Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Jagen Weltweit

(6 Einträge)

Namibia
445 mal angesehen
30.07.2014, 14.46 Uhr

Ausland- / Trophäenjagd

Ich habe selten einseitigere und inkompetentere Berichterstattungen gelesen, als die wenn es um das Thema Jagd geht. Von der ersten Zeile an ist die Antipathie gegen Jäger zu erkennen. Hier wird nur davon gesprochen, was Jäger falsch machen und was sie nicht machen sollen respektiv dürfen, wie jedoch wirksamer Natur- und Artenschutz aussehen soll bleibt auf Seiten der selbsternannten Tierschützer offen. Falsch verstandene und emotionale Tierliebe hat jedoch nichts oder selten etwas mit Natur- und Artenschutz zu tun. Die absurden Rechtfertigungen seitens der Jäger sind Tatsachen und wissenschaftlich belegt. Jagdverbote fordern nur Tierrechtler und deren unwissenden Mitläufer. Ernsthafte Tierschützer, darunter auch der WWF, stimmen darin überein, dass eine kontrollierte nachhaltige Jagd deren Erträge in den Schutz des Wildes und an die Einheimischen vor Ort fliessen, den Natur- und Artenschutz fördern. Wissenschaftliche Untersuchungen haben dies ergeben. Laut einer Studie aus dem Jahr 2007, wurde bestätigt, dass durch die Trophäenjagd in Afrika die Fläche auf der Wildtiere geschützt werden, doppelt so gross ist, wie die Wildschutzgebiete alleine. Ein totales Jagdverbot wäre doch kontraproduktiv für den Schutz der gefährdeten Arten. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat kürzlich sogar ein Politdokument vorgelegt, in dem dies klar ausgedrückt wird.
Fakt ist die Bevölkerung nimmt in vielen Ländern dramatisch zu. Die folge sind Armut, Wilderei sowie Menschen/Wildtierkonflikte. In Botswana gibt es zur Zeit einen Bestand von etwa 130000 Elefanten, jedoch bietet die Landesfläche nur nachaltigen Platz für 30000 bis 40000 der grauen Riesen. Der Rest der gewaltigen Überpopulation geht zu Lasten der Bevölkerung und der Natur. Da ein Elefant täglich etwa 200kg Grünzeug als Nahrung braucht, kann man verstehen, dass die in ärmlichen Verhältnissen lebenden Kleinbauern, den Elefanten lediglich als Nahrungskonkurent ansehen den es nicht zu schützen gilt. Täglich sterben in Afrika viele Menschen an Hunger, wenn man dann dabei bedenkt, dass ein einziger erlegter Elefant einigen Dörfern für viele Zeit Fleisch liefern kann!! Jedoch scheint in der heutigen Zeit ein Tierleben vor dem eines Menschen zu stehen. Der ständige Wachstum der Population bringt auch eine steigende Nachfrage an ungenutztem Land und macht auch vor Wildschutzgebieten nicht halt. Einer der Hauptgründe für den Rückgang des Löwenpopulation sowie der anderer Tierarten ist die Zerstörung ihres Lebensraumes durch die Land- und Viehwirtschaft. Seitens der Hirten gilt der Löwe als Hauptfeind und Bedrohung ihrer Viehherden und somit einzigen Einnahmequelle deshalb wird demselben extrem nachgestellt, teilweise auch mit Giftködern. Hingegen betrachten die Veranstalter von Jagdsafaris den Löwen als eine jagdbare Tierart, die es zu erhalten gilt, um auch weiterhin Abschussrechte gewinnbringend verkaufen zu können. Wildtiere richten oft erhebliche Schäden an und werden dann sowieso seitens der Behörden erlegt. Jagd fördert also Naturschutz und ein totales Jagdverbot wäre doch kontraproduktiv und würde die Landwirte und Landbesitzer hart treffen. Eine nachhaltige Jagd steht im "Grundgesetz" des Artenschutzes und wurde im Washingtoner Artenschutzabkommen geregelt, wo auch festgehalten wurde, dass selbst Tiere welche auf der ROTEN LISTE stehen, gejagt werden können, mit der Voraussetzung, dass es der Art dient. Die nachhaltige Trophäenjagd kann also genauso zum Schutz der Elefanten, Löwen, Nashörner u.s.w. dienen wie Nationalparks. Oft dienen materielle Anreize das "inwertsetzen" des Wildes dem Naturschutz, besonders, wenn die Einheimischen an den Einnahmen von Trophäenjagden beteiligt sind, auch wenn das den emotionalen Tierfreund nicht immer freut. Hier liegt das Potenzial in der Trophäenjagd. Im Kontext kann dieselbe in bestimmten Fällen das Einkommen für die Landbevölkerung generieren und fördert Arbeitsplätze und das Fleisch wird an die Dörfer verteilt. Namibia hat in den letzten Jahren gezeigt wie man mit der sinnvollen Nutzung der Wildtiere deren Zahl vervielfachen kann, dies insbesondere, wenn man die lokale Bevölkerung zu Wildhütern und Wildnutzern macht. Fast jeder achte Namibianer ist heute Mitglied in einer Wildhegegemeinschaft welche mit fast 13 Millionen Hektar fast 16 Prozent der Landesfläche ausmachen und tragen mit 20 Millionen Euro zum Volkseinkommen beitragen. In Namibia wird das Wild heute durch die Jagd erhalten. Die Wildbestände haben sich in den letzten Jahren verdreifacht, da der Jagdtourismus die Landbesitzer ermutigt, Wild auf ihrem Land zu halten und entwickelt sich so zu einem Aktivposten und Vermögenswert. Dadurch ist Wild zurück in Landstrichen, in denen es vor langer Zeit schon ausgerottet schien. Trotz Jagd ist Namibia Leoparden Land n°1 auf der Welt. Wie pflegte die Aussenministerin Namibias zu sagen: Kommen sie zur Jagd, denn damit helfen sie, dass Namibia seine Wildbestände auch für künftige Generationen bewahren kann. Für seine erfolgreiche Politik in Sachen Jagd und Artenschutz erhielt Namibia die höchste Auszeichnung des WWF.
Ein trauriges Beispiel liefert hingegen Kenia, was in 70er Jahren ein totales Jagdverbot verhängte. 1977 zogen in Kenia rund 170000 Elefanten und über 8000 Spitzmaulnashörner umher. Heute gibt es da zwar vereinzelt schöne Naturparks, ausserhalb davon ist aber nichts anzutreffen. Laut der Wissenschaftszeitschrift "New Scientist" ging seit Jagdverbot der bestand der Big Five in Kenia um 60 bis 70 Prozent zurück, wohingegen der Anreiz zur Hege in Ländern mit Jagderlaubnis bestehen blieb. Das beste beispiel hierfür ist das Breitmaulnashorn. Galt es vor nicht allzu langer Zeit noch als fast ausgestorben, so stieg sein Bestand in Ländern des südlichen Afrika bis 2008 auf 17000 Exemplare an, trotz oder vor gerade wegen der von CITES begrenzten ZZahl an Abschüssen und Preisen bis zu 30000 Euro. Auch die Bestände des weiterhin vorm Aussterben bedrohten Spitzmaulnashorns nehmen nur in 2 Ländern wieder zu, in Namibia und Südafrika . Nicht zufällig erlauben beide Staaten die Jagd und fördern den Jagdtourismus.
Die viel gelobten Fototouristen, welche Geld in Kassen spülen sollen fördern den Artenschutz nur wenig, denn selbst hunderte von Touristen bringen nicht den geldwerten Nutzen eines Jägers, zumal die Natur durch diesen massenhaften Ansturm oftmals geschädigt wird.

Fakt ist, der Jagdinstinkt liegt in der Natur des Menschen, wer jedoch gegen die Jagd ist, zeigt nur wie Weit der Mensch sich in der heutigen Zeit von der Natur entfernt hat!!!
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

THIERRY

THIERRY

Alter: 42 Jahre,
aus Elvange

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

30.07.2014 14:58 zerberus
WIR wissen das eh. sags den gegnern!!!! und zwar so dass sie es auch glauben. aber du weisst ja dass die chancen mehr wie nur schlecht stehen.
30.07.2014 15:06 THIERRY
Den Jagdgegnern kann man noch so viele gute Argumente bringen, die werden es eh nicht glauben oder glauben wollen. Die sind blind vor lauter falsch verstandenen Tierliebe. Aber ihren Mitläufern kann man schon die Augen öffnen und das ist mir auch schon das ein oder andere Mal gelungen.
30.07.2014 16:49 Tannschuetz
BRAVO! .... solche Stellungnahmen gehören verbreitet und in die allgemeinen Medien!
30.07.2014 16:49 sau_hund
THIERRY schrieb:
Den Jagdgegnern kann man noch so viele gute Argumente bringen, die werden es eh nicht glauben oder glauben wollen. Die sind blind vor lauter falsch verstandenen Tierliebe. Aber ihren Mitläufern kann man schon die Augen öffnen und das ist mir auch schon das ein oder andere Mal gelungen.

UND nicht vergessen: insbesondere HIER werden ihnen täglich neue Trümpfe in die Hand gespielt.
31.07.2014 10:42 timmm
Das sind alles gute Argumente, welche die Jagd im Ausland rechtfertigen da bin ich mit dir vollkommen einer Meinung. Sie erklären dem Tierliebhaber aber nicht warum ein deutscher Jäger viel Geld bezahlt um in Namibia ein paar Tiere totzuschießen. Das macht er ziemlich sicher nicht um der schwarzen Bevölkerung Nahrung zu verschaffen oder einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Dies sind lediglich positive Nebeneffekte. Aus meiner Sicht muss man den Tierliebhabern erklären was für einen selbst der Reiz am Jagen ist. Und zwar für mich vor allem das intensive Erleben der fremden Natur und (Jagd-) Kultur das bei keiner Safari oder Touristenattraktion in ähnlicher Weise empfunden werden kann. Ich finde hier muss man ansetzten und noch mehr Argumente schaffen die dem Tierliebhaber erklären, dass es den Jägern definitiv nicht ums töten eines Tieres geht, sondern dies nur ein kleiner Bestandteil der Jagd ist.
31.07.2014 10:51 wachtelschachtel
Wir sind aber europäische Jäger und sollten uns um unsere Probleme kümmern! Das fängt beim Schwarzwild an und hört noch lange nicht bei Waschbär, Mink und Marderhund auf! Wer in Botswana etwas tut, der soll auch Schadelefanten schießen, aber nur schnell mal hinfliegen, ein paar Rüsselträger umdrehen, schnelles Foto und dann wieder nach Hause? Nein, das hat nix mit Jagd zutun, das ist einfach nur SCHIESSEN! Für mich persönlich hat das nix mit Jagd zutun, ebenso Büffel etc. Wer es mag, soll es machen-aber kritikwürdig und hinterfragbar wird es selbst seitens der Jäger immer bleiben! Schießt sie einfach, aber postet es doch nicht in öffentlichen Foren und jammert dann nicht rum, wenn es Kritik gibt!
06.08.2014 06:30 THIERRY
Ich jage aus Passion, aus Leidenschaft und aus Naturschutzgründen und dies hält bestimmt nicht an den Grenzen zu Europa auf. Der Jäger welcher dies hinterfragt und von totschiessen spricht, kennt Afrika entweder nicht oder ist neidig weil er sich keine solchen Reisen leisten kann. Selbst seitens Tierschutzorganisationen wie WWF ist die Trophäenjagd anerkannt, weil sie dem Naturschutz dient. Ich mache keinen Unterschied ob dass ich in Polen oder Ungarn auf den Brunfthirsch jage oder ob dass ich mir ein Stück Wild in Afrika erjage. Am Ende bleibt immer, dass ich bezahle um ein Stück Wild zu erlegen. Und keine Angst, ich kümmere mich auch um die "Probleme" in meinen Revieren in Deutschland, Frankreich und Luxemburg!! Und da ich zu dem stehe, was ich mache , werde ich auch weiterhin meine Fotos posten und eine Erklärung oder das Schreiben einer Ansicht ist noch weit von jammern!!
wachtelschachtel schrieb:
Wir sind aber europäische Jäger und sollten uns um unsere Probleme kümmern! Das fängt beim Schwarzwild an und hört noch lange nicht bei Waschbär, Mink und Marderhund auf! Wer in Botswana etwas tut, der soll auch Schadelefanten schießen, aber nur schnell mal hinfliegen, ein paar Rüsselträger umdrehen, schnelles Foto und dann wieder nach Hause? Nein, das hat nix mit Jagd zutun, das ist einfach nur SCHIESSEN! Für mich persönlich hat das nix mit Jagd zutun, ebenso Büffel etc. Wer es mag, soll es machen-aber kritikwürdig und hinterfragbar wird es selbst seitens der Jäger immer bleiben! Schießt sie einfach, aber postet es doch nicht in öffentlichen Foren und jammert dann nicht rum, wenn es Kritik gibt!

Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Zum Seitenanfang