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Munition für Safariwaffen

Teil 1 (8 Einträge)

ruger 416 ruger 416 2 patronen
1145 mal angesehen
10.12.2014, 13.33 Uhr

Legendär . Die 416 Rigby



Es gibt Patronen die alleine ihres Namens nach jedem Jäger bekannt sind. Eine von diesen ist mit Sicherheit die 416 Rigby. Herausgebracht wurde diese mächtig anmutende Patrone im Jahr 1911 und war nicht zuletzt wegen ihrer Leistung sondern auch wegen des für damalige Verhältnisse revolutionär konstruierten Mantelgeschosses gleich ein Erfolg. Noch heute wird die Patrone als ein Ideal dargestellt, da sie dem Wunsch auf dickhäutiges Wild ein 400grs Geschoss auf 2400 f/s zu beschleunigen, sehr nahe kommt. Die großvolumige Hülse lässt sich in normal langen Systemen nicht mehr unterbringen und verlangt von Hause aus nach einem Magnum System. Im Gegensatz zur zeitähnlich herausgebrachten .404 Jefferey (10,75x73) ist ein überlanges System bei der 416 notwendig. Allein aus Kostengründen wurde die 404 bei den Game Warden populärer doch fehlt selbst der 404 mit vollen Ladungen das allerletzte Quäntchen an Durchschlagskraft wenn es um frontal brainshots auf Elefant verlangt wird. (Kein Dritthandwissen!)

Macht die 416 schon alleine beim ersten Blick auf ihre Größe Eindruck so ist ihre Leistung auf Großwild und Plainsgame beeindruckend. Mit einer Außenballistik die als recht flach schießend zu bezeichnen ist, ist die Rigby auch noch auf Plainsgame und weitere Entfernungen ohne Wenn und Aber einsetzbar. Waren Patronen von den späten 1970er Jahren Mangelware, so bieten heute wieder einige der großen Hersteller Fabrikmunition an, wobei die von Hornady verladene Patrone dem Original, sowohl in Leistung wie auch mit dem guten DGX Geschoss, sehr nahe kommt. Mit passenden VM Geschossen sind hohe Eindringtiefen erreichbar die weit über den durchmessergrößeren Patronen liegen. Ist die 416 Rigby doch ein Allrounder, so wird sie im Bereich des Back up nicht oder sehr selten verwendet. Für den Ein-Gewehr Jäger stellt sie jedoch eine leistungsmäßig bessere Variante dar als die 375 H&H auf Großwild. Die übermächtige Hülse der Rigby (bedingt durch damals eingesetztes Cordite) vermag um 100grs an sehr progressivem Pulver der Klasse MRP oder MRP-2 zu fassen, arbeitet aber mit vergleichsweise niedrigem Gasdruck. Zur Zeit ihrer Erfindung wohl ein großer Vorteil. Wobei man der Ehrlichkeit halber zugeben muss dass heutige Pulver nicht mehr so hitzeempfindlich sind und die Gürtel und nicht-Gürtel Versionen der 416er Nachbauten auch brav ihren Dienst auf dem dunklen Kontinent verrichten. Die Kritik des hohen Gasdruckes, die musste gerade die 416 Remington als Rigby-Klon einstecken. Allerdings arbeitet die 375 H&H mit fast gleichem Druck wie die Remington und dort wurde scheinbar solcher Arbeitsdruck nie bemängelt..

Ein Freund hatte mich kürzlich kontaktiert da er auf der Suche nach einer leistungsstarken Waffe war. Hintergrund war der dass er auf einer gemeinsamen Jagd Büffel sowie möglicherweise Non-Trophy Elefant erlegen wollte. Ich selbst war gerade am Stöbern nach einer Waffe in größerem Kaliber und so fiel mir ein Angebot eines Händlers ins Auge der eine heute nicht mehr lieferbare Ruger Magnum Rifle in 416 RIGBY anbot. Die Mauserähnliche Waffe mit langem Auszieher und Magnum System war echt eine Nachfrage wert. Ich kontaktierte meinen Freund im fernen Deutschland und dieser ließ sich die Waffe zusenden. Der erste Eindruck war freudig. Vor ihm lag eine ungeschossene Ruger, zwar schon 2 Dekaden alt, aber ohne die kleinsten Macken und Makel. Und das Beste war der sehr günstige Preis. Nun ist er stolzer Besitzer einer 416 Rigby. Gewiss, die Waffe hat nicht gerade Holzklasse 15xxx aber die ist im dornenbewachsenen Busch eh nach 4 Monaten genauso zerkratzt wie das schlichte aber doch dichte Holz der Ruger.

Nach meiner Rückkehr wurde es nun Ernst um die Waffe. Zuerst musste eine Montage her. Und zwar eine passende Höhe, sollte doch ein praxisnahes ZF 1-5x mit kleinem Objektivdurchmesser montiert werden. (Leupold Vx3 heavy Duplex) Alle Händler und Großhändler hatten aber nur hohe bis sehr hohe Montagen auf Lager. Diese waren für den gewünscht möglichst „flachen“ Anschlag nicht brauchbar. Fündig wurden wir nun in England und die Royal Mail tat ihr Bestes die Warne Maxima Montage auf schnellstem Weg zur Waffe zu bringen. Inzwischen waren der Importeur und ein Händler bei der Munitionsversorgung sehr rührig, da obwohl in jedem Katalog geführt, Munition nur in Kleinmengen zu besorgen war. Testweise wurden nun dafür Federal Fusion Safari geliefert, ein Geschoß mit dem ich persönlich auf Großwild noch keine Erfahrung habe. Als Hülsenlieferant sind die Federal aber willkommen. Der Geschoßhersteller Wim Degol hat uns aber auf schnellstem Wege seine Lieferliste zugeschickt um die Patrone mit dessen guten Starkmantelgeschossen bzw Lion-Loads und VM zu verladen.
Ein 2. Kleineres Problem war die am Vorderschaft angebrachte Riemenbase die erst bei der 2. Serie der Ruger durch einen Laufriemenbügel ersetzt wurde. Da der Lauf im Bereich der gedachten Base einen Durchmesser von über 24mm aufweist wurde die Sucherei erst bei einem amerikanischen Hersteller (extrem kurzfristig!!)befriedigt. Mit einem finalen Kampfgewicht von 6 Kilo ist die Waffe nicht gerade leicht, aber noch tragbar...

Praxistest folgt…..
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Kommentare

10.12.2014 16:30 Fuerst
.404 selber laden und mit 7kJE0 glücklich werden. Mit heutigen Pulvern überhaupt kein Problem mehr.

Mit Verlaub findet die Rigby viel Erwähnung in der aristokratischen Literatur, der Anteil der Rigby an der Arbeit die getan wurde ist aber marginal. Eigentlich hat die Rigby nur Nachteile, man brauch große, teure und schwere Büchsen mit längerem Repetierweg und die steile Schulter is auch nicht das gelbe vom Ei.

10.12.2014 16:34 namhunt
Fuerst schrieb:
.404 selber laden und mit 7kJE0 glücklich werden. Mit heutigen Pulvern überhaupt kein Problem mehr.

Mit Verlaub findet die Rigby viel Erwähnung in der aristokratischen Literatur, der Anteil der Rigby an der Arbeit die getan wurde ist aber marginal. Eigentlich hat die Rigby nur Nachteile, man brauch große, teure und schwere Büchsen mit längerem Repetierweg und die steile Schulter is auch nicht das gelbe vom Ei.



ich habe 404 über viele Jahre geführt. Mit maximalen Ladungen!! mit Verlaub ich weiß wovon ich rede bei frontal brainshots.
wohl wahr dass die 416 etwas seltener war, doch ihr Potential zu verkennen hieße die Augen verschließen
10.12.2014 16:52 Fuerst
namhunt schrieb:
ich habe 404 über viele Jahre geführt. Mit maximalen Ladungen!! mit Verlaub ich weiß wovon ich rede bei frontal brainshots.
wohl wahr dass die 416 etwas seltener war, doch ihr Potential zu verkennen hieße die Augen verschließen



Die verträgt höhere Geshcossgewichte als die 416 locker 450grs und hat handgeladen mehr speed und Leistung als ne 416 Werkslabo, dazu noch einen 423 Dia statt 416 bei der Rigby. Wie soll das mit gleichen Geschossen erklärbar sein dass es so sein soll? Also jetzt mal fernab von der Jagdbüchermagie der Rigby...
10.12.2014 17:11 namhunt
Fuerst schrieb:
Die verträgt höhere Geshcossgewichte als die 416 locker 450grs und hat handgeladen mehr speed und Leistung als ne 416 Werkslabo, dazu noch einen 423 Dia statt 416 bei der Rigby. Wie soll das mit gleichen Geschossen erklärbar sein dass es so sein soll? Also jetzt mal fernab von der Jagdbüchermagie der Rigby...


Nix, das ist Unsinn. Die 450grs bekommst du nicht genügend auf Speed. Übrigens wenn schon Handladungen dann mach das Gleiche mal mit ner 416 .
10.12.2014 19:29 Safarischorsch
Da hat Namhunt recht, wenn Du die Rigby mit MRP fütterst...Sind 8KJ kein Problem...

Dazu bessere Flächenlast und GEschossauswahl. Die Schulter ist modern und bei gut polierten Rampen kein Thema.

Die .416 Rigby ist neben der 9,3x64 eine der besten Patronen überhaupt...
10.12.2014 19:40 namhunt
Safarischorsch schrieb:
Da hat Namhunt recht, wenn Du die Rigby mit MRP fütterst...Sind 8KJ kein Problem...

Dazu bessere Flächenlast und GEschossauswahl. Die Schulter ist modern und bei gut polierten Rampen kein Thema.

Die .416 Rigby ist neben der 9,3x64 eine der besten Patronen überhaupt...


nun komm bitte nicht mit Streitthema 9,3 oder 375 aber da kommt noch was von mir...versprochen
10.12.2014 19:46 namhunt
für Alle die sich gerne mit diversen Theorien befassen um Wirkung von Geschossen ;) bisl heftig viel aber mal durchzulesen

[www.rathcoombe.net]

Verriss von Taylors Mythos des KO Effekts auch beschrieben..ganz meine Meinung...... hat aber nix mit zu tun dass ehemalige Familienbande mich an den Namen Taylor knüpfen----oder doch?
11.12.2014 09:36 Fuerst
namhunt schrieb:
Nix, das ist Unsinn. Die 450grs bekommst du nicht genügend auf Speed. Übrigens wenn schon Handladungen dann mach das Gleiche mal mit ner 416 .



Die manchmal erwähnte höhere Tiefenwirkung der .416 beruht auf den hervorragenden 410grs schweren Geschossen.

Unsinn sind nur solche Kalibervergleiche! Genau wie .366 und .375. Da merkst zero Unterschied.

Übrigens gehen die 450grs Geschosse locker ohne überschreitung des alten max. Drucks der Patrone bei 2340m/sec durch den LAuf. Das ist bei weitem schnell genug und lässt die Tiefenwirkung der .416 mit 410grs Geschossgewicht weit hinter sich.

Ich behaupte nicht dass die eine oder die andere besser ist, aber dass Deine Behauptung nicht stimmt bezüglich der Tiefenwirkung.

Im Prinzip ist die Patrone ja auch nur die Abschussrampe. Im Grunde kommt es nur auf das richtige Geschoss und Gewicht mit genügend Speed an.

Bin aber gespannt auf Dein neues Buch!
11.12.2014 09:53 namhunt
Fuerst schrieb:
Die manchmal erwähnte höhere Tiefenwirkung der .416 beruht auf den hervorragenden 410grs schweren Geschossen.

Unsinn sind nur solche Kalibervergleiche! Genau wie .366 und .375. Da merkst zero Unterschied.

Übrigens gehen die 450grs Geschosse locker ohne überschreitung des alten max. Drucks der Patrone bei 2340m/sec durch den LAuf. Das ist bei weitem schnell genug und lässt die Tiefenwirkung der .416 mit 410grs Geschossgewicht weit hinter sich.

Ich behaupte nicht dass die eine oder die andere besser ist, aber dass Deine Behauptung nicht stimmt bezüglich der Tiefenwirkung.

Im Prinzip ist die Patrone ja auch nur die Abschussrampe. Im Grunde kommt es nur auf das richtige Geschoss und Gewicht mit genügend Speed an.

Bin aber gespannt auf Dein neues Buch!



Moin. Na sicher klar ist die Patrone nur die Abschussrampe für das Geschoß Allerdings zu beachten dass wir hier über Penetration von Medien sprechen die nur unter schwierigsten Laborbedingungen reproduzierbar sind. Daher kann ich nur aus der Praxis reden. Und ähnliche Sichtweisen haben ja auch schon einige andere Autoren niedergeschrieben.
[www.grosswildjagd.de] nur zum Beispiel. Wobei es natürlich auch auf die Verwendung von Geschossen ankommt, bzw deren Konstruktion. Meplat Geschosse bringen mehr an Penetration als herkömmliche VMR.. das kann man aber auch nur ansatzweise im Test beweisen. Die 404 ist sicher eine gute Patrone und hat ihre Berechtigung, allerdings auch ihre Limits. Ich selbst liebe mehr die big bores im echten Sinne..aber das ist auch schon fast Spielerei Unterscheiden muss man auch ob die Waffe zum Back-up genommen wird oder zum normalen Jagdgebrauch..aber das Thema sprengt nun den Rahmen
11.12.2014 12:10 Cobra
Was sind Lion-Loads? Man liest immer mal wieder davon, aber ne Erklärung, was es ist, habe ich noch nie gefunden...
11.12.2014 12:30 namhunt
Cobra schrieb:
Was sind Lion-Loads? Man liest immer mal wieder davon, aber ne Erklärung, was es ist, habe ich noch nie gefunden...

Lion Loads ...sind dünnmantlige TM Geschosse die hohe Zerlegungsbereitschaft haben und für den Einsatz auf Großkatzen gedacht sind. Ursprünglich stammt die Bezeichnung von Art Alphin der 3 verschiedene Geschosse (TM/Vm) pro (Großwild)Kaliber im Programm hatte. Die sogenannte Triade. Die Geschosse waren so abgestimmt dass die TPL in etwa gleich sein sollte
11.12.2014 14:39 Cobra
namhunt schrieb:
Lion Loads ...sind dünnmantlige TM Geschosse die hohe Zerlegungsbereitschaft haben und für den Einsatz auf Großkatzen gedacht sind. Ursprünglich stammt die Bezeichnung von Art Alphin der 3 verschiedene Geschosse (TM/Vm) pro (Großwild)Kaliber im Programm hatte. Die sogenannte Triade. Die Geschosse waren so abgestimmt dass die TPL in etwa gleich sein sollte


Danke!
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