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Munition für Safariwaffen

Teil 1 (8 Einträge)

winchester 70 win 70 se penetration index
973 mal angesehen
25.02.2015, 11.22 Uhr

Riflemans’s Rifle….keine Werbung sondern nur eine Feststellung und Detailvergleich;)


Eigentlich war ich dabei eine vergleichende Messung wegen Penetrationsverhalten von Großwildgeschossen zu machen. Dazu kommt aber noch ein weiterer Blog. Doch dann kam etwas dazwischen und der erste Teil wird nun eine Beschreibung oder ein ungewollter Vergleich. (Danke nochmals Browning Europe usw. )

Winchester 70. Nach Irrungen und Wirrungen ist die legendäre 70 mit langem Auszieher wieder seit einigen Jahren auf dem Markt. Nicht verwechseln darf man das System mit dem push-feed System das zwischenzeitlich erhältlich war und zum Flop wurde. Speziell im Bereich der Großwild Waffen hat die 70 einen Ruf der schon ans Mythische geht. Begründet ist er auf der 70 pre-64. In fast jedem Camp in Afrika ist eine Winchester 70 als Arbeitspferd zu finden. Eigentlich ist die 70 mit ihrem langen Auszieher nichts anderes als eine verbesserte Version des 98er. Die Großkaliber Ausführungen der neuesten Versionen tragen den Namen Safari Express. Diese post 64 ging aber auch einen langen Weg bis zur heutigenAusführung.

Kleine Verbesserungen wurden durchgeführt an der Waffe, so zum Beispiel die Visierung die durch eine Express Visierung ohne Klappen der Fa. Recknagel glänzt. Der Abzug ist der neue MOA Abzug. Dieser bricht wie Glas und ist schon wirklich sehr gut. Die Mündung der neueren Winchester ist hinterdreht und so vor Beschädigung weitestgehend geschützt. Die Sicherung, die eigentlich schon gut war, wurde verbessert und rastet nun noch fühlbarerer und satter ein. Erkennbar ist das neue Schlösschen daran dass es sicherungsseitig abgeflacht ist, nicht mehr gerundet wie das ältere Modell. Der Auszieher wurde um 4mm verlängert. Das Auswurffenster der neuen Version ist nicht mehr so eckig gehalten, sondern erinnert mehr an die ursprüngliche pre 64. Der Schaft ist stark gehalten, aber in Anbetracht des Einsatzes doch genau wie er sein sollte. Der gerade Schaft-Rücken entspricht genau meiner Vorstellung. Geändert wurde auch der Zubringer. Damit ist es leichter eine zusätzliche Patrone zu laden. Im Gegensatz zum 98er lassen sich bei der Winchester Patronen laden ohne diese zuvor in den Magazinschacht zu drücken.
Die Version 2015 ist im Gegensatz zu den Vorjahren komplett mattiert und somit reflexfrei. Das Gewicht ist jenseits 4 Kilo ohne Glas und für die erhältlichen Kaliber 375 ,416 und 458 weder zu leicht noch zu schwer. Die Schußleistung mit allen getesteten Laborierungen ist sehr gut. In 416 war der größte gemessene Streukreis 35 mm, der beste lag bei unter 15 mm mit Norma Munition. Die abgebildete Waffe zeigt die neue Version 2015er in .416 Rem. Das System darunter ist die alte Version. (darüber 98er in 458) Steht auf er älteren Version noch Winchester New Heaven, so ist die neuere beschriftet mit (FN) Browning, BACO. Verwirrend dabei ist der Weg den Winchester/FN geht. Teile werden in USA gefertigt, in Portugal zusammengebaut, im belgischen Herstal geprüft und beschossen. Resultat ist wirklich eine Waffe die man out of the box in den Busch schleppen kann. It is just made for!

In Details ist die neuere Browning Version wesentlich sauberer verarbeitet und glänzt durch einen sauberen Schlossgang und guten Passungen. Der Schaft ist Kunstharz gebettet und der Lauf schwingt frei bis zum massiven zusätzlichen Widerlager das unten am Lauf unter dem visier angebracht ist und eine weitere Abstützung bringt. Systemschrauben sind alle Innensechskant. 2 Querstollenschrauben sind vor und hinter dem Magazinkasten zu finden. Alle Teile sind aus Stahl. Im Ganzen viel Waffe für wenig Geld. ( VK bei ca. 1400 Euro lt. Browning)
Bei der Montage der Safari Express muss man sicher gehen die Sockel für die Magnum Ausführung zu kaufen da sich der Lochabstand der Bohrungen auf der Hülsenbrücke von der Normal Version unterscheidet. Montiert wurden beide Waffen mit Weaver Basen. Die neuere Waffe mit Recknagel Basen, die ältere mit Warne Basen. Mir gefallen die Basen von Warne besser, sie erscheinen massiver. Die Ringe sind auf beiden Waffen Warne Maxima Stahl Ringe. Diese sind hochfest und leicht abnehmbar und wiederholgenau. Die 416er Version der Waffe schießt sich sehr angenehm und ist auch bestimmt für normalen Schützen beherrschbar eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der 375 mit echten Reserven nach oben.

Die Vorgänger-Versionen hatte ich längere Zeit im Busch im Einsatz und war damit immer zufrieden, im Gegensatz zur schrecklich grob verarbeiteten Brünner 550 die mich öfter im Stich ließ. Ich bin gespannt wie sich die Neue 70 auf Dauer im simbabwischen und namibischen Busch bewährt.
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Kommentare

03.11.2015 16:13 montero
Hallo Namhunt.
Deine Blogeinträge sind sehr gut!
Mich würde folgendes interessieren:
Ich hatte neulich ein Gespräch mit einem Kollegen über Schlagbolzensicherung oder Spannschieber.
Was ist denn der am häufigsten geführteste Repetierer der PH in Afrika?
Spielt die R93 eine Rolle?
Gruß, montero
03.11.2015 17:04 namhunt
Hallo montero

der meist geführte professionelle Repetierer im BG Bereich wird wohl die Win 70 sein. Man findet die alten pre-64 genau so wie die neueren M70. (nicht so beliebt sind die push-feed Systeme die einmal zwischendurch gebaut wurden). Als Nummer 2 würde ich die Brünner 5xx Magnum sehen. Diese ist auch verbreitet, ist aber eher das Billiggewehr zweiter Wahl im BG Bereich. Auch ist sie bei Weitem nicht so zuverlässig wie eine M70. Blaser Repetierer finden sich sehr selten in Händen von PH, außer dass sie gerade mal von B gesponsort wurden.

In den letzten zwei Wochen war Professiency test in Zimbabwe. Da konnte man keine B Waffen finden und auch sonst keine mit Handspannung.

Klar spielt der Preis eine Rolle bei der Anschaffung. Doch muss man auch sagen dass Vergleichbares wie die 70 nur im Hochpreisbereich einiger Custom Mauser zu finden ist. Und nebenbei rennt kein normaler Mensch mit Holzklasse 7 durch den Busch.
Mag sein dass Mancher bei der M70 bemängelt dass nur Gürtelpatronen dafür erhältlich sind. Nun gut, mal Hand aufs Herz, wer braucht mehr als die drei angebotenen Kaliber der Safari Express? Funktionsstörungen hab ich noch keine erlebt. Und wer es ohne Gürtel haben will bekommt die Africa Express aus dem Custom Shop von Winchester. Und die ist schon fast zu edel. Nur im Preis liegt die höchstens bei einer R8 in Normalausführung.

Hoffe konnte helfen

Gruß

Frank
03.11.2015 18:11 namhunt
Antwort Teil 2, kleiner Nachtrag. Ich habe eine Zeit lang ne M03 Afrika geführt. Von wegen Handspanner. das geht nicht schnell genug und mit zuviel Kraftaufwand verbunden. Wenns um Bruchteile von Sekunden geht ist man beim Rumfummel an Waffe aufgeschmissen; also besser gute horizontale Schlagbolzensicherung.

Waffen die nicht nach meinem Geschmack sind gehen bei mir ganz schnell wieder weg. Man lebt zu kurz um sich über Schrott zu ärgern
04.11.2015 08:15 montero
namhunt schrieb:
Antwort Teil 2, kleiner Nachtrag. Ich habe eine Zeit lang ne M03 Afrika geführt. Von wegen Handspanner. das geht nicht schnell genug und mit zuviel Kraftaufwand verbunden. Wenns um Bruchteile von Sekunden geht ist man beim Rumfummel an Waffe aufgeschmissen; also besser gute horizontale Schlagbolzensicherung.

Waffen die nicht nach meinem Geschmack sind gehen bei mir ganz schnell wieder weg. Man lebt zu kurz um sich über Schrott zu ärgern

Danke für die ausführliche Antwort! montero
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