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Des Jäger Glück, es ist der Au...

Momente der Jagd - sind Bereicherung (2 Einträge)

455 mal angesehen
15.10.2014, 07.03 Uhr

Das Mankei von der Glocknerstraße

Wir schreiben Freitag, den 19. September 2014 – ein Tag welchen ich schon lange ersehnte. Nach der Arbeit noch schnell ins Revier, um mit der .222 Rem. Noch ein paar Probeschüsse zu machen. Tafel auf 100m aufstellen, vom Hochsitz 3 Schuss abgegeben – Tafel kontrollieren: 100m, alle 3 Schuss gut zusammen mit 3 cm Hochschuss – Perfekt! Mittlerweile ist es 16 Uhr, also Zeit um nach Salzburg aufzubrechen – genauer gesagt in meine Unterkunft Nähe der Glocknerstraße. Nach einer 3 stündigen Autofahrt erreiche ich endlich mein Ziel, und kann in Ruhe mein Zimmer beziehen. Mittlerweile trifft auch Helmut ein, ein Verwandter der Familie, mein Gönner für diesen Abschuss und gleichzeitig mein Pirschführer. Nach dem die Formalitäten geklärt waren, ließen wir den Abend gemütlich ausklingen und verabschiedeten uns mit 7 Uhr Treffpunkt beim Frühstück. Die Nacht gut geschlafen, läutete um 6:30 auch schon wieder der Wecker. Also alles zusammenrichten und ab zum Frühstück, wo bereits Helmut wartete. Nach ausgiebiger Stärkung kurze Lagebesprechung: Schlechtes Wetter, Glockner gesperrt, Besserung nicht wirklich in Sicht. Kurzer Hand beschlossen, es zuerst weiter herunten zu versuchen, starteten wir unsere Jagd. Am Sitz angekommen, wusste ich jetzt was Helmut damit meinte, dass sie hier sehr selten sitzen, da die meisten Murmel weiter oben erlegt werden würden. Der Sitz doch schon in Jahre gekommen, richteten wir uns soweit es möglich war gemütlich ein. Der Regen wollte einfach nicht weniger werden, worauf Helmut zum Glück in seinem Rucksack einen Regenschutz fand, welchen wir über den Sitz spannten. Die etwas waghalsige Konstruktion hielt am Anfang sehr gut, nur nach einiger Zeit war das Wasser, welche nicht abrinnen konnte zu viel. Die Plane löste sich, das Wasser erwischte uns in vollen Zügen. Bis das Murmel liegt, sollte dies noch 2-mal der Fall sein. Die Zeit verging, doch es tat sich nichts – außer mal mehr und mal weniger Nebel war nichts zu sehen. Gemütlich eine Moods geraucht, unterhielten wir uns über Familie, Freizeit, und unsere gemeinsame Leidenschaft – die Jagd. Stellenweise wurde der Regen deutlich weniger und die Sonne drückte sich etwas durch die Wolkendecke, doch es wollte einfach kein Murmel den Bau verlassen, verständlich bei einem Wetter wie diesen (Helmut und ich scherzten noch, das wir Jäger schon ein eigens Volk sein, bei so einem Wetter draußen zu sein, aber die Leidenschaft überwiegt bei weitem – außerdem: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung). Mittlerweile ist es 11 Uhr, wir sitzen seit 08:15, als Helmut scherzte: „Meistens wennst die Jausn auspockst kummans die Mankei.“ Und nachdem wir sowieso schon Hunger hatten, packten wir die Jause mal aus: Die Stärkung tat ausgesprochen gut, vor allem bei so einem Wetter. Kurz nachdem wir unsere Jause weggepackt hatten, sagte ich noch zu ihm „Jetzt werdens dann wui kumman die Murmaln“ – wie es Ironie des Schicksals gewesen wäre, zeigte sich das erste Mankei des Tages, mittlerweile saßen wir doch schon über 3 Stunden und waren ziemlich durchnässt. Mit den Worten „richt die hea, des passt“ kam das Jagdfieber. Schnell war eine gute Auflage gerichtet – doch Jagdfieber und Kälte waren eine denkbar schlechte Kombination-nun zog auch noch Nebel auf. Also erst mal beruhigen. Das Mankei war auf 85m auf einer Steinplatte, und zeigte uns die volle Breitseite. Nach kurzer Zeit des Beruhigens, ein paar Zügen einer Moods, und einer klaren Sicht – war ich bereit den Schuss abzugeben: Mit der Waffe einrichten – entsichern – stechen – und langsam den Abzug durchdrücken…BUMM – das TMS-Geschoss der .222 Rem. verließ den Lauf, um seine Arbeit zu verrichten – im Zielfernrohr sah ich das Mankei wie es nur mehr herunter kippte – ein Waidmannsheil von Helmut bestätigte dies. Vor Freude war alles vergessen, die Kälte, der Regen, die durchnässten Klamotten – diesen Tag bzw. diesen Moment konnte nichts vermiesen. Mein erste Murmel vom Glockner liegt. Mit voller Freude fiel ich Helmut in den Arm. Nun hielt uns nichts mehr – zusammenpacken und absteigen zum Murmel – da lag es – seelenruhig hinter der Steinplatte. Die .222 Rem. hatte perfekte Arbeit geleistet. Der Schuss sitzt genau hinter dem Blatt, der Ausschuss nur durch Schweiß zu erkennen – perfekt. Als Helmut mir den Bruch überreichte – fiel ich ihm mit Freudentränen in die Arme und bedankte mich für diesen schönen Moment. Ein Blick zum Himmel – wo mein Großvater, welcher leider im Dezember verstorben war, bestimmt auf uns herunter blickt und mir das Mankei gönnte. Von ihm hab ich meine Passion, meine Leidenschaft für die Jagd. Auch er und Helmut pflegten lange sehr gutes Verhältnis und eine langjährige Jagdfreundschaft miteinander. Vor uns liegt ein staatlicher Bär, mit Nagern, welche für ein reiferes Alter sprechen lassen.
WAIDMANNSDANK!
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Kommentare

15.10.2014 07:58 Wildkraut83
Waidmanns Heil!

Schön geschrieben!

Aber stimmt das Datum 19.10.2014 ?
Heute ist erst der 15.10.
15.10.2014 08:07 steirabua
Wildkraut83 schrieb:
Waidmanns Heil!

Schön geschrieben!

Aber stimmt das Datum 19.10.2014 ?
Heute ist erst der 15.10.


Vielen Dank!

Haha bessere ich gleich aus, war im September ;)
15.10.2014 09:00 RhoenerKauz
Waidmannsheil, habe im August auch am Glockner mein erstes Murmel erlegen dürfen.
Allerdings nicht vom Ansitz aus sondern auf der Pirsch. Nebel und leichter Regen zum Schluß hin war auch unser ständiger Begleiter - aber unvergesslich :)
16.10.2014 14:01 Dergerl
Waidmannsheil
DANKE das wir an dem erlebten teil haben durften
17.10.2014 09:04 Austriangun
Waidmannsheil aus dem Nachbartal!!
20.10.2014 06:13 swinging_elvis
Waidmannsheil! Eine wer schöne Jagd. El
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