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Jagen Weltweit

(6 Einträge)

Bogen
609 mal angesehen
24.08.2014, 00.30 Uhr

Bogenjagd

In der heutigen Zeit moderner Jagdwaffen und Jagdmunition sehen viele Jäger den Bogen leider immer noch als archaische Waffe primitiver Kulturen an. Viele kennen den Bogen lediglich aus dem Fernseher wo er in Wildwestfilmen als Hauptwaffe von Indianern eine Hauptrolle spielt oder durch den Film Robin Hood, in welchen der bekannte Freischärler als einer der angeblich besten Bogenschützen zu sehen ist. Aus Unkenntnis sehen Kritiker der Bogenjagd den Bogen lediglich als Sportgerät und nicht als wirkungsvolle Waffe an.
Moderne Bogenjagd entstammt primitiver Wurzeln in Verbindung mit moderner Technologie, denn heutige Bögen sind extrem zuverlässige technische Meisterwerke. Was in Deutschland, Luxemburg...... noch verboten ist, ist in den meisten Ländern der Welt eine akzeptierte Jagdart. Bereits in 15 Ländern Europas ist die Bogenjagd mittlerweile anerkannt und es gibt ungefähr 30000 Bogenjäger. Bogenjagd wird durchaus als ethisch und waidmännische Jagd anerkannt. Aus Erfahrung reagieren die meisten Menschen durchaus positiv, wenn sie mit der Bogenjagd in Kontakt kommen. Der Satz " Das ist viel fairer, die Tiere haben dabei mehr Chancen" ist absolut keine Seltenheit. Und dies ist auch nicht aus der Luft gegriffen, denn bei der Bogenjagd muss der Jäger nah an das Wild herankommen. Der effektive Schussradius reduziert sich auf 40 Meter. Die Kunst des Bogenjagens liegt darin eine unmittelbare Nähe zum Wild herzustellen. Der Bogenjäger erlebt sein Wild in greifbarer Nähe und muss daher mit der Natur verschmelzen.
Die Wirkung eines Pfeiles mit guter Jagdspitze steht einem Büchsenschuss in nichts nach. Projektile töten durch immens hohen Energieeinfluss der sowohl Knochen und Gewebe zerreißt und Wild oft unbeweglich macht. Der Pfeil tötet mit rasierklingenscharfen Jagdspitzen, welche einen massiven Blutverlust und somit abfallenden Blutdruck mit sich bringt. Ein sauberer Schuss bringt eine grosse Wundkaverne mit Ausschuss. Das Wild wird wird nach einem Pfeiltreffer weniger Stress ausgesetzt als bei einem Schuss mit einem Projektil. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Adrenalinausschüttung bei mit Pfeil erlegtem Wild viel geringer ist, als bei Wild, welches mit einem Projektil erlegt wurde. Vergleichbar mit der Kaliberfrage bei der Büchse stellt sich beim jagdlichen Bogenschiessen die Frage nach Zuggewicht des Bogens und Gewicht des Pfeiles. Es bedarf einer großen Körperkraft um ein hohes Zuggewicht über einen längeren Zeitraum zu halten. Aus diesem Grund ist der moderne Bogenjäger körperlich gut trainiert. Auch um die Schiessfähigkeit mit dem Bogen aufrecht zu erhalten, erfordert es regelmäßigem Training.
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THIERRY

THIERRY

Alter: 41 Jahre,
aus Elvange
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Kommentare

24.08.2014 08:53 namhunt
Die Bogenjagd stellt, neben der Falknerei, eine ursprügliche Art der Jagdausübung dar. Bereits 2002 stellte der C.I.C. diese in sein Programm ein. Zur Zeit laufen in einigen Ländern Versuche der Wiedereinführung der Bogenjagd. So auch in Schweden. Bogenjagd ist kein Mittel zum Erreichen hoch angesetzter Abschußpläne, sondern stellt wie die Falknerei auch, eine Nische der Jagdausübung dar die hohe körperliche Eignung und eine profunde Kenntnis des Verhalten des Wildes voraussetzt. Bogenjagd ist in meinen Augen eine Jagd die sehr sehr den Individualisten, im positiven Sinne, anspricht.

[www.austrianbowhunting.at]

aber zu Abschußzahlen die erstaunlich sind :

[www.europeanbowhunting.org]
24.08.2014 13:31 sbsax
Servus Thierry,
auch auf der Seite [dbjv.org] gibt es einiges zum Nachlesen. Da du die Seite bestimmt kennst, ist der link eher für unbeleckte Leser gedacht.
26.08.2014 13:17 murks
sehr gutes posting,aber leider etwa 50 jahre yu frueh fuer die deutsche jaegerschaft, siehe diskussionen zum thema bogenjagd im forum.
26.08.2014 18:54 Nadine72
murks schrieb:
...aber leider etwa 50 jahre yu frueh fuer die deutsche jaegerschaft....

Eher 200 Jahre zu spät.
28.08.2014 11:39 Yumitori
Moin,

ich haette absolut nichts dagegen, wenn die Bogenjagd, ebenso wie diejenige mit Schwarpulverwaffen, in Deutschland erlaubt würde, denn die Menschheit hätte gar nicht überlebt, wäre es nicht möglich gewesen, auch grosses Wild mit "weniger" zu töten, als mit Langwaffen mit Nitropulverpatronen.
Wichtig ist nur, dass die jeweils erlaubte Waffe eine bestimmte Mindestleistung erbringen muss, also bsp nicht erlaubt ist, Wild mit etwas anderem zu beschießen, als mit einem Jagdpfeil.
Was heutzutage oft - ist immer Wilderei, wenn es fremdes Jagdrecht verletzt - bei beschossenen Tieren gefunden wird, ist eben ein Sportpfeil.
Aber es soll ja auch Aasjäger geben, die glauben, es gehe immer auch für alles die .222.
Manchmal klappt's ja auch - aber eben nur manches Mal.....

Habe die Ehre und
Waidmannsheil
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