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Es geht wieder los :-)

(5 Einträge)

Winterwald Bergen Wasser ohne Ende
987 mal angesehen
30.12.2014, 19.04 Uhr

Klein aber fein

Heute war eine kleine Drückjagd mit unserer zweiten Familie den besten Jagdfreunden angesagt. Gestern Abend war meine Laune schon spontan auf dem Höhepunkt als ich bemerkte das es wirklich schneit. Eine Jagd in weiß mit den engsten Freunden was kann es schöneres geben. Die Rechnung hatte ich bloß leider ohne den Wettergott gemacht. Morgens ging mein Blick als erstes aus dem Fenster um die weiße Pracht zu bewundern, doch statt weißer Pracht sah ich nur *Matschepampe*. Mein weißer Traum war über Nacht bei +2,0° dahingeschmolzen.....

Also wurden kurzerhand noch die Regenjacke aus dem Keller gekramt und es ging mit meinem Vater und Hund Richtung Revier. Angekommen stellten wir zur Freude aller fest,das sich hier der Schnee doch einigermaßen Wacker geschlagen hatte. 8 Schützen wurden um unseren Haupteinstand angesetzt und mit 4 Treibern, darunter 3 Generationen meiner Familie und 3 Hunden begannen wir das Treiben. Es hatte ein bisschen was von Pokern,wo würde man unter der dünnen Eisschicht nicht so tief versinken dass es einen in den Stiefel reinlaufen würde. Langsam tasteten wir uns voran bis meine Bracke ein Rudel Geweihte ausmachte und sie in meine Richtung schickte. Dank der Eisschicht dachte man ein Panzer hätte sich verirrt und würde sich seinen Weg durch den Wald bahnen aber dann rauschten 20 Rothirsche an mir vorbei.

Ein guter Einstieg dachte ich mir und tastete mich weiter durch das Schollenlabyrinth. An einer Schneise welche die beiden Haupteinstände voneinander trennte traf ich auf den Jagdpartner meines Vaters an dem die Hirsche auf ca 3 Meter am Stand vorbei kamen. Während er mir noch von seinem Erlebnis erzählte hatten die Hunde auf der anderen Seite der Schneise wieder Wild in Bewegung gebracht. Ich lief 30 Meter zurück in den Bestand um den Schützen nicht die Möglichkeit eines Schusses zu nehmen. Zügig näherten sich 3 Stücken Kahlwild auf der anderen Seite im Bestand und steuerten direkt auf mich zu. Natürlich war das die ungünstigte Stelle der Schneise also entschloss ich mich Bemerkbar zu machen und fuchtelte mit meinen Armen in der Luft. Das Altier stoppte, überlegte und beschloss dann im Bestand Richtung Wiese zu drehen um mich zu umschlagen.So kamen sie auf 30 Meter bei dem Schützen vorbei und dieser konnte mit 3 Schuss Kalb und Altier strecken. Mit einem Daumen belohnte er meine Entscheidung und ich wechselte auf die andere Seite. Nach einigen weiteren hundert Metern Eistanz war das Treiben dann beendet und das Bergen begann.

Dank des vielen Wassers was in den letzten Tagen vom Himmel kam waren unsere Gräben alle bis zum Anschlag gefüllt und das Bergen erwies sich als wirklich schwierig. Mit provisorischer Brücke wurden die zwei Stücken Kahwild samt Schütze ins trockene gebracht. Für mich war auf der Rückfahrt nur noch ein Platz auf dem Hänger frei und so kam ich in den Genuss mich zu fühlen wie in einer Wildwasserbahn,da mein Vater unseren Geländewagen durch so einige grenzwertige Pfützen steuerte. Am Ende kamen 7 Kreaturen zusammen und alle stärkten sich erst einmal mit ein paar Wildwienern und warmen Kakao.

Im Anschluss wurden dann die Büchsen gegen Flinten getauscht und wir klapperten ein paar Knicks in unserem angrenzenden Feldrevier ab, wobei wir 2 Hasen erbeuten konnten. Am Hof angekommen waren dann alle Sichtlich kaputt aber höchst zufrieden und mein Vater klopfte einem Freund der in beiden Treiben Erfolg hatte auf die Schulter und sagte: wer kann schon von sich behaupten auf einer Jagd ein Stück Rotwild und einen Hasen zu erlegen. Für alle war es ein perfekter Jagdtag und niemand hatte mit so so viel Rotwild bei der Nässe gerechnet.

Ich wünsche euch allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr und viel Waidmannsheil
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Geschrieben von

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LauraKatharina

LauraKatharina

Alter: 26 Jahre,
aus Lübeck

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Kommentare

31.12.2014 14:56 esau
Weidmannsheil zur Jagd.
Diese Kleinen aber Feinen ,sind mir die allerliebsten.
Einen guten Rutsch und ein ebenso gutes neues Jahr!
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