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Hunting Stories

Meine Jagderlebnisse (13 Einträge)

Okatore Okatore Okatore
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04.08.2014, 11.33 Uhr

Namibia / Okatore ( http://www.okatore.com/ )

Ein ungewohntes Bild für uns urban lebenden Europäer als die Asphaltstraße plötzlich einfach zu Ende war und wir unsere Fahrt über eine Schotterstraße fortsetzten. Wir befanden uns in Namibia. Wir das sind ein Fahrer, welcher uns kurz zuvor am HOSEA KUTAKO INTERNATIONAL AIRPORT von Windhoek abholte, mein Cousin Patrick und meine Wenigkeit. Unser Ziel war die Jagdlodge und Gästefarm Okatore, gelegen 75 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Windhoek, im Khomas Hochland am Ende der D1420 unter dem 1777 Meter hohen Rosenthal, welcher über der Farm thront. Okatore gehört zur Khomas Hochland Conservancy, deren Ziel es ist einen guten Wildbestand zu kultivieren und nachhaltig zu nutzen. Der Zusammenschluss verschiedener Farmen zu einem umfangreichen Jagdgebiet mit einer Gesamtfläche von fast 200000 ha beherbergt einen artenreichen Wildbestand.

Auf halber Strecke erwartet uns die Gastgeberin Imke Pape. Nach dem Tod ihres viel zu früh verstorbenen Ehemannes Henner Pape, welcher im Jahr 2010 bei einem Flugzeugabsturz bedingt durch ein Aneurysma ums Leben kam, hat sie die Leitung von Okatore übernommen. Trotzdem leben die Ideen und Erfahrungen von Henner auf Okatore weiter, dies wurde mir deutlich, als uns beim Einschießen der Waffen, Klaus Tietz, der Berufsjäger auf Okatore, einen etwa 20-minütigen Vortrag über Sicherheit im Umgang mit der Waffe, Schussplatzierung, Jagdverlauf, Verhalten während der Pirsch u.s.w hielt. Diese genaue und exakte Einführung auf die bevorstehende Jagd hatte Henner vor jeder Jagd eingeführt und wurde so auch von Klaus übernommen. Jetzt denken bestimmt einige, dass man als erfahrener Jäger doch keine Einweisung braucht, aber unter Stress und Hektik sowie Jagdfieber ist bereits vielen, auch erfahrenen Jägern ein Fehler unterlaufen und so mancher Jagdführer kann ein Liedchen davon singen, wenn ihnen plötzlich eine Kugel um die Ohren geflogen ist oder das falsche Stück Wild anstelle des Angesprochenem beschossen wurde. Für mich persönlich war es die vierte Jagdreise auf den afrikanischen Kontinent aber es war das erste Mal, dass ich seitens eines PH eine solche Einweisung erhielt und weder Patrick noch ich fanden dass Klaus dies besserwisserisch rüber brachte, sondern eher lediglich als Erinnerung an das was man sowieso wissen sollte.

Nachdem wir unsere komfortablen Zimmer bezogen hatten, ging es zusammen mit Imke, Klaus sowie den Kindern auf eine Anhöhe von welcher aus wir den Sundowner genießen konnten. Nach einem schmackhaften Abendessen fielen wir, müde von der Anreise, ins Bett. Am morgen sprang ich voller Vorfreude auf den kommenden Jagdtag aus dem Bett. Vor der Tür warteten bereits Toby und Benno auf uns Jäger. Die beiden irischen Terrier waren unsere ständigen Begleiter auf der Jagd und als Hundeführer war es mir eine Augenweide den beiden zuzuschauen, wie sie morgens und nachmittags gespannt auf dem Geländewagen sitzend darauf warteten, dass es endlich los ging.

Obwohl wir an den ersten beiden Jagdtagen sehr viel Anblick hatten, verliefen dieselben ohne Jagderfolg. Der Morgen des 3ten Jagdtags verlief, trotz wiederum viel Anblick, erneut ohne Jagderfolg. Mich persönlich stimmte dies etwas missmutig, war ich doch durch meine vorherigen Jagden in Südafrika "verdorben" und einen schnelleren Jagderfolg gewohnt! So kam es, dass Imke mir für nachmittags eine Jagd 1:1 anbot, um den Jagderfolg zu steigern. So wurde ich dann von dem Meisterjagdführer Isak Hoëb geführt. Isak, welcher durch die Schule von Henner Pape ging, und seit 2003 auf Okatore beschäftigt ist, kennt das Revier wie seine Westentasche. Isak brachte mich bis auf 40 Meter an einen uralten Oryxbullen heran. Das 11 Gramm schwere Geschoss aus der geliehenen Heym SR30 im Kaliber .300 Win.Mag. schlug auf der Blattschauffel des alten Bullen ein, welcher daraufhin nur noch eine Todesflucht von etwa 30 Metern machte. Isak schätzte das Alter des Bullen auf 15 Jahre, die Schläuche waren total abgenutzt und eine spätere Vermessung derselben ergab ein Ergebnis von 170 Punkten und somit einer NAPHA Hegemedaille. Schwieriger als der Schuss, gestaltete sich die Bergung des erlegten Oryx, denn in den Bergen des Khomas Hochlandes, abseits der Wege benötigt man hierzu einiges an Muskelkraft.

Am Morgen des 4ten Jagdtages befanden wir uns frühzeitig auf einer 2 stündigen Fahrt zur Farm Monte Cristo, welche ebenfalls zur KHOMAS HOCHLAND CONSERVANCY gehört und auf welcher Okatore ein Jagdrecht hat. Der Besitzer von Monte Cristo hat durch Baggerarbeiten und das Anlegen von Dämmen ein künstliches Sumpfgebiet geschaffen, welchen seines Gleichen sucht. Ein Eldorado für Wasservögel aber auch Warzenschweine und Wasserböcke. An diesem Tag konnten Patrick und ich zwei gute Warzenschweinkeiler der Silbermedaillenklasse erlegen.

Am 5ten Jagdtag ging ich morgens zusammen mit Klaus ein Rudel Hartebeester an, als wir plötzlich im Augenwinkel zwei weiter Hartebeester bemerkten, welche in Richtung des besagten Rudels zogen. Klaus konnte beide als kapitale Bullen ansprechen. Es gelang mir den ältesten der Beiden zu erlegen. Ein alter Bulle war zur Strecke gekommen, welcher mit 171 Punkten eine NAPHA Goldmedaille erhielt. Am Nachmittag brachte Klaus meinen Cousin an eine Herde Streifengnus heran, aus welcher Patrick einen kapitalen Bullen erlegen konnte. Mit 209 Punkten erreichte auch dieser eine NAPHA Goldmedaille.

Der Berufsjäger Klaus Tietz ist ein sportlich durchtrainierter Mann und Kenner seines Handwerks. Es macht eine Menge Spaß mit ihm Jagen zu dürfen. Die Jagd mit ihm besteht nicht nur aus Schießen, sondern er lehrt seine Gäste auch viel über das afrikanische Wild und die Fauna. Er nimmt sich auch viel Zeit die Fragen seiner Gäste zu beantworten.

Am Morgend des 6ten Jagdtages brachen wir bereits um 4 Uhr morgens zu einer 3 stündigen Fahrt auf. Unser Ziel war die Farm Friesenland gelegen in der Kalahari auf welcher Okatore eine Konzession Besitzt. Hier gelang es zuerst Patrick einen uralten Springbock zu erlegen, welcher eine NAPHA Hegemedaille erhielt. Kurze Zeit später konnte ich aus einem Rudel heraus einen Springbock mit 103 Punkten und einer NAPHA Goldmedaille erlegen. Den Rest des Tages verbrachten wir dann noch in der Halbwüste Kalahari, welche mit seiner großen Artenvielfalt in der kargen Landschaft beeindruckte. Faszinierend waren die riesigen Nester des Gemeinschaftswebervogels, welche die Kameldornbäume besiedeln.

Am letzten Jagdtag, gingen wir die Sache gemächlich an. Trotzdem gelang es mir endlich auf meiner 4ten Afrikareise einen Schabrackenschakal zu erlegen. Und Patrick konnte noch einen sehr alten Oryxbullen erlegen, welcher eine NAPHA Hegemedaille erhielt.

Auch wenn ich bestimmt jagdlich meine Fährte noch in anderen Ländern ziehen werde, wird Okatore mit seinem Wildreichtum, immer Anlauf für eine spannende und faire Jagd auf alte und reife Trohäenträger bleiben.

Ein Wort zur NAPHA Medaillenvergabe:

Damit ausschließlich Trophäen von hoher Qualität bejagt werden, hat NAPHA ein Qualitätskontrollsystem entwickelt, durch das verhindert wird, dass Berufsjäger und Jagdführer Trophäen bejagen, die nicht der vorgegebenen Mindestgröße entsprechen. Namibia ist eines von wenigen Ländern in Afrika, die solch eine Form der Qualitätskontrolle praktizieren -zur Sicherung einer starken Genetik und zum Schutz der Interessen von Jagdgästen. Wie fast in allen afrikanischen Jagdländern üblich, zahlt der Jagdgast die obligatorische Abschussgebühr für die Trophäe, egal wie stark sie ist und in welcher Medaillenklasse sie liegt.
Das NAPHA-Medaillenprogramm wurde nicht nur deshalb eingerichtet, um den Jagdgast mit einer Auszeichnung für die in Namibia erlegten Trophäen zu belohnen, sondern auch als Einnahmequelle für NAPHA, womit die vielfältigen Projekte finanziert werden, die für die Zukunft der Jagd wichtig sind. Außerdem fließen für jede Medaille, die verkauft wird, 10 N$ in kulturelle und soziale Projekte. Die Maße der Trophäen für die Klassifizierung in die jeweilige Medaillenklasse und die Preise für die Medaillen und Urkunden finden Sie in der NAPHA-Internetseite siehe oben. ( [www.jagdportal-namibia.eu] )
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THIERRY

THIERRY

Alter: 41 Jahre,
aus Elvange
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