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Aufbruch zur erfolgreichen Jag...

Drückjagderlebnisse (1 Eintrag)

Teamwork Strecke
747 mal angesehen
01.11.2014, 14.36 Uhr

Aufbruch zur erfolgreichen Jagd

Kühle Luft kam mir entgegen als ich voll bepackt gestern früh die Drückjagdausrüstung im Auto verstaute. Zum Glück dachte ich dann wird das heute nicht eine ganz so warme Geschichte beim durchgehen. Meine beiden Hündinnen schauten gespannt zu was Frauchen denn alles einpackt und wann sie denn endlich an der Reihe wären. Als ich dann aber nur mit einem Halsband um die Ecke kam und das meine ältere Hündin anlegte guckte die andere schon etwas skeptisch aber da diese läufig war musste sie daheim bleiben und Mutti bewachen. Die ältere freute sich umso mehr endlich mal wieder ohne die kleine Nervensäge los. Mit ihren mittlerweile 10 Jahren läuft sie nur noch auf ausgewählten Jagden da sie doch lange brauch um sich von diesen zu erholen. Als Gepäck und Hund im Auto verstaut waren ging es endlich los.

Am Treffpunkt angekommen gab es dann erstmal einen heißen Kakao und wir Treiber warteten mehr oder wenig geduldig mit unseren Hunden bis alle Schützen nach der Begrüßung angestellt wurden. Mein Vater flüsterte dem Hund noch kurz zu auf welchem Sitz er denn sitzen würde und wo sie doch bitte die Sauen hinbringen sollte bevor seine Schützengruppe auch aufbrach. Als es dann endlich für uns losging wurden erstmal alle Treiber samt Hunden auf einem großen Treckeranhänger verstaut und zum ersten Treiben gebracht. An einer Schneise die mit Schützen besetzt war stellten wir uns dann auf und die Hunde waren kaum noch zu bändigen. Vor und hinter der Schneise Gebiete mit vielen Dickungen und Jungwuchs na das fängt ja vielversprechend an dachte ich mir und meine Hündin tänzelte neben mir auch schon auf und ab und hielt ihre Nase immer wieder in den Wind.
Die Hunde wurden geschnallte und keine 100 Meter nachdem wir begonnen haben brachen direkt 4 starke Frischlinge durch die Treiberwehr und wechselten in Richtung Schneise. 2 Schüsse unterbrachen das Rufen der Treiber und das Bellen der Hunde und kurz darauf dann das Geklage eines Frischlings der kurz hinter der Schneise von den Hunden gepackt wurde. Ich versuchte Kontakt zum Treiberwehrleiter aufzunehmen und rannte dann mit einer Freundin in Richtung des Geschehens. Kurz vor der Schneise machten wir uns mich „Achtung Treiber“ kurz bemerkbar und dann ging es schon ab in den Jungwuchs. Mein Hund und 4 andere Hunde hielten dort einen 30-35 Kilo Frischling an Ort und Stelle. Ich zog mein Abfangmesser und packte den Frischling an den Federn und versuchte ihn zu fixieren um sauber die Kammer zu treffen was mir auch gelang. Nach den letzten Sekunden Kampf wich dann das letzte Leben aus dem Frischling und meine Freundin und ich hatten alle Mühe 2 Hunde davon zu überzeugen den Frischling loszulassen damit wir ihn zur Schneise ziehen können. Mit einem Waidmannsheil an den Schützen verschwanden meine Freundin und ich wieder auf der anderen Seite der Schneise wo der Rest der Treiberwehr auf uns wartete.

Die Stimmung in der Treiberwehr war ausgelassen immer wieder Standlaut der Hunde und darauf folgende Schusskanonaden auf die Sauen die dadurch aufgemacht wurden. Nach 3 Stunden eine kleine Pause nach einem Treiben durch dichte Dornenvegetation am Rand eines Waldes. Ich rief meinen Hund aber keine Hund zu sehen. Hmm dachte ich mir kurz darauf Standlaut meiner Hündin vll 40 Meter von uns entfernt vor einem kleinen Dornenbusch. Da sind wir eben lang da war nichts sagen 2 Treiber zu mir in der Nähe haben wir ne Sau geborgen deswegen bellt sie bestimmt. Mein Blick war mehr als skeptisch sowas macht mein Mädchen nicht mit Ihren 10 Jahren kann sie durchaus von toter Sau und lebender Unterscheiden. Das Ende vom Lied nach einen kurzen tritt eines anderen Hundeführers gegen den Busch ergriff ein Frischling die Flucht Richtung einer Schussschneise und es dauerte nicht lange bis ein Schuss viel. Stolz wackelte mit meine alte Dame entgegen und legte sich neben mir ins Hose Gras. Ihr Blick sagte so viel wie: Ist ja nicht so das ich es euch gesagt habe“ :D

Nach 4 Stunden Treiben und mittlerweile bestem Wetter bloß leider doch etwas zu warm hatten wir es dann geschafft und wir traten auf unserem Anhänger den Weg zum Hof an diesmal war es aber verdächtig ruhig darauf im Gegensatz zum Anfang. Die Hunde kuschelten im Stroh und die Treiber hingen an den Wasserflaschen aber alle waren mehr als zufrieden mit dem heutigen Tag. Nachdem ich meine Hündin im Auto versorgt hatte trudelten die ersten Schützen und das erste erlegte Wild ein. Ca. 60 Sauen lagen am Ende dieses Tages auf der Strecke und eine davon konnten meine Hündin und ich auch noch dazu steuern. Nur mein Vater der zwar viel Anblick hatte aber nicht zum Schuss kam wuselte mir und Rieke über die Haare/Fell und sagte mit einem Grinsen: Ihr sollt doch mir die Sauen bringen und nicht immer selbst Beute machen:D

Ein Waidmannsheil an alle anderen die auch unterwegs waren
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LauraKatharina

LauraKatharina

Alter: 25 Jahre,
aus Lübeck
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Kommentare

03.11.2014 12:20 Ammerlaender
wirklich gut geschrieben, klasse Erlebnis!! und was sagt usn das mal wieder: Hund hat immer Recht
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