einweisung durch meinen Ziehpapa, sprach von Wundbett und Fluchtrichtung. Mein Meutegenosse machte sich zuerst selbst ein Bild – völlig nutzlos, der soll gefälligst mich ranlassen, ich hab´s schon mal praktiziert. Hmmmh, getupft, nicht gezogen, dreißig Grad im Schatten, Standzeit 2 Stunden. Diesmal was Neues. Ich zog mir jeden Schweißtupfer rein, wie ein Verdurstender. Ergebnis: den rechten Haken erkannt und gearbeitet, immer wieder wenn verloren, gebögelt und Fährte wieder gefunden, den Rehlauf mit den Leckerlis am Ende natürlich auch. Baaach, ich bin ein Prachtkerl. Übrigens, meine Geschwister waren ebenfalls erfolgreich. Zurück an der Jagdhütte erstmal chillen, ich war platt und die Luft war raus. Die Hitze war unerträglich. Bei der Kaninchenschleppe spielte ich einfach „toter Hund“ und Herrchen, ein ganz ein Lieber akzeptierte dies.

Jetzt um die Mittagszeit gab´s für Mensch Atzung und für einige Hunde auch. Nachmittags mussten die Großen nochmals ran, Gehorsam, Schussfestigkeit, Standtreiben und so´n Kram. Wir Welpen hatten Feierabend und Spielstunde. Die Übungsleiter zogen noch Bilanz, lobten die Leistungen der Hunde, sparten auch nicht an Kritik (konstruktiv), bedankten sich für die rege Teilnahme und wünschten uns eine gute Heimreise.

Tja, Herrchen und Frauchen haben noch beschlossen, eine weitere Nacht zu bleiben. Am Sonntag, 07.06.2015, hatten die Beiden nichts besseres zu tun, als ihr kulturelles Defizit zu stillen. Wie überflüssig. Sie äugten alles Sehenswertes in Amberg an. Nun ja, des Herrchens und des Frauchens Wille sei ihr Himmelreich. Die Heimfahrt verpennte ich wie immer.

Übrigens, mein Frauchen hat wieder gefilmt und fotografiert. Schaut euch einfach auf landlive.de den Streifen Arico - die Übungstage – der Film zum Buch..... an!
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Jagerfranz100

Jagerfranz100

Alter: 64 Jahre,
aus Sondheim v.d. Rhön
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Kommentare

16.06.2015 09:37 Krico700

sehr schön geschrieben
wünsche weiter Erfolg bei der Ausbildung
18.06.2015 19:14 MlK
... wenn "du" das geschrieben hättest, so wäre es nett.

Ich finde es immer lustig, wenn Menschen ihre Hunde für Menschen halten und dann ihre eigenen Eindrücke ihrem Hund als dessen Gedanken unterjubeln - aber nein, vermenschlichen das tun wir unseren Hund nie nich
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