Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Anno 2020....oder früher.... o...

Wie es mit uns weiter gehen könnte/ gehe (1 Eintrag)

524 mal angesehen
13.03.2015, 08.53 Uhr

Anno 2020....oder früher.... oder später

Anno 2020…. Vielleicht auch schon früher…. Vielleicht auch etwas später
Das Jagdgesetz wurde vor ein paar Jahren geändert. Eigentlich sehr ärgerlich. OK, die Jägerschaft trägt eine gewisse Mitschuld aber leider wurden die Politiker, die die „Geschicke der Jägerschaft“ in die Hand genommen haben, in einigen Bereichen falsch beraten.
Nun habe ich halt mehr Zeit für meine Familie und für andere mir wichtige Aufgaben/ Hobbies. Natürlich gehe ich weiter in die Feldflur um die Natur zu genießen. Nur ist diese Feldflur noch etwas monotoner geworden. Wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe, mit dem ich früher oftmals erfolgreich Baujagd betrieben habe, ohne dass sich Hund und Fuchs Aug in Aug gegenüber standen und es einen Kampf gab, denke ich oft an die vergangenen Jahre zurück.
Hier waren doch immer Kiebitze oder irre ich mich? Ich deute auf einen Acker, um meinen Sohn die Stelle zu zeigen, die ich meine. Aber das sind doch Krähen sagt mein Sohn.
Da hat er recht. Auf dem Acker sitzen hunderte Krähen. Die Kiebitze sind nicht mehr zu sehen. Auch im vergangenen Jahr habe ich sie auch schon vermisst.
Normalerweise sieht man in der Märzsonne auch immer Fasanen an den Feldrändern. Aber auch die kann ich meinem Sohn nicht zeigen. Na gut. Es gibt ja zum Glück das Internet. Da muss ich ihm halt Fotos zeigen wenn man sie schon in der freien Wildbahn nicht mehr zu Gesicht bekommt.
Oh wie süß sagt mein Junior. Dort sind 3 Katzen. Ja, ich sehe sie auch, sage ich. Hat wohl wieder ein Städter ausgesetzt.
Hier hat sich früher immer ein engagierter Jagdaufseher um die Raubwildbejagung gekümmert und dafür gesorgt, dass das „natürliche“ Gleichgewicht zwischen Beutetier und Raubwild / Beutegreifer erhalten bleibt. Aber das ist ja auch schon seit ein paar Jahren vorbei.
Seitdem das Jagdrevier nicht mehr ordentlich bewirtschaftet wird bzw werden kann, sind auch die schönen Blühstreifen verschwunden. Die Jägerschaft hat sich so sehr dafür stark gemacht, mit den Landwirten um die Flächen hierfür gefeilscht, Geld in die Hand genommen und dem Landwirt zusätzlich entschädigt und sich Jahre lang um diese Flächen gekümmert. Seitdem nun die Jägerschaft aus der Natur gedrängt wurde, ist´s mit diesen naturnahen Flächen leider vorbei.
Die ortsansässigen Naturschutzverbände, die noch groß getönt haben, dass ohne die Jägerschaft alles besser sei, haben die Pflege der Kopfweidenreihe aufgegeben. Die Kopfweiden sind in einem schlechten Zustand. Hätte ich es doch besser selbst gemacht, wie in den Jahren zuvor auch. Nun haben die Käuze keine Chance ihre Brut dort aufzuziehen.
Wenn ich mich hier umschaue erkenne ich „meine“ Natur kaum wieder! Es hat sich hier sehr verändert. Die Artenvielfalt ist verschwunden. Es stimmt mich traurig, wenn ich es sehe wie sich die Natur verschlechtert hat.
Wenn sich die Naturschutzverbände wenigstens etwas mehr kümmern würden, könnte ich mich vielleicht noch etwas mehr damit abfinden, dass ich nicht mehr Jäger und Heger bin, aber leider wurde unsere Natur verraten und verkauft! Wie so oft! Und die Verantwortlichen hierfür, fühlen sich nicht verantwortlich! Ein Teufelskreis!
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

Treiberluemmel

Treiberluemmel

Alter: 44 Jahre,
aus dem schönen Münsterland

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

13.03.2015 13:48 Ammerlaender
Welch gruseliges Szenario
13.03.2015 14:29 taube54
Das ist die Wahrheit, so sieht es in vielen Gebieten aus. Aber nicht aufgeben, trotzdem weitermachen.
14.03.2015 12:53 Reven
Es wird nur Dir auffallen, Dir, der weiß wie es war.
Für Kinder und Heranwaschsende ist das dann ein normaler Zustand, sie haben es nicht anders kennengelernt und wissen nur aus Erzählungen von der Vergangenheit.
19.03.2015 20:27 Bodo_XJ
So ist - einfach die reine Wahrheit.
Mein Revier liegt teilweise in einem der bedeutensten Bodenbrütergebiete Europas.
Hier wird jedes Jahr viel Geld versenkt.
Ein regionaler Naturschutzverein 'kümmert' sich um dieses Gebiet - ihm gehört bereits sehr viel Grund ... es reicht fast zur Eigenjagd.
Im Nachbarrevier ist es ähnlich.
Da reicht es auch fast zur Eigenjagd.
Wenn dieser Verein gewollt hätte, hätte er in beiden Revieren die Eigenjagdfläche erreichen können - durch knapp 50m getrennt.
Aber in beiden Bögen hat er sich nicht mehr um weitere Flächen bemüht, denn dieser regionale Naturschutzverein will keine Eigenjagd.
Das Szenario haben sie schon 2-mal durch und sind jämmerlich gescheitert, in dem Augenblick als sie auch die Jagdverantwortung hatten.
Daher ist die Vorstandschaft sehr froh, dass ich/wir dort jagen.
Nur diese Wahrheit traut sich keiner sagen.
19.03.2015 21:30 Cobra
Jetzt schmeckt mir mein Bier nicht mehr, weil ich einen bitteren Geschmack im Mund habe.

Ich hoffe, du hast Unrecht
21.03.2015 12:56 ulrich146
Gut geschrieben aber hoffe wir mal das es soweit nicht kommen wird. Dafür können nur wir selbst sorgen. Wir müßen weitermachen und dürfen nicht aufgeben.
21.03.2015 20:33 Samsedine112
Darf ich das kopieren?! Ist super
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Zum Seitenanfang