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Jägerlatein

(1 Eintrag)

Schmahltier hinterlauf
594 mal angesehen
09.02.2015, 22.55 Uhr

Hegeabschuss Schmaltier

Hallo,
ich bin Student und habe grade Prüfungen, aber wie das immer ist versucht man sich abzulenken und das auch mit Erfolg. Besonders gern lese ich hier die Blogeinträge und finde die super interessant und unterhaltsam zu lesen.
Und da nicht jeden Tag Einträge kommen und ich mich ja trotzdem irgendwie vom lernen abhalten muss.... dachte ich mir "schreibste auch mal was"

Es war Januar, ich hatte grad das zweite Jahr meinen Jagdschein und hab bei Halbmond und bei kaum vorhandener Schneedecke angesessen, mehr um die Ruhe zu genießen und vielleicht ein bisschen zu beobachten als mit der Absicht was zu schießen. Es war schon fast Mitternacht, da trat ein einzelnes Alttier aus dem Wald und äste ganz vertraut auf der Wiese. Dabei sicherte es immer wieder zur Waldkante, zu einer Stelle an der noch alter Stacheldraht stand.
Im Bestand selbst war allerdings nichts zu hören, bis es plötzlich rumste und 3 Sekunden später ein weiteres Stück Rotwild auf die Wiese torkelte. Als hätte das Alttier schon ungeduldig gewartet, wechselte es weiter auf die Wiese und offensichtlich in Richtung des nächsten Einstandes... das vermeintliche Kalb folgte dann auch... wenn auch langsam. Im Fernglas konnte ich nur erkennen, das am Hinterlauf irgendwas nicht stimmte- da war was faul. Das hab ich mir schon bei dem RUMS gedacht, wer als Wildtier nicht über nen knappen Meter Stacheldraht kommt ist entweder bekloppt, ein Bieber oder krank.
Ich war mir sicher das es schon OK wäre das kranke Kalb zu strecken und versuchte mein Glück, doch bei schlechter Sicht war mit meinem Zielfernrohr nichts zu machen und an einen sicheren Schuss war nicht zu denken... Scheiße. Aber jetzt gabs ein Ziel.
Immer wenn es zeitlich ging, gings ins Revier. Alle verfügbaren Kräfte wurden mobilisiert und im Akkord wurde angesessen... ohne Erfolg. Fast 2 Wochen später begab ich mich morgens wieder raus. Es war schon dämmrig und ich hab schon nichts mehr erwartet, doch beim besteigen der Kanzel bei bestem Wind, konnte ich ein großes Rudel beobachten. Als die Sonne dann höher stieg und das Rudel sich aufmachte in den Wald zu wechseln, konnte ich an der Waldkante dann besagtes Stück ansprechen, für ein Kalb war es doch ein bisschen zu groß, ein Schmaltier... 300m entfernt und unerreichbar... AHHHH
Wieder ging Zeit ins Land, das große Rudel stahl sich irgendwann ungesehen davon und es wurde mittlerweile Februar. BAM kaum war Schonzeit, wurde das Rotwild fast tagaktiv und war morgens öfter bis zu bestem Licht zu beobachten. Wieder zog es mich morgens hinaus, nichts kam in Anblick und gegen 8.30Uhr bin ich abgebäumt und wollte über einen kleinen Höhenzug zurück zum Auto. Nochmal umgedreht und auf die andere Seite geguckt.... Oh ne handvoll Rotwild... geschützt in einer Senke auf einer Wiese, offenbar beim Rückwechseln vom Rapsacker ins trödeln gekommen. Also zurück, auf den Hochsitz, Kamera startklar. Kaum saß ich da krachten schon Zweige auf dem Höhenzug und ein Alttier und kurz darauf... kam ein weites Stück hochgewackelt... gewackelt.... hmmm....
Kaum gesagt da ging es schon bergab... mehr gerutscht als alles andere stand es plötzlich ca. 50m vor mir. Schnell noch ein Blick durchs Fernglas, ja nichts verkehrt machen. Aha der Hinterlauf ist ab, abgekommen ist es auch. Waffe hoch, Blatt suchen, abdrücken, Bums, fertig. Stück liegt, das Alttier flieht, der Rest vom Rudel kommt kurz darauf auf dem nächsten Wechsel und latscht LANGSAM in Richtung des Einstandes... als ob die die Jagdzeiten kennen.

Ich hoffe ich konnte meinen Teil beitragen und werde vielleicht mal wieder schreiben, ich bitte aber um Kritik (will ja schließlich noch was lernen ): hättet ihr genauso gehandelt oder es vielleicht sogar laufen lassen, da es sich ja nun schon länger durchgekämpft hat? Ist der Schreibstil so i.O.?

WMH Nikkk
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nikkk

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Kommentare

10.02.2015 08:43 Joey57
Für mich ein ganz klarer Hegeabschuß, der den Vorteil hat es noch verwerten zu können. Wenn so ein Stück mit den Anderen über die Straße wechselt haben alle nur Schaden davon.
10.02.2015 09:02 Waldlaeufer7x64
Naja ich sag mal vom Ausdruck her...gewöhnungsbedürftig. Torkeln, Rums, BAM, Handvoll Rotwild, gewackelt, Bums, latscht Ist bisschen wie ein Comic...

Schmunzeln musste ich bei der Stelle: wer als Wildtier nicht über nen knappen Meter Stacheldraht kommt ist entweder bekloppt, ein Bieber oder krank
10.02.2015 10:59 Estella102
Ich schließe mich den Vorrednern an. Nicht schlecht geschrieben, aber einige Formulieren klingen schon ein wenig komisch. Aber man kann lesen, wie du mitgefiebert hast und darauf kommt es.
Vor allem würde ich zunächst die Überschrift berichtigen. Im Text hast du Schmaltier richtig geschrieben, aber das h in der Überschrift ist dort zuviel.
Weidmannsheil zum Hegeabschuß.

LG
Susi
10.02.2015 12:22 Gento
... und ich schwöre, "mein" Wild kenn die Jagdzeiten auch. Schreib weiter, so, wie es dir von der Feder geht. Jeder hat doch seinen eigenen Stil, sonst wär´es langweilig.
12.02.2015 10:20 NOL
WMH NIKK

alles super gemacht !
12.02.2015 22:37 swinging_elvis
Waidmannsheil zum Hegeabschuss und den großen Muhen, die Du auf Dich genommen hast!
Ein wenig Jägersprache kann bei Jagderzählungen nichts schaden, einfach noch mehr andere Blogs und noch besser: Jagdbücher lesen! Dann kommt das schon und das Wild latscht nicht sondern wechselt in seinen Einstand... Ansonsten gut zu lesen. Bleib dran, el
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