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Drückjagdimpression Abendansitz Der Wald erwacht
725 mal angesehen
05.10.2014, 02.09 Uhr

Eine unvergessliche Drückjagd mit Freunden

Die Nächte werden kühler, die Tage kürzer, die ersten Bäume verlieren ihre Blätter, es ist Drückjagdzeit. Die Stöberhunde in Top Form, warten gebannt auf ihren Einsatz. Die erste Drückjagd findet in einem Revier einer sehr guten Jagdfreundin in Thüringen statt. In kürzester Zeit hat sich eine kleine Stöberhundgruppe verabredet, diese zwei aufeinanderfolgenden Drückjagdtage zusammen zu verbringen. Schnell werden Übernachtungen gebucht und die Verpflegung geplant.
Der Tag vor der Drückjagd, nun ist es soweit. Das Auto mit allem verstaut was für solche Drückjagden benötigt wird und ab geht die Fahrt in das 350 km entfernte Suhl. Während der Fahrt kommen mir Zweifel. Über 3 Stunden Fahrt nur wegen zwei Drückjagden ? Was solls, zugesagt ist zugesagt. Die Bodenstruktur wird mit jedem Kilometer bergiger. Die ersten Zweifel schwinden beim Anblick dieser bezaubernden Landschaft. Jetzt ist es 17.30 Uhr, ich steh am vereinbarten Treffpunkt, nur bin ich bis jetzt der einzige. Nach einem kurzen Telefonat erfahre ich, das die ersten bereits ihre Bungalows bezogen haben. Ich begrüße die mir bis jetzt nur unter Nickname`s bekannten Teilnehmer. Der erste Abend zeigt bereits, das wir alle auf ein und derselben Wellenlänge liegen. Interessante Gespräche und die Erwartungen auf die nächsten zwei Jagdtage säumen den gesamten Abend. Eine gesellige Runde, das passt.
Nächsten Morgen, 6.30 Uhr werden wir von unserer Mitbewohnerin geweckt, der Duft von frischem Kaffee überzeugt nun auch den letzten seinen Kessel zu verlassen. Unsere Hunde drehen noch mal eine Runde bevor es dann endlich los geht. Im Konvoi gehts zum verabredeten Treffpunkt. Mit uns sind es ca. 80 Schützen, welche jetzt Ihren Anstellern zugeordnet werden. Jeder bezieht nun voller Erwartungen seinen Sitz.Von weitem ist schon das Geläut der Stöberhunde zu hören. Der ein oder andere Schuss durchdringt die landschaftliche Idylle. Am Ende liegen etwa 30 Stücken Rot-Schwarz- und Rehwild auf der Strecke. Der Erlegerbruch wird überreicht, bevor es wieder in die Unterkünfte geht. Am Streckenplatz wurden mir und einer Jagdfreundin noch ein Abendansitz angeboten, welchen wir natürlich annahmen. Am späten Nachmittag wurden wir vom zuständigen Revierförster auf die Ansitze gebracht. Ich saß an einer Waldkante welche auf beiden Seiten ein kleines Tal besäumt. Durch die Mitte des Tals führt ein kleiner Bach, welcher die Landschaft in einer unbeschreiblichen Art und Weise erstrahlen läßt. Nach einiger Zeit bekam ich ein Stück Rotwild, welches teilweise durch Buchenäste verdeckt wurde, in Anblick. Ich und meine Jagdfreundin kehrten ohne Waidmannsheil, jedoch mit der unvergesslichen Erinnerung an diese wundervolle Landschaft in der wir waidwerken durften in unsere Unterkunft zurück. Der Grill wird bestückt und alle sitzen in geselliger Runde zusammen. Der erste Jagdtag ist nun fast vorrüber und bietet für den Abend ordentlich Gesprächsstoff, vor allem, weil ein Wachtelhund vom Stöbern nicht wieder zurückgekehrt war. Erlebtes wird ausgetauscht und die Spannung steigt mit dem Blick auf den zweiten Jagdtag.
Die ganze Nacht läßt der Regen die Tropfen auf den Dächern tanzen, nachdem am Morgen die Wolkendecke aufreist und die ersten Sonnestrahlen den Tag erwachen lassen. Neuer Tag , neues Glück.
Schnelles Frühstück nachdem es erneut zum Sammelplatz geht. Das Wetter ist einfach traumhaft. Die Hunde glänzen durch ihre Stöberleistung was sich auf dem Streckenplatz bestätigt. Der Jagdleiter ist zufrieden, eine super Zusammenarbeit aller Beteiligten. Niemand kam zu Schaden, alle verhielten sich tadellos.
Leider ist der vemisste Wachtel immer noch nicht zurück gekehrt. Auch die Peilung über das Sendehalsband blieb erfolglos. Jetzt setzt sich ein Suchtrupp in Bewegung, welcher aus dem Wachtelführer und einheimischen Forstleuten besteht, die diese Gegend nicht besser kennen könnten. Ein Teil unserer Truppe macht sich auf den langen Heimweg, als uns kurze Zeit später die Nachricht erreicht, das sich der Eigentümer eines Pferdehofes gemeldet habe und er einen Wachtel aufgenommen hätte. Über diese Nachricht waren alle sehr erleichtert und so fand der Tag doch noch ein schönes Ende.

Täglich denke ich an diese wundervollen Momente zurück, welche in kürzester Zeit mein Leben mit neuen Freundschaften und Erfahrungen bereichert haben. Vielen Dank dafür und Weidmannsheil.
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Wachtelwelpe

Wachtelwelpe

Alter: 37 Jahre,
aus Sachsen
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Kommentare

05.10.2014 12:00 Waldlaeufer7x64
Schöner Bericht - in der Ecke bin ich bald auch

Interessante Hirsche, die lagen!
05.10.2014 20:01 Wachtelwelpe
Waldlaeufer7x64 schrieb:
Schöner Bericht - in der Ecke bin ich bald auch

Interessante Hirsche, die lagen!



Vieln Dank
05.10.2014 21:59 Sirgordon
Jagen unter.freunden Herz was willst mehr.
06.10.2014 20:23 waidgeschrei
Es war nicht nur schön, es war wunderschön. Nur nette und sachliche Waidfrauen und Waidmänner waren in unserer Runde, so sollte es immer sein. Und das schönste war als Wachtelhund " Marko" wieder unter uns war.
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