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Nachgehakt!

Fakten, denen sich die Presse verweigert (5 Einträge)

Vorstehen Durch den Karpfenteich per pedes zur Drückjagd
127 mal angesehen
05.05.2014, 07.14 Uhr

Jagd medial Teil 3: "Paradigmenwechsel zu mehr Nachhaltigkeit"

Eine jüngst vom Bundesamt für Naturschutz in Auftrag gegebene =4890]Studie hat ergeben: "Deutsche mögen Wildnis" und das ist auch gut so.

Man könnte ja nun meinen, es ginge bei den geplanten und auf den Weg gebrachten Novellen der Landesjagdgesetze und angesichts einer Debatte "Jagd JA oder NEIN" darum, die Jagd reduzieren zu wollen: "Weniger Jagd + mehr Wildnis = mehr Naturschutz!?!"

Das ist aber ein Irrtum!

In der aktuellen Ausgabe (2.14) der Mitgliederzeitschrift NATURSCHUTZ heute des Nabu heißte es einleitend in die "Schwere Geburt: Die Novellierung des Landesjagdgesetzes" zu den gesetzgeberischen Ambitionen in Düsseldorf: "Notwendig sei ein "Paradigmenwechsel zu mehr Nachhaltigkeit", das Jagdrecht solle sich künftig vor allem an "ökologischen Prinzipien und dem Tierschutz orientieren"."
So weit, so gut, aber jetzt kommt es: "Oberstes Ziel der Jagd müsse der "Schutz des Waldes vor zu hohen Wildbeständen" sein.
Johannes Remmel (Tagesordnungspunkt 12.): "'Wir haben zurzeit zu viel Wild im Wald, weil der Wald nämlich nicht wachsen kann', so Remmel. Er sprach von den Waldbesitzern, die 'mit Tränen in den Augen neben ihren Bäumen stehen würden, weil an jedem zweiten Baum jemand geschält hat'."

So und nicht anders ist das also!

Es geht nicht um die "böse Jagd" - den "Bambi-Mord". Es geht nicht um weniger Jagd, ist es auch noch nie gegangen. Es geht darum, dass das "böse Bambi den armen Wald kaputt mache" und der "schießwütige Bambikiller" nicht effizient genug seinem Handwerk nachkomme.
Sei dahingestellt, wie "Paradigmenwechsel zu mehr Nachhaltigkeit", "ökologische Prinzipien" "Tierschutzorientierung" etc. und alles drum herum zueinanderpassen,

ist die politische Intention, die politische Forderung ja offenbar das glatte Gegenteil von dem, was die Diskussion in der Öffentlichkeit vermuten ließe.

Eigentlich sollen die Jäger "effezienter" Rot- und Rehwild bejagen, um den Wald zu schützen. Das wird allenfalls am Rande erwähnt.
Genährt wird demgegenüber geradezu ein Feindbild "Jäger", dessen Treiben - wenn die Jagd schon nicht abgeschafft werden kann - endlich sinnvolle Grenzen zu setzen sind und zu sagen ist, wo der Hase entlangläuft.

Bedauerlicher Weise ist das gern unterstellte Stereotyp "DES JÄGERS" und "WAIDMANNS", wie es gern gezeichnet wird, keineswegs mehr so zutreffend, wie man denkt. Es wird wohl daran liegen, dass die Zeiten sich gewandelt haben und sich auch "DER JÄGER" dem weder im Allgemeinen, noch in der Sache entziehen kann, ganz abgesehen davon, dass ja auch zu fragen wäre, warum er das tun wollte und sollte.

Von der Trophäenjagd:

Es wurde schon gesagt: Die Jagd ist ein recht traditionsreiches Unterfangen. Das kann aber nicht ernsthaft verwundern, begleitet die Jagd den Menschen doch seit seinen Anfängen.

Eine dieser Traditionen ist zweifellos, die jagdlichen Aktivitäten und Hege an der Qualität der zu erzielenden Jagdtrophäen festzumachen.
Doch bevor jetzt gepflegt alles in den Topf "Trophäenjagd" geschmissen und gut umrührt wird, damit auch ja niemand mehr die Zutaten erkennen kann .....

So ein "Ding" muss man nicht mögen und in seinem Zimmer aufhängen. Man kann sich auch über die "Altherren-Gruppe in Lodenbekleidung" bei der sog. Hegeschau lustig machen. Es ändert nichts daran, dass eine Trophäe, ein "Siegeszeichen", wahrlich aus schlechteren Gründen gesammelt wird und in sich fragwürdiger sein kann als eine "Jagdtrophäe".
Der Prototyp - im allgemeinen Sprachgebrauch - der "Jagdtrophäe" - mitunter denn auch vom Jäger auch als Trophäe, Siegeszeichen, und Lohn seiner Mühen betrachtet - ist zunächst einmal das Gehörn des Rehbocks, das Geweih der Hirschen und die "Waffen" des Keilers.
Es lassen sich - aus den Erkenntnissen der Wildtierforschung und zwar anerkannter Maßen - vor allem einmal Schlussfolgerungen über das einzelne Tier, den Bestand und teilweise etwa auch über die Verhältnisse im jeweiligen Lebensraum ziehen, noch lange bevor es Trophäe ist oder werden könnte, nämlich bei der Beobachtung in der freien Wildbahn.
Nicht zuletzt lässt es, solange Hirsch und Bock das Geweih/Gehörn schieben/tragen, Rückschluss auf das Geschlecht zu. (Vgl. und umfassend: Heribert Kalchreuter, Die Sache mit der Jagd)

Es wird auch kein Rehbock nicht nach Abwerfen des Gehörns nicht mehr geschossen, weil er dann kein Gehörn mehr hat, sondern weil Schonzeit ist und so erforderlich - so denn ja auch politisch gefordert - Bestandsreduktion gerade über die Erlegung weiblicher Stücke erfolgt.

Im Übrigen hat die "Trophäenjagd" eine wirtschaftliche Komponente: Ein sog. Hochwildrevier dürfte zunächst einmal dem Grundeigentümer höhere Pachteinnahmen bescheren. Den Aufpreis muss man erstmal zahlen wollen, damit man dann ggf. via Abschussplan alle zwei Jahre einen ganz besonderen Hirsch zugestanden bekommt.
Und was in einer stark ökonomisierten Gesellschaft nicht legitim daran sein soll, "Trophäenabschüsse" zu verscherbeln, ist schlicht schleierhaft: Im kalten Krieg brachte das begehrte Devisen, der Staatsforst macht es, in der 2. und 3. Welt werden davon Artenschutzprojekte finanziert, warum dann nicht der pachtende "Hobbyjäger" auch seine EU-Hygiene-Auflagen entsprechende Wildkammer??

Solange es wer zahlt: Es sagt auch niemand etwas gegen Porsche und Hummer oder 150 m zum Kindergarten im SUV und damit vollgeparkten Innenstädten.

Im Allgemeinen wird zu sagen sein, dass eine "Hirschzucht" sicher nicht mehr zeitgemäß ist und von den Pächtern auch nicht mehr als zeitgemäß betrachtet wird.

120 kg "Maisbomber" aus unwegsamen Gelände zu bergen, ist sicher ein triftigerer Grund einen schweren Geländewagen zu fahren, als dasselbe Fahrzeug auf dem Berliner Kurfürstendamm vorzuführen. Der "jagdgrüne" Loden - ein hervorragendes Material, reine Wolle, wetterbeständig - ist längst aus der Mode geraten und Büchse und Flinte haben sich für die Jagd bewährt.

Herbstliche Drückjagden gehören dazu, aber eben auch (noch) der Ansitz in Morgen- und Abenddämmerung oder gar bei klirrender Kälte die ganze Nacht.

Es gibt NICHTS, was sich nicht verbessern ließe: Das gilt für die Jagd, wie für alles andere auch!

- Natürlich ist und kann die Notzeitfütterung auf den Prüfstand gestellt werden. Es sollte sich ohne Weiteres nach heutigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand die Frage beantworten lassen, was sich in diesen Notzeiten in den Wildbeständen tut: Reguliert sich der Bestand tatsächlich selber oder leidet das Wild nur (unnötig) und macht noch mehr Schaden, als ihm ohnehin nachgesagt wird?
Eine Frage des Gesetzes ist es nicht! Denn es ist klar ein genehmigungspflichtiger Ausnahmetatbestand. Ob es dabei bleibt oder man meint es generell verbieten zu müssen, ändert daran gar nichts, wenn die diesbezüglichen Erkenntnisse nicht bekannt sind oder ignoriert werden, von wem auch immer.

- Natürlich ist und kann die sog. Kirrung auf den Prüfstand gestellt werden. Es sollte sich ohne Weiteres nach heutigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand die Frage beantworten lassen, ob hiermit das Schwarzwild wirksam von landwirtschaftlichen Flächen ablenken lässt und effektiver bejagt werden kann?

- Natürlich ist und kann auf den Prüfstand gestellt werden, ob sich die Bejagung verbessern lässt, wenn für welchen Zeitraum - auch der ist zu prüfen - auch immer die Jagd konsequent und flächendeckend ruht. Es ist dann aber eben auch zu prüfen, ob die Drückjagden in wenigen Monaten des Jahres, als Mittel der Wahl, die Bejagung so fundamental optimieren, dass es der "Neuerfindung des Rades" gleichkäme, die rechtfertigen könnte unter Abkehr von allem bisherigen eine tierschutzorientierten Paradigmenwechsel zur "Schädlingsbekämpfung" zu vollziehen, die alle Grundsätze der Waidgerechtigkeit ad absurdum führt.

- Zu prüfen ist denn auch - und das geht nun nicht mehr ohne Weiteres - ob die Einrichtung von Wildschutzzonen Sinn macht und wie sich das auf die Bestände und ihr Verhalten auswirkt?

- Und bevor der Fuchs ganzjährig geschont wird, sollte vielleicht erst einmal die Frage zu stellen sein, wann, wo, wie und weshalb der Fuchs überhaupt bejagt wird. Möglicherweise könnten örtlichen Begebenheiten und der Bestand anderer Tiere dort auch schützenswert und förderungswürdig sein.
In diesem Zusammenhang stellt sich aber auch die Frage, warum sich Mensch wundert, wenn der Kulturfolger Fuchs einem auch um 5.00h morgens unter den Bülowbögen in Berlin begegnen kann oder Katzis Futter von der Terrasse holt. Das Natur-Klassenzimmer und Einrichtungen, wie das Bonner Museum König, sind zweifellos zur Bildung naturentfremdeter Stadtkinder besser geeignet, wenn man einem lebenden Fuchs die Qual ersparen kann, durch eine Klasse Grundschüler gereicht zu werden.

- Natürlich ist und kann diskutiert werden, wie mit Wild hetzenden Hunden und wildernden bzw. verwilderten Katzen umzugehen ist; wie mit einem verendenden, angefahrenen Bieber, dem Kormoran oder in einer Tierrettungsaktion "befreiten" Nerzen und was dann in der unmittelbaren Umgebung von den Nerzen angerichtet wird, mit Waschbären, vermeintlich verwaisten Wildtierkindern. Natürlich ist darüber zu sprechen, was Jagdwilderei ist und was die Zerstörung von jagdlichen Einrichtungen.

- Natürlich ist und kann auch diskutiert werden, welche Auswirkung Windparks, der Anbau von Energiemais und -raps, Monokulturen, an Waldränder und Gewässergrenzen gezogene Felder, versiegelte Flächen, überhaupt alle Aspekte der intensiven Landwirtschaft auf die Natur, Umwelt, Wildtiere und Bejagung auswirken; welche Langzeitfolgen waldwirtschaftliche Monokulturen haben.

- Wie denn dann auch die Frage zu stellen sein muss, warum bei Projekten des NABU Tiere elendig versaufen und warum bei einer "ökologisierten" Jagd im Nationalpark Müritz, im Widerspruch zu allen Grundsätzen der Waidgerechtigkeit, ein einziges Gemetzel stattfinden konnte......

In der Tat! Da gibt es Einiges zu diskutieren und über Einiges nachzudenken, sogar über den Grund eines Ansinnens, man wolle die Jagd "unattraktiver" machen.
Das soll nun einer verstehen! Land auf, Land ab wird das hohe Klagelied über zu hohe Bestände von Rehe, Rotwild und Schwarzwild gesungen, Modernisierungsfremde, Ineffizienz und fehlende Professionalität traditioneller Jagd beklagt, und dann soll es Sinn machen, die Jagd unattraktiver zu machen.
"Unattraktiv machen wollen" heißt doch das Interesse an etwas im Ergebnis zu reduzieren:
Wenn man aber meint, rund 350.000 Jäger in Deutschland würden unzureichend bejagen, dann gilt das doch erst Recht, wenn es noch weniger machen wollen, weil es unattraktiv ist. Eine Modernisierung, eine Veränderung mit dem Zeitgeist, eine Entwicklung sollte doch vor allem vom Nachwuchs ausgehen, den es vor allem dann gibt, wenn etwas attraktiv ist, ist etwas nicht der Tradition in einer Familie - wie der Vater so der Sohn - geschuldet. Soll das Problem damit gelöst werden, dass man die Altvorderen aussterben lässt, ja und dann?
Ein Schuft, der dabei Böses denkt!

Ein Problem lässt sich zweifellos nicht ausräumen:
Der Meinungsunterschied zwischen Jagdgegnern, die die Tötung eines Tieres kategorisch ablehnen, einerseits und den aller anderen Menschen andererseits, die die Nutzung von Tieren als natürliche Ressource akzeptieren.
Umgekehrt ausgedrückt: Würde man das Erlegen von Tieren, was nun Teil der Jagd ist, und die Nutzung des daraus gewonnen, vor die Klammer ziehen, liegen die - wie soll man sagen - "idealen Vorstellungen" von Jagdgegnern und Jägern, wie mit der Natur umzugehen ist und welchen Wert sie für die Menschheit hat, wahrscheinlich gar nicht so weit voneinander entfernt, wie es aussieht und ein Jagdgegner sich das wohl auch nicht vorstellen kann.
Das ist zweifellos auch schwierig, wenn es dem definitorischem Selbstverständnis einer menschlichen Gruppierung entspricht, ändert aber wenig daran, dass die erklärten Veganer und Jagdgegner die Minderheit darstellen, die in ihrer Einstellung toleriert werden und die sich die Gesellschaft leisten kann.
Dabei scheint es dem allgemeinen Phänomen zu entsprechen, dass der Ausgangspunkt allen Denkens bis aufs Blut zu verteidigen ist. Denn würde der Ansatzpunkt "das Töten und Nutzen von Tieren ist böse" fortfallen, entfiele die Grundlage des eigenen Selbstverständnisses, weshalb die gebotene Toleranz gegenüber dem anders Denkenden wohl auch nicht zu erwarten sein kann.

In der Konsequenz treibt das dann wahre Stilblüten:

Es fängt mit den Befindlichkeiten in einer wundersamen Tierliebe seinen Grund und Boden der Gemeinpflicht der Gemeinschaft zu entziehen, dem fremden Eigentum anderer Menschen den Respekt zu verweigern, mithin sogar die mögliche Verletzung anderer Menschen billigend in Kauf zu nehmen, aus der eigenen Ideologie geboren lieber Aktionen der Regulation zuzusehen, die jeder Würde der Kreatur Hohn lachen, überhaupt nicht in Frage zu stellen, wie die eingesammelten Wildtierkinder und "zahmen" Tiere ihr Leben finden bis hin zu auf Gnadenhöfen gehaltenen Nutztieren.
Ja, was passiert denn mit der Milch von Ziege und Kuh, mit den Eiern der glücklichen Hühner? Werden die Sachen verworfen, entsorgt? Hochwertige Mittel des Lebens für den Müll, weil der Veganer es ablehnt, sie zu nutzen?
Auf die absolute Spitze getrieben, eine zweifellos mögliche aber doch eher schwierige und einseitige Auslegung der Schöpfungsgeschichte, bei der offenbar ausschließlich auf 1.29 abgestellt wird " Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen".

Kein Mensch muss zur Jagd gehen, man braucht sie noch nicht einmal befürworten. Kein Mensch muss Fleisch verzehren. Jeder - nach ja in gewissen Grenzen - darf sich vegan ernähren und sich künstliches Vitamin B-12 reinpfeifen.
Ob man sich dann auch noch "urchristlich" für IBI, Bärlauchpesto und Steinofenbrot "indeologisch aufklären" lassen möchte, um dann einen "Gut zum Leben"-Aufschlag zu berappen, statt im Wesentlichen ideologiefrei, nicht weniger vegan im nächsten Bioladen Streich von der Zwergenwiese und Bärlauchpesto der Firma Isana einzukaufen und für ein gutes (veganes) Brot nur eine ordentliche Bäckerei benötigt, ist eine andere Frage. Ein ordenliches Brot besteht auch nur aus Mehl, Wasser und Sauerteig, wie auch die gemeine Nudel aus Hartweizengrieß und Wasser. Und dann ist es eben auch zu hinterfragen, wie es um die Verantwortung für eine kommende Generation steht; ob ein Mensch, der solchen Thesen anhängt, geeignet ist, die Funktion eines Schulleiters ausreichend ideologiefrei auszufüllen.

Über alle Maßen dreist ist es indessen, ohne "fundierte Meinung", bar jeder Grundlage, die Realitäten verkennend, jedem anders Denkenden die Toleranz verweigernd, den Bessermensch herauszukehren und das aktive Engagement anderer Menschen zu diffamieren, weil es ein Tun umfasst, dessen Akzeptanz zugegebener Maßen das kunstvoll aufgebaute Kartenhaus eines Weltbildes zusammenstürzen ließe.

An einem heiligen Sonntag mit der ganzen Familie, dem Kleinkind in der Kraxe, mit einem gut ausgebildeten Hund, die zu mähenden Wiesen über Stunden abzuschreiten, damit die Ricke das Kitz holt - wenn der Landwirt denn dann so freundlich war, die Mahd anzukündigen -, Zivilisationsmüll aus dem Wald zu holen, Knicks anzulegen, um Lebensraum für Niederwild, Singvögel und eine Vielzahl von mehr oder weniger stark geschützte Arten zu schaffen, ist und bleibt das aktiver Natur- und Artenschutz.
Auch einem uneinsichtigen Hundehalter zu bitten und zu vermitteln, dass ein angeleinter Hund das geringere Übel als eine zu Tode gehetzte tragende Ricke ist - Es kommt doch auch kein Mensch auf die Idee eine schwangere Frau mit zwei Getränkekisten zum Wettlauf zu schicken! - ist zweifellos mehr aktiver Tierschutz als auf die uneingeschränkte Freiheit seines Hündchens zu bestehen.

Denn ist auch der sorgsam, waidgerecht angetragenen Schuss auf ein in jedem Moment seines Lebens in Freiheit lebenden Rehs oder Wildschweins, dem die letzte Ehre erwiesen wird - böse Tradition - und dann in allem verwertet der menschlichen Nutzung zuführt, nicht nur zweifelsfrei eine vollkommen sinnvoller Umgang mit einer natürlichen Rescourre, sondern auch eine ausgesprochen sorgsame und verantwortungsvolle Nutzung der Natur.

Da hat sich Mensch für "moderne Ernährung" - und vor allem preisgünstige - beim besten Willen mit der modernen Lebensmittelindustrie einiges einfallen lassen:
- In Massentierhaltung, mit mehr oder minder verwegenen Mitteln das schnelle Wachstum angeregt, dahinvegetierende "Fleischberge".
- Nach kürzeren oder längeren Transporten zur Schlachtbank geführt und im Discounter verkloppt.
- Zuzuschauen, ja zu feiern, wie 300 befreite puschelige Nerze ihre neue Freiheit genießen und als Raubtierchen um sich herum platt machen, was sich bewegt.
- Zuzulassen, dass Biber vor Jahrhunderten mit einfachen Schaufeln trockengelegte Flächen entgegen jedem Hochwasserschutz wieder unter Wasser setzt.
- Im Wege des modernen Ablasshandels die Rodung von Wäldern für Windkraftanlagen zu befürworten, sein Umweltgewissen durch Spenden an Naturschutzorganisatzionen oder einem Einkauf im Bioladen erkauft.

Freilich eine allenfalls beispielhafte "Gedankenstütze"!

In jedem Falle ist die Jagd sicher weitaus mehr "Naturschutz", als sich im Internet und auf Demonstrationen damit zu brüsten, dass man keine Tiere nutze und töte - ja sogar die Flachstreter sind wahrscheinlich biologisch abbaubar -, und diejenigen beschimpft, die etwas tun, weil sonst das eigene Weltbild in sich zusammenbröselt.

Das ist der kleine, aber feine Unterschied zwischen großen Reden, die nichts bewirken, und kleinen Taten, die etwas bewirken. Gut, dass auch darüber einmal gesprochen wurde.
offline

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clas

clas

Alter: 46 Jahre,
aus Bonn

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Kommentare

09.05.2014 11:39 Opa_Hoppe
Es ist einfach unfassbar, unfassbar gut geschrieben. Bleibt die Frage - wie bekommen wir deine 3 Beiträge öffentlich wirksam verwertet ?
Wäre schade, wenn sie " ungelesen " bleiben.....
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