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Hubertustag

(1 Eintrag)

524 mal angesehen
03.11.2014, 15.02 Uhr

Hubertustag

03. November, Hubertustag - um 5.00 Uhr reißt mich der Wecker aus dem Schlaf. Draußen ist es um diese Uhrzeit natürlich noch stockdunkel und der Halbmond ist verschwommen durch den dicken Nebel nur zu erahnen als wirklich zu sehen, aber sein spärliches Licht reicht aus. Der Hund schaut mich völlig verschlafen aber erwartungsvoll an, ein kurzes Frühstück und dann soll's los gehen Richtung Rohrberg zum "Nebelsitz" - wie passend denke ich mir noch beim einsteigen in den Wagen. Je höher wir kommen um so lichter wird der Nebel bis er schließlich ganz verschwunden ist. Wagen ausrollen lassen, Türe leise öffnen, Zauberzeug packen, den Hund an den Riemen, die Büchse laden, die Türen wieder leise in's schlossdrücken und schon kann's los gehn; die knapp 300mtr. Pirschsteig sind wir zügig aber leise bis zur Kanzel gekommen ohne das Wild abgesprungen wäre. Der "Nebelsitz" steht im raumen Buchenaltholz, dieser Platz im Revier ist immer für Überraschungen gut egal ob Rot-, Schwarz- oder Rehwild zumal dieses Jahr die Bucheckern nur so aus den Kronen purzeln. Den Hund habe ich unter dem Sitz auf der Lodenkotze ablegen lassen, oben angekommen setze ich mich leise auf das Sitzbrett nieder und genieße die Stille an diesem Morgen. Im Osten geht langsam die Sonne auf, erste Strahlen fallen durch den Bestand auf den Waldboden. Es ist jetzt kurz nach 7.00 Uhr als ich leises aber doch deutliches Ästeknacken höre, schweres Wild ist am ziehen und hält auf meinen Sitz zu; ich nehme das Fernglas an die Augen und leuchte die nähere Umgebung ab. Ich kann Alttier mit Kalb und Schmaltier ansprechen; die Entscheidung fällt nicht schwer, das Kalb soll es werden denn es trägt zu dieser Zeit noch immer Talergroße Kälberflecken auf seiner Decke. Bedächtig und ohne jede Hast hole ich die Büchse aus der Kanzelecke und gehe von oben kommend mit dem 4er Absehen in's Leben. Wenig später zerreißt der Schuß der guten alten 8x57IS die Stille an diesem Morgen, wie vom Blitz getroffen bricht das Kalb zusammen und rührt kein Haar mehr; die beiden anderen Stücke gehen hochflüchtig ab, jetzt erst werde ich ganz fürchterlich vom Jagdfieber gebeutelt. Ich will noch die berühmte "Zigarettenlänge" warten bevor ich abbaume und zum Stück gehe, nach gut 20min. baume ich ab, streichel dem Hund über seinen edlen Kopf und wir beide gehen die gut 80mtr. zum Stück. Dort halten wir beide dem Kalb (es ist ein schwaches Wildkalb) die Totenwache bevor ich den "Letzen Bissen", den "Inbesitznahme-" und den "Erlegerbruch" hole. Nach der "roten Arbeit" sitzen wir noch eine ganze Weile beim Stück und ich lasse das Geschehene noch einmal Revue passieren; so nebenbei kommt mir dann auch in den Sinn das der Festtagsbraten für die Weihnachtsfeiertage nun auch gesichert ist, und auf die gebratene Leber mit Zwiebeln und Apfelringen heute Abend zur Brotzeit freue ich mich jetzt schon!


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Kommentare

03.11.2014 15:44 djtdingo
WMH zum Kalb und zum Hubertustag, schön geschrieben!
03.11.2014 18:36 hewesch
So sollte ein Hubertustag beginnen schöner kann das Leben doch nicht sein
WMH
06.11.2014 18:44 swinging_elvis
Waidmannsheil und horrido. Schön! el
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