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Brauchen wir einen Schießnachw...

Brauchen wir einen Schießnachweis (1 Eintrag)

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08.07.2014, 17.19 Uhr

Schießnachweis

Zu den Bildern:
links. 5 Schuss aufgelegt in der 10 sollten zu schaffen sein.
mitte: freihändig auf den Laufenden geht ohne viel Übung nicht.
rechts 5 Schuss auf den Bierdeckel kein Problem?
Nein, in 3 Minuten auf 200m vielleicht doch.

Brauchen wir einen Schießnachweis?

Der Gedanke, durch eine periodische Überprüfung des waffenbezogenen Umgangs seitens der Jäger die Sicherheit und Schießfertigkeit zu erhöhen zu können, geistert schon einige Zeit durch den jagdlichen Blätterwald, die Medien und Diskussionen. Zwei Bundesländer haben hier auf dem Verordnungsweg behördliche Fakten geschaffen, ob aber der angedachte Zweck auch erreicht wird, sei dahingestellt.
Sollte ich den tieferen Sinn der Jagd verinnerlicht haben, geht es letztlich um das möglichst waidgerechte Erlegen von Wild. Wenn wir mal bei der Kugel bleiben (Schrot ist genau so wichtig), stellt sich die Frage, ob der freiwillige oder verordnete Schießnachweis in dieser Hinsicht irgendwas bringt oder nicht.

Wir wissen schon mal nicht, ob allein von 1,1 Mio. Rehen wie viele aufgrund mangelhafter Schießfertigkeit (Treffsicherheit) vermeidbaren Schmerzen und Qualen, bis hin zum Ludertod ausgesetzt sind, waren oder werden. Es ist anderseits nicht vorstellbar, dass im Revier unter z.T. sehr ungünstigen Umständen, die ich hier gar nicht aufzählen will, besser und zielsicherer geschossen werden soll als auf dem Stand.

Könnte es vielleicht sein, dass der am Stand hinter dem Schützen stehende Zuschauer den Jäger so aus der Fassung bringt, dass er keine „guten Schüsse“ auf die Scheibe bringt?
Dafür springt aber die Scheibe nicht ab, hat keine „Jagdfieber“ verursachenden Hörner oder Hauer und die übrigen Standbedingungen sind recht komfortabel, von der Mickymaus auf den eigenen Lauschern ganz abgesehen.

In verschiedenen Foren und Jagd- und Hundezeitschriften werden Ergebnisse von Nachsuchengespannen veröffentlicht oder diskutiert, die aber kaum einen verwertbaren Rückschluss auf die Treffsicherheit der Jäger zulassen. Wer unter jagdlichem Umfeld nicht nur das eigene Revier versteht, neigt zur Vermutung, dass es eine ganz erhebliche Dunkelziffer geben muss. „Totfluchten“ mit Kammerschüssen sollen hier ausgenommen bleiben.

Diese Vermutung stellen zwangsläufig keine Jäger an, deren Schießfertigkeit nachgelassen hat oder noch nie besonders hoch entwickelt war. Diese sind vielmehr der Ansicht, dass es keine Kunst sei, auf dem Stand gut zu schießen, aber auf der Jagd eben andere Gesetze gelten. Den Beweis für die „geringe Kunst“ des Schießens auf dem Stand treten sie genau aus diesem fadenscheinigen Grund aber nicht an.

Es ist schlichtweg eine Schutzbehauptung nur deshalb nicht vor „Publikum“ schießen zu wollen, weil es eben auf der Jagd noch immer gereicht hat. Was darunter verstanden wird, ist bei jedem „Anschießen“ von KG oder Jägervereinen zu beobachten. Ein allenfalls zwei Schuss pro Waffe werden „geopfert“ und wenn diese auf der Ring-scheibe in der Acht liegen ist der gewöhnliche Kommentar „Passt schon“.

Jagdlich bestätigt sich die Treffsicherheit z.B. nur durch das Herumzeigen einer starken Bocktrophäe. Wo das Stück die Kugel getroffen wurde, geht daraus nicht hervor. Bei weiblichem Wild wird sowieso nichts gezeigt.

Wenn wir jetzt wieder auf die 1,1 Mio. Rehe zurückkommen, müsste eine Zahl von Schüssen zur Diskussion gestellt werden, die aufgrund schlechter Treffer zustande kam. Es ist zwar problematisch seine eigenen Fertigkeiten zu beurteilen, aber meine Aufzeichnungen hinsichtlich Wildart, Treffer und Fluchten dürften für eine Hochrechnung kaum anwendbar sein, allein schon weil diese auf die Scheibe und Wild gleich passabel sind. Da frage ich mich, was sich wohl Jäger denken mögen, die noch bessere Schützen sind.

Es gibt zahlreiche Bemühungen, das Schießen auf breiter Ebene zu fördern. Leider wird dabei der eingangs angesprochene Zweck, nämlich waidgerecht zu jagen, zu wenig in den Vordergrund gestellt. Die Präambel der DJV-Schießordnung betont zwar, dass das jagdliche Wettkampfschießen kein Selbstzweck sei, läuft aber letztlich darauf hinaus. Allein das freihändige Schießen auf 100 m ist unjagdlich und dient nur der Feindifferenzierung unter den guten und besten Schützen.

Die „Teilnehmernadel“ war der letzte Versuch des DJV, den Jägern einen Anreiz zu geben, die eigene Schießfertigkeit zu fördern oder auf einem Mindeststand zu halten. Wenn jetzt Jäger anführen, dass dies für sie eine Selbstverständlichkeit ist, zähle ich mich mit über 70 Jahren noch dazu. Aber wie viele sind es schließlich von 340000 Jägern?
Bei den DJV-Schießen auf allen Ebenen sind es meist dieselben wenigen und im lokalen Bereich fast noch enttäuschender, weil jeder jeden kennt und keiner als „Schlumpschütze“ gegenüber den wenigen guten Schützen gelten möchte. Letztere bleiben dann unter sich und sind entsprechend wenig an Zahl.

Die Vorstände der KG, Bezirksgruppen und LJV sind hier gefordert und mit bestem Beispiel voranzugehen. Es gehört schon ein gehöriges Maß an Selbstsicherheit dazu, als weniger guter Schütze am Stand anzutreten. Warum scheuen sich aber Jäger, die so viel auf Kameradschaft halten, sich an einen Kameraden zu wenden, der eine „bessere Kugel“ schießt. Am Stand kann man vollkommen unbekümmert und in gelöster Stimmung dem Schießen frönen.

Wer natürlich schon Bauchgrimmen kriegt, wenn er seine „teueren“ Patronen einfach so auf die Scheibe schießt, hat den Sinn des Schießens nicht kapiert. Auf der Jagd schießt er auf lebendige Ziele, denen durch waidgerechte Jagd das Recht eingeräumt wird, möglichst „human“ getötet zu werden. Die Jagd unterliegt auch anderen Rechtsbereichen und hier besonders dem Tierschutzgesetz.

Einen Schießnachweis zu „fordern“, bringt zunächst gar nichts, selbst wenn der eine oder andere eigene Leistungen als allgemeingültigen Standard sehen möchte. Weder größere oder kürzere Intervalle, noch irgendwie geartete und ausgestaltete Anforderungen bringen uns dem Ziel näher, den als höchst verbesserungsbedürftig apostrophierten jagdpraktischen Leistungsstand im Schießen anzuheben. Selbst eine „Verordnung“ brächte uns nicht weiter, weil kleinkarierte Eigenbrötlerei zu einer unübersichtlichen Vielfalt und Zersplitterung führen würde.

Das jagdpraktische Schießen muss Spaß machen um Freude an der Jagd zu haben. Ein schlecht getroffenes Stück nachsuchen zu müssen macht weder Spaß noch Freude, sondern verursacht jedem waidgerechten Jäger Gewissensbisse und Selbstvorwürfe. Hinterher zur Einsicht zu kommen hilft wenig, wenn vorher Mögliches unterblieben ist. Viele Nachsuchen und Verluste an Wild ließen sich vermeiden, wenn die Einsicht Platz greifen würde, dass eine „saubere Kugel“ zu schießen der gleichen ständigen Übung bedarf, wie z.B. das Leistungsniveau seines Jagdhundes hoch zu halten.

Die obigen Zeilen wurden 2007 geschrieben, aber aus redaktionellen Gründen nicht veröffentlicht. Heute, 7 Jahre später ist das Thema immer noch nicht durch, auch wenn Bayern inzwischen seine eigenen Schießnachweise auf freiwilliger Basis initiiert hat.
Diese Überlegungen waren der Anlass, wenigstens für das Schießen mit der Kugel das Buch „Der waidgerechte Büchsenschuss“ zu verfassen, das es dem Jäger ermöglicht, im Selbstversuch an seiner Schießfertigkeit zu arbeiten. Dass es Jäger gibt, für die das alles nix neues sein wird, ist mir durchaus bewusst.


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SirHenry

SirHenry

Alter: 81 Jahre,
aus Fürth
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Kommentare

08.07.2014 19:19 Vielfratz
Vom journalistischem Handwerk her betrachtet, ein druckreifer Artikel. Wo darf ich das Buch „Der waidgerechte Büchsenschuss“ vorbestellen ?
08.07.2014 20:10 Dekarem
Vielfratz schrieb:
Vom journalistischem Handwerk her betrachtet, ein druckreifer Artikel. Wo darf ich das Buch „Der waidgerechte Büchsenschuss“ vorbestellen ?


Das gibt es schon, wir haben es sogar.
Ich kann nicht beurteilen, wie das für erfahrenere ist, aber als Jungjäger konnte ich da schon etwas lernen.
08.07.2014 20:32 Keilerkopf
3min, 200m, ein Bierdeckel??? Da sind für mich mit Repetierer und bereits vollen Magazinen auch 10 Schuss drinne...

Trotzdem ein gut geschriebener Text, auch wenn ich der Meinung bin das man nicht zwangsverordnen sollte da ich eigentlich davon ausgehe das erwachsene, verantwortungsbewusste Menschen mit Jagdschein (zu denen ich mich zähle) den Fingergerade lassen wenn sie sich unsicher sind.

Allerdings kann ich bei allein 10 000 Schuss aus der KW auf dem Schießstand mich auch nicht gerade zu den Übungsfaulen unter den Jägern zählen... Aber einmal pro Monat mit 5 Schuss aus der Jagdwaffe die Treffpunktlage prüfen und die eigenen Fähigkeiten testen sollte eigentlich das Minimum sein.
09.07.2014 00:32 SirHenry
Es ist im Buchhandel und bei Büma zu haben, auf Wunsch mit Widmung auch portofrei vom Autor
09.07.2014 00:42 SirHenry
Keilerkopf schrieb:
3min, 200m, ein Bierdeckel??? Da sind für mich mit Repetierer und bereits vollen Magazinen auch 10 Schuss drinne...

Trotzdem ein gut geschriebener Text, auch wenn ich der Meinung bin das man nicht zwangsverordnen sollte da ich eigentlich davon ausgehe das erwachsene, verantwortungsbewusste Menschen mit Jagdschein (zu denen ich mich zähle) den Fingergerade lassen wenn sie sich unsicher sind.

Allerdings kann ich bei allein 10 000 Schuss aus der KW auf dem Schießstand mich auch nicht gerade zu den Übungsfaulen unter den Jägern zählen... Aber einmal pro Monat mit 5 Schuss aus der Jagdwaffe die Treffpunktlage prüfen und die eigenen Fähigkeiten testen sollte eigentlich das Minimum sein.


Was du schreibst stimmt sicher für dich, aber für (zu) viele eben nicht. Wer sich selbst oder einen Kumpel mal auf dem Schießrstand beobachtet, stellt fest, dass 3 Minuten vom Laden des Gewehrs allein bis zum 1.Schuss schon 3 Minuten um sind.
Ohne anzugeben auch schon 5 Schuss auf 300m abgegeben. Aber von nix kommt nix. 10 Schuss kontrolliert geschossen ist besser alls 30 Schuss verballert.
09.07.2014 07:25 Krico700
für mich kein Thema...1x im Monat zum schiessen
laufender Keiler und 100 m Bahn, Anfang Herbst
dann 2-3 x Schießkino...und ich schiesse dann
natürlich auch das Jagdkaliber....sehe immer viele
die mit ner .222 oder Hornet zum Stand kommen
und "üben"....mag natürlich Gründe dafür geben...Kosten...Rückstoß...ich weis es nicht
09.07.2014 08:03 SirHenry
Für dich alles löblich, aber nicht üblich. Zudem hat das "Übungsgewehr" einen anderen Schaft, einen anderen Abzug, ein anderes Glas. Kaliber, Rückstoß und Kosten hast du ja schon angesprochen. Und dann soll das in "echt" mit dem DJ-Gewehr genau so gut werden, wie es auf dem Stand war?


Krico700 schrieb:
für mich kein Thema...1x im Monat zum schiessen
laufender Keiler und 100 m Bahn, Anfang Herbst
dann 2-3 x Schießkino...und ich schiesse dann
natürlich auch das Jagdkaliber....sehe immer viele
die mit ner .222 oder Hornet zum Stand kommen
und "üben"....mag natürlich Gründe dafür geben...Kosten...Rückstoß...ich weis es nicht

09.07.2014 09:42 Harheimer
Gut geschrieben!
Das mit dem Bierdeckel auf 200m und fünf darauf in 3min hat meiner Meinung nach aber nichts mit der jagdlichen Praxis zu tun!
Sonst gleiche Meinung!
09.07.2014 10:04 sau_hund
Übungsschießen schadet sicher nicht!
Doch geht bei mir ein aktiver Sportschütze (jagdlich) zur Jagd mit den schlechtesten Treffern auf Wild.
Der geübte Schütze ohne Charakter (und die nehmen zumindest bei uns rasant zu) wird seine Risikobereitschaft in Bezug z.B. auf Entfernung, Lichtverhältnisse usw. schnell nach oben anpassen.
09.07.2014 17:27 HH318
SirHenry schrieb:
Für dich alles löblich, aber nicht üblich. Zudem hat das "Übungsgewehr" einen anderen Schaft, einen anderen Abzug, ein anderes Glas. Kaliber, Rückstoß und Kosten hast du ja schon angesprochen. Und dann soll das in "echt" mit dem DJ-Gewehr genau so gut werden, wie es auf dem Stand war?



darf ich fragen mit welchem Kaliber du geschossen hast?
09.07.2014 18:48 SirHenry
Keilerkopf schrieb:
3min, 200m, ein Bierdeckel??? Da sind für mich mit Repetierer und bereits vollen Magazinen auch 10 Schuss drinne...

Trotzdem ein gut geschriebener Text, auch wenn ich der Meinung bin das man nicht zwangsverordnen sollte da ich eigentlich davon ausgehe das erwachsene, verantwortungsbewusste Menschen mit Jagdschein (zu denen ich mich zähle) den Fingergerade lassen wenn sie sich unsicher sind.

Allerdings kann ich bei allein 10 000 Schuss aus der KW auf dem Schießstand mich auch nicht gerade zu den Übungsfaulen unter den Jägern zählen... Aber einmal pro Monat mit 5 Schuss aus der Jagdwaffe die Treffpunktlage prüfen und die eigenen Fähigkeiten testen sollte eigentlich das Minimum sein.



Vielen Dank für die Blumen, aber ist das so zu verstehen, dass du 10 Schuss für 5 Treffer brauchst
09.07.2014 19:06 SirHenry
Harheimer, deine Meinung in allen Ehren, aber das hat durchaus mit der Jagdzu tun. Es muss ja nicht gleich auf 200m sein, aber viele an sich gegebene Chancen werden ganz einfach vertrödelt. Wenn ein Stück angesprochen und das Gelände frei ist, bietet ein quer stehendes Stück oft nur Sekunden die Breitseite. Das gleich gilt für spitz stehendes Wild wo auf das breitstellen gewartet wird. Wer da noch groß rumfummelt und weil er nicht fertig wird, den Schuss dann doch noch rausquetscht, der ist für die jagdliche Prxis nicht fit. Von schnellen Nachschüssen, ob als Fangchuss oder für ein weiteres Stück gar nicht erst zu reden.
09.07.2014 19:15 SirHenry
sau_hund schrieb:
Übungsschießen schadet sicher nicht!
Doch geht bei mir ein aktiver Sportschütze (jagdlich) zur Jagd mit den schlechtesten Treffern auf Wild.
Der geübte Schütze ohne Charakter (und die nehmen zumindest bei uns rasant zu) wird seine Risikobereitschaft in Bezug z.B. auf Entfernung, Lichtverhältnisse usw. schnell nach oben anpassen.


WENN er seine Fertigkeit anpasst, dann würde das passen. Risikoanpassung wäre nur Risikosteigerung. Viele Jäger haben unterschwellig Hemmungen einem Stück Wild mit voller Absicht ins Leben zu schießen. Wer damit zu kämpfen hat und zu "weich" ist, dann ist das zwar ein respektabler Wesenszug, der aber auf der Jagd dem Wild nur zum Nachteil gereicht. Nur wer seine Emontionen solange beherscht bis die Kugel fliegt, wird ein sicherer Schütze werden. Klare Gedanken umfassen auch alles was mit sicherem schießen in weitestem Sinn zusammenhängt. Schießt dein Sportschütze auf die Scheibe mit Jagdkalibern und bist du dabei wie er trifft??
09.07.2014 21:46 Keilerkopf
@ SirHenry Nein eher so das ich 10 Schuss in drei Minuten auf 200 Meter unter Verwendung eines Repetierers mit ZF auf ein Bierfilzerl bekomme und das trotz 3 mal Magazinwechesel
09.07.2014 23:23 sau_hund
SirHenry schrieb:
WENN er seine Fertigkeit anpasst, dann würde das passen. Risikoanpassung wäre nur Risikosteigerung. Viele Jäger haben unterschwellig Hemmungen einem Stück Wild mit voller Absicht ins Leben zu schießen. Wer damit zu kämpfen hat und zu "weich" ist, dann ist das zwar ein respektabler Wesenszug, der aber auf der Jagd dem Wild nur zum Nachteil gereicht. Nur wer seine Emontionen solange beherscht bis die Kugel fliegt, wird ein sicherer Schütze werden. Klare Gedanken umfassen auch alles was mit sicherem schießen in weitestem Sinn zusammenhängt. Schießt dein Sportschütze auf die Scheibe mit Jagdkalibern und bist du dabei wie er trifft??

.........ja er schießt mit seiner R8 wie der Teufel fast jedes Wochenende auf dem Schießstand, ist auch im Wiederladen fit. Auf Wild überwiegend bescheiden, gab schon einige böse Nachsuchen.........
10.07.2014 01:00 SirHenry
Keilerkopf schrieb:
@ SirHenry Nein eher so das ich 10 Schuss in drei Minuten auf 200 Meter unter Verwendung eines Repetierers mit ZF auf ein Bierfilzerl bekomme und das trotz 3 mal Magazinwechesel


Na ist ja gut. Für meine 5 Schuss habe ich auch keine 3 Minuten benötigt. Wer das übt, für den ist das normal, andere mögen das als Ballerei bezeichnen und lauter Waidgerechtigkeit grundsätzlich ablehnen.
10.07.2014 01:01 SirHenry
sau_hund schrieb:
.........ja er schießt mit seiner R8 wie der Teufel fast jedes Wochenende auf dem Schießstand, ist auch im Wiederladen fit. Auf Wild überwiegend bescheiden, gab schon einige böse Nachsuchen.........


Dann liegt es vielleicht daran, das der Unterschied deiner jagdlichen Einrichtungen im Vergleich zum Stand zuuu groß ist.
10.07.2014 07:43 Keilerkopf
SirHenry schrieb:
Na ist ja gut. Für meine 5 Schuss habe ich auch keine 3 Minuten benötigt. Wer das übt, für den ist das normal, andere mögen das als Ballerei bezeichnen und lauter Waidgerechtigkeit grundsätzlich ablehnen.

Und dann mit nur einem einzigen Schuss daneben hauen, unwaidgerechtes verhalten auf dem Schießstand, das hat mir noch keiner erzählt, wobei ich zumeist unter Sportschützen Trainiere, die schießen oft noch deutlich schneller und fühlen sich daher nicht so gestört wie manche das auf dem DJV Stand tun wenn du mal ein bisschen die Schussfrequenz anhebst, das ich trotzdem nur sehr überlegt schieße wenn ich auf Wild schieße ist natürlich klar, aber warum soll ich mir auf dem Schießstand von irgendwem den Spass am sinnvollen Üben mit der Waffe nehmen lassen???
10.07.2014 08:02 SirHenry
Keilerkopf schrieb:
Und dann mit nur einem einzigen Schuss daneben hauen, unwaidgerechtes verhalten auf dem Schießstand, das hat mir noch keiner erzählt, wobei ich zumeist unter Sportschützen Trainiere, die schießen oft noch deutlich schneller und fühlen sich daher nicht so gestört wie manche das auf dem DJV Stand tun wenn du mal ein bisschen die Schussfrequenz anhebst, das ich trotzdem nur sehr überlegt schieße wenn ich auf Wild schieße ist natürlich klar, aber warum soll ich mir auf dem Schießstand von irgendwem den Spass am sinnvollen Üben mit der Waffe nehmen lassen???


Es kommt darauf an was man FÜR SICH als sinnvoll sieht. Wer weder auf dem Ansitz und erst recht nicht auf Pirsch oder DJ mehr als ein Stück Wild erlegen will, der muss ja "schnelles Schießen" nicht üben. Er muss allerdings damit rechnen, in vielen Fällen nicht "fertig" zu werden.
Wem das nix ausmacht - auch gut.
10.07.2014 13:13 tomhaus
Keilerkopf schrieb:
3min, 200m, ein Bierdeckel??? Da sind für mich mit Repetierer und bereits vollen Magazinen auch 10 Schuss drinne...

Trotzdem ein gut geschriebener Text, auch wenn ich der Meinung bin das man nicht zwangsverordnen sollte da ich eigentlich davon ausgehe das erwachsene, verantwortungsbewusste Menschen mit Jagdschein (zu denen ich mich zähle) den Fingergerade lassen wenn sie sich unsicher sind.

Allerdings kann ich bei allein 10 000 Schuss aus der KW auf dem Schießstand mich auch nicht gerade zu den Übungsfaulen unter den Jägern zählen... Aber einmal pro Monat mit 5 Schuss aus der Jagdwaffe die Treffpunktlage prüfen und die eigenen Fähigkeiten testen sollte eigentlich das Minimum sein.



und wann soll ich zur Jagd gehen??? Einmal im Monat 5 Schuss san bei mir 20 €, dazu Standgebühren und Sprit, dann bin i bei 40 Euro im Monat fürs Übungsschießen.
Ich bräuchte 3 Packungen Muni im Jahr für das Üben. Ich würd dann ca 500 Euro per anno ausgeben.

Ich würd den Jägerleins empfehlen, auf die Jagd zu gehen, und zwar öfter als dreimal im Jahr. Wer so gut wie täglich draussen ist und auch mal auf Wild jagt, auf dass sich viele schon gar nimmer rausbepuemen, dann bleibt man auch in der Übung - und des unter Revierverhältnissen und net bei opti. Entfernung auf a künstliches Ziel bei bestem Licht...

Allerdings: der flüchtige Keiler is auch für mich Pflichtübung, denn Flüchtigschüsse sind zwar mit der Flinte im Revier trainierbar ( ein angenehmer Nebeneffekt der Krähenjagd usw, aber mit der Kugel auf flüchtiges Wild, des kommt dann doch net sooo oft vor, deswegen bin ich hier der Meinung : Übung auf dem Stand schadet nicht..
10.07.2014 13:41 SirHenry
Tomhaus vs Keilerkopf

Wegen 5 Schuss im Monat muss man nicht zum Schießstand. Das lässt sich auch im Revier machen, ohne dass der Nachbar meint, du hast jetzt alle "seine" Rehe totgeschossen. Vielleicht tun es auch nur 3, aber die sollten dann so abgegeben werden, dass sie als aussagekräftig gelten können.
10.07.2014 14:00 sau_hund
SirHenry schrieb:
Dann liegt es vielleicht daran, das der Unterschied deiner jagdlichen Einrichtungen im Vergleich zum Stand zuuu groß ist.

...an die 70 Leitern, Sitze und Kanzeln können nicht alle Schießstandsituation darstellen. Von einem Jäger muss man schon erwarten können das er mit unterschiedlichen Situationen zurecht kommt!
Meine Schüsse sitzen i.d.R. auch unter schwierigen Umständen richtig und ich kann mich nicht mehr an meinen letzten Schießstandbesuch erinnern......... Warum sollte auch die Schießleistung nachlassen wenn man täglich jagt und sich fast ausschließlich in diesem Umfeld bewegt?
10.07.2014 17:33 SirHenry
@Sauhund - wie kommst darauf dass ich dich gemeint oder dir irgendetwas abgesprochen hätte?
10.07.2014 18:34 Maispapst
SirHenry schrieb:
Harheimer, deine Meinung in allen Ehren, aber das hat durchaus mit der Jagdzu tun. Es muss ja nicht gleich auf 200m sein, aber viele an sich gegebene Chancen werden ganz einfach vertrödelt. Wenn ein Stück angesprochen und das Gelände frei ist, bietet ein quer stehendes Stück oft nur Sekunden die Breitseite. Das gleich gilt für spitz stehendes Wild wo auf das breitstellen gewartet wird. Wer da noch groß rumfummelt und weil er nicht fertig wird, den Schuss dann doch noch rausquetscht, der ist für die jagdliche Prxis nicht fit. Von schnellen Nachschüssen, ob als Fangchuss oder für ein weiteres Stück gar nicht erst zu reden.


In manchen Gegenden ist das vielleicht der Fall das man auf 200 meter hinhalten muß um überhaupt was zu strecken. Weiter als 130 meter Schieß ich nicht. Was weiter weg ist hat entweder glück oder ich gehe es an!
10.07.2014 22:15 SirHenry
Maispapst schrieb:
In manchen Gegenden ist das vielleicht der Fall das man auf 200 meter hinhalten muß um überhaupt was zu strecken. Weiter als 130 meter Schieß ich nicht. Was weiter weg ist hat entweder glück oder ich gehe es an!


Ich denke müssen muss man gar nix, aber wenn man will, sollte man es auch geübt haben. Ob jetzt einer nur unter 100m oder unter 200 m "hinhält" ist letztlich egal. solange er weiß was er tut und kann. Wenn du dich auf 130 m beschränkst - no problem, aber schon bezogen auf die deutsche Durchschnittschussweite von um die 80m schießt du schon 60% weiter, wobei sich die Frage stellt, hast du das schon mal geübt, um dir halbwegs sicher zu sein?? Wie du siehst, ist das eigene Verhalten (leider - oder G..t sei Dank) kein Maßstab für allgemeines Handeln.

11.07.2014 07:50 Rapsjaeger
Die Überschrift Deines Eintrages: "Brauchen wir einen Schießnachweis?" kann mit einem Wort beantwortet werden: NEIN!

Es mag sicher stimmen, dass die Qualität der Schießfertigkeiten immer verbesserungsfähig ujnd -würdig ist. Ein zwangsverordneter Schießnachweis verkennt aber: wie weidgerecht ich jage, hängt von meiner persönlichen Reife, meinem Verantwortungsbewusstsein ab. Viel wichtiger, als freihändig den Kronenkorken auf 200m zu treffen ist es, seine eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und eben genau danach zu handeln. Diese persönliche Reife ist es, an der landauf landab viel eher gearbeitet werden müsste. Schlumpschüsse entstehen in erster Linie aus Überheblichkeit, Großkotzigkeit und Selbstherrlichkeit. Egal was man tut, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es trotz größter Gewissenhaftigkeit und Vorbereitung auf den Schuss iná Leben nicht. Diese Fälle kann man nicht vermeiden, man kann ihnen so gut wie möglich begegnen, aber nur, wenn man es eben auch will.
Ein zwangsverordneter Schießnachweis wird an dem eigentlichen Problem nichts ändern, ist letztlich Augenwischerei, weil die Pappnasen, die jetzt sschon dafür sorgen, dass angebleites Wild elend irgendwo verendet auch künftig nicht mehr Sorgfalt auf einen suaberen Schuss verwenden werden, wenn sie allein draußen im Revier unterwegs sind...
11.07.2014 08:16 SirHenry
Rapsjaeger schrieb:
Die Überschrift Deines Eintrages: "Brauchen wir einen Schießnachweis?" kann mit einem Wort beantwortet werden: NEIN!

Es mag sicher stimmen, dass die Qualität der Schießfertigkeiten immer verbesserungsfähig ujnd -würdig ist. Ein zwangsverordneter Schießnachweis verkennt aber: wie weidgerecht ich jage, hängt von meiner persönlichen Reife, meinem Verantwortungsbewusstsein ab. Viel wichtiger, als freihändig den Kronenkorken auf 200m zu treffen ist es, seine eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und eben genau danach zu handeln. Diese persönliche Reife ist es, an der landauf landab viel eher gearbeitet werden müsste. Schlumpschüsse entstehen in erster Linie aus Überheblichkeit, Großkotzigkeit und Selbstherrlichkeit. Egal was man tut, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es trotz größter Gewissenhaftigkeit und Vorbereitung auf den Schuss iná Leben nicht. Diese Fälle kann man nicht vermeiden, man kann ihnen so gut wie möglich begegnen, aber nur, wenn man es eben auch will.
Ein zwangsverordneter Schießnachweis wird an dem eigentlichen Problem nichts ändern, ist letztlich Augenwischerei, weil die Pappnasen, die jetzt sschon dafür sorgen, dass angebleites Wild elend irgendwo verendet auch künftig nicht mehr Sorgfalt auf einen suaberen Schuss verwenden werden, wenn sie allein draußen im Revier unterwegs sind...


Immerhin schreibst du, dass die Schießleistung verbessert werden kann. Die Frage ist halt von welcher Basis aus und ob man seine eigene als ausreichend hält. Es geht auch nicht darum, dass man auf 200m einen Kronkorken trifft, sondern dass man dann auf 100m bestimmt nicht schlechter trifft. Persönliche Reife reift hinsichtlich einer waidgerechten Einstellung auch erst mit der Zeit und nicht in einem Schnellkurs. Fängt man bei einem "Lehrherrn" kommt es auch auf dessen Reife an, wenngleich das nicht unbedingt mit dem Alter zu tun hat. Jedenfalls steigt die Trefferwahrscheinlichkeit bei "größter Gewissenschaftigkeit" ganz erhelblich und die Fehlerquote zu senken ist jeder Anstrengung wert. Gestern habe ich auf dem Schießstan in Erlangen daran gearbeitet.
27.07.2014 10:55 SirHenry
Harheimer schrieb:
Gut geschrieben!
Das mit dem Bierdeckel auf 200m und fünf darauf in 3min hat meiner Meinung nach aber nichts mit der jagdlichen Praxis zu tun!
Sonst gleiche Meinung!


Das hat sehr wohl mit jagdlicher Praxis zu tun, denn im Fall von Dubletten, Nach- oder Fangschüssen sind die zur Verfügung stehenden Zeitabstände in aller Regel weit geringer. Die Schussweite bei Dubletten mal außen vor gelassen.
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