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Zurück aus Namibia

(7 Einträge)

Oryx mit krummen Horn Schakal Oryx der vorletzte
819 mal angesehen
22.03.2015, 15.24 Uhr

Namibia

Der 5. Tag

A. und G. gehen mit Ernst und Pit dem Fährtensucher auf Gnunachsuche.
Rolf, Isaak und ich fahren in die andere Richtung.
Lange Zeit war kein Wild zu sehen - nicht mal Springböcke.
Doch dann auf einmal Hartebeest. Eine relativ große Herde (ca. 30 stück) vor uns.
Das übliche Spiel, die Hartebeester flüchten, wir fahren nach. Weiter geflüchtet, weitergefahren. Für den Bruchteil einer Sekunde hätte ich eine Chance gehabt - verpasst.
Weiter mit der Pirschfahrt. In einem Tal unter uns auf 250m plötzlich fünf Oryx. Eine junge Kuh passt, steht aber spitz - macht nichts.
Sie flüchtet nicht mit den restlichen Oryx, sondern geht seitlich weg und nach 300m ins Wundbett. Den Fangschußknall hat sie nimmer gehört.
Nach dem Versorgen geht's weiter.
Drei Hartebeest verarschen uns. Vier Oryx sind trotz relativ offenem Gelände spurlos verschwunden.
Und dann hab auch ich eine Nachsuche verursacht.
Irgendwann stehen drei Oryx im Schatten eines Baumes. Der mittlere, ein junge Bulle passt. Geplant war der Schuß auf den Stiche nur im Schuß dreht der Oryx nach rechts ab und der Schuß geht, wie sich später raus stellt, hoch in die Kammer.
Ab geht die Fahrt. Nach 150, 200m sind nur noch zwei Oryx zu sehen. Wo ist der Bulle?
Isaak sucht die Fährte. Vor ihm geht der Oryx wie gesund ab.
Aber Isaak findet Schweiß. Dem gehen er und ich nach. Rolf soll gegebenenfalls das Auto nachziehen.
Nach vierhundert Meter liegt der Bulle unter uns im Wundbett. Für einen guten Fangschuß wollt ich mich hinsetzen, aber das Wild war schneller. Nachschuß - bumm, nochmal, bumm. Keine Reaktion.
Wir gehen zum Wundbett und weiter auf der "Blodspor".
Dornen zerkratzen mich.
Plötzlich sieht man durch die Dornen bewehrten Sträucher den Bullen, etwa 100m voraus. Bumm - er geht drei, vier Schritt nach vorne. Nochmal, trotz Strauchzeug und nur undefinierter Sicht geschossen. Jetzt glaube ich ein Zeichnen gesehen haben zu wollen.
Auch Isaak meint, der Bulle ist jetzt down.
Ein paar Minuten Wartezeit in der Gluthitze und dann langsam weiter.
Der endgültige Fangschuß auf 60m auf den Kopf war dann leicht.
Am Bullen dann zeigt mir Isaak fünf Schußlöcher im Wildkörper. Der erste, der Kammerschuß, zwei MOP und zwei an der vorderen Keulenkante. Mit dem Kopfschuß hat das Stück sechs Treffer erhalten und das trotz hinterher Rennens und pumpen wie ein Maikäfer.
Später im Schlachthaus stellte sich dan raus, dass nichts kaputt war. Lediglich ein halbes Pfund von der getroffenen Keule mußten die Arbeiter wegschneiden.
Da kann man mal sehen, wie zäh diese afrikanische Wild ist. Vergleichbares Rotwild wäre mit dem ersten Treffer keine 50 m mehr gegangen.
Damit war mein Soll erfüllt.
Nachmittag hab ich dann die Ehre gehabt, für alle kochen zu dürfen.
Panierte Oryxschnitzel mit Kartoffen und gelben Rüben. Dem Spachteln nach muß es gut gelungen sein. Von 20 Schnitzeln blieb nur ein einziges über.
Die Story vom Oryx mit den sechs Treffern mußte noch einige male erzählt werden bei vorbeugender Malariaprophylax - Gin-tonc.
Ernst gibt mir noch zwei Springböcke frei - einfach so.
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murmelbaer

murmelbaer

Alter: 71 Jahre,
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Kommentare

23.03.2015 08:23 Joey57
Tolles Erlebnis, spannend geschildert danke.
Was für eine Büchse in welchen Kaliber hast Du eingesetzt?
23.03.2015 14:11 murmelbaer
Joey57 schrieb:
Tolles Erlebnis, spannend geschildert danke.
Was für eine Büchse in welchen Kaliber hast Du eingesetzt?


Ich hab meine 8,5x63 dabei gehabt. Zum selberladen hab ich nicht mehr so recht Zeit gehabt und deswegen mir von SAX Patronen gekauft.
Geschoß KJG-SR 9,0g, Vo 1029 m/s, Eo 4765 J.
Die Wirkung war, bis auf wenige Ausnahmen bumm um, auch auf Oryx (Springbock zählt nicht, sind grad mal ein bisserl schwerer als Reh).
Der dortige Farmer erlegt sein Wild - auch Eland mit der .270 mit 8,4g Geschossen.
Die .30-06 mit dem Trophy bonded Tip hat aber die geforderte Arbeit zur besten Zufriedenheit erledigt.
Lediglich die 9,3x74 hat mehr als einmal geschwächelt - kein Kaliber für Afrika (und in Deutschland braucht's auch keiner).
27.03.2015 13:50 Herbert60
Sauber - hast du für die Entfernungen eine Absehenschnellverstellung oder kennst du einfach die Ballistik deines Geschoßes.
27.03.2015 15:10 murmelbaer
Herbert60 schrieb:
Sauber - hast du für die Entfernungen eine Absehenschnellverstellung oder kennst du einfach die Ballistik deines Geschoßes.



Letzteres.
Allerdings sollte man sich bei entsprechender Gelegenheit daran erinnern. Bei den Pavianen, die sich gegenüber der Farm auf einem Hügel rumgetrieben haben - 375m gemessen- hab ich ohne nachschauen etwa eine Pavianhöhe drüber gehalten und prompt überschossen. Das Kügerl fällt auf diese Stracke grad mal 40 cm.
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