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Hunting Stories

Meine Jagderlebnisse (13 Einträge)

Hunsrück Bembel
533 mal angesehen
07.10.2014, 16.42 Uhr

Jagen mit der Facebooktruppe oder die Bembeljäger

Gegen 17:00 Uhr traf ich in dem kleinen idyllischen Dorf im Hunsrück ein. Am Sammelplatz standen mir nur unbekannte Gesichter, trotzdem wurde ich freundlich und offen empfangen und diese mir noch unbekannten Jäger waren mir auf Anhieb alle sympatisch.

Eingeladen zu diesem Jagdwochenende hatte mich die gute Jacky, eine junge, sympatische und äußerst passionierte Jägerin, welche zusammen mit ihrer jagenden Familie ein herrliches Revier im Hunsrück gepachtet hat. Seit etwa 1 Jahr hatte ich über Facebook schriftlichen Kontakt mit ihr, jedoch hatten wir zuvor noch nie die Gelegenheit gefunden uns mal persönlich kennen zulernen. Um so mehr freute mich ihre Einladung zu diesem Wochenende und passend war sie auch, denn die ganze Jagdgesellschaft bestand aus einer zusammengewürfelten Truppe, welche sich im sozialen Netzwerk gefunden hatte.

Für den Ansitz wurde mir ein Sitz zugewiesen, von welchem aus ich einen herrlichen Überblick über die Wälder des Hunsrücks hatte. Frei hatte ich Rotwild ( 8ter, 6er und Kälber ) und alles an Schwarzwild ( außer selbstverständlich führende Bachen und Frischlinge erst ab 15 kg aufwärts ) So sass ich nun auf meinem Hochsitz gespannt der Dinge die da kommen sollten. Von meinem Sitz aus konnte ich einen wundervollen Sonnenuntergang genießen. Ich liebe diese Momente der Entspannung in der Natur und kein Geld der Welt kann dies ersetzen. Obwohl ich weder Rot- noch Schwarzwild in Anblick hatte, durfte ich später von einem schönen Ansitz sprechen, denn das ständige Erscheinen von Rehwild, Hasen und Fuchs auf der Fläche hatte keine Langweile aufkommen lassen. Obwohl auch Jäger Rot- sowie Schwarzwild an diesem Abend in Anblick hatten, war "nur" Marco der glückliche Erleger eines Fuchses. Leider konnte ich nach der Jagd nicht mehr lange beim Feuer sitzen bleiben, denn aus privaten Gründen musste ich noch 110 Kilometer zurück nach Luxemburg fahren.

Am anderen Morgen machte ich mich um 08:30 Uhr wieder auf in Richtung Hunsrück. Allein schon die sympatische Truppe war es wert diese Fahrt erneut auf mich zu nehmen. Bei tollem Wetter waren einige kleinere Treiben mit 12 Jägern, 3 Treibern und 4 Hunden geplant. Obwohl die Nacht für alle sehr kurz war, stand ein Jeder mehr oder weniger fit aber voller Erwartung am Sammelpaltz. Gegen 10:00 Uhr ging es endlich los.

Des erste Treiben fand in einem alten verwilderten Weinberg statt und obwohl das Zeug sehr dicht war und im Sonnenhang lag, war kein Wild zu Hause. Im zweiten Treiben, schoss mein Adrenalinpegel steil in die Höhe, als auf kurze Entfernung vor mir im Schwarzdorn ein Hund kurz aufjaulte und anschließend ein schweres Stück Wild wegbrach. Meiner aber auch der Meinung anderer Jäger nach, konnte dies nur eine Sau sein, jedoch lief dieselbe nicht an. Das dritte Treiben sah sehr vielversprechend aus, aber wieder hatten wir keinen Jagderfolg. Endlich im vierten Treiben dann der Ruf der Treiber: " Sau nach rechts" kurz darauf ein Schuss. David war ein einzelner Überläuferkeiler gekommen und mit sauberem Schuss konnte er denselben an den Anschuss bannen. Waidmannsheil. Nach dem Aufbrechen machten wir uns auf den Weg zum fünften Treiben. Hier hatte auch keiner Anlauf, nur einem der Hunde gelang es am Zaun eines Gatters ein Schmalreh nieder zu ziehen und Marcel konnte dasselbe mit dem Messer abfangen. Auf dem Weg zum sechsten und letzten Treiben sahen wir ein Alttier auf einer Schneise stehen. Es ist immer faszinierend ein solch edles Wild bei vollem Tageslicht in Anblick zu haben. Das letzte Treiben des Tages sah wirklich erfolgsversprechend aus und kurz nachdem die Treiber angegangen waren, fielen auch schon zwei Schüsse und ein Fuchs war auf der anderen Seite der Dickung zur Strecke gekommen. Waidmannsheil. Kurze Zeit später verließ ein Stück Schwarzwild die Dickung und kam im Troll genau auf meinen Stand zu. Auf etwa 15 Metern verhoffte die Sau, welche ich als Überläuferkeilerchen ansprechen konnte, scheibenbreit vor mir. Aus Sicherheitsgründen konnte ich aber keinen Schuss anbringen. Das Keilerchen drehte schließlich ab und kam dabei meinen beiden Nachbarschützen passend. Zwei Schüsse fielen und mit Tiefblattschuss machte der Wutz nur noch eine kurze Todesflucht. Ob nun Edith oder der Daniel die Sau erlegt hatte, konnte nicht genau geklärt werden und Edith überließ ohne Diskussion dem Daniel die Sau. Waidmannsheil.

Nach dem sechsten Treiben hieß es Hahn in Ruh und ein schöner Jagdtag im Hunsrück ging zu Ende. Mit 12 Schützen, 3 Treibern, 4 Hunden und 5 Schüssen welche gefallen waren, konnten am Abend 2 Sauen, 1 Reh und 1 Fuchs von unserem Bläser Leo verblasen werden, somit durfte man durchaus von einem erfolgreichen Tag sprechen.

Anschließend war Grillen angesagt (nicht zum ersten Mal an dem Wochenende) In lustiger Runde sassen wir um das Feuer und das ein oder andere Bembel wurde gekippt. Bei Bembel handelt es sich um ein Apfelwein/Cola Gemisch, welches es der Gruppe angetan hatte und Bembel war eines der Hauptwörter an diesem Wochenende und aus diesem Grund auch " Die Bembeljäger"

Leider musste ich auch an diesem Abend aus privaten Gründen wieder zurück nach Luxemburg, sodass ich den erneut gemeinschaftlichen Ansitz und den Besuch des Schießstandes am Sonntag verpasste. Trotzdem wird dieses Wochenende mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn auch wenn ich persönlich nichts zur Strecke beitragen konnte (Diana ist mir nicht so hold wie letztes Jahr ) hat der Anblick von Sau, Rehen und Rotwild mich vollsten entschädigt und was viel wichtiger ist, ich habe neue und nette Menschen unserer Zunft kennengelernt. Ich hoffe dass diese neue zusammengewürfelte Gruppe junger passionierter Jäger noch oft in der Konstellation zusammen jagen wird (sowie das ein oder andere Bembel zusammen trinken wird)

Waidmannsheil


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THIERRY

THIERRY

Alter: 41 Jahre,
aus Elvange
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Kommentare

10.10.2014 08:48 tomhaus
Waidmannsheil! Schene Gschicht,

Ähnliches haben einige hier a scho erlebt.. i auch unter anderem.
Is immer wieder faszinierend, wie gut ma sich mit "Fremden" verstehen kann
11.10.2014 07:38 swinging_elvis
Moin und Waidmannsheil zu Anblick und Erleben!
"Bembel with care" ist ein hessisches Getränk auf Basis von Apfelwein! Apfelwein bietet man gerne im großen Krug an, dem Bembel, aus dem dann ausgeschenkt wird. Daher die Idee, aus "Handle with care" (mit Vorsicht zu handhaben) die Bembel-Version zu machen... Horrido!
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